Der Traum von der Titelverteidigung im Westfalenpokalwettbewerb endete für die B-Juniorinnen des FSV Gütersloh auf bittere Weise. Ein äußerst umstrittener Strafstoß führte am Mittwochabend zur 0:1-Niederlage im Halbfinale bei Arminia Bielefeld. „Wie kann das ein Elfmeter sein?“, fragte Trainer Lukas Jäschke voller Unverständnis, nachdem Schiedsrichterin Jonah Marie Flaskämper in der 53. Minute auf den Punkt gezeigt hatte. Die Unparteiische erklärte ihm, dass Johanna Braune im Strafraum bei einer Grätsche zwar den Ball gespielt habe, eine Bielefelder Angreiferin aber anschließend über sie zu Fall gekommen sei. Die Bielefelderin Leonie-Sophie Sievert ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf gegen FSV-Keeperin Ylvie Kleimann zum letztlich entscheidenden 1:0. Kleimann war fünf Minuten zuvor ins Tor gekommen, weil sich Kim Fahrmeyer eine Fingerverletzung zugezogen hatte. Damit zog die Arminia ins Pokalfinale ein, wo sie am 4. Juni auf den VfL Bochum trifft.
Im Duell zwischen dem Zweiten und dem Dritten der B-Juniorinnen-Regionalliga an der Bielefelder Schillerstraße konnte die U17 des FSV ein Chancenplus der Gastgeberinnen nicht verhindern. Kim Fahrmeyer rettet zweimal glänzend gegen Nele Pieper (17.) und Nika Klauke (54.), außerdem verfehlten die Bielefelderinnen Hannah-Marie Zurmühlen (25.) und Marie Glose (48.) das Tor bei Kopfbällen nach Eckstößen nur knapp. Aber die Gütersloherinnen setzten der Arminia-Offensive ein starkes defensives Bollwerk entgegen. „Die Mädels haben alles reingeworfen, alles gegeben“, lobte Lukas Jäschke sein Team für den leidenschaftlichen Einsatz. Der FSV überzeugte aber nicht nur mit Kampf, sondern er brachte auch seine fußballerischen Qualitäten auf den Platz. Um zu glasklaren Torchancen zu kommen, mangelte es jedoch an Durchsetzungsvermögen in Strafraumnähe. So blieben ein 20-Meter-Flachschuss von Merle Rohden (23.) sowie ein 30-Meter-Freistoß von Johanna Braune (55.), die beide das Tor knapp verfehlten, die einzigen Möglichkeiten. „Es war ein typisches 0:0-Spiel“, fand Lukas Jäschke. Die Hoffnung auf ein Elfmeterschießen zerstob allerdings in dem aus seiner Sicht ärgerlichen Elfmeterpfiff.
Jetzt drückt der FSV Gütersloh dem OWL-Konkurrenten die Daumen für das Pokalfinale und das Saisonfinale in der Regionalliga. Gelingt den Bielefelderinnen nämlich das Double, ergibt sich für unsere U17 wohl doch noch eine Chance auf die Qualifikation für den DFB-Pokalwettbewerb. In der Regionalliga müssen die Gütersloherinnen den dritten Tabellenplatz auswärts verteidigen. In den letzten beiden Partien geht es zum FC Iserlohn (23. Mai) und zu Fortuna Düsseldorf (6. Juni).
FSV Gütersloh U17: Fahrmeyer (57. Kleimann) – Horstmann (76. Meier), Haag, Krahner – Braune – Ladage, Schulte, Starkmann (66. Kirjanow), Rohden, Burstein – Bretthauer.


