JUGENDKONZEPT
Leistung entwickeln. Heimische Talente fördern. Perspektiven schaffen.
- Inhalt und Einleitung
- Strategisches Ziel und weitere Ziele
- Umsetzung und der Weg
- Sportlicher Bereich
- Verhaltenskodex
Inhalt
- Leitbild, Ziele und Umsetzung
- Sportlicher Bereich und Förderweg
- Verhaltenskodex für Trainer:innen und Spielerinnen
- Zusammenarbeit mit Eltern
Unser Anspruch
Wir verbinden sportliche Leistungsentwicklung mit regionaler Talentförderung, persönlicher Verantwortung und einer verlässlichen Vereinskultur.
Einleitung
Der FSV Gütersloh 2009 verbindet leistungsorientierten Frauen- und Mädchenfußball mit einer besonderen Verantwortung für junge Talente aus der Region. Ziel der Jugendabteilung ist es, Spielerinnen sportlich, persönlich und sozial so zu entwickeln, dass sie ihr individuelles Potenzial ausschöpfen und eine realistische Perspektive bis in die Frauenmannschaften erhalten. Die erste Mannschaft ist dabei Vorbild und Zielpunkt des Ausbildungsweges. Sportlicher Erfolg soll jedoch nicht durch kurzfristige Einzelmaßnahmen entstehen, sondern durch eine nachhaltige, qualifizierte und durchlässige Nachwuchsarbeit. Leistungsorientierung und Ausbildungsgedanke stellen keine Gegensätze dar, sondern sind eng miteinander verbunden und garantieren den langfristigen Erfolg des Vereins.
Strategisches Ziel
Der FSV Gütersloh 2009 entwickelt eine durchgängige Förderlinie von den jüngeren Juniorinnenteams bis zu den Frauenmannschaften. Ein wesentlicher Anteil der späteren Kader soll aus Spielerinnen bestehen, die im eigenen Nachwuchs ausgebildet wurden. Externe Zugänge ergänzen die Kader gezielt, wenn sie die sportliche Qualität erhöhen, eine konkrete Positionsanforderung erfüllen oder das Entwicklungspotenzial des Teams stärken. Maßstab jeder Kaderentscheidung sind Leistung, Potenzial, Charakter, Entwicklungsperspektive und wirtschaftliche Verantwortung.
Unser Ausbildungsauftrag umfasst den gesamten sportlichen Entwicklungsweg – von den Juniorinnenteams bis in den Seniorinnenbereich. Spielerinnen sollen nicht nur auf den Übergang in unsere Frauenteams vorbereitet, sondern auch dort kontinuierlich sportlich, athletisch und persönlich weiterentwickelt werden. Wenn für eine Spielerin aus dem Juniorinnen- oder Frauenbereich der Wechsel in eine höherklassige Mannschaft der sportlich und persönlich richtige nächste Schritt ist, begleiten wir diesen Übergang offen, fair und verantwortungsvoll. Die erfolgreiche Weiterentwicklung einer Spielerin bleibt damit auch dann Teil unseres Ausbildungserfolges, wenn ihre nächste Perspektive außerhalb des FSV Gütersloh 2009 liegt.
Weitere Ziele
- Attraktiven, mutigen und erfolgreichen Fußball in allen Altersklassen anbieten.
- Junge Spielerinnen aus dem Kreis Gütersloh und aus Ostwestfalen-Lippe frühzeitig entdecken, an den Verein binden und langfristig entwickeln.
- Einen transparenten Förderweg von den Juniorinnen über U19 und Frauen II bis zur ersten Frauenmannschaft schaffen.
- In allen Leistungsteams qualifizierte Trainerinnen und Trainer einsetzen und deren Lizenzierung, Fortbildung und vereinsinterne Entwicklung fördern.
- Individuelle Entwicklungspläne, regelmäßige Feedbackgespräche und altersgerechte Leistungsdiagnostik verbindlich einführen.
- Mannschaften mindestens ab den D-Juniorinnen im regelmäßigen Spielbetrieb stellen und die U19 als zentrale Übergangsstufe erhalten.
