FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

FSV Gütersloh II belohnt sich mit dem zweiten Saisonsieg

Großer Jubel in der Tönnies-Arena: FSV Gütersloh II feiert den Heimsieg. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Der Bann ist gebrochen und die rote Laterne ist weg: Nach zehn Niederlagen in Folge landete der FSV Gütersloh II am Freitagabend mit dem 3:2 über den SV Germania Hauenhorst einen erlösenden Sieg. „Wir haben so lange gelitten, jetzt haben wir uns endlich belohnt“, jubelte Marwin Hoyer nach dem verdienten Triumph in der Tönnies-Arena. Und zur Feier des Tages stimmte der Cheftrainer sogar ein „Humba Täterä“ an, bevor sich das Team zum äußerst seltenen Siegerfoto aufstellte. Durch den lang ersehnten zweiten Dreier – den ersten gab es am 7. September mit einem 1:0 in Billerbeck – gab unsere Zweite die Rote Laterne in der Westfalenliga ab und kletterte auf den drittletzten Platz. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang beträgt zwar noch acht Punkte, aber Aufgeben ist für Hoyer und seine Spielerinnen keine Option. Gegen den Tabellenneunten aus Rheine, der das Hinspiel mit 3:1 gewonnen hatte, lief der FSV II mit vierfacher Verstärkung aus dem Regionalligakader auf. Zwei Tage vor dem Heimspiel der „Ersten“ gegen Mecklenbeck (So., 14 Uhr) halfen Elina Büttner, Anna-Lena Meier, Pauline Pfeiffer und Antonia Schön eine Liga tiefer aus. Und mit Robert Helmschrott saß ein neuer Co-Trainer auf der Bank. Tatsächlich starteten die Gütersloherinnen wie beflügelt in die Partie. Gleich in der 2. Minute zwang Luljeta Dragaj die Hauenhorster Torhüterin zu einer Glanzreaktion. Und schon nach sieben Minuten ging der FSV in Führung: Lara Mehn verwandelte einen Elfmeter sicher, nachdem Anna-Lena Meier im Strafraum klar gefoult worden war. Bitter war, dass unser Team nur eine Minute später den 1:1-Ausgleich durch ein unglückliches Eigentor kassierte. Mia Wesseler hatte den Ball nach einer gegnerischen Freistoßhereingabe aus dem Halbfeld unbedrängt mit dem Kopf an Keeperin Emily Wittkowsky vorbei ins kurze Eck verlängert. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause, obwohl Gütersloh auf den Flügeln durch die starke Romejsa Murati und Pauline Pfeiffer sowie durch Rechtsverteidigerin Helena Babic und im Mittelfeld durch Anna-Lana Meier deutliche Tempovorteile besaß. Murati (23.) und Babic (44.) konnte aussichtsreiche Situationen aber nicht zum Torerfolg verwerten. Nach Wiederbeginn hatte das defensiv durchweg stabile Hoyer-Team seine stärkste Offensivphase. Erst verzückte Romejsa Murati ihre Mitspielerinnen und die Zuschauer in der 52. Minute mit ihrem Treffer zum 2:1. Die quirlig-bissige Stürmerin erpresste den Ball auf dem rechten Flügel selbst, drang in den Strafraum ein und löffelte den Ball in Klassemanier über die entgegenkommende Germania-Torhüterin Sarah Hauling ins Netz. Dann verzog Luljeta Dragaj den Ball aus zwölf Metern freistehend mit links, nachdem „Pirlo“ Pfeiffer ihn an die Latte bugsiert hatte (65.). Drei Minuten später brachte Gabriella Soundé den Ball nach einer wunderschönen Kombination nicht an Keeperin Hauling vorbei. Und in der 71. Minute schob Romejsa Murati eine „Hundertprozentige“ am langen Pfosten vorbei. Der Chancenwucher rächte sich, als die Gäste in der 75. Minute einen Freistoß erhielten und die beste Hauenhorsterin, Lina Jäger, den Ball aus 18 Metern über die Mauer hinweg zum 2:2 ins Netz zirkelte. Nun wurden Befürchtungen wach, der FSV könne wie schon zwei Wochen zuvor, als er nach 2:0-Führung gegen Arminia Bielefeld II entkräftet mit 2:3 verlor, erneut komplett leer ausgehen. Marwin Hoyer setzte aber nicht auf die Verteidigung des einen Punktes, sondern trieb sein Team nach vorne. „Wir wollen das Ding gewinnen“, schrie der Coach über den Platz. Bezahlt machte sich neben diesem Mut auch eine Umstellung ab der 81. Minute: Anstelle von Luljeta Dragaj beorderte er Anna-Lena Meier in die Sturmspitze. Und die 29-Jährige blieb tatsächlich eiskalt, als sie in der ersten Minute der Nachspielzeit von Antonia Schön mit einem Zuckerpass bedient wurde. Meier lief frei auf die Hauenhorster Torhüterin zu und schob den Ball zum umjubelten Siegtreffer ein. „Wir haben uns jede Woche weiterentwickelt.“ Cheftrainer Hoyer hat es trotz der vielen Nackenschläge geschafft, lähmenden Frust zu verhindern. Entsprechend optimistisch fährt das Team am Sonntag, 7. Dezember,  zum Tabellensechsten SV Kutenhausen-Todtenhausen nach Minden, wo er vor seinem Engagement in Gütersloh als Trainer der 2. Mannschaft tätig war. FSV Gütersloh II: Wittkowsky – Babic (86. Topal), Mehn, Wesseler, Büttner – Soundé, Schön, Meier – Murati, Dragaj (81. Bremke), Pfeiffer.

