FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

Zitterpartie für den FSV Gütersloh geht auch nach dem Saisonende weiter

Ostwestfalen-Derby in der SchücoArena: Anna-Sophie Schindler im Duell gegen Arminia Bielefeld. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Für die Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh ist die Saison beendet, aber die Zitterpartie im Kampf um den Klassenerhalt geht weiter. Am letzten Spieltag entging der FSV trotz einer finalen 2:4-Niederlage bei Arminia Bielefeld dem direkten Abstieg. Er belegt aber in der Abschlusstabelle den gefährdeten 11. Platz. Der reicht nur dann zur Rettung, wenn die U21 des 1. FC Köln als Meister den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga schafft. Dafür muss sich der Nachwuchs des Bundesligisten gegen den Nord-Meister Holstein Kiel durchsetzen. Das Hinspiel findet in zwei und das Rückspiel erst in drei Wochen statt. Solange bleibt also in der Schwebe, für welche Liga der Verein für die nächste Spielzeit planen muss. FSV-Trainerin Britta Hainke gab sich nach dem Schlusspfiff in Bielefeld zuversichtlich, dass den Kölnerinnen, die sich den Titel am letzten Spieltag durch einen 2:0-Erfolg beim Absteiger Borussia Mönchengladbach II sicherten, der Aufstieg gelingt. „Wenn es klappt, wird es mit uns eine sehr attraktive Regionalliga“, sagte Hainke mit vorsichtiger Vorfreude. Der FSV Gütersloh würde in der dritthöchsten deutschen Spielklasse dann nicht nur erneut auf den als Vizemeister gescheiterten Titelfavoriten Borussia Dortmund treffen, sondern auch auf den als Westfalenligameister aufgestiegenen FC Schalke 04. Vor 2.048 Zuschauern in der SchücoArena lieferten die Gütersloherinnen gegen den hoch favorisierten Tabellendritten eine insgesamt gute Leistung. Selbst mit einem Sieg wäre indes keine Verbesserung des Tabellenplatzes gelungen, weil sich der vor ihm platzierte SSV Rhade gleichzeitig mit 3:0 beim Absteiger Deutz 05 durchsetzte. Kurzzeitig befürchtete Britta Hainke allerdings den direkten Abstieg, als die Kunde von einer vermeintlichen Gladbacher 2:1-Führung gegen den 1. FC Köln U21 die Runde machte. Gladbach wäre mit einem Sieg nach Punkten am FSV vorbeigezogen. Tatsächlich erwies sich die Ergebnismeldung eines Fußball-Portals als falsch, wie Geschäftsführer Michael Horstkötter von der in Gladbach anwesenden Staffelleiterin Marianne Finke-Holtz erfuhr. Den deutlich besseren Start erwischten die Bielefelderinnen, deren in Gütersloh lebende Trainerin Annabel Jäger vor dem Anpfiff verabschiedet worden war. Emilie Klingen nutzte eine von drei guten Chancen in der Anfangsviertelstunde in der 11. Minute zur 1:0-Führung. Zuvor hatte Jocelyn Hampel die Latte getroffen (8.), anschließend (15.) wehrte FSV-Torhüterin Emily Wittkowsky einen Schuss von Sophia Tiemann stark ab. „Wir haben zu Beginn viele Fehler gemacht. Vielleicht war das auch der großen Kulisse geschuldet“, überlegte Hainke. Einem