Der FSV Gütersloh hat sein letztes Regionalliga-Heimspiel der Saison 2025/2026 erfolgreich gestaltet. Am 25. Spieltag der Frauen-Regionalliga West setzte sich die Mannschaft von Cheftrainerin Britta Hainke in der heimischen Tönnies-Arena mit 8:0 (3:0) gegen den GSV 1910 Moers durch. Trotz des deutlichen Ergebnisses stand vor allem der große Respekt gegenüber den Gästen im Mittelpunkt, die die Reise in die Tönnies-Arena mit stark dezimiertem Kader antraten und sich der sportlichen Herausforderung unter schwierigen Bedingungen mit großem Einsatz stellten.
Dem GSV Moers standen lediglich neun Spielerinnen zur Verfügung. Bei sommerlichen Temperaturen auf dem aufgeheizten Kunstrasen der Tönnies-Arena verlangte die Partie beiden Teams alles ab. Dass die Gäste dennoch antraten und bis zum Schlusspfiff leidenschaftlich kämpften, verdient höchste Anerkennung.
Für den FSV war die Ausgangslage vor der Partie eindeutig: Im Kampf um den Klassenerhalt zählte ausschließlich ein Sieg gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht. Verzichten musste der FSV dabei auf Kapitänin und Torhüterin Leah Blome, die sich eine Woche zuvor im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund eine Meniskusverletzung zugezogen hatte und in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Für sie rückte Emily Wittkowsky zwischen die Pfosten, die bereits in Dortmund nach ihrer Einwechslung überzeugt hatte. Zudem nahm das Trainerteam zwei weitere Änderungen in der Startelf vor: Janna Koerdt und Anna-Lena Meier begannen für Clara Koepke und Anna-Sophie Schindler.
Die Gastgeberinnen ließen früh die Chance zur Führung liegen. Pauline Berning scheiterte zunächst mit einem Foulelfmeter, machte ihren Fehlschuss jedoch nur wenig später wieder wett: Bereits in der 7. Spielminute traf sie zum 1:0 für den FSV. Moers musste im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit den verletzungsbedingten Ausfall einer weiteren Spielerin verkraften, hielt defensiv aber weiterhin mit großem Einsatz dagegen. Der FSV tat sich trotz klarer Feldüberlegenheit zunächst schwer, ehe Emma Bendix in der 30. Minute auf 2:0 erhöhte. Kurz vor der Pause schnürte Pauline Berning mit dem Treffer zum 3:0 (41.) ihren Doppelpack.
Zur zweiten Halbzeit brachte das FSV-Trainerteam mit Greta Hohensee, Merle Rohden und Anna-Sophie Schindler gleich drei frische Kräfte. Für Hohensee war es wenige Tage nach dem Gewinn der U17-Europameisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft die Rückkehr in den Kader des FSV Gütersloh. Katharina Rädeker, Pauline Berning und Anna Stockmann blieben dagegen in der Kabine.
Auch der GSV Moers musste verletzungsbedingt erneut umstellen und konnte die zweite Halbzeit nur noch mit sechs Feldspielerinnen und Torhüterin Tanja Soentjens bestreiten. Gegen den zunehmend dezimierten Gegner spielte der FSV seine Überlegenheit nun konsequenter aus. Anna-Sophie Schindler erhöhte in der 51. Minute auf 4:0, ehe Hannah Leßner nur drei Minuten später das 5:0 erzielte. Tina Rother schraubte das Ergebnis mit einem Doppelschlag in der 58. und 61. Minute auf 7:0. Den Schlusspunkt setzte erneut Hannah Leßner mit ihrem zweiten Treffer des Tages zum 8:0-Endstand in der 75. Minute.
Dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel, lag auch am couragierten Auftritt der Gäste aus Moers. Torhüterin Tanja Soentjens zeichnete sich mehrfach mit starken Paraden aus und verhinderte weitere Gegentreffer. Trotz der schwierigen personellen Situation zeigte der GSV über die gesamte Spielzeit großen Einsatzwillen und Mut.
Im Tabellenkeller bleibt die Situation vor dem letzten Spieltag weiter spannend. Der FSV Gütersloh steht mit 24 Punkten und einer Tordifferenz von -4 auf Rang elf der Regionalliga West. Ob dieser Platz zum Klassenerhalt reicht, hängt weiterhin auch vom möglichen Aufstieg des Regionalliga-Meisters in die 2. Frauen-Bundesliga ab. Nur wenn sich der Meister der Regionalliga West – entweder die U21 des 1. FC Köln oder Borussia Dortmund – in der Relegation gegen Nord-Meister Holstein Kiel durchsetzt, bleibt es bei drei Absteigern.
Als zweiter Absteiger neben dem GSV Moers steht nach dem heutigen Spieltag Deutz 05 fest. Borussia Mönchengladbach II liegt nach dem 1:1 bei der U23 von Bayer Leverkusen mit 22 Punkten auf Rang zwölf, während der SSV Rhade durch einen 1:0-Erfolg gegen die DJK Wacker Mecklenbeck auf 26 Punkte kommt und Platz zehn behauptet.
Damit kommt es am letzten Spieltag zu einem spannenden Finale im Kampf um den Klassenerhalt. Der FSV Gütersloh gastiert am Sonntag, den 31. Mai, beim Tabellendritten DSC Arminia Bielefeld. Das Ostwestfalen-Derby in der SchücoArena wird für den FSV zur letzten großen Herausforderung der Saison. Borussia Mönchengladbach II empfängt zeitgleich die U21 des 1. FC Köln, während der SSV Rhade beim bereits abgestiegenen Deutz 05 antreten muss.
FSV Gütersloh 8:0 GSV Moers
FSV Gütersloh:
Wittkowsky – Rother, Haag (58. Mehn), Bendix, Leßner – Koerdt – Berning (46. Rohden), Kammermann [C] – Meier (58. Ladage), Rädeker (46. Hohensee), Stockmann (46. Schindler). Im Aufgebot: Seggelmann,
GSV Moers:
Soentjens – Miyake, Bukvasevic, Temiz, Sadiku [C], Jaffari, Kleinwegen, Gellesch, Schuster
Tore:
1:0 Berning (7.), 2:0 Benix (30.), 3:0 Berning (41.), 4:0 Schindler (51.), 5:0 Leßner (54.), 6:0 Rother (58.), 7:0 Rother (61.), 8:0 Leßner (75.)
Schiedsrichterin:
Doro Brockschmidt
Gelbe Karten:
Bukvasevic (22., GSV Moers)


