FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

Mitgliederversammlung des FSV Gütersloh: Zuwachs im Vorstand und ein finanzielles Plus

Fußball in der Tönnies-Arena. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh geht mit einem finanziellen und personellen Plus in eine noch ungewisse Zukunft. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend präsentierte der 1. Vorsitzende, Sebastian Kmoch eine Bilanz, die für das Jahresende rund 20.000 Euro auf der Habenseite aufweist. Und bei den turnusgemäßen Wahlen gelang es, das seit 18 Monaten nach dem Rückzug von Tobias Neumann vakante Amt des stellvertretenden Geschäftsführers wieder zu besetzen. Mit Patryk Pylinski wählten die 17 Mitglieder einstimmig einen 43-jährigen Gütersloher in den Vorstand, der beruflich in einer Steuerkanzlei tätig ist und zuletzt in der Jugendabteilung von Blau-Weiß Gütersloh engagiert gewesen war. Die Führung des im Jahre 2009 gegründeten Vereins, dem aktuell 142 Mitglieder angehören, besteht damit wieder aus drei Personen. Die Positionen von Kmoch und Geschäftsführer Michael Horstkötter standen diesmal nicht zur Wahl. Breiten Raum nahm bei der Versammlung in der Konferenzzone der Premium Food Group im Bericht des Vorstands die Schilderung der sportlichen Situation ein. Michael Horstkötter beschrieb die Probleme, die in Folge des Abstiegs der Frauen aus der 2. Bundesliga und des dadurch bedingten Zwangsabstiegs der „Zweiten“ in die Westfalenliga entstanden seien. Bezogen auf den Kampf der neuen „Ersten“ um den Klassenerhalt in der Regionalliga äußerte Horstkötter Zuversicht: „Das Team steigert sich von Spiel zu Spiel.“ Positiv stellte er die Leistung der U17 heraus, die in der höchsten deutschen Liga, der Regionalliga, ungeschlagen den dritten Tabellenplatz belegt. Der Geschäftsführer verband dies mit einem Dank an das gesamte Trainerteam, das die schwierige Lage, die im Zuge der Trennung vom langjährigen Coach Christian Franz-Pohlmann im Herbst 2024 entstanden war, mit großem Einsatz und Geschick gemeistert habe. Einen neuen Impuls habe die Nachwuchsarbeit auch durch Ralf Philipper erhalten, der im September die verwaiste Position des Jugendleiters übernahm und zusammen mit dem ebenfalls von BW Gütersloh stammenden Andreas Dobrzanski großes Engagement beim Aufbau eines Förderzentrums im Mädchenfußball zeigt. Einstimmig votierte die Versammlung für die Entlastung des Vorstandes und genehmigte den von Sebastian Kmoch vorgetragenen Finanzbericht. Der 1. Vorsitzende erinnerte dankbar an die große Resonanz auf das im Frühjahr durchgeführte Crowdfunding, bei dem über 80.000 Euro gespendet wurden. Das Überleben des Vereins sei neben der Unterstützung aus dem Hause Tönnies zudem durch die großzügige Förderung seitens der Klaus-Peter Reinert Stiftung gesichert worden, die insgesamt 100.000 Euro zusagte. All das zusammen habe es ermöglicht, das zum Jahresende 2024 mit 60.000 Euro bezifferte Minus trotz gestiegener Ausgaben in das eingangs erwähnte Plus von 20.000 Euro zum 31. Dezember 2025 umzuwandeln. Voraussichtlich werde man, so Kmoch, die Saison 2025/2026 mit einer schwarzen Null abschließen. Gleichwohl mahnte Michael Horstkötter an, dass die Aktivitäten im Sponsoring deutlich verstärkt werden müssten. Ob man denn angesichts der zahlreichen Abgänge von Spielerinnen sowie der hervorragenden Nachwuchsarbeit nicht zumindest wirtschaftlich von Ablösesummen profitieren könne, wollte ein Mitglied wissen. Mit einem bedauernden Lächeln musste Sebastian Kmoch das verneinen und verriet ein vielsagendes Detail: „Für den Wechsel unserer ehemaligen Jugend- und Zweitligaspielerin Lina Magull von Bayern München zu Inter Mailand haben wir unter erheblichem bürokratischen Aufwand eine anteilige Ausbildungsentschädigung von 67,92 Euro erhalten.“ Nachdem die beiderseitigen Bestrebungen, schon für 2025 mit dem FC Gütersloh zu verschmelzen, aufgrund der vor einem Jahr defizitären Situation des FSV einvernehmlich auf Eis gelegt worden waren, werde der Prozess nun für 2026 angestrebt, erklärte der 1. Vorsitzende: „Die Gespräche laufen.“  Formelle Voraussetzung sei es, dass die Mitglieder beider Vereine bei noch anzuberaumenden Abstimmungen mit einer mindestens Zweitdrittelmehrheit für ein Zusammengehen votieren. Auf Nachfrage aus der Versammlung teilte Sebastian Kmoch mit, dass man in der Vergangenheit auch mit drei weiteren Vereinen über das Thema gesprochen habe: „Es gab dort allerdings kein Interesse.“ Die ebenfalls von einem Mitglied gestellte Frage, ob der Verein einen Plan B habe, falls die Verschmelzung erneut nicht klappt, beantwortete Kmoch wie folgt: „Dann sind wir allein, aber die Arbeit und die Anforderungen werden immer mehr – wir in der Vereinsführung aber werden immer weniger.“ Das änderte sich anschließend mit der Wahl von Patryk Pylinski. Der ebenfalls seit längerem vakante Posten des/der 2. Vorsitzenden konnte hingegen erneut nicht besetzt werden. Immerhin entstand in Gesprächen, die nach der mehr als 90-minütigen Versammlung stattfanden, die Hoffnung auf zusätzliches Engagement. Was Michael Horstkötter, der sich seit mehr als 40 Jahren mit riesigem persönlichen Aufwand engagiert, zukünftig anstrebt, machte er unmissverständlich klar: „Dass die Entwicklung im Frauenfußball immer professioneller wird, begrüße ich, auch wenn wir hier und da nicht mehr mithalten können. Wir sollten nicht darüber jammern, sondern nach vorne blicken. Unser Ziel bleibt es, weiter guten Frauen- und Mädchenfußball in Gütersloh und im Kreis Gütersloh anzubieten.“