- Ein Förderzentrum für Frauen- und Mädchenfußball mit verlässlichen Trainings-, Betreuungs- und Kooperationsstrukturen aufbauen.
- Schule, Ausbildung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung als Bestandteile der Leistungsförderung berücksichtigen.
- Ein Sommerturnier und ein Hallenturnier einschließlich Hallenmasters dauerhaft im Vereinskalender verankern.
Umsetzung
Um diese Ziele zu erreichen, besitzt eine qualitativ hochwertige Nachwuchsarbeit höchste Priorität. Leistungsförderung bedeutet beim FSV Gütersloh 2009, Spielerinnen altersgerecht zu fordern, ihre Entwicklung konsequent zu begleiten und ihnen faire Chancen auf die nächste Stufe zu eröffnen. Sie bedeutet nicht, ausschließlich kurzfristige Ergebnisse oder den aktuellen körperlichen Entwicklungsstand zu bewerten. Die individuelle und langfristige Entwicklung einer Spielerin ist stets über dem kurzfristigen Mannschaftserfolg anzusiedeln.
Der Weg
Trotz des Ausbildungsgedankens ist die Etablierung einer altersgerechten Leistungsorientierung in allen Nachwuchsmannschaften essenziell und stellt keinen Widerspruch zu diesem dar. Denn je höherklassiger und anspruchsvoller die Nachwuchsmannschaften spielen und trainieren, desto besser ist die qualitative Ausbildung der Spielerinnen. Dabei gilt der Grundsatz, dass die Leistungsorientierung niemals zu Lasten des Ausbildungsgedankens im Vordergrund stehen darf.
Der Verein motiviert und unterstützt seine Nachwuchstrainerinnen und Nachwuchstrainer beim Erwerb und Erhalt geeigneter Lizenzen. Die sportliche Leitung legt je Altersstufe Zielqualifikationen fest. Mindestens viermal pro Saison stimmen sich die Verantwortlichen der Frauen- und Nachwuchsteams über Ausbildungsziele, Spielprinzipien, Belastungssteuerung, Kaderübergänge und Trainingsinhalte ab.
Ein qualifizierter Trainerstab sowie ergänzende Fachkompetenz, zum Beispiel im Torwarttraining, in Athletik, Physiotherapie und Pädagogik, bilden die Grundlage der individuellen Förderung. Ab den C Juniorinnen erhält jede Perspektivspielerin regelmäßig dokumentierte Entwicklungsziele in den Bereichen Technik, Taktik, Athletik und Persönlichkeit.
Jeder Nachwuchsmannschaft soll nach Möglichkeit eine Spielerin aus dem Frauenbereich als Teampatin zugeordnet werden. Sie begleitet einzelne Trainingseinheiten oder Spieltage, vermittelt Erfahrungen und macht den Übergang in den Frauenfußball sichtbar. Dadurch erhalten Nachwuchsspielerinnen eine konstante Verbindung zu den Frauenmannschaften und konkrete Vorbilder im eigenen Verein.
Auch die Patinnen übernehmen Verantwortung, entwickeln Führungskompetenz und erleben die Bedeutung von Vorbereitung, Disziplin und wertschätzender Kommunikation aus einer neuen Perspektive.
Zwei weitere Bausteine bleiben unverzichtbare Grundlagen der Ausbildung:
Freude am Fußball und Persönlichkeitsentwicklung
Leistung, Freude und Persönlichkeitsentwicklung sind keine Gegensätze. Dauerhafte Leistungsbereitschaft entsteht dort, wo Spielerinnen sich sicher, gesehen und gefordert fühlen. Der FSV verfolgt daher einen ganzheitlichen Ausbildungsansatz. Neben der bestmöglichen Förderung in technischer, taktischer und athletischer Hinsicht gehört auch die soziale Entwicklung zur Ausbildung. Darüber hinaus vermittelt der FSV Gütersloh 2009 Werte wie Teamgeist, Respekt, Einsatzbereitschaft, Selbstständigkeit und Fair Play. Eine hohe Identifikation wird durch Besuche der Frauenmannschaften, gemeinsame Trainingstage, Turniere,
Vereinsveranstaltungen und einen verlässlichen Dialog mit Spielerinnen und Eltern gefördert. Wechsel zu höherklassigen Vereinen können Teil eines erfolgreichen Ausbildungsweges sein; gleichzeitig schafft der FSV Gütersloh 2009 durch sportliche Perspektiven, qualifizierte Betreuung und eine wertschätzende Vereinskultur starke Gründe für einen langfristigen Verbleib.