kräftigen Gewitter geschuldet war die zwölfminütige Spielunterbrechung, für die Schiedsrichterin Silke Althaus (Senden) beide Teams nach 22 Minuten in die Kabine schickte. Wie eine kalte Dusche kassierten die Gütersloherinnen nach Wiederbeginn (27.) den zweiten Gegentreffer durch Jocelyn Hampel. Doch mit dem sofortigen 2:1-Anschlusstor durch Hannah Leßner (28.) übernahmen die Gütersloherinnen das Kommando auf der „Alm“. Pauline Berning scheiterte nach einem Zuspiel von Kathi Rädeker an Kira Kutzinski (34.), bevor Anna-Sophie Schindler die Arminia Keeperin mit einem Lupfer in Verlegenheit brachte (36.). Eine ärgerliche Fehlerkette verschaffte den vom Publikum lautstark angefeuerten Gastgeberinnen in der 53. Minute dann wieder Rückenwind. Jocelyn Hampel war Nutznießerin, wobei Emily Wittkowsky ihren ersten Schuss noch reaktionsschnell abgewehrt hatte. Und als nur vier Minuten später das 4:1 durch Jana Leuchtmann fiel, kamen bei den Gütersloher Anhängern sogar Erinnerungen an die 0:6-Hinspielklatsche auf. Doch das FSV-Team fiel keineswegs auseinander, sondern fing sich rasch wieder. Anna Stockmann verkürzte in der 62. Minute auf 4:2, nachdem Kathi Rädeker einen energischen Solo-Vorstoß in den Bielefelder Strafraum mit einem Pass nach innen abgeschlossen hatte. Die unermüdlich attackierende Stockmann hatte zwei Minuten später sogar die nächste gute Chance, doch Arminias Schlussfrau Kutzinski lenkte ihren Schuss zur Ecke. Die Gütersloherinnen witterten auch in der Schlussphase ihre Chance, nachdem Emily Wittkowski ihre Farben in der 72. Minute mit einer Glanzparade gegen einen Kurzdistanz-Versuch von Jocelyn Hampel im Spiel gehalten hatte. Leider reichte es weder zu einem Punktgewinn noch zu einem dritten Treffer. Der letzte Schuss von Clara Koepke (89.) wurde gerade noch zur Ecke abgefälscht. Wegen der Ungewissheit des Ausgangs war die Stimmung beim anschließenden Saisonabschluss von Spielerinnen, Trainerteam und Offiziellen in der Tönnies-Arena etwas verhalten. Ein Urgestein des Gütersloher Frauenfußballs war schon nicht mehr dabei. Einen Tag nach ihrem 39. Geburtstag teilte Birgitta Schmücker, die seit 2006 für den FCG und seit 2009 ununterbrochen für den FSV in Bundesliga, 2. Liga und Regionalliga gespielt hatte, ihre Entscheidung mit, die Karriere zu beenden. Arminia Bielefeld: Kutzinski – Ebert (74. Preuß), Allmeroth, Bultmann, Reinkensmeier (60. Bärenwaldt) – Leuchtmann (87. Barkhausen) – Wehmeyer (60. Stuckenschnieder), Hampel, Lösch, Thiemann (74. Fenu) – Klingen. Im Aufgebot: Brakemeier, Ejupi, Czekalla, Venrath (Tw). FSV Gütersloh: Wittkowsky – Rother, Haaqg, Bendix, Koepke – Kammermann – Stockmann (86.  – Ladage), Berning (80. Koerdt), Schindler (86. Rohden), Leßner (66. Maier) – Rädeker (66. Hohensee). Im Aufgebot: Schmücker, Babic, Mehn, Otto (Tw). Tore: 1:0 (11.) Klingen, 2:0 (27.) Hampel, 2:1 (28.) Leßner, 3:1 (53.) Hampel, 4:1 (57.) Leuchtmann, 4:2 (62.) Stockmann.

