Das Einzige was fehlte, war der krönende Abschluss. Weil der Nord-Regionalligist SV Hastenbeck tags zuvor wegen einer Grippewelle abgesagt hatte und sich kurzfristig kein passender Ersatz finden ließ, fiel das für Sonntagmittag geplante Testspiel aus. Das dreitägige Trainingslager der Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh endete also mit einer weiteren Trainingseinheit in der Tönnies-Arena. Am positiven Resümee änderte das jedoch nichts. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Interimscoach Matthias Kaiser. Und für Britta Hainke, die erst kurz zuvor zusätzlich zum Trainerteam gestoßen war, weil Cheftrainer Mark Oliver Stricker nach seinem Verkehrsunfall auf unbestimmte Zeit ausfällt, bot sich die Gelegenheit, den Kader besser kennenzulernen. „Zahlreiche Spielerinnen kenne ich ja“, sagte die 57-Jährige, die beim FSV bis zu ihrem Weggang im Sommer 2024 fast zehn Jahre tätig gewesen war.
Den Auftakt des Trainingslagers, währenddessen die 18 Spielerinnen im Gütersloher 4-Sterne-Hotel Appelbaum logierten bildete am Freitagabend ein spezielles Sprinttraining im Paderborner Ahorn-Sportpark. Am Samstagvormittag leitete Matthias Kaiser in der Tönnies-Arena eine Koordinationseinheit mit anschließenden fußballerischen Elementen. Auf Britta Hainkes Plan standen für den Nachmittag zunächst intensive Spielformen. Kurzzeitiger Zaungast war dabei Christopher Hankemeier, der in der letzten Phase der Zweitligasaison das FSV-Trainerteam verstärkt hatte und mit seinem neuen Verein, dem Männer-Westfalenligisten FSC Rheda, ein Testspiel gegen Delbrück bestritt. Währenddessen absolvierte Britta Hainke mit den Spielerinnen in den Katakomben der Arena auf Gymnastikmatten und mit Faszienrollen ein halbstündiges Programm „Engpassdehnungen“ nach dem Konzept von Liebscher & Bracht. Nach dem Abendessen im Hotel sorgte ein vom Team organisiertes Quiz für Kurzweiligkeit. Viel gelacht wurde danach auch beim gemeinsamen Bowling. Zur abschließenden Fußball-Einheit am Sonntagvormittag in der Tönnies-Arena, wo wie immer beste Bedingungen herrschten, schien dann wieder die Sonne.
Positiv war, dass mit Hannah Leßner eine lange verletzt gewesene Spielerin das volle Programm problemlos absolvieren konnte. Auch Clara Koepke, die sich eine Woche zuvor im Test gegen Aurich verletzt hatte, konnte mit einer Unterarmmanschette voll mittrainieren. Pauline Berning musste sich wegen muskulärer Beschwerden ebenso zurückhalten, wie Kapitän Elina Büttner wegen noch abzuklärender Schmerzen im rechten Sprunggelenk. Sehnsüchtig wartet die an Adduktorenproblemen leidende Sophie Haag auf grünes Licht von den Ärzten; die 17-Jährige war aber die ganze Zeit beim Team dabei. „Das Trainingslager hat uns dabei geholfen, enger zusammenzuwachsen“, stellte Stürmerin Anna-Lena Meier fest.
Das nächste Testspiel bestreitet der FSV Gütersloh am Sonntag, 15. Februar, um 14 Uhr in der Tönnies-Arena gegen die in der Regionalliga Nord spielende Reserve des Bundesligisten SV Werder Bremen.
![Kurztrainingslager in der Tönnies-Arena (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009]](https://fsvguetersloh.de/wp-content/uploads/2026/02/Tag-2-FSV-Trainingslager.jpg)