Sportlicher Bereich
1.1 Grundsätze
Der FSV Gütersloh 2009 bietet Spielerinnen die Möglichkeit, sich sportlich, persönlich und sozial weiterzuentwickeln. Trainerinnen, Trainer und Verantwortliche richten ihre Arbeit an gemeinsamen Ausbildungszielen aus, bereiten Einheiten sorgfältig vor, gestalten sie alters- und leistungsangemessen und arbeiten über Mannschaftsgrenzen hinweg zusammen. Entscheidungen werden nachvollziehbar kommuniziert und regelmäßig überprüft.
1.2 D- bis B-Juniorinnen
1.2.1 Organisatorische Leistungskomponenten
Die Spielerinnen werden grundsätzlich altersgerecht den Mannschaften zugeordnet. Besonders leistungsbereite oder entwicklungsstarke Talente können in der nächsthöheren Mannschaft trainieren oder spielen, wenn dies sportlich, körperlich und persönlich sinnvoll ist. Hochstufungen werden zwischen den beteiligten Trainerteams abgestimmt, mit der Spielerin und bei Minderjährigen mit den Eltern besprochen und nach einem festgelegten Zeitraum überprüft.
1.2.1.1 Trainingsanforderungen für unsere D-Juniorinnen
- Positive, disziplinierte Kommunikation untereinander
- Kondition am Ball (Tempowechsel)
- körperbetonter Zweikampf
- gezieltes Kopfballtraining
- sep. Torhütertraining (erste Übungen für Torhüter)
- Technik (Spiel mit der Innen- und Außenseite, Spiel mit Vollspann, Innen- und Außenspann, Torschuss, Flanke, Kontrolle flacher, halbhoher und hoher Zuspiele)
- schnelles Spiel (2 bis 3 Ballkontakte, Laufen ohne Ball)
- fließender Spielaufbau (Spielverlagerung, Spiel im Raum, Ballbehauptung)
- Spielsystem einführen (Grundlagen im Defensiv- und Offensivverhalten erlernen)
1.2.1.2 Trainingsanforderungen für unsere C-Juniorinnen
- positive, disziplinierte Kommunikation untereinander
- Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein
- verstärktes Grundlagen-, Ausdauer- und Krafttraining (auch ohne Ball, Schnelligkeit, Beweglichkeit, vielseitige Kräftigung)
- körperbetonter Zweikampf
- positionsspezifisches Training (Raumaufteilung, Freilaufen, gruppentaktische Elemente)
- Standardsituationen (Eckbälle, Freistöße)
- schnelles Spiel (Direktpass)
1.2.1.3 Trainingsanforderungen für unsere B-Juniorinnen
Athletik als verbindlicher Bestandteil der Trainingswoche
Im B-Juniorinnenalter erhält die athletische Ausbildung einen besonders hohen Stellenwert. Ein altersgerechtes, technisch sauber angeleitetes Krafttraining wird deshalb konsequent und kontinuierlich als fester Baustein in den Alltag jeder Trainingswoche integriert. Die Inhalte werden planmäßig aufgebaut, regelmäßig durchgeführt und an Entwicklungsstand, Belastbarkeit und individuelle Voraussetzungen der Spielerinnen angepasst. Ziel sind eine stabile körperliche Grundlage, eine verbesserte Leistungsfähigkeit und eine nachhaltige Verletzungsprävention.
