FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

FSV Gütersloh besiegt aufopferungsvoll kämpfenden GSV Moers mit 8:0

Leandra Kammermann in Regionalliga-Duell gegen den GSV 1910 Moers. (Foto: Tina Haag / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh hat sein letztes Regionalliga-Heimspiel der Saison 2025/2026 erfolgreich gestaltet. Am 25. Spieltag der Frauen-Regionalliga West setzte sich die Mannschaft von Cheftrainerin Britta Hainke in der heimischen Tönnies-Arena mit 8:0 (3:0) gegen den GSV 1910 Moers durch. Trotz des deutlichen Ergebnisses stand vor allem der große Respekt gegenüber den Gästen im Mittelpunkt, die die Reise in die Tönnies-Arena mit stark dezimiertem Kader antraten und sich der sportlichen Herausforderung unter schwierigen Bedingungen mit großem Einsatz stellten. Dem GSV Moers standen lediglich neun Spielerinnen zur Verfügung. Bei sommerlichen Temperaturen auf dem aufgeheizten Kunstrasen der Tönnies-Arena verlangte die Partie beiden Teams alles ab. Dass die Gäste dennoch antraten und bis zum Schlusspfiff leidenschaftlich kämpften, verdient höchste Anerkennung. Für den FSV war die Ausgangslage vor der Partie eindeutig: Im Kampf um den Klassenerhalt zählte ausschließlich ein Sieg gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht. Verzichten musste der FSV dabei auf Kapitänin und Torhüterin Leah Blome, die sich eine Woche zuvor im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund eine Meniskusverletzung zugezogen hatte und in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Für sie rückte Emily Wittkowsky zwischen die Pfosten, die bereits in Dortmund nach ihrer Einwechslung überzeugt hatte. Zudem nahm das Trainerteam zwei weitere Änderungen in der Startelf vor: Janna Koerdt und Anna-Lena Meier begannen für Clara Koepke und Anna-Sophie Schindler. Die Gastgeberinnen ließen früh die Chance zur Führung liegen. Pauline Berning scheiterte zunächst mit einem Foulelfmeter, machte ihren Fehlschuss jedoch nur wenig später wieder wett: Bereits in der 7. Spielminute traf sie zum 1:0 für den FSV. Moers musste im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit den verletzungsbedingten Ausfall einer weiteren Spielerin verkraften, hielt defensiv aber weiterhin mit großem Einsatz dagegen. Der FSV tat sich trotz klarer Feldüberlegenheit zunächst schwer, ehe Emma Bendix in der 30. Minute auf 2:0 erhöhte. Kurz vor der Pause schnürte Pauline Berning mit dem Treffer zum 3:0 (41.) ihren Doppelpack. Zur zweiten Halbzeit brachte das FSV-Trainerteam mit Greta Hohensee, Merle Rohden und Anna-Sophie Schindler gleich drei frische Kräfte. Für Hohensee war es wenige Tage nach dem Gewinn der U17-Europameisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft die Rückkehr in den Kader des FSV Gütersloh. Katharina Rädeker, Pauline Berning und Anna Stockmann blieben dagegen in der Kabine. Auch der GSV Moers musste verletzungsbedingt erneut umstellen und konnte die zweite Halbzeit nur noch mit sechs Feldspielerinnen und Torhüterin Tanja Soentjens bestreiten. Gegen den zunehmend dezimierten Gegner spielte der FSV seine Überlegenheit nun konsequenter aus. Anna-Sophie Schindler erhöhte in der 51. Minute auf 4:0, ehe Hannah Leßner nur drei Minuten später das 5:0 erzielte. Tina Rother schraubte das Ergebnis mit einem Doppelschlag in der 58. und 61. Minute auf 7:0. Den Schlusspunkt setzte erneut Hannah Leßner mit ihrem zweiten Treffer des Tages zum 8:0-Endstand in der 75. Minute. Dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel, lag auch am couragierten Auftritt der Gäste aus Moers. Torhüterin Tanja Soentjens zeichnete sich mehrfach mit starken Paraden aus und verhinderte weitere Gegentreffer. Trotz der schwierigen personellen Situation zeigte der GSV über die gesamte Spielzeit großen Einsatzwillen und Mut. Im Tabellenkeller bleibt die Situation vor dem letzten Spieltag weiter spannend. Der FSV Gütersloh steht mit 24 Punkten und einer Tordifferenz von -4 auf Rang elf der Regionalliga West. Ob dieser Platz zum Klassenerhalt reicht, hängt weiterhin auch vom möglichen Aufstieg des Regionalliga-Meisters in die 2. Frauen-Bundesliga ab. Nur wenn sich der Meister der Regionalliga West – entweder die U21 des 1. FC Köln oder Borussia Dortmund – in der Relegation gegen Nord-Meister Holstein Kiel durchsetzt, bleibt es bei drei Absteigern. Als zweiter Absteiger neben dem GSV Moers steht nach dem heutigen Spieltag Deutz 05 fest. Borussia Mönchengladbach II liegt nach dem 1:1 bei der U23 von Bayer Leverkusen mit 22 Punkten auf Rang zwölf, während der SSV Rhade durch einen 1:0-Erfolg gegen die DJK Wacker Mecklenbeck auf 26 Punkte kommt und Platz zehn behauptet. Damit kommt es am letzten Spieltag zu einem spannenden Finale im Kampf um den Klassenerhalt. Der FSV Gütersloh gastiert am Sonntag, den 31. Mai, beim Tabellendritten DSC Arminia Bielefeld. Das Ostwestfalen-Derby in der SchücoArena wird für den FSV zur letzten großen Herausforderung der Saison. Borussia Mönchengladbach II empfängt zeitgleich die U21 des 1. FC Köln, während der SSV Rhade beim bereits abgestiegenen Deutz 05 antreten muss. FSV Gütersloh 8:0 GSV Moers FSV Gütersloh: Wittkowsky – Rother, Haag (58. Mehn), Bendix, Leßner – Koerdt – Berning (46. Rohden), Kammermann [C] – Meier (58. Ladage), Rädeker (46. Hohensee), Stockmann (46. Schindler). Im Aufgebot: Seggelmann, GSV Moers: Soentjens – Miyake, Bukvasevic, Temiz, Sadiku [C], Jaffari, Kleinwegen, Gellesch, Schuster Tore: 1:0 Berning (7.), 2:0 Benix (30.), 3:0 Berning (41.), 4:0 Schindler (51.), 5:0 Leßner (54.), 6:0 Rother (58.), 7:0 Rother (61.), 8:0 Leßner (75.) Schiedsrichterin: Doro Brockschmidt Gelbe Karten: Bukvasevic (22., GSV Moers)

