FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

Freier Eintritt für Frauen und Mädchen am Weltfrauentag: FSV empfängt Tabellenführer 1. FC Köln

Sonderaktion zum Weltfrauentag (Foto: Michael Meßmann / FSV Gütersloh 2009)

Am Sonntag, den 8. März 2026, lädt der FSV Gütersloh anlässlich des Weltfrauentags alle Frauen und Mädchen zu einem besonderen Heimspiel ein – bei freiem Eintritt. In der Frauen-Regionalliga West empfängt der FSV um 14:00 Uhr in der Tönnies-Arena die U21 des 1. FC Köln. Die Kölnerinnen reisen als aktueller Tabellenführer nach Gütersloh, sodass sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf ein sportlich spannendes Duell freuen dürfen. Als reiner Frauenfußballverein möchte der FSV Gütersloh den Weltfrauentag bewusst nutzen, um ein sichtbares Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung zu setzen. Der 8. März steht weltweit für Gleichberechtigung, Respekt und die Stärkung der Sichtbarkeit von Frauen in allen Lebensbereichen – auch im Sport. Mit der Aktion des freien Eintritts für Frauen und Mädchen soll genau diese Botschaft unterstrichen werden: Frauen gehören ins Zentrum des gesellschaftlichen und sportlichen Geschehens, auf und neben dem Platz. Der Verein, der seit vielen Jahren für engagierte Nachwuchsarbeit und die nachhaltige Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs steht, möchte den Spieltag zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis machen. Das Heimspiel soll nicht nur sportlich überzeugen, sondern auch ein kraftvolles Zeichen für Zusammenhalt, Wertschätzung und Begeisterung für den Frauenfußball setzen. Der FSV Gütersloh freut sich auf zahlreiche Besucherinnen, spannende 90 Minuten Regionalliga-Fußball und einen stimmungsvollen Weltfrauentag in der Tönnies-Arena.

Wichtige Ticketinformation zu unseren verbleibenden Heimspielen der Saison 2025/2026

Spieltag in der Tönnies-Arena (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Spannende Heimspiele liegen vor uns – und wir freuen uns auf eure Unterstützung in der Tönnies-Arena! Für die verbleibenden Regionalliga-Heimspiele der Saison 2025/2026 wird es kein Print@Home-Onlineticket geben. Eure Eintrittskarten erhaltet ihr ganz unkompliziert am jeweiligen Spieltag direkt an der Tageskasse. Ihr plant den Stadionbesuch mit einer größeren Gruppe? Dann meldet euch gerne vorab per E-Mail bei unserer Geschäftsstelle unter geschaeftsstelle@fsvguetersloh.de, damit wir alles Weitere abstimmen können.

FSV Gütersloh trainiert wieder für den Klassenerhalt

Cheftrainer Mark Oliver Stricker mit Emma Bendix (li.) und Katharina Rädeker (re.). (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Fünf Wochen nach dem letzten Spiel im Jahr 2025 sind die Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh wieder ins Training eingestiegen. Acht Wochen umfasst die Planung von Chefcoach Mark Oliver Stricker, bevor es am 8. März mit dem Heimspiel gegen Spitzenreiter 1. FC Köln II wieder um Punkte geht. Ein Pflichtspiel ist aber schon deutlich früher angesetzt. Das im Dezember witterungsbedingt ausgefallene Westfalenpokal-Achtelfinale beim Landesligisten SC Drolshagen soll schon am Sonntag, 24. Januar ausgetragen werden. Sollte das gelingen und würde sich der FSV für das Viertelfinale qualifizieren, wäre am 1. März der Westfalenligist DJK Arminia Ibbenbüren der Gegner. Als Elfter der Regionalliga West belegt der FSV Gütersloh nach 15 von 26 Spielen einen am Saisonende für den Klassenerhalt ausreichenden Tabellenplatz. Erreichen muss Stricker dieses Ziel zusammen mit Torwarttrainer Matthias Kaiser und Athletiktrainerin Katrin Lückel mit einem nominell nahezu unveränderten Kader. Abgänge blieben aus, externe Neuzugänge gibt es nicht. Allerdings ist Pauline Berning wieder voll belastbar, und auch bei Hannah Leßner hofft „M.O.“ Stricker auf eine rasche Rückkehr ins Training. Die Stürmerin und die Mittelfeldspielerin hatten verletzungsbedingt nur in acht Partien mitwirken können. Die Wintervorbereitung absolviert mit Lara Mehn (17) zudem eine Innenverteidigerin, die im Westfalenligateam gute Leistungen zeigte. Mit dabei ist nach langer Verletzungspause auch die vor der Saison von Borussia Dortmund II nach Gütersloh gewechselte Elaine Eickmann (21). Nicht erfüllt haben sich die Hoffnungen auf eine Rückkehr von Julia Gärtner (24). Die schnelle Außenstürmerin verlängerte ihren zunächst für ein Semester geplanten Studienaufenthalt in Innsbruck. Erst ein paar Tage später stößt Greta Hohensee (17) wieder zum Kader; die Angreiferin weilte bis letzte Woche mit dem U17-Nationalteam im Wintertrainingslager in Spanien. Die intensivste Phase der Vorbereitung dürfte ein dreitägiges Trainingslager vom 6. bis 8. Februar mit Übernachtung im Hotel Appelbaum werden, das auch dank einer privaten Spende durchgeführt werden kann. Vereinbart wurden die Teilnahme an einem Turnier in Herford (22. Februar) sowie die folgenden vier Testspiele: KSV Hessen Kassel – FSV (25. Januar, 14 Uhr), SpVg. Aurich – FSV (1. Februar, 14 Uhr), FSV – SV Hastenbeck (8. Februar, 14 Uhr), FSV – Werder Bremen II (15. Februar, 14 Uhr).

