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FSV Gütersloh 2009

Leonie Kreil: „Ich will mit meiner Erfahrung vorangehen“

Wir haben was gegen Rassismus. Fußball verein(t) gegen Rassismus. (© Deutscher Fußball-Bund)

Leonie Kreil ist der Königstransfer des FSV Gütersloh in dieser Saison. Die 24-Jährige, geboren im bayrischen Amberg, kommt vom SC Sand, für den sie in zwei Jahren 28 Bundesligaspiele bestritt. Zuvor stand sie zwei Spielzeiten beim FF USV Jena unter Vertrag, mit dem sie in die Bundesliga aufstieg und dort 25 Partien absolvierte.

Ihre Jugendzeit verbrachte sie beim FC Bayern München, mit dem sie 2013 (im Endspiel gegen den FSV Gütersloh) und 2014 den deutschen Meistertitel gewann. Es folgten zwei Jahre beim Zweitligisten ETSV Würzburg und ein zweijähriger Studienaufenthalt in den USA, wo sie für das Collegeteam West Florida Argonauts aktiv war.

Interview mit Leonie Kreil

Hallo Leonie, du scheinst ja gute Kontakte zum DFB zu haben…
Inwiefern?

Na, es kann doch kein Zufall sein, dass du gleich in deinem ersten Zweitligaspiel für den FSV Gütersloh auf deinen ehemaligen Verein triffst und der DFB damit die Saison sogar offiziell eröffnet. Da hast du doch bestimmt jemanden angerufen.
Nein, nein. Anscheinend wollte es das Schicksal so…

Passt dir dieser Zufall?
Mir ist das relativ egal. Hauptsache wir gewinnen jedes Spiel, die Reihenfolge ist mir dann schnuppe.

Warum ist der Wechsel von Sand nach Gütersloh erfolgt?
Das hat verschiedene Gründe gehabt. Ich habe eine Veränderung angestrebt, und es haben sich auch private Dinge geändert. Ich hatte verschiedene Angebote, sowohl von der Bundesliga und der 2. Liga als auch aus dem Ausland. Ich habe lange überlegt, und letztendlich ist es auf Gütersloh hinausgelaufen. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren sehr gut, und ich fühle mich auch sehr wohl hier. Es war eine gute Entscheidung, hierhin zu wechseln.

Kannst du die Veränderungen konkretisieren?
Bei mir war es immer so, dass ich auf einen Bereich verzichten musste – Studium, Fußball, Privatleben. In Sand hatte ich keine Universität vor Ort, das ist hier in Bielefeld mit der Bibliothek viel einfacher. Mein Freund ist auch hierher gezogen und wir können jetzt zusammen wohnen – das vereinfacht alles.

Was studierst du?
Sportmanagement und Wirtschaftswissenschaften im Nebenfach.

Hättest du auch den Verein gewechselt, wenn der SC Sand in der Bundesiga geblieben wäre?
Ja, ich denke schon. Ich war zwei Jahre dort, und mir war wichtig, auch mal nicht nur gegen den Abstieg zu spielen. Gütersloh war in der 2. Liga immer gut dabei und von daher war es eine gute Option, auch mal mit dem Ball zu spielen und nicht nur zu 70 Prozent dem Ball hinterherzulaufen.

Gab es bereits Berührungspunkte zum FSV Gütersloh oder Kontakte zu Spielerinnen?
In der U-17 habe ich mit Bayern München den deutschen Meistertitel im Endspiel gegen den FSV Gütersloh gewonnen, und mit Jena haben wir auch gegen Gütersloh gespielt. Kontakt hatte ich zu Maren Tellenbröker, mit der ich in Jena zusammen gespielt habe.

Wie siehst du deine Rolle beim FSV Gütersloh?
Ich strebe schon an, mit meiner Erfahrung voranzugehen angesichts der vielen jungen Spielerinnen.

Was heißt es konkret, Führungsspielerin zu sein? Musst du besonders laut sein, musst du Einzelgespräche führen?
Einzelgespräche zu führen ist nicht meine Aufgabe, dass sollen die Trainer machen. Ich finde, man ist als Führungskraft vor allem in schlechten Phasen gefordert, dass man dann vorangeht und die Mitspielerinnen pusht und das Positive sieht. Und ich kann aufgrund der Erfahrungen in meiner Karriere, in der es ja auch Höhen und Tiefen gab, Tipps geben, wie man mit schwierigen Situationen umgeht.

Bist du ein Typ, der den Mund aufmacht?
Ich denke schon, ich habe da auf jeden Fall keine Scheu. Aber ich finde, niemand sollte diese Scheu haben, denn alle anderen kochen auch nur mit Wasser.

Was erwartest du vom ersten Saisonspiel? Wer ist Favorit?
Das ist sehr schwer einzuschätzen. Wir sind eine neue Truppe, ein neu zusammengewürfelter Haufen. Aber Sand steckt in einer ähnlichen Situation: Es sind viele Spielerinnen gegangen und viele neue sind dazugekommen. Die müssen sich auch erstmal finden – sowohl auf als auch neben dem Platz. Ich habe das Gefühl, dass wir die Vorbereitung und jedes einzelne Testspiel genutzt haben, um als Team zusammenzuwachsen, damit wir gegen Sand brillieren können.

Hast du noch Insiderwissen? Immerhin ist ja mit Alexander Fischinger der Trainer immer noch der gleiche wie letzte Saison.
Ob er immer noch mit dem gleichen System spielt, weiß ich nicht. Er ist eine Art Freigeist, der gerne auch mal etwas ausprobiert. Was man sagen muss: Er kann die Mannschaft immer sehr gut pushen, so dass jeder über sein Limit geht. Deswegen geht es bei ihm manchmal auch nicht wirklich über Taktik, sondern über Kampf.

Auf welcher Position siehst du dich beim FSV? Du wirst überall als Stürmerin „verkauft“, hast in Sand aber nicht in der Offensive gespielt.
Wir haben vieles ausprobiert, und jede Position hat ihre Vor- und Nachteile. Aber ich sehe mich schon im Offensivbereich, als Bälleverteilerin im Mittelfeld, also vielleicht auf der Position zehn. Aber ich kann auch auf dem Flügel spielen.

Nach der Europameisterschaft ist „Equal Pay“ ein großes Thema. Wie ist deine Meinung zur Gleichbezahlung von Männern und Frauen im Fußball?
Es wird noch seine Zeit brauchen, bis das durchgesetzt werden kann. Aber die EM hat ja schon gezeigt, dass wir im Frauenfußball auf dem komplett richtigen Weg sind und Menschen begeistern können, die sich bislang gar nicht so recht für den Frauenfußball interessiert haben. Das war ein sehr wichtiger Schritt und sehr gute Werbung. Ich hoffe dass jetzt auch wir im Ligabetrieb oder im DFB-Pokal Leute davon proftieren können, dass wir Leute ins Stadion locken, dadurch Einnahmen und Einschaltquoten generieren können. Bei Wolfsburg oder Bayern geht es schneller, weil sie die Profiklubs im Hintergrund haben. Kleinere Vereine, wie zum Beispiel der SC Sand, zeigen zwar gute Leistungen, kommen aber irgendwann nicht mehr hinterher, weil ihnen die Wirtschaftskraft des Männer-Profifußballs im Verein fehlt. Wir müssen eine größere Breite in der Bundesliga schaffen, damit auch die kleineren Klubs konkurrenzfähig werden und Spiele wie Wolfsburg gegen Sand nicht immer 5:0 oder ähnlich ausgehen. Aber das ist ein langer Weg.

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