Der Bann ist gebrochen: FSV feiert mit 5:1 in Moers den ersten Saisonsieg

Starker Rückhalt: FSV-Torhüterin Leah Blome. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Im zwölften Anlauf hat es endlich geklappt: Die Fußballerinnen des FSV Gütersloh feierten am Sonntag mit dem 5:1 beim GSV Moers den ersten Saisonsieg in der Regionalliga West. Nach zuvor sechs Unentschieden bringt der erste „Dreier“ zwar keine tabellarische Verbesserung, aber die Equipe von Cheftrainer Mark Oliver Stricker hat sich als abstiegsgefährdeter Tabellenzwölfter bis auf einen Punkt an Rang elf herangeschoben. Entsprechend gut gelaunt formierte sich das Team auf dem Kunstrasenplatz an der Filder Straße in Moers nach dem Schlusspfiff zum Siegerfoto. Ein glatter Durchmarsch war der Erfolg allerdings nicht, denn der noch sieglose Tabellenletzte ging in der 23. Minute durch Isis van Biljouw mit 1:0 in Führung. Und außer dem Rückstand musste der FSV, der schon ohne Pauline Berning (Rippenbruch aus dem Dortmund-Spiel) und Kathi Rädeker (Magen-Darm-Infekt) begonnen hatte, auch den Ausfall von Anna Stockmann verkraften. Die Stürmerin schied in der 28. Minute mit einer Sprunggelenksverletzung aus. „Die ersten 25 Minuten gehen klar an den Gegner. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß, wir haben Moers Räume gegeben“, analysierte Stricker. Sein möglicherweise vom Druck des Gewinnen-Müssens im „Sechs-Punkte-Spiel“ verunsichertes Team konnte sich bei Keeperin Leah Blome bedanken, dass außer dem Moerser Führungstreffer nicht auch einer der gegnerischen Distanzschüsse im Gütersloher Tor landete. Deutlich mehr Zugriff und Sicherheit erlangte der FSV durch eine personelle Umstellung: Stricker schickte Birgitta Schmücker aus der Innenverteidigung als zweite Sturmspitze nach vorne. Zudem erwies sich die von Stockmanns Verletzungspech erzwungene Einwechslung von Pauline Pfeiffer als Glücksfall. „Pirlo war so etwas wie der Gamechanger“, urteilte unser Coach. Die 17-Jährige fasste sich in der 35. Minute ein Herz, zog aus 24 Metern ab, und der Flatterball flog zum 1:1 ins Netz. „Das hat uns richtig Auftrieb gegeben, danach hatten wir das Spiel im Griff“, stellte Mark Oliver Stricker fest. Im Ergebnis manifestierte sich das kurz vor dem Pausenpfiff, als Emma Bendix eine Ecke von Greta Hohensee zur 2:1-Führung einköpfte. Es war der erste Saisontreffer für die Verteidigerin, die eine der Entdeckungen dieser Saison ist. Im zweiten Durchgang kam der GSV Moers zu keiner nennenswerten Chance mehr. Entschieden war die Partie deswegen, als Birgitta Schmücker in der 66. Minute mit einem trockenen 20-Meter-Schuss auf 3:1 erhöhte. Das 4:1 durch Greta Hohensee (72.) erfreute Stricker auch wegen der Uneigennützigkeit von Pauline Pfeiffer. Die quirlige Angreiferin hatte sich zusammen mit Greta Hohensee gegen eine Überzahl von Gegenspielerinnen bis in den Strafraum durchkombiniert, ließ hier noch zwei Moerserinnen aussteigen und verzichtete zugunsten eines Querpasses auf Torschützin Hohensee dann auf den eigenen Abschluss. Von zahlreichen Möglichkeiten, die sich unser Team in der Schlussviertelstunde herausspielte, führte nur noch eine zum Torerfolg: Die eingewechselte Antonia Schön belohnte sich in der 89. Minute ebenfalls mit dem ersten Saisontor zum 5:1-Endstand. Nachdem der Bann auswärts gebrochen ist, warten der FSV und seine Anhänger jetzt auf den ersten Heimsieg. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am Sonntag, 16. November, wenn um 14 Uhr die Partie gegen den Tabellendritten Arminia Bielefeld ansteht. FSV Gütersloh: Blome – Koepke, Schmücker, Haag, Bendix – Stockmann (28. Pfeiffer), Koerdt, Kammermann, Büttner (79. Rother) – Meier (79. Schön), Hohensee. Im Aufgebot: Schindler, Otto (Tw).

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