Geht es nach dem Willen der Anhänger des FC Gütersloh, dann sollte der FSV Gütersloh weiter bestehen bleiben. Am Rande des Regionalligaspiels der FCG-Männer am Sonntag gegen den SC Paderborn II spendete das Publikum im Ohlendorf Stadion im Heidewald nämlich 1.803 Euro für die vom Frauensportverein vor zweieinhalb Wochen ausgerufene Kampagne „Schenk uns eine Zukunft“. Fünf Regionalliga-Fußballerinnen des FSV – Clara Koepke, Celina Seggelmann, Alena Schmidt, Anna-Lena Meier und Elina Büttner – sowie Teammanager Matthias Kaiser hatten für die Kampagne in Gesprächen geworben, Flyer verteilt und Spendenboxen bereitgehalten. Die füllten sich dank der Großzügigkeit der 1.392 Zuschauer sowie zahlreicher Sponsoren und Unterstützer des FC Gütersloh in nicht erwartetem Maße. „Wir sind begeistert von dem finanziellen Ergebnis, sehr dankbar für das Entgegenkommen der FCG-Führung und sehr angetan von der überaus freundlichen Begegnung mit den Menschen rund um den FC Gütersloh“, erklärte FSV-Vertreter Wolfgang Temme: „Wir fühlen uns durch die Resonanz bestätigt in unserem Kampf für den Erhalt des leistungsorientierten Frauenfußballs und beflügelt für weitere Aktionen.“ Am Samstag, 8. März, dem Weltfrauentag, plant der FSV einen Auftritt in der Gütersloher Innenstadt. Die im Ohlendorf Stadion im Heidewald gesammelte Summe von 1.803 Euro wird auf das Konto der Crowdfunding-Aktion eingezahlt, die bis zum 30. April mindestens 80.000 Euro erbringen soll. Damit will der FSV Gütersloh das Negativkapital der laufenden Saison auf Null stellen sowie eine seriöse wirtschaftliche Planung für die nächste Spielzeit sichern. Perspektivisch soll die Voraussetzung geschaffen werden, einen neuen Anlauf für eine Verschmelzung mit einem Partnerverein zur Saison 2026/2027 zu unternehmen. Den ersten Anlauf hatte der juristisch diesbezüglich beratene FC Gütersloh mit Verweis auf ein noch bestehendes Negativkapital beim FSV in Höhe von 40.000 Euro gestoppt. Kommt die Summe von 80.000 Euro bis Ende April nicht zusammen, fließt das Geld an die registrierten Spender zurück und der FSV Gütersloh muss seinen Spielbetrieb im Sommer einstellen. Vor der Aktion im Ohlendorf Stadion im Heidewald waren rund 52.000 Euro auf das Spendenkonto eingezahlt. 👉 Jetzt spenden und Zukunft sichern: https://www.gofundme.com/f/schenk-uns-eine-zukunft
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Clara Koepke: „Ohne den FSV hätte ich nie die Chance gehabt, höherklassig zu spielen“
Der FSV Gütersloh ist für viele Spielerinnen weit mehr als nur ein Fußballverein – er ist eine einzigartige Plattform für talentierte Frauen und Mädchen, die leistungsorientierten Fußball spielen möchten. Eine von ihnen ist Clara Koepke. Die 22-jährige Physiotherapeutin aus Lippstadt spielt für die zweite Mannschaft des FSV in der Regionalliga West und weiß genau, wie wichtig der Verein für die Region ist: „Ich war vorher bei einem Landesligisten und hätte wahrscheinlich ohne den FSV Gütersloh niemals die Chance gehabt, höherklassig zu spielen. Die Optionen in der Umgebung sind nicht vergleichbar, was den Erhalt des Vereins sehr wichtig macht. Ehrlich gesagt finde ich es erschreckend, dass man erst so ein Aufsehen erregen muss, um hoffentlich die Existenz eines Frauenfußballklubs auf diesem Niveau zu sichern.“ Der FSV ist nicht nur eine Talentschmiede, sondern auch eine Perspektive für viele Spielerinnen, die sonst keine Möglichkeit hätten, sich in höheren Ligen zu beweisen. Umso dramatischer ist die aktuelle Situation: Ohne finanzielle Unterstützung droht dem Verein das Aus. Jede Spende, jede geteilte Nachricht kann helfen, den FSV zu retten – und damit die Zukunft vieler Spielerinnen. Jetzt mithelfen! 👉 Jetzt unterstützen: https://www.gofundme.com/f/schenk-uns-eine-zukunft