- positive, disziplinierte Kommunikation untereinander
- Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein
- positionsspezifisches Training (Raumaufteilung, ballorientiertes Verteidigen, Flügelspiel, Konterspiel, Spielverlagerung)
- intensive Spielvorbereitung auf Gegner
- Vertiefung der aufgebauten Grundlagen (Schnelligkeit, Grundlagenausdauer, Beweglichkeit)
- besondere Anforderungen an Spielerpositionen (Weiterentwicklung der Spieler, Offensivspiel der Verteidiger, Spielen der Torspieler)
- Heranführen an den Frauenbereich, bzw. der U19
1.3 Definition des Leistungsgedankens
Leistungsorientierung bedeutet beim FSV Gütersloh 2009, das individuelle und mannschaftliche Leistungsvermögen kontinuierlich zu verbessern. Bewertet werden nicht nur Spielergebnisse, sondern vor allem Lernfortschritt, Trainingsqualität, Spielverständnis, technische Ausführung, Athletik, Zuverlässigkeit, Teamverhalten und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Hohe Anforderungen werden klar formuliert, altersgerecht vermittelt und mit verlässlicher Unterstützung verbunden.
Für Kader- und Einsatzentscheidungen gelten fünf Grundsätze:
- Aktuelle Leistung und langfristiges Entwicklungspotenzial werden gemeinsam betrachtet.
- Biologischer Reifegrad und unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeiten werden berücksichtigt.
- Trainingseinsatz, Lernbereitschaft, Teamverhalten und Verfügbarkeit fließen nachvollziehbar ein.
- Entscheidungen beruhen möglichst auf mehreren Beobachtungen und nicht auf einem einzelnen Spiel.
- Jede Spielerin erhält eine ehrliche Rückmeldung und konkrete nächste Entwicklungsschritte.
1.4 Definition „heimisches Talent“
Als heimische Talente versteht der FSV Gütersloh 2009 vorrangig Spielerinnen aus dem Kreis Gütersloh und aus Ostwestfalen-Lippe. Das regionale Scouting kann auf angrenzende Gebiete in Westfalen erweitert werden, wenn Anfahrt, Schule beziehungsweise Ausbildung und familiäres Umfeld eine nachhaltige Entwicklung zulassen. Die regionale Herkunft allein begründet keinen Kaderplatz; sie schafft jedoch eine besondere Förderverantwortung und wird bei vergleichbarer sportlicher Perspektive positiv berücksichtigt. Die Gewinnung heimischer Talente erfolgt durch regelmäßige Sichtungstage, Kontakte zu Schulen und Stützpunkten, Kooperationen mit regionalen Vereinen sowie die Beobachtung im Trainings- und Spielbetrieb. Der FSV Gütersloh 2009 strebt faire, transparente Beziehungen zu den abgebenden Vereinen an und versteht Talentgewinnung als regionales Netzwerk, nicht als reine Abwerbung.
1.5 Individueller Förderweg
Ab den C-Juniorinnen wird für jede Spielerin mindestens halbjährlich ein Entwicklungsgespräch geführt. Für Perspektivspielerinnen werden maximal drei priorisierte Ziele dokumentiert: bis zu zwei sportliche Ziele sowie ein Ziel aus Persönlichkeit, Selbstorganisation oder Dual Career. Zu jedem Ziel gehören eine Maßnahme, eine verantwortliche Person, ein Zeitraum und ein überprüfbares Kriterium. Der Übergang in die nächste Mannschaft wird über planmäßige Hospitationen, gemeinsames Training, Teampatenschaften und abgestimmte Einsatzzeiten vorbereitet. Eine Hochstufung ist dann erfolgreich, wenn die Spielerin sportlich gefordert wird, ausreichende Spielzeit erhält und sich gesundheitlich sowie persönlich stabil entwickelt.
1.6 Orientierung für die jährliche Steuerung
Die folgenden Zielwerte dienen der sportlichen Leitung als überprüfbare Orientierung und werden jährlich an Teamstruktur, Ligazugehörigkeit und Ressourcen angepasst:
- Mindestens 60 Prozent der Spielerinnen in den Nachwuchskadern stammen aus dem Kreis Gütersloh oder aus Ostwestfalen-Lippe.
- Ab U15 verfügen 100 Prozent der Spielerinnen über ein dokumentiertes Halbjahresfeedback; Perspektivspielerinnen erhalten einen individuellen Entwicklungsplan.
- Jedes Leistungsteam benennt pro Saison Spielerinnen mit realistischer Perspektive für die nächsthöhere Stufe und organisiert dafür konkrete Hospitations- oder Trainingsmaßnahmen.