FSV Gütersloh klettert mit 0:0 in Rhade auf einen Nichtabstiegsplatz

FSV-Torhüterin Leah Blome (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh überwintert in der Regionalliga auf einem Platz, der am Saisonende aller Voraussicht nach den Klassenerhalt bedeutet. Zwar verpasste es das Team von Trainer Mark Oliver Stricker im letzten Spiel des Jahres, sich mit einem Erfolg beim direkten Konkurrenten SSV Rhade noch mehr Luft im Abstiegskampf verschaffen. Doch auch der mit dem 0:0 gewonnene Punkt reichte, um in der Tabelle an der Sportvereinigung Deutz 05 vorbei vom drittletzten auf den viertletzten Rang zu klettern. Dabei profitiert der FSV, der im 15. Saisonspiel zum neunten Mal ungeschlagen blieb, von seinem ausgezeichneten Torverhältnis (-9) gegenüber den punktgleichen Deutzerinnen (-18). „Wir hätten hier drei Punkte verdient gehabt“, sagte Stricker angesichts des klaren Übergewichts an Initiative, Ballbesitz, gewonnenen Zweikämpfen und aussichtsreichen Strafraumszenen. Bei allem Bedauern über das Verpassen des zweiten Saisonsieges überwog aber der Stolz auf die Entwicklung des Teams, das im ersten Saisonteil trotz einiger beachtlicher Unentschieden lange auf einem Abstiegsplatz festgeklebt hatte. Der Coach verabschiedete die Spielerinnen deswegen mit Beifall in die fünfwöchige Trainingspause: „Gratulation, dass ihr euch in die Situation gebracht habt, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen.“ Um das primäre Ziel zu erreichen („Wir durften heute nicht verlieren“) mussten die Gütersloherinnen zweikämpferisch und läuferisch sehr viel in die Waagschale werfen. Der neuerdings vom früheren FSV-Coach Sammy Messalkhi und seinem bereits damaligen „Co“ Marcel Rosa trainierte Tabellenvorletzte spielte seine charakteristische Rustikalität auf dem Kunstrasenplatz im Dorstener Sportpark Risthaus nämlich voll aus. Mark Oliver Stricker konnte auf die fast identische Elf setzen, die auch eine Woche zuvor beim 2:1-Heimsieg über Mecklenbeck begonnen hatte. Verzichten musste das Team leider auf die dabei wieder zur Hochform aufgelaufene Katharina Rädeker; für sie stürmte Anna-Lena Meier auf Linksaußen. Der FSV ließ die im Hinspiel mit 2:0 siegreichen Gastgeberinnen diesmal nicht zur Entfaltung kommen, woran Rechtsverteidigerin Tina Rother beträchtlichen Anteil hatte. Torhüterin Leah Blome musste nicht einen einzigen Ball abwehren. Selbst agierte das Stricker-Team fast durchweg ohne Firlefanz mit langen Schlägen auf die Angriffsreihe Meier-Hohensee-Stockmann, ohne damit allerdings in der ersten Halbzeit ernsthafte Torgefahr heraufzubeschwören. Auch die stark getretenen Standards von Greta Hohensee führten zu keinem zwingenden Abschluss. Ein an die Latte prallender Lupfer (22.) hätte im Erfolgsfall nicht gezählt, weil Anna-Lena Meier bei dem feinen Zuspiel von Antonia Schön wohl knapp im Abseits stand. Im zweiten Durchgang war der FSV Gütersloh durchgängig am Drücker. Zu überstehen gab es lediglich einen Schuss von Nele Wansing (55.) und einen in den Armen von Leah Blome landenden Versuch von Demi Ehler in der 80. Minute. Dazwischen gab es drei Möglichkeiten für unser Team: Erst köpfte Janna Koerdt nach einer Hohensee-Ecke knapp am langen Pfosten vorbei (58.), danach köpfte Emma Bendix in der 62. Minute genau auf Rhades Keeperin Sabine Reinhold, und dann versuchte es die unbändig kämpfende Anna Stockmann aus spitzem Winkel (70.), als ein Zuspiel in die Mitte zielführender gewesen wäre. Endlich zückte Schiedsrichterin Leah Kömpel auch mal gelbe Karten für Fouls der Gastgeberinnen (drei an der Zahl). Hart attackiert wurde auch die eingewechselte Anna-Sophie Schindler, die nach wochenlanger Pause wegen Rückenproblemen ein überraschendes Comeback feierte. In der 78. Minute sorgten Kömpel und ihre Assistentin Lilly Berndtsen für ein (wohl regelkonformes) Kuriosum, indem sie die Einwechslung von Laura Dahlkemper verweigerten. Der Grund: Die FSV-Angreiferin konnte ein fest mit dem Ohrläppchen verwachsenes Piercing trotz aller Bemühungen von Torwarttrainer Matthias Kaiser nicht entfernen, und Abkleben reichte den Unparteiischen nicht. Stattdessen kam die 16-jährige Friederike Ladage zu ihrem dritten Kurzeinsatz bei den Frauen. In der 87. Minute hatte der FSV die Chance zum Lucky Punch, als ein vertikales Zuspiel bei Antonia Schön ankam, sie den Ball aber nicht an der SSV-Torhüterin vorbeibrachte. Der Nachschuss von Anna Stockmann wurde abgeblockt, und der nächste Nachschuss von Anna-Sophie Schindler flog am Pfosten vorbei. „Wir hätten hier gewinnen müssen“, stöhnte Tina Rother angesichts der Überlegenheit. Gleichwohl fuhren die Gütersloherinnen mit gewachsenem Selbstvertrauen und mit größerer Zuversicht auf Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt nach Hause. Und der neue Tabellenstand dürfte sich auch positiv auf die Stimmung bei der Weihnachtsfeier auswirken, die der FSV am kommenden Samstag ausrichtet. FSV Gütersloh: Blome – Rother, Schmücker, Bendix, Büttner – Koerdt (61. Haag), Kammermann, Schön – Stockmann, Hohensee (82. Ladage), Meier (61. Schindler). Im Aufgebot: Dahlkemper, Rohden, Otto (Tw).  

