FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

Keine Verschmelzung mit dem FC Gütersloh: Verein stellt sich neu auf und erweitert seine Ausrichtung

(Foto: Fabio Deinert / FSV Gütersloh 2009)

Vor fast genau einem Jahr, am 13. Februar 2025, startete der FSV eine Kampagne zur Zukunftssicherung des Vereins. Ziel war es, die Finanzierung der damals laufenden und der nächsten Saison zu sichern und damit die Voraussetzung dafür zu schaffen, die zuvor im ersten Anlauf gescheiterte Verschmelzung mit dem FC Gütersloh doch noch zu realisieren – eine für den Fortbestand des Vereins als alternativlos angesehene Perspektive. Die Rettungsaktion war äußerst erfolgreich. Innerhalb kürzester Zeit kamen über eine Crowdfunding-Aktion die angestrebten 80.000 Euro zusammen. Darüber hinaus fand sich mit der Klaus-Peter Reinert Stiftung ein großer Unterstützer, der dem Verein eine Zuwendung in Höhe von 100.000 Euro zukommen ließ. Und auch die Premium Food Group, die als Hauptsponsor hinter der Verschmelzung stand, zeigte sich von der großzügigen Seite. Somit war der FSV Gütersloh in der Lage, dem FC Gütersloh bei den Ende letzten Jahres sehr offen und freundschaftlich laufenden Gesprächen einen finanziell schuldenfreien Status zum 30. Juni 2026 zu garantieren. Der Vorstand des FC Gütersloh teilte zum Jahreswechsel dennoch mit, von dem Vorhaben zurückzutreten. Eine Entscheidung, die die Führung des FSV Gütersloh mit Bedauern, aber auch mit Respekt zur Kenntnis nahm. Für die Verantwortlichen des FSV stellte sich damit die grundsätzliche Frage, ob ein Weiterbestehen des Vereins und die Beibehaltung der ambitionierten leistungssportlichen Ziele möglich ist. Erschwert wurde die Antwort, durch die Tatsache, dass neben anderen mit dem seit 2009 als Vorsitzender fungierenden Sebastian Kmoch (64), mit Chris Punnakkattu Daniel (44), der seit 2021 als Strategischer Berater und Leiter Medien & Kommunikation tätig ist, sowie dem seit vielen Jahren als Trainer und Sportlicher Leiter agierenden Markus Graskamp (55) einige wesentliche Funktionsträger ihr Ausscheiden zum Saisonende ankündigten. Heute kann der FSV Gütersloh mitteilen, dass die Fortführung des Vereins als selbständiger Frauenfußballklub fest beabsichtigt ist. Um den seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich tätigen Geschäftsführer Michael Horstkötter (62) herum hat sich eine Gruppe von Vereinsmitgliedern gefunden, die bereit sind, Führungsverantwortung und Aufgaben zu übernehmen. Dazu gehören der bei der Mitgliederversammlung im Dezember zum Stellvertretenden Geschäftsführer gewählte Patryk Pylinski (44), der bereits seit September als Jugendleiter tätige Ralf Philipper (54), sowie Christian Zens (48), Andreas Dobrzanski (49), Marvin Anders (36), Sandra Zens (43) und Dirk Strauß (54). Letzterer ist bereit, für das Amt des 1. Vorsitzenden zu kandidieren. Mit Ausnahme von Strauß waren alle langjährig in verschiedenen Bereichen bei Blau-Weiß 98 Gütersloh engagiert. Welche Funktionen künftig beim FSV Gütersloh von ihnen übernommen werden, klärt sich bei einer für Mai vorgesehenen Mitgliederversammlung. Hauptaugenmerk der neuen Vereinsführung ist nun die Sicherung der finanziellen Basis. Sportlich bleibt es das Vorhaben des FSV Gütersloh, im Nachwuchsbereich eine hochqualifizierte Ausbildung und Förderung von Talenten zu betreiben. Dem entspricht die weitere Etablierung eines U19-Teams in der westdeutschen Juniorinnenliga. Die U17 soll weiterhin in der Regionalliga West, der höchsten deutschen Spielklasse für B-Juniorinnen, eine führende Rolle spielen. Der