Der FSV Gütersloh wartet in den „Kölner Wochen“ der Regionalliga West weiter auf ein Erfolgserlebnis. Nachdem vor einer Woche schon die Partie gegen die U21 des „Eff-Zeh“ mit 0:1 verloren gegangen war, kassierte unser Team am Sonntag mit 0:2 gegen den SC Fortuna die nächste Heimniederlage. Bevor im nächsten Liga-Heimspiel am 12. April Vorwärts Spoho in der Tönnies-Arena aufläuft, tritt der FSV am 22. März bei Deutz 05 an, dem vierten Kölner Klub in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Diese Partie ist für die Gütersloherinnen ein Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Trotz der aktuellen Niederlage behauptete der FSV als Tabellenelfter nämlich seinen Nichtabstiegsplatz vor den punktgleichen Rechtrheinischen.
Gegen den Tabellensechsten aus der Kölner Südstadt durfte unser Team lange auf einen Punktgewinn hoffen. Nach einer völlig ausgeglichenen ersten Halbzeit ohne wirkliche Torchancen auf beiden Seiten wurde Fortuna zwar stärker und peu à peu überlegener. Doch bis zur 78. Minute stand es 0:0. Dann allerdings besiegelten die Kölnerinnen mit zwei Angriffen über den linken Flügel gegen eine zu hoch stehende Abwehr die Heimniederlage. Erst nutzte die 37-jährige Svenja Streller eine Hereingabe von Danielle Bender zum 0:1 (78.), dann war Bender in der Mitte selbst bei einem Zuspiel von Annika Boden zur Stelle und machte mit dem 0:2 (87.) den Deckel drauf. „Eine verdiente Niederlage“, konstatierte Britta Hainke. Unsere Trainerin monierte zum einen „viel zu viele technische Fehler“, machte bei ihren Spielerinnen aber auch „nachlassende Kräfte“ aus. Beides zusammen führte zu einem halben Dutzend guter, aber ungenutzt gebliebener Chancen für den Gegner. Glück für den FSV war auch, dass ein sauber ausschauendes Tor von Felice Hahn in der 55. Minute wegen angeblichen Abseits nicht gegeben wurde. Außer durch Hannah Leßner (50.) und Emma Bendix (76.) kam unser Team im zweiten Durchgang überhaupt nicht mehr zu halbwegs aussichtsreichen Abschlüssen. Und leider führten weder die Versuche über die Außenstürmerinnen Katharina Rädeker und Anna Stockmann noch eine der zahlreichen Ecken zu echter Torgefahr.
Mehr drin gewesen wäre, wenn der FSV im ersten Durchgang, als er selbst sehr engagierte auftrat und die favorisierte Fortuna das eigene Trainerteam enttäuschte, stärkere offensive Akzente hätte setzen können. Hierfür fehlte mit der erkrankten Pauline Berning allerdings eine wichtige Spielerin. Verzichten mussten das FSV-Trainerteam Britta Hainke und Matthias Kaiser auch auf die beruflich verhinderte Rechtsverteidigerin Clara Koepke. Noch länger ausfallen wird aufgrund einer Sprunggelenksverletzung die etatmäßige Kapitänin Elina Büttner. Noch nicht absehbar ist zudem, wann Sophie Haag nach langer Verletzungsunterbrechung ins Team zurückkehren kann.
FSV Gütersloh: Blome – Rother, Schmücker (89. Schön), Bendix, Leßner – Koerdt (66. Rohden), Kammermann – Stockmann, Schindler (89. Ladage), Rädeker (66. Meier) – Hohensee. Im Aufgebot: Mehn, Wittkowsky (Tw).