FSV Gütersloh schafft mit 2:1-Heimsieg den Anschluss an die Nichtabstiegszone

Strahlende Gesichter nach dem Regionalliga-Heimsieg gegen die DJK Wacker Mecklenbeck. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West haben die Fußballerinnen des FSV Gütersloh am Sonntag einen wichtigen Erfolg erzielt. Sie gewannen das Heimspiel gegen den Tabellensechsten DJK Wacker Mecklenbeck mit 2:1 und stellten als Drittletzter damit den direkten Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen her. Mit 12 Punkten liegt das Team von Mark Oliver Stricker nur noch einen Zähler hinter der auf gesicherten Plätzen liegenden Konkurrenz von Borussia Mönchengladbach II, Deutz 05 und Vorwärts Spoho Köln. „Ein perfekter Rückrundenauftakt“, gratulierte der Cheftrainer seinen Spielerinnen nach dem zweiten Saisonsieg – dem ersten in der Tönnies-Arena, wo sich der FSV in den sieben Hinrundenversuchen mit drei Unentschieden hatte zufrieden geben müssen. Dementsprechend ausgelassen feierte das Team den „Dreier“ nach dem Schlusspfiff mit La Ola vor der Tribüne. Nach dem 1:1 vom August in Münster hatte sich der FSV für das Rückspiel etwas ausgerechnet, obwohl neben den schon länger verletzten Pauline Berning, Anna-Sophie Schindler und Hannah Leßner auch noch Rechtsverteidigerin Clara Koepke sowie Offensiv-Alternative Pauline Pfeiffer ausfiel. „M.O.“ Stricker löste das Personalpuzzle aber perfekt. Er beorderte Tina Rother und Antonia Schön erstmals in dieser Saison in die Anfangself und gab Katharina Rädecker zum zweiten Mal die Chance von Anfang an. Und die Gütersloherinnen agierten sofort griffig gegen die körperlich robusten Gäste, deren Trainerin Anna Steckel auf einen besonderen Effekt gesetzt hatte: Mit Olivia Zitzer, Paula Weber, Charlotte Weinhold und Sophie Walters liefen vier Spielerinnen für Mecklenbeck auf, die in der letzten Saison noch für den Zweitligisten FSV in der Tönnies-Arena gespielt hatten. Wohl auch deswegen kam es zu einem kleinen Ehemaligen-Treffen, denn mit Sarah Rolle, Marie Schröder, Merle Hokamp und Shpresa Aradini schauten vier weitere Ex-Gütersloherinnen zu. Sie sahen eine erste Halbzeit, die zurecht mit 0:0 endete. Die Gastgeberinnen stießen mehrfach über den linken Flügel mit Kathi Rädeker aussichtsreich vor, aber ihre Hereingaben fanden in der Mitte keine Abnehmerinnen. Häufig wurde Rädeker aber auch gefoult, was von Schiedsrichterin Pauline Luigs nicht mit entsprechenden Karten bestraft wurde. Zu den drei besten Torchancen kam der FSV gegen Ende des ersten Durchgangs. Erst wurde ein Strafraum-Schuss von Birgitta Schmücker im letzten Moment abgeblockt (35.). Dann zirkelte Greta Hohensee einen Freistoß aus 20 Metern ein paar Meter am Torwinkel vorbei (38.). Und schließlich verfehlte ein 18-Meter-Schuss von Janna Koerdt in der 43. Minute sein Ziel. Aber auch Mecklenbeck hatte in einer kurzen Phase der Überlegenheit drei Chancen: Den ersten Schuss von Paula Weber (30.) lenkte FSV-Keeperin Leah Blome zur Ecke, zwei Minuten später touchierte der Ball bei Webers zweitem Versuch die Latte. Zwischendrin (31.) hatte ihn Charlotte Weinhold freistehend aus 16 Metern weit über das Gehäuse gejagt. Mit Beginn der zweiten Halbzeit startete der FSV Gütersloh