Unterbau dafür wird in der U16 ausgebildet, die sich in der U17-Westfalenliga prächtig entwickelt hat. Anders als bisher will der FSV Gütersloh aber auch eine attraktive Anlaufstelle für jüngere Mädchen mit noch nicht explizit leistungssportlicher Perspektive sein. Dafür wurde von Ralf Philipper und Andreas Dobrzanski bereits ein Förderzentrum konzipiert, das die Bildung von U15- und U13-Teams vorsieht. Der große Andrang bei den in jüngster Zeit durchgeführten Sichtungsmaßnahmen zeigt, dass der Verein hier auf einem richtigen Weg ist. Flaggschiff des FSV Gütersloh und ein Magnet für starke Fußballerinnen aus der Region soll das Frauenteam bleiben. Ziel ist in der laufenden Spielzeit der Klassenerhalt in der Regionalliga und anschließend die Qualifikation für die zur Saison 2027/2028 unter dem Dach des DFB eingeführten 3. Liga. Statements des FSV Gütersloh Michael Horstkötter: „Ich hätte mich sehr über eine Rückkehr zum FC Gütersloh gefreut, bei dem ich vor mehr als 40 Jahren mein Engagement begonnen habe. Wir haben als FSV seit 2009 unter schwierigen Bedingungen sehr viel erreicht, ich danke allen, die daran mitgewirkt haben. Die Professionalisierung des Frauenfußballs hat sich in jüngerer Vergangenheit allerdings in einer Dimension entwickelt, die mich und uns als selbständigen Verein an die Grenzen und darüber hinaus gebracht hat. Jetzt bin ich froh, dass der Frauenfußball in der Tönnies-Arena, ein Markenzeichen des Sports im Kreis Gütersloh, dank des Engagements neuer Leute erhalten bleibt und mein Lebenswerk weitergeführt werden kann.“ Sebastian Kmoch: „Als ich vor 17 Jahren als Vater einer Fußball spielenden Tochter den Vorsitz im neu gegründeten FSV Gütersloh übernommen habe, war weder abzusehen noch geplant, das Amt bis jetzt innezuhaben. Wir haben als kleiner Verein tolle Erfolge gefeiert, mussten aber auch schwierige Phasen meistern. Leider ließ sich das letzte Projekt, die Verschmelzung mit dem FC Gütersloh nicht realisieren, obwohl wir dafür die Voraussetzungen geschaffen hatten. Umso mehr freue ich mich, dass es beim FSV weitergeht. Ich begrüße das Engagement der neuen Kräfte ausdrücklich und sichere ihnen bis zu meinem Ausscheiden volle Unterstützung zu.“ Patryk Pylinski: „Frauenfußball im Kreis Gütersloh ohne den FSV? Das war für mich angesichts der über die Region hinaus ragenden Strahlkraft unvorstellbar. Deswegen habe ich mich bereiterklärt, den Verein aktiv zu unterstützen und als Stellvertretender Geschäftsführer im Vorstand Verantwortung zu übernehmen. Mit der kompetenten Unterstützung langjähriger Wegbegleiter und der gemeinsamen Erfahrung aus der erfolgreichen Vereinsarbeit bei Blau-Weiß 98 Gütersloh bin ich überzeugt, dass wir den FSV Gütersloh nicht nur am Leben erhalten, sondern in eine nachhaltige Zukunft führen können. Natürlich liegt viel Arbeit vor uns. Aber ich setze darauf, dass Öffentlichkeit und Sponsoren die seriöse Arbeit des Vorstands sowie den sozialen und gesellschaftlichen Stellenwert des Frauenfußballs im FSV Gütersloh zu honorieren wissen.“ Dirk Strauß: „Als gebürtiger Gütersloher ist mir der Frauenfußball beim FSV ans Herz gewachsen, seitdem ich 2023 erstmals ein Heimspiel besucht habe. Mitglied bin ich im Februar 2025 geworden, um bei der geplanten Verschmelzung mit abstimmen zu können. Ich habe mich auch am Crowdfunding beteiligt, und jetzt folgt der nächste Schritt der aktiven Unterstützung. Mir ist daran gelegen, dass kein Vakuum entsteht und ich denke: Man darf sich nicht immer nur auf andere verlassen, sondern muss selber bereit sein, Verantwortung zu übernehmen.“