- Trainerbesetzung, Lizenzstand, Spielerinnenbindung, Übergänge und Trainingsverfügbarkeit werden mindestens halbjährlich ausgewertet.
- Sportliche Ergebnisse werden gemeinsam mit Entwicklungskennzahlen bewertet; Tabellenplätze sind wichtig, aber nicht das alleinige Qualitätskriterium.
1.7 Schutz, Gesundheit und Dual Career
Leistungsförderung endet dort, wo Gesundheit, Schutz oder Bildungsweg gefährdet werden. Verletzungsprävention, angemessene Belastungssteuerung, sichere Kommunikation und die Vereinbarkeit mit Schule oder Ausbildung sind verbindliche Bestandteile der Arbeit. Medizinische und schutzbezogene Entscheidungen dürfen nicht aus kurzfristigem sportlichem Interesse übergangen werden. Dual Career bezeichnet dabei die Vereinbarkeit der sportlichen Entwicklung mit Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf.
Verhaltenskodex
2.1 Trainerinnen und Trainer
2.1.1 Grundregeln
- Zuverlässigkeit
- Vorbildfunktion – vorbildhaftes Auftreten
- Pünktlichkeit (erster und letzter)
- Positive Kommunikation (Spielerinnen, Zuschauende und Schiedsrichter*innen)
2.1.2 Umgang mit Spielerinnen
- Ansprache mit Namen
- Positive & konstruktive Kritik
- Spaß am Sport und am Mannschaftsspiel vermitteln
- Sozialverhalten
2.2 Spielerinnen
2.2.1 Pünktlichkeit
- das Team wartet auf mich ohne mich ist das Team nicht komplett
- meine Unpünktlichkeit stört das gesamte Team
- Zuverlässigkeit Trainingsbeteiligung (ich versuche kein Training zu versäumen)
- es ist unfair Training leichtfertig abzusagen, weil mein Trainer sich vorbereitet und Zeit investiert
- ich sage ab, wenn ich nicht zum Training kommen kann. Mein Trainer und mein Team sorgen sich, wenn ich nicht zum Training erscheine
- gehe ich nicht zum Training, blockiere ich nicht nur meine Lernziele, sondern auch die des Teams
- nur im Training lernen mein Team und ich das Fußballspielen. Wollen wir erfolgreich sein, müssen wir gemeinsam trainieren
2.2.3 Pflicht- und Freundschaftsspiele
- die Teilnahme ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Mir sind die Termine oft sehr früh bekannt.
- kann ich nicht erscheinen, sage ich so früh wie möglich persönlich beim Trainer ab
- ich werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, diese Termine ein zu halten. Einladungen zu Geburtstagen oder Familienfeiern können mit dem Hinweis „Ich habe Verantwortung für mein Team, es wartet auf mich“ häufig zeitlich verändert werden.
2.2.4 Freundlichkeit – Teamfähigkeit
- Freundlichkeit ist für mich selbstverständlich
- das Team und das gesamte Umfeld ermöglichen mir das Fußballspielen
- ich kann nicht jeden gleich gern mögen, akzeptiere und Unterstütze aber jeden Mitspielerin
- es ist für mich einfach nett und freundlich zu sein
Beispiel: Ich grüße Kinder und Erwachsene, die ich kenne und das Umfeld wird nicht nur mich, sondern
auch mein Team für meine Freundlichkeit schätzen. - bin ich unfreundlich, schade ich meinem Team
- ich verhalte mich im Kreis meiner Mannschaft diszipliniert. Nur im Team kann ich Fußball lernen und die Ziele erreichen
- Wie spielen wir erfolgreich Fußball? Indem ich das Fußballspielen lerne. Nur so kann ich der Mannschaft weiterhelfen
- in Spiel und Training gebe ich immer 100%. Ich bin ein wichtiger Teil des Teams und stelle mich vollständig in den Dienst der Mannschaft
2.2.5 Umwelt und Sauberkeit
- ich gehe pfleglich mit dem Vereinseigentum um.