eine entschlossene Offensive. Anna Stockmann hätte schon in der 51. Minute die Führung erzielen können, denn sie lief nach einem Zuspiel von Greta Hohensee frei auf den Mecklenbecker Strafraum zu; leider verzog sie den Abschluss aus 18 Metern, so dass der Ball am Tor vorbeirollte. Doch drei Minuten später fiel das überfällige 1:0, und mit Katharina Rädeker schoss es die beste Angreiferin auf dem Platz. Sie stürmte über den linken Flügel uneinholbar davon und versenkte den Ball flach via Innenpfosten. „Endlich wieder“, freute sich die 20-Jährige nach langer Verletzungspause und schwierigem Comeback über ihre herausragende Vorstellung. Ihr nicht viel nach stand mit Anna Stockmann die rechte Flügelstürmerin. Die 17-jährige krönte ihre starke Leistung in der 64. Minute mit einem Dribbling auf engem Raum gegen mehrere Verteidigerinnen, an dessen Ende sie im Strafraum zu Boden gerissen wurde. Den Elfmeter verwandelte Greta Hohensee zum 2:0; auch die U17-Nationalspielerin rechtfertigte mit einem guten Spiel ihre Nominierung für den in acht Tagen anstehenden DFB-Lehrgang in Barsinghausen. Die Gütersloher Hoffnung, endlich mal eine Führung einigermaßen souverän ins Ziel zu bringen, währte nur kurz. Schon zwei Minuten später verkürzte die eingewechselte Finja Sasse auf 2:1, nachdem die ansonsten tadellos agierende Antonia Schön unweit der rechten Eckfahne einen Zweikampf verloren hatte. Mecklenbeck drängte nun auf den Ausgleich, und der zunehmend entkräftete FSV verschaffte sich nur noch selten Entlastung. Bei dem Konter in der 85. Minute hätte Anna Stockmann indes die Entscheidung herbeiführen können, doch sie musste mit ihrem schwächeren linken Fuß abschließen und Wacker-Keeperin Henriette Haverkamp konnte den Schuss parieren. Somit war Zittern angesagt. Weil Leah Blome in der 89. Minute aber einen Schuss von Carla Mentrup zur Ecke lenkte und weil Olivia Zitzer den finalen Mecklenbecker Freistoß in der Nachspielzeit über das Tor schlenzte, blieb es bei dem Ergebnis. „Es war ein toller Einsatz von jeder einzelnen Spielerin. Ihr habt euch endlich belohnt für das, was ihr auf dem Platz abreißt“, lautete das Kompliment von Mark Oliver Stricker für sein Team. Das fährt nun mit Rückenwind zum letzten diesjährigen Spiel: Am Sonntag, 7. Dezember, besteht gegen den SSV Rhade die Chance, den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Auch dabei kommt es zu einem Wiedersehen, denn der Tabellenvorletzte aus Dorsten wird seit ein paar Tagen vom früheren FSV-Zweitligacoach Sammy Messalkhi (44) trainiert. FSV Gütersloh: Blome – Rother, Bendix, Schmücker, Büttner – Koerdt, Kammermann – Stockmann (90.+2 Haag), Schön, Rädeker (86. Meier) – Hohensee (79. Dahlkemper). Aufgebot: Otto (Tw). DJK Wacker Mecklenbeck: Haverkamp – Fullenkamp, Markfort (90. Düking), Zitzer – Walters (54. Stein), Weinhold (54. Sasse), Holtmeyer (90. Faber), Weber, Funck – Feld (65. Mentrup), Kesse. Schiedsrichterin: Pauline Luigs (Paderborn); Gelbe Karten: Weinhold, Markfort, Zitzer. Tore: 1:0 (54.) Rädeker, 2:0 (64.) Hohensee (FE), 2:1 (66.) Sasse.

Regionalliga-Rückrundenauftak: DJK Wacker Mecklenbeck im Porträt

Fußball in der Tönnies-Arena. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

