Für die B-Juniorinnen des FSV Gütersloh lebt der Traum von der Titelverteidigung im westfälischen Pokalwettbewerb weiter. Unser Talentschuppen setzte sich am Mittwochabend im Viertelfinale gegen den Regionalliga-Konkurrenten Westfalia Kinderhaus souverän mit 2:0 durch. Damit kommt es im Halbfinale zu einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels gegen Arminia Bielefeld, das der FSV mit 1:0 gewann. Der Termin für die Partie zwischen dem Dritten und dem Zweiten der aktuellen Regionalligatabelle ist noch offen, gespielt wird in der Tönnies-Arena. Im anderen Halbfinale fordert der Bezirksligist Westfalia Soest den Regionalliga-Vierten VfL Bochum heraus. Dem Sieger des B-Juniorinnen-Westfalenpokals winkt als Belohnung die Teilnahme am DFB-Pokalwettbewerb.
Weil dem FSV Gütersloh im Ligaduell „nur“ ein knapper 1:0-Sieg gegen den Drittletzten aus Münster gelungen war, trieben die plötzlichen Personalprobleme Trainer Lukas Jäschke schon ein paar Sorgenfalten auf die Stirn. Neben Merle Rohden und Mette Pollmeier meldeten sich kurzfristig mit Sophie Haag und Theresa Peters zwei weitere Leistungsträgerinnen verletzt ab; auch die fest eingeplante U16-Spielerin Nele Burstein musste wegen Knieproblemen passen. Das erklärt vielleicht die Unrundheiten in der Anfangsphase, die die starke Offensiv-Regisseurin Johanna Braune in der 15. Minute mit einem Zuckerpass auf Greta Hohensee beendete. Leider scheiterte die U17-Nationalspielerin mit ihrem Schuss aus halbspitzem Winkel an Kinderhaus-Keeperin Leni Mertens. Der FSV war nun klar tonangebend und belohnte sich in der 25. Minute. Diesmal startete Braune einen energischen Vorstoß aus dem Mittelfeld bis an die halblinke Strafraumgrenze, von wo sie einen glänzend dosierten Flachpass in die Mitte sendete. Für die perfekt mitgelaufene Hohensee war es ein Kinderspiel, den Ball zur 1:0-Führung über die Linie zu drücken. Weil diesmal das Zweikampfverhalten stimmte, ließ der FSV keine Torchance für die Gäste zu. Halbwegs gefährlich wurde es lediglich bei einem Distanz-Freistoß in der 18. Minute, den Torhüterin Kim Fahrmeyer ganz sicher abfing.
Im zweiten Durchgang sorgten die Gütersloherinnen schnell für klare Verhältnisse, und zwar in der 51. Minute. Innenverteidigerin Finja Bretthauer, die sich nun häufiger in die Offensive einschaltete, profitierte letztlich davon, dass der FSV im vorderen Drittel erfolgreich gegen Ball und Gegner arbeitete. Und endlich einmal wagte eine Gütersloherin den wuchtigen Abschluss von außerhalb des Strafraums. Der Ball wischte noch über die Hände der Torhüterin, schlug dann aber zum 2:0 im Kinderhaus-Netz ein. Wie schon so oft in dieser Saison wäre in der Folge ein höherer Sieg möglich gewesen. Bei der von Lotta Horstmann initiierten Top-Chance von Greta Hohensee in der 67. Minute stand aber der Pfosten im Weg. Und ein Kopfball von Leandra Stienhans (67.) brachte ebenso wenig Ertrag wie die Möglichkeiten für Emilia Starkmann (57.), Lena Latton (71.) sowie Yumnah Lohnherr (72.). Positiv konnte das Trainerteam aber immerhin festhalten, dass gegen einen Gegner aus der gleichen Spielklasse hinten überhaupt nichts anbrannte.
FSV Gütersloh U17: Fahrmeyer – Kirjanow, Bretthauer, Horstmann – Kirjanow (50. Lohnherr), Stienhans, Braune, Schulte (61. Combrink), Ladage – Starkmann (69. Latton), Hohensee.