FSV Gütersloh besiegt aufopferungsvoll kämpfenden GSV Moers mit 8:0

Leandra Kammermann in Regionalliga-Duell gegen den GSV 1910 Moers. (Foto: Tina Haag / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh hat sein letztes Regionalliga-Heimspiel der Saison 2025/2026 erfolgreich gestaltet. Am 25. Spieltag der Frauen-Regionalliga West setzte sich die Mannschaft von Cheftrainerin Britta Hainke in der heimischen Tönnies-Arena mit 8:0 (3:0) gegen den GSV 1910 Moers durch. Trotz des deutlichen Ergebnisses stand vor allem der große Respekt gegenüber den Gästen im Mittelpunkt, die die Reise in die Tönnies-Arena mit stark dezimiertem Kader antraten und sich der sportlichen Herausforderung unter schwierigen Bedingungen mit großem Einsatz stellten. Dem GSV Moers standen lediglich neun Spielerinnen zur Verfügung. Bei sommerlichen Temperaturen auf dem aufgeheizten Kunstrasen der Tönnies-Arena verlangte die Partie beiden Teams alles ab. Dass die Gäste dennoch antraten und bis zum Schlusspfiff leidenschaftlich kämpften, verdient höchste Anerkennung. Für den FSV war die Ausgangslage vor der Partie eindeutig: Im Kampf um den Klassenerhalt zählte ausschließlich ein Sieg gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht. Verzichten musste der FSV dabei auf Kapitänin und Torhüterin Leah Blome, die sich eine Woche zuvor im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund eine Meniskusverletzung zugezogen hatte und in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Für sie rückte Emily Wittkowsky zwischen die Pfosten, die bereits in Dortmund nach ihrer Einwechslung überzeugt hatte. Zudem nahm das Trainerteam zwei weitere Änderungen in der Startelf vor: Janna Koerdt und Anna-Lena Meier begannen für Clara Koepke und Anna-Sophie Schindler. Die Gastgeberinnen ließen früh die Chance zur Führung liegen. Pauline Berning scheiterte zunächst mit einem Foulelfmeter, machte ihren Fehlschuss jedoch nur wenig später wieder wett: Bereits in der 7. Spielminute traf sie zum 1:0 für den FSV. Moers musste im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit den verletzungsbedingten Ausfall einer weiteren Spielerin verkraften, hielt defensiv aber weiterhin mit großem Einsatz dagegen. Der FSV tat sich trotz klarer Feldüberlegenheit zunächst schwer, ehe Emma Bendix in der 30. Minute auf 2:0 erhöhte. Kurz vor der Pause schnürte Pauline Berning mit dem Treffer zum 3:0 (41.) ihren Doppelpack. Zur zweiten Halbzeit brachte das FSV-Trainerteam mit Greta Hohensee, Merle Rohden und Anna-Sophie Schindler gleich drei frische Kräfte. Für Hohensee war es wenige Tage nach dem Gewinn der U17-Europameisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft die Rückkehr in den Kader des FSV Gütersloh. Katharina Rädeker, Pauline Berning und Anna Stockmann blieben dagegen in der Kabine. Auch der GSV Moers musste verletzungsbedingt erneut umstellen und konnte die zweite Halbzeit nur noch mit sechs Feldspielerinnen und Torhüterin Tanja Soentjens bestreiten. Gegen den zunehmend dezimierten Gegner spielte der FSV seine Überlegenheit nun konsequenter aus. Anna-Sophie Schindler erhöhte in der 51. Minute auf 4:0, ehe Hannah Leßner nur drei Minuten später das 5:0 erzielte. Tina Rother schraubte das Ergebnis mit einem Doppelschlag in der 58. und 61. Minute auf 7:0. Den Schlusspunkt setzte erneut Hannah Leßner mit ihrem zweiten Treffer des Tages zum 8:0-Endstand in der 75. Minute. Dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel, lag auch am couragierten Auftritt der Gäste aus Moers. Torhüterin Tanja Soentjens zeichnete sich mehrfach mit starken Paraden aus und verhinderte weitere Gegentreffer. Trotz der schwierigen personellen Situation zeigte der GSV über die gesamte Spielzeit großen Einsatzwillen und Mut. Im Tabellenkeller bleibt die Situation vor dem letzten Spieltag weiter spannend. Der FSV Gütersloh steht mit 24 Punkten und einer Tordifferenz von -4 auf Rang elf der Regionalliga West. Ob dieser Platz zum Klassenerhalt reicht, hängt weiterhin auch vom möglichen Aufstieg des Regionalliga-Meisters in die 2. Frauen-Bundesliga ab. Nur wenn sich der Meister der Regionalliga West – entweder die U21 des 1. FC Köln oder Borussia Dortmund – in der Relegation gegen Nord-Meister Holstein Kiel durchsetzt, bleibt es bei drei Absteigern. Als zweiter Absteiger neben dem GSV Moers steht nach dem heutigen Spieltag Deutz 05 fest. Borussia Mönchengladbach II liegt nach dem 1:1 bei der U23 von Bayer Leverkusen mit 22 Punkten auf Rang zwölf, während der SSV Rhade durch einen 1:0-Erfolg gegen die DJK Wacker Mecklenbeck auf 26 Punkte kommt und Platz zehn behauptet. Damit kommt es am letzten Spieltag zu einem spannenden Finale im Kampf um den Klassenerhalt. Der FSV Gütersloh gastiert am Sonntag, den 31. Mai, beim Tabellendritten DSC Arminia Bielefeld. Das Ostwestfalen-Derby in der SchücoArena wird für den FSV zur letzten großen Herausforderung der Saison. Borussia Mönchengladbach II empfängt zeitgleich die U21 des 1. FC Köln, während der SSV Rhade beim bereits abgestiegenen Deutz 05 antreten muss. FSV Gütersloh 8:0 GSV Moers FSV Gütersloh: Wittkowsky – Rother, Haag (58. Mehn), Bendix, Leßner – Koerdt – Berning (46. Rohden), Kammermann [C] – Meier (58. Ladage), Rädeker (46. Hohensee), Stockmann (46. Schindler). Im Aufgebot: Seggelmann, GSV Moers: Soentjens – Miyake, Bukvasevic, Temiz, Sadiku [C], Jaffari, Kleinwegen, Gellesch, Schuster Tore: 1:0 Berning (7.), 2:0 Benix (30.), 3:0 Berning (41.), 4:0 Schindler (51.), 5:0 Leßner (54.), 6:0 Rother (58.), 7:0 Rother (61.), 8:0 Leßner (75.) Schiedsrichterin: Doro Brockschmidt Gelbe Karten: Bukvasevic (22., GSV Moers)