In gewisser Weise ist Münster ein weißer Fleck auf der Landkarte des höherklassigen deutschen Frauenfußballs. Noch nie spielte ein Team aus der 300.000-Einwohner-Stadt, die mit dem SC Preußen einen Traditionsverein im Profifußball der Männer beheimatet, in der ersten oder zweiten Liga der Frauen. Ranghöchster Münsteraner Vertreter ist die 1956 gegründete DJK Wacker Mecklenbeck, einem Klub aus dem südwestlichen Stadtteil Münsters, in dem rund 10.000 Menschen leben. Nach sechs Jahren in der Westfalenliga stiegen die Frauen im Sommer 2024 als Meister der Westfalenliga in die Regionalliga auf. Hier spielte das Team eine ausgezeichnete Premierensaison, die mit Rang fünf endete und höhere Ambitionen weckte. Anna Steckel (37), eine frühere Bundesligaspielerin, wurde als neue Trainerin verpflichtet, die sich kräftig beim FSV Gütersloh bediente. Mit Paula Weber, Olivia Zitze, Charlotte Weinhold und Sophie Walters wechselten im Sommer gleich vier Spielerinnen nach Mecklenbeck. Zum Selbstläufer wurde die Saison aber nicht. Schon am 21. August beim 1:1 im offiziellen Auftaktspiel gegen den FSV Gütersloh wurden die Münsteranerinnen ihrer Favoritenrolle nicht gerecht. Im Gegenteil: Anna Stockmann brachte den FSV in der 55. Minute mit 1:0 in Führung, und erst in der 90. Minute gelang Birte Feld der Ausgleich zum 1:1-Endstand. Erst langsam stabilisierte sich das Team und beendete die Hinrunde mit 21 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz. Das negative Torverhältnis von 19:21 resultiert aus den klaren Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Dortmund (0:5) und Bielefeld (0:4). Allerdings landete die DJK mit dem 6:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach II auch einen Husarenstreich. Größter Paukenschlag war jedoch ein 2:1-Sieg über den 1. FC Köln U21 – es war die bislang einzige Niederlage für den Tabellenführer. In die Tönnies-Arena kommt Mecklenbeck, für das Kristin Dircks und Birte Feld mit jeweils vier Treffern die besten Torjägerinnen sind, mit Rückenwind aus dem Westfalenpokal. Am vergangenen Wochenende gelang im Münsteraner Derby gegen den Westfalenligisten GW Amelsbüren ein 2:0-Erfolg, zu dem Paula Weber und Charlotte Weinhold die Treffer beisteuerten.

FSV Gütersloh unterliegt Arminia Bielefeld im Ostwestfalen-Derby deutlich mit 0:6

Leandra Kammermann in Ostwestfalen-Derby gegen Arminia Bielefeld. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh musste am heutigen Spieltag der Frauen-Regionalliga West eine herbe Niederlage hinnehmen. Im Ostwestfalen-Derby gegen den DSC Arminia Bielefeld verlor die Mannschaft von Cheftrainer Mark Oliver Stricker in der Tönnies-Arena deutlich mit 0:6. Dabei begann die Partie vielversprechend: Der FSV zeigte gegen den Tabellendritten eine konzentrierte Anfangsphase, stand defensiv stabil und ließ zunächst keine gefährlichen Abschlüsse der Gäste zu. Doch mit dem 1:0 durch Jocelyn Hampel in der 25. Minute kippte das Spiel. Arminia fand zunehmend ihren Rhythmus, während der FSV defensiv ins Wanken geriet. Noch vor der Pause erhöhten Anna Czekalla (38.) und Sophia Thiemann (40.) auf 0:3. Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Gäste das Geschehen. Jocelyn Hampel setzte in der 60. Minute mit ihrem zweiten Treffer ein weiteres Ausrufezeichen. Der FSV fand kaum Entlastung und musste weitere Gegentore hinnehmen: Lisch Lösch (70.) und Leonora Ejupi (85.) sorgten schließlich für den 0:6-Endstand. Nach dem 13. Spieltag bleibt der FSV Gütersloh auf dem 12. Tabellenplatz und wird in den kommenden Wochen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln müssen.