Gelungener Abschluss der Vorbereitung: FSV gewinnt Blitzturnier in Herford

Leandra Kammermann im Einsatz für den FSV. (Foto: Tina Haag / FSV Gütersloh 2009)

Das Regionalligateam des FSV Gütersloh hat am heutigen Sonntag, 22. Februar 2026, seinen letzten Test im Rahmen der Wintervorbereitung erfolgreich absolviert. Beim Blitzturnier in Herford präsentierte sich die Mannschaft mit einer weiter ansteigender Formkurve und sicherte sich mit vier Siegen aus vier Spielen souverän den Turniersieg. Gastgeber des Turniers war der Herforder SV Borussia Friedenstal aus der Landesliga. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld durch die Zweitvertretung von Hannover 96, die in der Oberliga Niedersachsen antritt. Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“ mit „Hin- und Rückspiel“, wobei jede Partie eine Spieldauer von 30 Minuten hatte. Vier Spiele, vier Siege Trotz starken Dauerregens zeigte sich der FSV von Beginn an fokussiert und spielfreudig. Im ersten Turnierspiel traf das Team auf Hannover 96 II und setzte sich mit 2:0 durch. Mit hoher Laufbereitschaft und konsequenter Chancenverwertung legte der Regionalligist einen gelungenen Start hin. Im Anschluss folgte die Partie gegen den Herforder SV. Auch hier unterstrich der FSV seine Ambitionen und gewann deutlich mit 5:1. Offensiv variabel und defensiv stabil, ließ die Mannschaft den Gastgeberinnen nur wenige Möglichkeiten zur Entfaltung. Im zweiten Duell mit Hannover 96 II bestätigte der FSV seine gute Form und entschied auch diese Begegnung mit 2:0 für sich. Den Schlusspunkt des Turniers setzte ein 1:0-Erfolg im erneuten Aufeinandertreffen mit Herford. Damit stand am Ende eine makellose Bilanz von vier Siegen bei einem Torverhältnis von 10:1. Trainerin Britta Hainke und Assistenztrainer Matthias Kaiser hatten nach dem letzten Härtetest der Wintervorbereitung – trotz der widrigen äußeren Bedingungen – wenig zu beanstanden. Das Turnier bot somit einen gelungenen Abschluss der intensiven Vorbereitungsphase. Fokus auf Pflichtspielstart Nach dem erfolgreichen Test richtet sich der Blick nun auf die anstehenden Pflichtaufgaben. Am kommenden Sonntag, 1. März 2026, startet der FSV in das Pflichtspieljahr. In der 3. Runde des Frauen-Westfalenpokals gastiert das Team beim Westfalenligisten DJK Arminia Ibbenbüren. Nur eine Woche später, am Sonntag, 8. März 2026, wird es auch in der Frauen-Regionalliga West wieder ernst. Zum Restrundenauftakt empfängt der FSV die U21 des 1. FC Köln in der heimischen Tönnies-Arena.