FSV Gütersloh fällt nach 1:3-Niederlage in Dortmund auf gefährdeten Tabellenplatz zurück

FSV-Torhüterin Leah Blome im Regionalliga-Duell bei Borussia Dortmund. (Foto: Aleks Czapla / FSV Gütersloh 2009)

Der Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West wird für die Fußballerinnen des FSV Gütersloh zu einer Zitterpartie, die womöglich über das Saisonende hinausreicht. Am Sonntag rutschte der FSV in der Tabelle nämlich einen Platz nach unten: Vom sicheren Rang zehn ging es auf den gefährdeten 11. Platz. Grund dafür war nicht so sehr die erwartbare 1:3-Niederlage beim hochfavorisierten Tabellenzweiten Borussia Dortmund, sondern eher der 2:1-Überraschungssieg des bisher hinter Gütersloh platzierten SSV Rhade beim Tabellendritten Arminia Bielefeld. Positiv war für den FSV immerhin die 1:2-Heimniederlage von Borussia Mönchengladbach II gegen Spoho Köln sowie die 0:5-Schlappe der Spvg. Deutz 05 in Mecklenbeck. In den letzten beiden Partien kämpfen Rhade (23 Punkte), Gütersloh (21), Gladbach (21) und Deutz (18) darum, nicht neben dem GSV Moers (3 Punkte) aus der höchsten westdeutschen Spielklasse absteigen zu müssen. Es bleibt nur dann bei drei Absteigern, wenn der Meister (entweder 1. FC Köln U21 oder Borussia Dortmund) sich über die Relegation gegen den Nord-Meister Holstein Kiel den Aufstieg in die 2. Liga sichert. „Ich bin gerade nach unserem heutigen Auftritt zuversichtlich“, sagte Cheftrainerin Britta Hainke, die mit ihrem Team noch daheim gegen den GSV Moers (25. Mai) und in Bielefeld (31. Mai) antreten muss. Tatsächlich konnten die Gütersloherinnen den Rasen im Dortmunder Stadion Rote Erde erhobenen Hauptes verlassen. Vor 1.605 Zuschauern boten sie der Daueroffensive der mit Bundesligaerfahrung gespickten Profitruppe läuferisch und kämpferisch aufopferungsvoll sowie taktisch diszipliniert Paroli. Natürlich ließen sich BVB-Chancen aus dem Spiel heraus nicht völlig vermeiden, aber die drei Gegentreffer kassierte der FSV nach Standards. Dabei war die Dortmunderin Rita Schumacher der entscheidende Faktor. Erst verwandelte die 25-Jährige einen berechtigten Foulelfmeter zur 1:0-Führung (45.+1), dann verwerteten Frederike Kempe (53.) und Ronja Leubner (84.) zwei von Schumacher stark getretene Eckstöße. Dass es in der ersten Halbzeit zu einer sechsminütigen Nachspielzeit kam, war die Konsequenz einer möglicherweise bösen Verletzung der Gütersloher Torhüterin Leah Blome. Die 19-Jährige blieb in der 22. Minute nach einer starken Rettungsaktion gegen die frei vor ihr stehende Ronja Leubner am Boden liegen. Nach längerer Behandlung am rechten Knie wurde die FSV-Kapitänin von Sanitätern mit der Trage vom Platz befördert und zur ersten Untersuchung in eine Dortmunder Klinik gebracht. Mit mitfühlender Sorge verfolgte auf der Tribüne Yumnah Lohnherr das Geschehen. Die 16-Jährige hatte sich letztes Wochenende im U17-Regionalligaspiel des FSV einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen und wird am Dienstag operiert. Für Leah Blome kam Emily Wittkowski zum dritten Mal in dieser Saison zum Einsatz. Die 19-Jährige machte ihre Sache ausgezeichnet, war mehrfach in brenzligen Situationen reaktionsschnell auf dem Posten und war bei den Gegentoren machtlos. Viel konnten vor ihr aber auch die kompakt gehaltenen Abwehrreihen wegverteidigen. Die hatte Britta Hainke nicht nur gut eingestellt, sondern auch geschickt aufgestellt. Hinten links lieferte Clara Koepke ein enormes Pensum mit vielen „Lösch-Einsätzen“ gegen Jasmin Jabbes. Vor dem Strafraum ergänzte diesmal Pauline Berning die Staubsaugerarbeit von Leandra Kammermann. Und Katharina Rädeker lief sich als einzige Sturmspitze die Lunge aus dem Leib, indem sie nahezu jedem in die Dortmunder Spielfeldhälfte geschlagenen Ball nachsetzte. Leider musste Anna Stockmann zur Pause wegen ihrer Knieprobleme in der Kabine bleiben. In der ersten Halbzeit war sie auf dem rechten Flügel die wirksamste Offensivkraft gewesen und immerhin zweimal, wenn auch nur recht harmlos, zum Torabschluss gekommen. Für sie kam Anna-Lena Meier ins Spiel. Die 29-Jährige setzte Akzente in der Balleroberung und war auch offensiv präsent. Es war kein Zufall, dass sie in der 56. Minute bei einem der wenigen Gütersloher Vorstöße in den Dortmunder Strafraum passend den Fuß in einen von Hannah Leßner abgefeuerten Flachschuss hielt und damit den Rückstand auf 1:2 verkürzte. Nun schienen sogar die erfahrenen Borussinnen einen Gedanken an einen potenziellen Ausgleich zu haben, jedenfalls gab es szenenweise leichte Unsicherheiten im ansonsten sicheren Passspiel. Für einen weiteren Treffer kamen unsere Frauen aber ehrlicherweise nicht in Frage. Mit dem Treffer zum 3:1 durch Ronja Leubner (84.) war die einseitige Partie dann entschieden. BVB-Trainer Markus Högner nahm einen Dreifachwechsel vor und brachte mit Melanie Schuster und Celina Baum zwei weitere Ex-Gütersloherinnen aufs Feld. Dort wirkten insgesamt acht ehemalige FSV-Spielerinnen mit, denn neben den Startelf-Spielerinnen Leubner, Kempe, Günnewig und van der Laan waren zuvor schon Paula Reimann und Nora Willeke eingewechselt worden. Leider konnte FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter die „Ex-Parade“ nicht im Stadion mitverfolgen, weil er unter den Folgen eines Fahrradsturzes leidet. FSV Gütersloh: Blome (28. Wittkowsky) – Rother, Haag, Bendix, Koepke – Berning (79. Koerdt), Kammermann – Stockmann (46. Meier), Schindler (79. Rohden), Leßner – Rädeker (87. Ladage). Im Aufgebot: Schmücker, Soundé, Babic, Mehn. Borussia Dortmund: van der Laan – Steenwijk (89. Böger), Kempe, Wöhrn (89. Schuster), Vogel – Günnewig, Ito (77. Reimann), Leubner – Jabbes (66. Willeke), Enderle (89. Baum), Schumacher. Im Aufgebot: Scholz, Lichatschow (Tw), Blum (Tw). Tore: 1:0 (45.+1) Schumacher (FE), 2:0 (53.) Kempe, 2:1 (56.) Meier, 3:1 (84.) Leubner.