Der Bann ist gebrochen: FSV feiert mit 5:1 in Moers den ersten Saisonsieg

Starker Rückhalt: FSV-Torhüterin Leah Blome. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Im zwölften Anlauf hat es endlich geklappt: Die Fußballerinnen des FSV Gütersloh feierten am Sonntag mit dem 5:1 beim GSV Moers den ersten Saisonsieg in der Regionalliga West. Nach zuvor sechs Unentschieden bringt der erste „Dreier“ zwar keine tabellarische Verbesserung, aber die Equipe von Cheftrainer Mark Oliver Stricker hat sich als abstiegsgefährdeter Tabellenzwölfter bis auf einen Punkt an Rang elf herangeschoben. Entsprechend gut gelaunt formierte sich das Team auf dem Kunstrasenplatz an der Filder Straße in Moers nach dem Schlusspfiff zum Siegerfoto. Ein glatter Durchmarsch war der Erfolg allerdings nicht, denn der noch sieglose Tabellenletzte ging in der 23. Minute durch Isis van Biljouw mit 1:0 in Führung. Und außer dem Rückstand musste der FSV, der schon ohne Pauline Berning (Rippenbruch aus dem Dortmund-Spiel) und Kathi Rädeker (Magen-Darm-Infekt) begonnen hatte, auch den Ausfall von Anna Stockmann verkraften. Die Stürmerin schied in der 28. Minute mit einer Sprunggelenksverletzung aus. „Die ersten 25 Minuten gehen klar an den Gegner. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß, wir haben Moers Räume gegeben“, analysierte Stricker. Sein möglicherweise vom Druck des Gewinnen-Müssens im „Sechs-Punkte-Spiel“ verunsichertes Team konnte sich bei Keeperin Leah Blome bedanken, dass außer dem Moerser Führungstreffer nicht auch einer der gegnerischen Distanzschüsse im Gütersloher Tor landete. Deutlich mehr Zugriff und Sicherheit erlangte der FSV durch eine personelle Umstellung: Stricker schickte Birgitta Schmücker aus der Innenverteidigung als zweite Sturmspitze nach vorne. Zudem erwies sich die von Stockmanns Verletzungspech erzwungene Einwechslung von Pauline Pfeiffer als Glücksfall. „Pirlo war so etwas wie der Gamechanger“, urteilte unser Coach. Die 17-Jährige fasste sich in der 35. Minute ein Herz, zog aus 24 Metern ab, und der Flatterball flog zum 1:1 ins Netz. „Das hat uns richtig Auftrieb gegeben, danach hatten wir das Spiel im Griff“, stellte Mark Oliver Stricker fest. Im Ergebnis manifestierte sich das kurz vor dem Pausenpfiff, als Emma Bendix eine Ecke von Greta Hohensee zur 2:1-Führung einköpfte. Es war der erste Saisontreffer für die Verteidigerin, die eine der Entdeckungen dieser Saison ist. Im zweiten Durchgang kam der GSV Moers zu keiner nennenswerten Chance mehr. Entschieden war die Partie deswegen, als Birgitta Schmücker in der 66. Minute mit einem trockenen 20-Meter-Schuss auf 3:1 erhöhte. Das 4:1 durch Greta Hohensee (72.) erfreute Stricker auch wegen der Uneigennützigkeit von Pauline Pfeiffer. Die quirlige Angreiferin hatte sich zusammen mit Greta Hohensee gegen eine Überzahl von Gegenspielerinnen bis in den Strafraum durchkombiniert, ließ hier noch zwei Moerserinnen aussteigen und verzichtete zugunsten eines Querpasses auf Torschützin Hohensee dann auf den eigenen Abschluss. Von zahlreichen Möglichkeiten, die sich unser Team in der Schlussviertelstunde herausspielte, führte nur noch eine zum Torerfolg: Die eingewechselte Antonia Schön belohnte sich in der 89. Minute ebenfalls mit dem ersten Saisontor zum 5:1-Endstand. Nachdem der Bann auswärts gebrochen ist, warten der FSV und seine Anhänger jetzt auf den ersten Heimsieg. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am Sonntag, 16. November, wenn um 14 Uhr die Partie gegen den Tabellendritten Arminia Bielefeld ansteht. FSV Gütersloh: Blome – Koepke, Schmücker, Haag, Bendix – Stockmann (28. Pfeiffer), Koerdt, Kammermann, Büttner (79. Rother) – Meier (79. Schön), Hohensee. Im Aufgebot: Schindler, Otto (Tw).

FSV Gütersloh zeigt beim 0:2 gegen Borussia Dortmund eine starke Leistung

Katharina Rädeker im Regionalliga-Duell gegen Borussia Dortmund. (Foto: Aleks Czapla / FSV Gütersloh 2009)