Ermutigender Testspielsieg für den FSV Gütersloh

Anna-Sophie Schindler im Testspiel gegen DJK Wacker Mecklenbeck. (Foto: Michael Meßmann / FSV Gütersloh 2009)

Innerhalb der Wintervorbereitung zeigt die Formkurve und endlich auch die Ergebniskurve des FSV Gütersloh nach oben: Im vierten Testspiel gegen einen anderen Regionalligisten gab es am Mittwochabend den ersten Sieg. Nach Niederlagen gegen den Süd-Vertreter Hessen Kassel (3:5) sowie die Nord-Klubs Spvg. Aurich (0:2) und Werder Bremen II (0:1) bezwang der Tabellenelfte der West-Staffel den vier Ränge höher platzierten Ligakonkurrenten DJK Wacker Mecklenbeck mit 2:0. „Der Sieg ist verdient und hätte höher ausfallen können“, urteilte Britta Hainke nach dem guten Auftritt ihres Teams bei frostigen Temperaturen. In jeder der beiden Halbzeiten gefiel der neuen Trainerin etwas anderes: „Vor der Pause haben wir gut gepresst, aber die Chancen ausgelassen. Im zweiten Durchgang haben wir nicht mehr so gut gespielt, aber die Tore gemacht.“ Tatsächlich setzten die Gütersloherinnen die Gäste aus Münster in den ersten 45 Minuten gut unter Druck und erspielten sich mit teilweise feinen Kombinationen zahlreiche Abschlüsse. Die größte Chance bot sich der erstmals im Testspielreigen mitwirkenden Pauline Berning in der 23. Minute, doch sie scheiterte an Wacker-Keeperin Henriette Haverkamp. Auch Emma Bendix (5.), Anna-Sophie Schindler (10., 36.), Katharina Rädeker (36.) und Hannah Leßner (43.) hatten keinen Erfolg. Gefährlich wurde der FSV immer auch bei Schindlers gut getretenen Eckstößen. Glück hatte unser Team in der 31. Minute bei der Top-Chance der Gäste, für die mit Paula Weber, Charlotte Weinhold, Olivia Zitzer und Sophie Walters vier letztjährige FSV-Spielerinnen zum Einsatz kamen. Nachdem im ersten Durchgang die 18-jährige Hannah Leßner zur Freude von Britta Hainke als Linksverteidigerin überzeugt hatte, besetzte nach der Pause Friederike Ladage (16) die Position, die wegen der Fußverletzung von Kapitänin Elina Büttner aktuell verwaist ist. Als Stürmerin eingewechselt wurde mit Greta Hohensee ein just fürs U17-Nationalteam nominiertes Talent, das am Mittwoch seinen 17. Geburtstag feierte. Nachdem unsere Torhüterin Rebecca Otto in der 55. Minute einen Schuss von Svea Zurborn abgewehrt und damit einen Rückstand verhindert hatte, sorgte Hohensee in der 66. Minute für die überfällige Führung. Ihr starker Schuss aus der linken Strafraumzone schlug im langen Eck ein. Noch frappierender war in der 73. Minute der Treffer zum 2:0 durch die kurz zuvor eingewechselte Merle Rohden. Die bisher nicht mit solchen Aktionen aufgefallene 16-Jährige „hämmerte“ den Ball aus 18 Metern mit links unhaltbar in die Maschen. Die ermutigende Leistung und das erfolgreiche Resultat dürften unserem Team Auftrieb geben für die bevorstehenden Pflichtspiele. Am 1. März steht das Westfalenpokal-Viertelfinale in Ibbenbüren an, und am 8. März gastiert Spitzenreiter 1. FC Köln U21 zum Regionalligaduell in der Tönnies-Arena. FSV Gütersloh: Blome (46. Otto) – Koepke, Rother (46. Ladage), Mehn, Leßner – Stockmann (70. Soundé), Bendix, Kammermann, Schindler (65. Rohden) – Berning (46.Hohensee), Rädeker (70. Babic).