Tickets für das Auswärtsspiel beim DSC Arminia Bielefeld ab sofort erhältlich

Anna-Lena Meier im Regionalliga-Hinspiel gegen Arminia Bielefeld. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Für das Ostwestfalen-Derby zwischen dem FSV Gütersloh und dem DSC Arminia Bielefeld sind ab sofort Eintrittskarten erhältlich. Das Frauen-Regionalliga-Spiel findet am Sonntag, den 31. Mai 2026, in der SchücoArena statt und bildet den 26. sowie letzten Spieltag der laufenden Saison. Der Anpfiff der Begegnung auf der „Bielefelder Alm“ erfolgt um 13:00 Uhr. Der Zuschauereinlass beginnt bereits ab 12:00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre erhalten freien Eintritt. Die Tickets für das Auswärtsspiel beim DSC Arminia Bielefeld sind ab sofort im Onlineticketshop von DSC Arminia Bielefeld erhältlich: https://shop.arminia.de/arminia-bielefeld/venue/Veranstaltungen/84ff292c-fe4f-4ffb-8d56-fb89df51ff68

FSV Gütersloh steht nach 0:1-Niederlage gegen Recklinghausen vor schwerem Saisonfinale

Pauline Berning im Regionalliga-Duell gegen den 1. FFC Recklinghausen. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Für die Fußballerinnen des FSV Gütersloh spitzt sich der Abstiegskampf in der Regionalliga West immer mehr zu. Das Team von Cheftrainerin Britta verlor am Sonntag das Heimspiel gegen den 1. FFC Recklinghausen mit 0:1 und büßte damit eine Woche nach dem 2:2 bei Borussia Mönchengladbach II eine weitere Chance ein, sich einen kleinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Drei Spiele vor dem Saisonende bleibt der FSV in der Tabelle mit 21 Punkten als Fünftletzter zwar auf einem Nichtabstiegsplatz, weil die punktgleichen Gladbacherinnen als Viertletzter mit 0:5 in Essen verloren. Aber der SSV Rhade erhöhte sein Punktekonto als Drittletzter durch einen 4:0-Sieg über das abgeschlagene Schlusslicht GSV Moers auf 20 Zähler, und der Deutz 05 holte als Vorletzter überraschend ein 3:3 in Leverkusen und liegt jetzt bei 18 Punkten. Abhängig vom Aufstieg in die 2. Bundesliga und vom Abstieg aus der 2. Bundesliga wird es drei oder vier Absteiger aus der Regionalliga geben. Von den vier Klubs, die neben Moers um den Klassenerhalt bangen müssen, hat der FSV Gütersloh das nominell schwerste Restprogramm. Er muss noch beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund (17. Mai) sowie beim Tabellendritten Arminia Bielefeld antreten (31. Mai) und hat nur noch ein Heimspiel gegen Moers (25. Mai). Mönchengladbach hat noch Heimspiele gegen Spoho Köln und den Spitzenreiter 1. FC Köln II sowie die Auswärtsaufgabe bei Bayer Leverkusen U23. Der SSV Rhade tritt noch in Bielefeld sowie Deutz an und hat Heimrecht gegen Mecklenbeck. Deutz gastiert noch in Mecklenbeck und beim 1. FC Köln II und trifft im letzten Saisonspiel auf den SSV Rhade. Britta Hainke versuchte in der Tönnies-Arena, ihren enttäuschten Spielerinnen Mut zu machen: „Es ist noch alles drin. Wir versuchen jetzt, in Dortmund etwas zu holen.“ Gegen den 1. FFC Recklinghausen krankte der FSV Gütersloh an seiner offensiven Harmlosigkeit. Ein starker 18-Meter-Schuss von Jana Koerdt (37.), mit dem sie Torhüterin Carlotta Sesjak zu einer Parade zwang, war der einzige torgefährliche Abschluss in der ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang schaffte es nur ein recht problemlos parierter 20-Meter-Freistoß von Anna-Sophie Schindler (68.) in den Notizblock. „Wir haben uns vorne zu oft verzettelt und zu wenig klare Aktionen gehabt“, gestand Britta Hainke. Pech war natürlich, dass nach 27 Minuten mit Anna Stockmann die beste Stürmerin wegen Knieproblemen ausgewechselt werden musste. Fast zeitgleich humpelte bei Recklinghausen mit Jennifer Moses eine von fünf Ex-Gütersloherinnen im Kader wegen eines Muskelfaserrisses vom Platz. Der entscheidende Treffer fiel in der 44. Minute. Hatten in zwei Situationen vorher Hannah Leßner und Kathi Rädeker im letzten Moment den Ball noch zu Ecke grätschen können, stand diesmal Julia Flöttchen in der Mitte bei einer flachen Hereingabe von der linken Seite blank und verwandelte unhaltbar zum 0:1. Die Gütersloher mühten sich, allzu häufig mit ungenauen langen Schlägen aus der Hintermannschaft, in Strafraumnähe zu kommen. Hier fehlte es aber immer wieder an Durchsetzungsvermögen. Für eine Sache lobte Britta Hainke ihr Team aber zurecht: „Ihr habt alles an Energie reingeworfen, was ihr habt.“ FSV Gütersloh: Blome – Rother, Haag, Bendix, Leßner (58. Koepke) – Koerdt – Rädeker, Meier (73. Rohden), Kammermann, Stockmann (27. Berning) – Schindler (73. Ladage). Im Aufgebot: Schmücker, Soundé, Babic, Mehn, Otto (Tw).