Darf man eine knappe Niederlage als Achtungserfolg werten? Diese Frage kann der FSV Gütersloh mit einem klaren „Ja“ beantworten. Im Heimspiel gegen die Profitruppe von Borussia Dortmund verhinderte unser Regionalligateam nämlich die von vielen befürchtete Klatsche und gab sich nur mit 0:2 geschlagen. Torhüterin Leah Blome, die wesentlichen Anteil daran hatte, dass die Niederlage keinen Klassenunterschied signalisierte, ordnete das Ergebnis passend ein: „Klar, verlieren ist scheiße. Aber andere verlieren viel höher gegen die.“ Tatsächlich war dies der mit Abstand knappste der acht Dortmunder Saisonsiege, die ansonsten mit Resultaten zwischen 5:0 und 9:0 ausfielen. „Ihr habt das hinten aber auch gut gemacht“, lobte Ronja Leubner die Gütersloher Defensivleistung. Dabei war es ausgerechnet die im Sommer vom FSV zum BVB gewechselte Mittelfeldspielerin, die ihr neues Team in der 35. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Weil der entscheidende zweite Treffer durch Ann-Sophie Vogel erst in der 86. Minute fiel, durften unsere Spielerinnen sogar ein wenig von einem „Lucky Punch“ und einem Remis träumen. Zugeben muss man allerdings, dass der FSV keine echte Chance auf einen Ausgleichstreffer hatte. „Wir hätten hier und da etwas mutiger sein können“, bedauerte Mark Oliver Stricker, der seinem Team gleichwohl eine „gute Leistung“ attestierte. Und der Cheftrainer setzt gegenüber den Spielerinnen auf einen nachhaltigen Effekt: „Ab heute könnt ihr mit einem ganz anderen Selbstvertrauen auftreten.“ Um im Kampf um den Klassenerhalt mehr als Achtungserfolge zu feiern, braucht der FSV Gütersloh nämlich endlich den ersten Sieg. So belegt er nach elf Spielen mit sechs Punkten den wahrscheinlichen Abstiegsplatz zwölf, während Borussia Dortmund den geplanten Durchmarsch in die Bundesliga weiterhin mit drei Punkten Rückstand auf den 1. FC Köln U21 als Tabellenzweiter anstreben muss. In der Tönnies-Arena gaben sowohl die BVB-Fans auf der mit 415 Zuschauern gefüllten Tribüne als auch die BVB-Spielerinnen auf dem Platz klar den Ton an. Gleich sieben Top-Chancen spielten sich die Schwarz-Gelben, für die mit Torhüterin Laura van der Laan, Frederike Kempe, Paula Reimann, Ronja Leubner, Noreen Günnewig und Celina Baum sechs Ex-Gütersloherinnen aufliefen, allein in der ersten halben Stunde heraus. Doch entweder fehlte im Abschluss die Präzision, oder aber der Pfosten oder die starke Leah Blome standen dem Torjubel im Weg. Wie unsere 19-jährige Keeperin etwa die Volleyabnahme von Rita Schumacher in der 26. Minute mit einer Hand abwehrte, hatte Erstligaformat. Das überfällige 0:1 (35.) fiel dann aus einer deutlich weniger zwingenden Situation heraus. Von Celina Baum angespielt scheiterte Ronja Leubner an der Strafraumgrenze mit ihrem ersten Versuch nämlich an Birgitta Schmücker. Dass die FSV-Verteidigerin nach klarem aber ungeahndeten Körperkontakt zu Boden ging nutzte Leubner mit einem Schuss knapp unter die Latte – ihr achter Saisontreffer. In einer Halbzeit, die sich weitgehend in der Gütersloher Hälfte abspielte, folgte in der 36. Minute die einzige halbwegs gefährliche Torannäherung durch den FSV: Ein aus dem halbrechten Strafraum abgegebener 16-Meter-Schuss von Anna-Lena Meier senkte sich hinter BVB-Keeperin van der Laan auf dem Tornetz. Aus der Halbzeitpause kam der BVB ohne seine womöglich ernsthaft am Knie verletzte Top-Torjägerin Dana Marquardt. Der FSV kehrte mit verbesserter defensiver Kompaktheit aufs Feld zurück. Dass Birgitta Schmücker etwas überraschend für die Innenverteidigung nominiert worden war, erwies sich als gute Wahl von Mark Oliver Stricker. Die 38-Jährige bildete zusammen mit der 16-jährigen Sophie Haag ein echtes Bollwerk. Aber auch auf den anderen Positionen warfen die Gütersloherinnen ihre volle Leidenschaft in die Waagschale. Bis auf zwei von Leah Blome abgewehrte Schüsse von Jasmin Jabbes (50.) und Celina Baum (66.) blieb das Dortmunder Offensivspiel deswegen ohne gefährlichen Abschluss. Selber brachte der FSV aber keinen Ball mehr verwertbar in den BVB-Strafraum. Allenfalls bei einer Flanke von Clara Koepke auf Anna-Lena Meier (63.) ging ein leichtes Raunen durch die Tönnies-Arena. Dass in der Schlussphase noch das 0:2 durch Ann-Sophie Vogel, konnte den Applaus des Gütersloher Publikums für das Gütersloher Team nach dem Schlusspfiff nicht schmälern. Anschließend ging das Wiedersehen mit ehemaligen Spielerinnen in Form von freundlichen Gesprächen am Rande weiter. Mit Hedda Wahle und Lucy Wisniewski hatte BVB-Coach Markus Högner in der Nachspielzeit noch zwei weitere Ex-Gütersloherinnen eingewechselt, während sich Melanie Schuster (Wiederaufbau nach Kreuzbandriss) schon vor Spielbeginn ausgiebig mit FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter ausgetauscht hatte. Mit Hoffnung auf den ersten „Dreier“ gehen unsere Frauen in das nächste Spiel. Am Sonntag, 9. November tritt der FSV um 13 Uhr beim Tabellenletzten GSV Moers an. FSV Gütersloh: Blome – Koepke (74. Rother), Haag, Schmücker,  Büttner – Koerdt, Kammermann – Stockmann (89. Ladage), Berning (74. Rohden), Meier (61. Schön) – Hohensee (61. Rädeker). Im Aufgebot: Bendix, Otto (Tw). Borussia Dortmund: van der Laan – Steenwijk, Kempe, Reimann – Ito (90.+1 Wisniewski), Günnewig –  Baum (71. Enderle), Leubner, Vogel – Schumacher (90+1. Wahle), Marquardt (46. Jabbes). Im Aufgebot: Böger, Blum, Wöhrn, Lichatschow (Tw). Schiedsrichterin: Doro Brockschmidt (Bad Salzuflen). Zuschauer: 415. Tore: 0:1 (35.) Leubner, 0:2 (86.) Schumacher.

Borussia Dortmund im Portrait: Das Wiedersehen mit ehemaligen FSV-Spielerinnen

Das Wiedersehen mit ehemaligen FSV-Spielerinnen. (Fotos: FSV Gütersloh 2009)