DFB nominiert Greta Hohensee für Qualifikation zur U17-Europameisterschaft

Greta Hohensee im Einsatz für das Regionalliga-Team des FSV. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Die Nachwuchsförderung des FSV Gütersloh hat sich erneut für ein Talent ausgezahlt. Greta Hohensee wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für das U17-Nationalteam nominiert, das in Schweden die zweite Runde der Qualifikation zur Europameisterschaft bestreitet. Die am Mittwoch, 18. Februar, 17 Jahre alt werdende Stürmerin ist eine von 18 Feldspielerinnen im Aufgebot von Bundestrainerin Sabine Loderer. Als Torhüterin ist mit Mirja Kropp (16) eine Torhüterin dabei, die im Vorjahr vom FSV Gütersloh zum Bundesligisten RB Leipzig gewechselt war. Das deutsche Team trifft in Stockholm auf Irland (27. Februar), Schweden (2. März) und Dänemark (5. März) und kämpft um ein Ticket für die im Mai in Nordirland stattfindende EM-Endrunde. Der aus Gronau stammenden Greta Hohensee, die bereits zwei U16-Länderspiele bestritt, winkt ihr erster U17-Einsatz, nachdem sie im Januar in der Partie gegen die USA zwar zum Kader gehörte, aber nicht eingesetzt worden war.

FSV Gütersloh unterliegt Werder Bremen II im Test mit 0:1

Anna Stockmann im Testspiel gegen Werder Bremen II. (Foto: Fabio Deinert / FSV Gütersloh 2009)

Zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres, dem Westfalenpokal-Viertelfinale in Ibbenbüren, warten die Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh noch auf das erste Erfolgserlebnis in 2026. Im dritten Test gab es am Sonntag eine 0:1-Heimniederlage gegen den Nord-Regionalligisten Werder Bremen II. Für Britta Hainke war es an der Seitenlinie das Debüt nach ihrer Rückkehr zum FSV. „Es war gute Energie im gesamten Spiel“, lobte sie ihr Team für einen ordentlichen Auftritt, dem mit der unbefriedigenden Chancenverwertung allerdings ein Makel anhaftete. Während die Bundesliga-Reserve aus Bremen, für die mit Marlene Menzel eine Ex-Gütersloherin auflief, einen Konter gegen die hoch aufgerückte Abwehrkette in der 16. Minute durch Melina Kunkel eiskalt zum 0:1 abschloss, fehlte unserem optisch überlegenen Team die Effizienz. So verzog Kathi Rädeker in der 22. Minute aus 16 Metern mit ihrem starken linken Fuß, nachdem sie bis in den Strafraum vorgestoßen war. Clara Koepkes Chance in der 30. Minute war noch größer, als der Ball nach einer von Greta Hohensee auf die Latte gezirkelten Ecke am langen Pfosten genau vor ihr herunterkam. Leider traf sie ihn nicht voll, so dass er auf der Linie noch irgendwie abgewehrt werden konnte. Und bei Anna Schindlers in der 44. Minute stark getretenem Freistoß aus dem linken Strafraumeck erwies sich die Werder-Keeperin als Meisterin ihres Fachs und boxte den Ball zur Ecke. Kurz zuvor hatte auch FSV-Torhüterin Leah Blome mit einer Fußabwehr-Parade Kunkel geglänzt und auch den Nachschuss pariert. Zur zweiten Halbzeit stellte Britta Hainke leicht um. Statt der nun wie gewohnt als Sturmspitze agierenden Greta Hohensee beauftragte sie Lara Mehn mit der Aufgabe als linke Außenverteidigerin. Notwendig wurden die beiden Experimente, weil die dort gesetzte Kapitänin Elina Büttner wegen noch nicht genau diagnostizierter Probleme am Sprunggelenk pausierte. Als gelungen bezeichnete die neue Trainerin den Versuch, mit Emma Bendix eine gelernte Innenverteidigerin auf die Position sechs zu stellen. „Sie hat viel Ruhe am Ball“, stellte Hainke fest. Zur auffälligsten Spielerin auf dem Platz avancierte Anna Stockmann. Die 17-Jährige setzte sich häufig offensiv auf dem rechten Flügel durch und eroberte mit energischer Zweikampfführung auch hinter der Mittellinie viele Bälle. „Leider haben wir aus den Ballgewinnen und den guten Aktionen über außen noch zu wenig gemacht“, bedauerte Britta Hainke. Die ausgeglichene Partie hatte im zweiten Durchgang nicht mehr viele Torraumszenen zu bieten. Werder Bremen hatte in der 70. Minute Pech mit einem Lattentreffer. Die beste Chance für den FSV hatten Biggi Schmücker und Lara Mehn in der 73. Minute im Anschluss an eine Hohensee-Ecke. Die nächste Möglichkeit, die Chancenverwertung zu verbessern, hat der FSV am Mittwoch, 18. Februar. Um 19.00 Uhr gastiert Ligakonkurrent Wacker Mecklenbeck, gegen den man bereits Hin- und Rückspiel absolviert hat, in der Tönnies-Arena. FSV Gütersloh (1. Halbzeit): Blome – Koepke, Mehn, Schmücker, Hohensee – Stockmann, Bendix, Kammermann, Schindler – Rädeker, Schön. FSV Gütersloh (2. Halbzeit): Seggelmann – Koepke, Rother, Schmücker, Mehn (76. Babic) – Stockmann (85. Schön), Bendix, Kammermann, Schindler (87. Meier) – Hohensee, Rädeker (76. Soundé).