FSV Gütersloh reist zum BVB – Gästeblock-Tickets ab sofort erhältlich

U17-Nationalspielerin Greta Hohensee im Hinrunden-Duell gegen Borussia Dortmund. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh gibt bekannt, dass Tickets für das Frauen-Regionalliga-West-Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund jetzt erhältlich sind. Die Partie des 24. Spieltages, dem drittletzten Spiel der Saison, findet am Sonntag, den 17. Mai 2026, um 15:00 Uhr im traditionsreichen Stadion Rote Erde statt. Der FSV Gütersloh kämpft in den verbleibenden Spielen um den Klassenerhalt in der Regionalliga West. Borussia Dortmund, derzeit Zweiter der Tabelle, geht als klarer Favorit in die Partie. Zahlreiche Spielerinnen im Dortmunder Kader haben zuvor für den FSV gespielt und sorgen für zusätzliche Brisanz. Im Hinspiel unterlag der FSV der Borussia mit 0:2 in der heimischen Tönnies-Arena, zeigte dabei aber eine starke kämpferische Leistung. Für das Rückspiel in Dortmund will das Team erneut alles geben und hofft auf die tatkräftige Unterstützung der eigenen Fans, um im Abstiegskampf wichtige Punkte zu sichern. Tickets für den Gästeblock kosten 5,00 Euro pro Person und sind ausschließlich über den unten genannten Link verfügbar. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre erhalten kostenfreien Eintritt, benötigen jedoch ein eigenes Ticket, das nach Vorlage des Ausweises beim Ordnungsdienst am Eingang abgeholt werden kann. Tickets sind nur in begrenzter Anzahl verfügbar und werden nach dem Prinzip „solange der Vorrat reicht“ vergeben. Hier geht es zu den Gästeblock-Tickets im BVB-Onlineticketshop: https://www.ticket-onlineshop.com/ols/bvbaktion/de/ws/channel/shop/areaplan/venue/event/625943

FSV Gütersloh kassiert 2:2-Ausgleich im „Sechs-Punkte-Spiel“ in der Nachspielzeit

Emma Bendix im Regionalliga-Duell bei Borussia Mönchengladbach II. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West treten die Fußballerinnen des FSV Gütersloh auf der Stelle. Im „Sechs-Punkte-Spiel“ beim punktgleichen Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach II musste sich das Team von Cheftrainerin Britta Hainke am Sonntag trotz 2:0-Führung mit einem Unentschieden zufrieden geben. Den Gladbacher Ausgleichstreffer zum 2:2 kassierten die konsternierten Gütersloherinnen in der vierten Minute der Nachspielzeit. Zum wiederholten Mal in dieser Saison verlor unser Team schon sicher geglaubte Siegpunkte in der Schlussphase. Statt sich in der Tabelle vor den letzten vier Spielen etwas von der Konkurrenz abzusetzen, bleibt der FSV als Zehnter mit 21 Zählern nur dank des besseren Torverhältnisses vor einem möglichen Abstiegsrang. Immerhin: Weil gleichzeitig der SSV Rhade (1:3 gegen Borussia Dortmund) und Deutz 05 (0:8 gegen Arminia Bielefeld) ihre Partien des 22. Spieltags verloren, vergrößerte sich der Abstand zu den sicheren Abstiegsplätzen 12 und 13 auf vier Punkte. Am nächsten Sonntag empfängt der FSV Gütersloh den Tabellenneunten 1. FFC Recklinghausen, kann ihn aber angesichts von vier Punkten Rückstand nicht überholen. Auf dem Kunstrasenplatz der Sportanlage „Am Haus Lütz“ musste Britta Hainke in der Abwehrkette Clara Koepke ersetzen. Dies gelang durch das Startelf-Comeback von Sophie Haag problemlos. Der FSV hatte das Geschehen weitgehend im Griff, ließ aber durch Janna Koerdt (Pfosten) und Leandra Kammermann zwei gute Möglichkeiten ungenutzt. Nach 45 Minuten war unser Trainerteam zu einer Umstellung gezwungen, denn Linksverteidigerin Hannah Leßner, die von einem Ball hart am Hinterkopf getroffen worden war, musste wegen Schwindels ausgewechselt werden. Für sie rückte Mittelfeldspielerin Anna-Lena Meier auf die Außenposition, während die eingewechselte Merle Rohden das Zentrum besetzte. „Anna-Lena hat das großartig gemacht“, lobte Britta Hainke die 29-Jährige für ihre bravouröse Leistung gegen die starke Gladbacher Kapitänin Joy Babatunde. Dennoch büßte der FSV an zunächst an Dominanz ein, überstand die schwierige Phase aber schadlos. Und dann brachte Anna Stockmann die Gütersloherinnen mit einem Doppelschlag auf die vermeintliche Siegerstraße. Erst erzielte die 18-Jährige in der 68. Minute nach einem Vorstoß über den linken Flügel das 0:1, dann legte sie in der 70. Minute mit einem feinen Drehschuss aus 16 Metern das 0:2 nach. „Wir hatten als Team eine super Energie auf dem Platz“, stellte Britta Hainke danach fest. Leider erhielt die Euphorie in der 83. Minute einen Dämpfer. In einem unübersichtlichen Gewusel im FSV-Strafraum bekam Babatunde irgendwie eine Fußspitze vor Keeperin Leah Blome an den Ball und markierte den Anschlusstreffer. „Wir dürfen das 1:2 nicht kriegen“, ärgerte sich Hainke darüber, dass ihr Team den Ball erst gehabt, dann aber wieder verloren hatte. Und in der vierten Minute der Nachspielzeit schlug ein 16-Meter-Freistroß von Sabrina Grundmann direkt zum 2:2 im Gütersloher Tor ein und traf den FSV mitten ins Herz. Zwar gelang Anna-Sophie Schindler anschließend noch ein Tor, doch Schiedsrichterin Nika-Viktorija Birbaum (Grevenbroich) erkannte den Treffer wegen einer umstrittenen Abseitsstellung nicht an. „Es ist so schade“, drückte Britta Hainke ihr Bedauern über den verpassten Sieg mit einem tiefen Seufzer aus. FSV Gütersloh: Blome – Rother, Haag, Bendix, Leßner (46. Rohden) – Koerdt, Kammermann – Schindler, Meier (90.+1 Schön), Rädeker (85. Ladage) – Stockmann (90.+3 Schmücker). Im Aufgebot: Soundé, Babic, Mehn, Otto (Tw).