So traditionsreich der Ballspielverein von 1909 mit seinen Männern ist, so jung ist noch die Sparte Frauenfußball. Erst im September 2020 wurde eine Abteilung gegründet, und zur Saison 2021/2022 nahm erstmals ein BVB-Frauenteam am Spielbetrieb teil – in der Kreisliga. Klar definiertes Ziel des Klubs war es von Anfang an, schnellstmöglich in die Bundesliga zu gelangen. Dafür wählte der Klub eine einfache Strategie: Er stellte jeweils Teams mit extern verpflichteten Spielerinnen zusammen, die im Prinzip überqualifiziert waren. Der Plan ging bislang perfekt auf. Die Borussia-Frauen stiegen viermal in Folge als Meister ihrer jeweiligen Spielklasse auf. In der Kreisliga gewannen sie alle 18 Spiele mit einem Torverhältnis von 143:3. Meister der Bezirksliga wurden sie mit Siegen in allen 24 Spielen und 145:3 Toren. Als ungeschlagener Meister der Landesliga kam der BVB auf 23 Siege und 124:6 Tore. Am ersten Spieltag der Westfalenligasaison 2024/2025 kassierten die Dortmunderinnen mit 1:3 gegen den FC Iserlohn die erste Niederlage in einem Ligaspiel. Es blieb die einzige, und am Saisonende gewannen sie die Meisterschaft mit einer Bilanz von 24–1–1 und 113:15 Toren. Highlights dieser Spielzeit waren die beiden Partien gegen den Vizemeister FC Schalke 04. Im Hinspiel gab es vor 3.000 Zuschauern im Gelsenkirchener Parkstadion ein 0:0, im Rückspiel sah eine Rekordkulisse von 10.000 Zuschauern im Stadion Rote Erde einen 2:1-Sieg der Schwarzgelben. Ausverkauft war die Spielstätte der BVB-Frauen auch am 1. Juni beim 2:0-Sieg über die Königsblauen im Westfalenpokalfinale. Die damit verbundene Qualifikation für die Play-Offs im DFB-Pokal markierte einen weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Dortmunder Frauenfußballs. Für die Regionalliga vollzog die Borussia die nächste personelle Häutung: 16 Spielerinnen schieden aus, 16 neue wurden verpflichtet – die allermeisten mit Vergangenheit in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Dabei bediente man sich wie schon in den Jahren zuvor vor allem beim FSV Gütersloh. Mit Melanie Schuster, Ronja Leubner, Celina Baum und Lucy Wisniewski wechselten gleich vier Spielerinnen unseres letztjährigen Zweitligakaders nach Dortmund. Außerdem verpflichtete der Klub mit Frederike Kempe vom Bundesligisten RB Leipzig, Laura van der Laan von der SG 99 Andernach sowie Noreen Günnewig vom FC Zürich drei Ex-Spielerinnen des FSV. Zusammen mit den schon ein Jahr zuvor abgewanderten Paula Reimann, Hedda Wahle, Nova Wicke, Marah Tayeh und Nora Willeke gehören in dieser Saison also elf ehemalige Gütersloherinnen zum aktuellen Kader von Borussia Dortmund. Bezieht man mit ein, dass mit Lisa Gomulka, Finnja Schriek, Klara Junker, Madita Sommer und Christin Schweißinger weitere Ex-Gütersloherinnen zum kometenhaften Aufstieg des BVB beitrugen und vor dieser Saison größtenteils in die eigene „Zweite“ abgegeben wurden (Westfalenliga), erkennt man die besondere Einbahnstraßen-Beziehung zwischen beiden Vereinen. Seine Ambitionen unterstrich der Verein, für den seit der Gründung Svenja Schlenker (42) als Abteilungsleiterin fungiert, auch in anderer personeller Hinsicht. Der langjährige Coach Thomas Sulewski (34) rückte auf den Posten des Nachwuchskoordinators. Seinen Job übernahm mit Markus Högner (58) der langjährige Trainer des Bundesligisten SGS Essen. Unter ihm wird professionell trainiert, oft zweimal täglich, und alle Spielerinnen erhielten gut dotierte Verträge. Angesichts dessen verwundert es, dass Borussia Dortmund zum Duell beim FSV Gütersloh nicht als Spitzenreiter, sondern nur als Tabellenzweiter der Regionalliga antritt. Nach zehn Spielen beträgt der Rückstand auf die U21 des 1. FC Köln drei Punkte. Grund dafür ist zum einen, dass der BVB sein Match in Köln nach 3:1-Führung noch mit 3:4 verlor. Zum anderen verlor das Team drei Punkte am grünen Tisch, weil beim 3:0-Sieg am 21. September in Deutz mit der bundesliga-erfahrenen Japanerin Sara Ito ein Neuzugang von Turbine Potsdam eingesetzt wurde, der nicht im Spielbericht eingetragen worden war. Auf dem Platz ließ der Top-Favorit auch am 5. Oktober beim 1:1 in Bielefeld zwei Zähler liegen, nachdem man den Ausgleich in der Nachspielzeit kassierte. Ansonsten gab es durchweg klare Siege über Leverkusen II (6:0), Mönchengladbach II (7:0), Recklinghausen (6:1), Moers (9:0), Mecklenbeck (5:0), Rhade (7:0) und zuletzt Fortuna Köln (6:0). Zum stolzen Torverhältnis von 50:8 trugen Dana Marquardt (14), Rita Schumacher (12) und Ronja Leubner (7) die meisten Treffer bei. Bundesweite Anerkennung erspielten sich die BVB-Frauen im DFB-Pokal. Zunächst schalteten sie in der Play-Off-Runde den Zweitligisten Borussia Mönchengladbach mit 3:1 aus, wobei Ronja Leubner, Annika Enderle und Dana Marquardt die Tore erzielten. In der ersten Hauptrunde gaben sie sich am 29. September dem deutschen Meister Bayern München nur mit 0:2 geschlagen. 15.755 Zuschauer sahen im Stadion Rote Erde, wie ein Doppelschlag von Pernille Harder (28., 34.) die Partie in der ersten Halbzeit entschied.

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