Neuausrichtung mit Cheftrainer Mark Oliver Stricker ist bereits in vollem Gange

Cheftrainer Mark Oliver Stricker (links) mit den FSV-Spielerinnen in der Tönnies-Arena. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Der Abstieg aus der 2. Frauen-Bundesliga hat den FSV Gütersloh kräftig durchgeschüttelt und zum erwarteten personellen Umbruch geführt. Nahezu alle Spielerinnen des Zweitligakaders haben den Verein verlassen. Die Neuausrichtung geht der FSV mit der Entschlossenheit an, sich in der Regionalliga zu behaupten und gleichzeitig eine Talentschmiede zu bleiben. Schon vor drei Wochen ist der neue Cheftrainer Mark Oliver Stricker, bislang Coach der zwangsweise aus der Regionalliga abgestiegenen „Zweiten“, in den ersten Teil der Saisonvorbereitung eingestiegen. Mit dabei ist neben Katrin und Lena Lückel sowie Matthias Kaiser, die mit Stricker das Trainerteam bilden, auch Marwin Hoyer. Der 30-Jährige, frischgebackener Inhaber der B-Lizenz, war zuletzt Coach des Bezirksligisten SVKT Minden II und soll beim FSV als Cheftrainer des zweiten Teams fungieren. Ausbildung ist für den in Minden wohnenden Berufsfeuerwehrmann auch beruflich sein Fachgebiet. Aktuell stehen knapp 40 Spielerinnen in der Liste und dreimal wöchentlich in der Tönnies-Arena auf dem Trainingsplatz. Es ist eine Mischung aus den verbliebenen Zweitligaspielerinnen, den Akteurinnen des letztjährigen Regionalligateams sowie Talenten aus den U19- und U17-Teams des FSV Gütersloh. Sieben externe Neuzugänge sind auch dabei: Rebecca Otto (17, VfL Wolfsburg) und Emiliy Wittkowski (21, Wadersloh) bilden zusammen mit Leah Blome und Celina Seggelmann das Torhüterinnen-Quartett; eventuell stößt mit Janina Sauer noch eine Australien-Rückkehrerin dazu. Elaine Eickmann (21) kommt von Borussia Dortmund II, Lena Krahner (16) war bisher beim TuS Langenheide aktiv, Inga Merschel (21) kehrt von Arminia Bielefeld zurück, Kate Ogwago (17) und Romejsa Murati (17) wechseln aus der U17 des Herforder SV. Auch Madleen Franz (18), die frühere Kapitänin des Gütersloher U17-Bundesligateams und vergangene Saison beim Regionalligisten SGS Essen II aktiv, trainiert mit. Sie würde aber demnächst, sofern sie ein Visum erhält, an ein College in den USA wechseln. Die Pflichtspielsaison beginnt für den FSV Gütersloh am 17. August mit dem Play-off-Duell im DFB-Pokal gegen den Regionalligisten 1. FC Magdeburg. Den ersten von fünf Testspielauftritten hat „Mo“ Stricker für den 2. August gegen den Oberligisten HSC Hannover geplant. Das letztjährige Zweitligateam hat sich nahezu komplett aufgelöst. Lediglich Leah Blome, Pauline Berning (Wiederaufbau nach Fußbruch), Katharina Rädeker (Wiederaufbau nach Bänderriss), Leandra Kammermann und Julia Gärtner blieben beim FSV. Letztere absolviert im Rahmen ihres Lehramtsstudiums allerdings ein Auslandssemester und steht verlässlich erst in der Rückserie zur Verfügung. 24 Abgänge: Shpresa Aradini (Karriereende), Marie Schröder (Ziel unbekannt), Merle Hokamp (1. FC Köln, Bundesliga), Janne Krumme (Eintracht Frankfurt, Bundesliga), Sarah Rolle (VfL Bochum (2. Bundesliga), Gizem Kilic (VfR Warbeyen, 2. Bundesliga), Melanie Schuster, Ronja Leubner, Celina Baum, Lucy Wisniewski (alle Borussia Dortmund, Regionalliga), Maren Allmeroth, Lea Bultmann (beide Arminia Bielefeld, Regionalliga), Paula Weber, Olivia Zitzer, Charlotte Weinhold (alle DJK Wacker Mecklenbeck, Regionalliga), Linda Preuß, Lea Bartling (beide FC St. Pauli, Regionalliga), Hanna Krohne (TSV Jahn Calden, Regionalliga), Lilly Stojan, Nele Schmidt, Demi Pagel (alle FC Schalke 04, Westfalenliga), Finja Kappmeier, Chiara Tappe (beide USA), Linna Hermsmeier (SKN St. Pölten, Österreich).

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