Andreas Dobrzanski und Patryk Pylinski verstärken die Jugendabteilung des FSV Gütersloh

Andreas Dobrzanski (2.v.l.) und Patryk Pylinski (2.v.r.) mit FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter (1.v.r) und Jugendleiter Ralf Philipper (1.v.l.). (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh freut sich, mit Andreas Dobrzanski und Patryk Pylinski zwei neue Gesichter im Verein begrüßen zu dürfen. Das Duo wird gemeinsam mit FSV-Jugendleiter Ralf Philipper die Weiterentwicklung der Jugendabteilung vorantreiben. Dobrzanski und Pylinski sind bekannte Akteure im Kreis Gütersloh und möchten ihre Erfahrungen aus der Trainer- und Spielerkarriere sowie ihr Netzwerk beim FSV Gütersloh erfolgreich einbringen. Beide haben bereits in der Vergangenheit viele Jahre gemeinsam mit Philipper zusammengearbeitet. „Ich freue mich sehr, dass Andreas und Patryk sich für den FSV entschieden haben. Wir wollen Menschen aus der Region für den Verein und den Frauenfußball gewinnen. Daher ist es ein wichtiges Signal für die weitere Entwicklung des Vereins“, freut sich FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter über die neu gewonnene Unterstützung. FSV-Jugendleiter Ralf Philipper hat klare Ziele für seine Abteilung: „Unsere oberste Priorität ist der Aufbau eines Förderzentrums sowie die Integration einer U15- und einer U13-Mannschaft. Andi, Patryk und ich kennen uns gut und freuen uns darauf, hier gemeinsam etwas zu entwickeln.“ Dobrzanski und Pylinski blicken voller Vorfreude auf ihre neuen Aufgaben beim FSV Gütersloh. „Nachdem ich im Sommer nach 35 Jahren bei einem anderen Verein in Gütersloh meine Ämter niedergelegt habe, brenne ich jetzt darauf, neue Aufgaben zu übernehmen“, so Andreas Dobrzanski. „Der FSV Gütersloh bietet mir die idealen Bedingungen, um den Mädchenfußball in Gütersloh weiterzuentwickeln und zu fördern, um sie Stück für Stück an den Seniorinnenbereich heranzuführen. Dieser Aufgabe möchte ich mich mit aller Kraft widmen, um die Ziele des Vereins zu erreichen. Ich denke, ich komme hier in ein funktionierendes Team, in dem es mir viel Spaß machen wird. Mit Ralf habe ich schon lange zusammengearbeitet und weiß, was mich erwartet.“ „Ich bin gespannt auf die neuen Herausforderungen und auf das Miteinander im Team. Gemeinsam können wir sicher viel für unseren Verein bewegen. Auf eine gute, erfolgreiche Zeit und viele positive Erfahrungen beim FSV Gütersloh“, sagt Patryk Pylinski. Der FSV Gütersloh heißt Andreas Dobrzanski und Patryk Pylinski herzlich willkommen und freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit.

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