- das Gelände, die Umkleideräume, die Duschräume und alle anderen Gemeinschaftsflächen sollen meinem Verein, meinem Team und mir noch lange Freude bereiten, pfleglicher Umgang mit Bällen, Trikots und Trainingshilfen ist für mich eine Selbstverständlichkeit.
- ich entsorge meinen Müll und lasse ihn nicht einfach liegen
- als Gast bei anderen Vereinen gelten die genannten Grundsätze genauso.
- bei Verfehlungen gegen die Sauberkeitsgrundsätze schade ich nicht nur meinem Team, sondern auch meinem Verein
2.2.6 Kritikfähigkeit – Diskussionen
- ich überprüfe mein Teamverhalten ständig
- Kritik an meinen Verhaltensweisen nehme ich ernst
- ich kann ungerechtfertigte Kritik jederzeit in Gesprächen zurückweisen
- ich habe schlecht gespielt, verliere aber nicht den Willen fleißig zu trainieren, um meine Leistung zu verbessern
- das frühzeitige Ansprechen und das Diskutieren von Teamproblemen helfen dem Team und mir
- ich akzeptiere auch, dass mich der Trainer einmal nicht aufstellt. Durch mehr Trainingsfleiß dränge ich mich für das nächste Mal auf
2.2.7 Hilfsbereitschaft
- ich helfe jedem aus dem Team, wenn er Probleme hat und um Hilfe bittet
- bittet mein Verein um Hilfe (z. B.: Gruppenarbeit), helfe ich sofort im Rahmen meiner Möglichkeiten
- ich übernehme das Wegräumen von Bällen und Trainingshilfen bei Spiel und Training
2.2.8 Fairplay
- ich verhalte mich stets freundlich und korrekt gegenüber meinen Gegenspielerinnen, egal ob im Training oder im Spiel gegen einen anderen Verein
- in meinem Team spielt jeder Fußball. Bei Fehlern unterstütze ich jeden einzelnen im Team, damit es beim nächsten Versuch besser klappt
- der Schiedsrichter ist mein Freund. Er ermöglicht mir das Spiel
2.3 Eltern
Eltern spielen im Jugendbereich eine wichtige Rolle. Im unteren Jugendbereich ist es kaum vorstellbar, dass ein reibungsloser Spielbetrieb ohne Eltern machbar ist. Eltern sind oftmals hilfreiche „Mitarbeiter“, dies wird bei der Elternzusammenkunft zum Anfang einer jeden Saison auch deutlich zur Sprache gebrachtwerden. An folgenden Stellen ist eine Mitarbeit der Eltern besonders hilfreich und deswegen unbedingt erwünscht:
- Eltern helfen bei der Beförderung der Kinder zum Training, Wettkampfspielen/Turnieren durch die Bildung von Fahrgemeinschaften, die miteinander abgesprochen werden. Ähnliche Absprachen sind auch für denkbare Fahrten zu außersportlichen Aktivitäten möglich.
- Bei der Vorbereitung außersportlicher Aktivitäten, die für die Juniorenmannschaft geplant werden, sollten Eltern sich hilfreich einschalten und die Planungen unterstützen.
- Bei Austragung von Fußballturnieren übernehmen Eltern organisatorische Aufgaben wie z.B. den Verkauf.
- Bei Differenzen, die nicht mit dem Trainer zu lösen sind, ist der Jugendleiter immer ansprechbar für die Eltern.
Eltern am Spielfeldrand bei einem Spiel legen nicht immer das Verhalten an den Tag, das sich der Trainer und die Spieler wünschen. Das Anfeuern der Mannschaft und das lautstarker Bejubeln gelungener Aktionen und Tore sind stets erwünscht. Die lautstarke Kritik am eigenen Kind, am Mitspieler des eigenen Kindes, am Gegenspielerin oder am Trainer während des Spiels muss unterbleiben. Sie schadet meist mehr, als sie hilft. Eltern, gleich welcher Altersstufe, gehören, so schwer das auch manchmal fällt, hinter die Platzabsperrung (Bande). Der Trainer wird unsere Ansichten vom Kinder– und Jugendfußball auf der Elternzusammenkunft deutlich machen und die Eltern auffordern, diese Ziele im Interesse der Kinder zu unterstützen.
Stand: 07.10.2026