Ostwestfalen-Derby zum Saisonfinale: Arminia Bielefeld gegen FSV Gütersloh in der SchücoArena

Das Regionalliga-Team des FSV. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh freut sich, bekannt zu geben, dass das für den 31. Mai 2026 angesetzte Frauen-Regionalliga-Derby gegen den DSC Arminia Bielefeld in der SchücoArena stattfinden wird. Das ursprünglich in der Bielefelder EDIMEDIEN-Arena geplante Spiel wird zum Saisonabschluss auf das größere Stadion verlegt, wodurch dem mit Spannung erwarteten Ostwestfalen-Derby eine entsprechend größere Bühne geboten wird. Die Partie wird am Sonntag, den 31. Mai 2026, um 13:00 Uhr angepfiffen und stellt den 26. und letzten Spieltag der laufenden Saison dar. Beide Teams blicken auf eine spannende Saison zurück und möchten das Jahr mit einem Erfolg abschließen. Der FSV Gütersloh kämpft um den Klassenerhalt und steht aktuell mit 20 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Arminia Bielefeld steht mit 47 Punkten auf Platz drei.

FSV Gütersloh verliert trotz guter Leistung mit 1:2 in Leverkusen

Regionalliga-Duell in Leverkusen: Der FSV verliert bei der U23 von Bayer 04. (Foto: Aleks Czapla / FSV Gütersloh 2009)

Wie gewonnen, so zerronnen: Im engen Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West sind die Fußballerinnen des FSV Gütersloh am Sonntag einen Tabellenplatz zurückgefallen. Eine Woche nach dem 2:0-Heimsieg über Spoho Köln unterlag das Team von Britta Hainke bei der U23 von Bayer 04 Leverkusen trotz einer insgesamt guten Leistung mit 1:2. Während Leverkusen auf Rang vier kletterte, fiel der FSV (20 Punkte) auf Rang zehn zurück, weil Spoho Köln (22) durch einen 3:1-Erfolg über Essen wieder vorbeizog. Unsere Cheftrainerin setzte auf die gleiche Anfangself wie vergangenen Sonntag und sah sich nach einer gewissen Anlaufzeit in dieser Entscheidung bestätigt. Auf dem Kunstrasenplatz im Leistungszentrum Kurtekotten übernahm der FSV das Kommando und ging in der 31. Minute verdientermaßen in Führung. Innenverteidigerin Emma Bendix köpfte eine Freistoß-Hereingabe der auffällig agierenden Anna-Sophie Schindler zum 1:0 ins Leverkusener Tor. Nach der Halbzeitpause verstärkten die Gütersloherinnen ihre Drangphase, blieben aber ohne Abschlussglück. Ein Treffer von Anna-Lena Meier in der 52. Minute wurde korrekterweise wegen Abseits nicht anerkannt. Ein ärgerlicher Ballverlust in der mannschaftlichen Vorwärtsbewegung ermöglichte den schnell umschaltenden Leverkusenerinnen in der 60. Minute durch Linda Pfeiffer das zu diesem Zeitpunkt glückliche 1:1. „Damit wanderte das Momentum auf die Seite des Gegners“, bemerkte Britta Hainke. Zusätzlichen Rückenwind entfachte bei Bayer die Einwechslung der von Hainke eigentlich in der Startelf erwarteten Angelie Martens. Sie war es auch, die in der 73. Minute über den Flügel den 2:1-Siegtreffer vorbereitete, den die bis dahin abgemeldete Alina Sinani erzielte, mit 23 Treffern die Führende der Regionalliga-Torjägerliste. Zwar versuchte der FSV, mit der Umstellung auf ein 3-4-3-System und mit der Einwechslung von U17-Nationalstürmerin Greta Hohensee den Ausgleich irgendwie noch zu erzwingen, doch alle Mühen blieben ohne Erfolg. Nach einem spielfreien Wochenende geht es für unser Team am Sonntag, 3. Mai, mit einem Abstiegsduell weiter. Der FSV ist zu Gast bei Borussia Mönchengladbach II, dem mit nur einem Punkt weniger direkt hinter dem FSV gelistete Tabellenelften. Am Saisonende reicht dieser Platz nicht in jedem Fall zum Klassenerhalt. FSV Gütersloh: Blome – Koepke (46. Haag), Rother, Bendix, Leßner (90.+2 Mehn) – Kordt, Kammermann – Stockmann, Berning (65. Rädeker), Meier (77. Hohensee) – Schindler (90.+2 Soundé). Im Aufgebot: Schmücker, Wittkowsky (Tw).