DFB verleiht Ehrenamtsurkunden an Elina Büttner und Matthias Kaiser

Elina Büttner (rechts) und Matthias Kaiser (links) mit FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Ehrenamtliches Engagement ist die Basis für die Arbeit der Sportvereine und ist auch für den FSV Gütersloh unerlässlich. Dieses Engagement wurde auch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gewürdigt, der Urkunden für vorbildliche ehrenamtliche Leistungen an Elina Büttner und Matthias Kaiser verliehen hat. Die von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und vom westfälischen Verbandspräsidenten Manfred Schnieders unterzeichneten Urkunden wurden am Samstag vor dem B-Juniorinnen-Regionalligaspiel des FSV gegen den VfL Bochum in der Tönnies-Arena unter dem Beifall des Publikums von FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter überreicht. Elina Büttner wurde als „Fußballheldin“ im Rahmen der „Aktion junges Ehrenamt“ ausgezeichnet. Die 22-Jährige kam 2014 als elfjähriges Mädchen zum FSV Gütersloh. Sie durchlief sämtliche U-Teams des Vereins und spielte von 2020 bis 2022 mit den Frauen in der 2. Bundesliga. Anschließend zog sie sich in die „Zweite“ zurück, stieg von der Westfalenliga in die Regionalliga auf und ist hier heute die Kapitänin der „Ersten“. Auch als aktive Spielerin war sie immer eine hilfreiche Ansprechpartnerin, die sich für die Belange des Vereins einsetzte. Im Sommer 2023 übernahm sie auch formell Verantwortung für die Nachwuchsförderung beim FSV, indem sie sich ehrenamtlich als Co-Trainerin des U16-Teams engagierte. In der Saison 2024/2025 wechselte sie in das Trainerteam der U17, die als Regionalligist in der höchsten deutschen Spielklasse spielt. Auch hier übernahm sie ehrenamtlich nicht nur Aufgaben in der Trainingsleitung und im Spieltagscoaching, sondern war in vielfältiger Weise bei der Organisation von Trainingslager, gemeinsamen Reisen und diversen administrativen Angelegenheiten involviert. Auch als der Verein im Frühjahr 2025 mit einer Crowdfunding-Aktion öffentlichkeitswirksam ums finanzielle Überleben kämpfte, stellte sich Elina Büttner wie selbstverständlich als Gesicht für die Kampagne zur Verfügung. Ihre Co-Trainertätigkeit bei der U17 setzt sie sie in der laufenden Saison 2025/2026 fort. Dabei ist sie aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen eine wertvolle Vertrauensperson für die jungen Spielerinnen. „Fußball ist meine Leidenschaft und ich fühle mich in diesem Verein wohl. Dann tut man auch etwas für andere und nicht nur für die eigene Mannschaft“, lautet ihre Begründung für den großen Einsatz. „Man gibt den Mädels auch etwas zurück, wovon man als U17-Spielerin früher selbst profitiert hat.