FSV Gütersloh klettert mit bärenstarkem 2:0-Auftritt auf Rang neun

Anna-Sophie Schindler im Regionalliga-Duell gegen Vorwärts Spoho Köln. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga setzt sich der Aufwärtstrend des FSV Gütersloh auf beeindruckende Weise fort. Zwei Wochen nach dem 3:1-Erfolg beim Tabellenfünften SGS U21 triumphierte das Team auch im Kellerduell gegen den direkten Konkurrenten Vorwärts Spoho Köln mit 2:0. „Ein bärenstarker Auftritt“, zeigte sich Trainerin Britta Hainke begeistert von der Art und Weise, wie ihr Team den hoch verdienten Sieg in der Tönnies-Arena herausspielte. Aus den letzten drei Meisterschaftspartien holten die Gütersloherinnen, die sechs Tage zuvor auch bei der 1:2-Pokal-Niederlage gegen den FC Schalke 04 überzeugt hatten, sieben Zähler. In der Tabelle zog der FSV (20 Punkte) an den Kölnerinnen (19) vorbei auf Rang neun. Es bleibt aber eng, weil Borussia Mönchengladbach II (18) überraschend in Mecklenbeck gewann und der SSV Rhade (16) drei Punkte aus dem Ende März mit 1:2 verlorenen Spiel in Leverkusen erhielt, weil die U23 von Bayer nicht spielberechtigte Youngster eingesetzt hatte. In der torlosen ersten Halbzeit egalisierten sich beide Teams. Köln traf mit der einzigen Chance in der 20. Minute durch Lea Dohmann ebenso nicht das Tor, wie auf der Gegenseite Janna Koerdt mit ihrem gefährlichen Kopfball nach einer Flanke von Anna Schindler (35.) sowie Emma Bendix bei ihrem starken 35-Meter-Freistoß in der 44. Minute. Auffällig war aber hier schon, dass der FSV in der Offensive nicht nur mit langen Bällen operierte, sondern sich auch mit Passspiel durchs Mittelfeld nach vorne arbeitete. Als vorteilhaft dafür erwies sich, dass die ballsichere Pauline Berning für die zum DFB abgestellte U17-Nationalspielerin Greta Hohensee in die Anfangself gerückt war. Aus der Pausenkabine kamen die Gütersloherinnen mit spürbarer Angriffslust und Entschlossenheit. Es dauerte nicht lange, dann wurde das belohnt. Linksverteidigerin Hannah Leßner feuerte in der 54. Minute aus gut 16 Meter beherzt ab und traf mit einem satten Rechtsschuss zum 1:0. Der FSV setzte nach, hatte nun ganz klar das Kommando und kam mehrfach aussichtsreich über die Halbräume in den Kölner Strafraum. Und wenn sich die Möglichkeit zum Abschluss ergab, wurde sie auch genutzt. „Wir haben mit Überzeugung gespielt“, lobte Britta Hainke die Einstellung ihrer Mädels. Mit eben dieser Überzeugung zog Janna Koerdt in der 68. Minute vom linken Strafraumeck aus ab und platzierte den Ball sauber flach im langen Eck. Der FSV führte 2:0, geriet aber anders als im Hinspiel, als man sich nach einer 3:0-Führung noch drei Gegentreffer zum 3:3 einfing, nicht ins Wackeln. Im Gegenteil: Während Köln nur zu einer Chance für Jennifer Schlee kam (77.), bei der ihr unsere aufmerksame Torhüterin Leah Blome den Ball wegschnappte, hätte Gütersloher eigentlich höher gewinnen müssen. Einen Kurzdistanz-Kopfball der eingewechselten Merle Rohden (nach Stockmann-Flanke und Rädeker-Zuspiel) wehrte Spoho-Keeperin Leonore Gruber mit einer Glanzreaktion noch soeben ab (81.). Und drei Minuten später lief die von Kathi Rädeker geschickte Friederike Ladage allein auf Gruber zu, scheiterte aber mit ihrem Versuch aus 12 Metern. „Wir haben zwei tolle Tore gemacht und zu Null gespielt.“ Britta Hainke stellte zwei positive Aspekte des wichtigen Sieges heraus. Immerhin hat der FSV von allen gefährdeten Teams nach 20 Saisonspielen das beste Torverhältnis, nämlich 23:31. Wichtig im Hinblick auf die verbleibenden sechs Spiele ist für unsere Cheftrainerin aber auch ein mentaler Aspekt. „Ihr müsst weiter unbeugsam bleiben“, schwörte sie ihre Spielerinnen im Teamkreis bereits auf die nächste Partie ein. Am Sonntag, 19. April, geht die Reise zu der nun auf Rang fünf liegenden U23 von Bayer Leverkusen. FSV Gütersloh: Blome – Koepke, Rother, Bendix, Leßner (74. Haag) – Kammermann, Koerdt, Berning (74. Rohden) – Stockmann, Schindler (71. Ladage), Meier (60. Rädeker). Im Aufgebot: Mehn, Wittkowsky (Tw).

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