“ In der Summe führt das dazu, dass Elina Büttner, die aus Rietberg stammt und inzwischen in Herzebrock wohnt, beinahe täglich für den FSV Gütersloh tätig ist. Neben dem Engagement für ihren Verein versucht Elina Büttner auch in anderer Hinsicht den Mädchenfußball nach vorne zu bringen. Als Masterstudentin für das Grundschullehramt leitet sie zusammen mit ihrer FSV-Mitspielerin Pauline Berning eine Fußball-AG für Fünft- bis Siebtklässlerinnen am Einsteingymnasium in Rheda-Wiedenbrück. Matthias Kaiser kam wie die „Jungfrau zum Kind“, wie er selber sagt, doch jetzt ist er beim FSV Gütersloh kaum mehr wegzudenken. „Ich wusste gar nicht, dass es Mädchenfußball gibt“, blickt der 57-Jährige auf seine Anfänge beim Frauensportverein zurück. 2014, fünf Jahre nachdem er seine Heimat in Landkreis Eichsfeld (Thüringen) verlassen hatte und nach Rheda-Wiedenbrück gezogen war, kam der frühere Torwart durch Zufall mit dem FSV in Kontakt. Er nahm das Angebot, als Torwarttrainer des damaligen U17-Bundesligateams zu arbeiten, mit Begeisterung an: „Disziplin, Ordnung, Respekt – da war Schliff drin. Es steckte ein Leistungsgedanke dahinter, und man hatte Ziele.“ Unter Jacqueline Dünker wurde er Co-Trainer der U17, und als die 2. Frauenmannschaft 2018 in die Landesliga abstieg, schien Matthias Kaiser der richtige Mann, um den notwendigen Neuaufbau zu organisieren. Der Turnaround gelang. Als Meister schaffte der FSV II die sofortige Rückkehr in die Verbandsliga, und 2022 gelang der Aufstieg in die Regionalliga. Drei Mal erreichte die „Zweite“ mit „Matze“ Kaiser als Teamorganisator und Co-Trainer den Klassenerhalt, bis das Team 2025 zur „Ersten“ wurde. Und natürlich stellte er sich voll verantwortlich zur Verfügung, als Cheftrainer Mark Oliver Stricker im Januar nach einem Verkehrsunfall ausfiel. Neben dem Leistungsgedanken fesselt ihn aber auch die soziale und emotionale Bereicherung seines Lebens: „Ich habe hier viele Menschen kennengelernt und das Engagement beim FSV macht mir Spaß.“ Weil der umtriebige und hilfsbereite Matthias Kaiser ohnehin zu den „Daueranwesenden“ in der Tönnies-Arena zählt, wurde er auch in anderer Hinsicht zum Glücksfall für den FSV Gütersloh. Vor drei Jahren übernahm er zusätzlich den Posten des Platzwarts in der Tönnies-Arena. „Weil ich so gerne Trecker fahre“, scherzt Kaiser, der frühere Agrotechniker. Dabei nicht die Zeit zu vergessen, hilft ihm jetzt ein Ehrenamt-Geschenk vom DFB – eine schicke Uhr.

FSV Gütersloh zieht positives Resümee nach Trainingslager

Kurztrainingslager in der Tönnies-Arena (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009]

Das Einzige was fehlte, war der krönende Abschluss. Weil der Nord-Regionalligist SV Hastenbeck tags zuvor wegen einer Grippewelle abgesagt hatte und sich kurzfristig kein passender Ersatz finden ließ, fiel das für Sonntagmittag geplante Testspiel aus. Das dreitägige Trainingslager der Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh endete also mit einer weiteren Trainingseinheit in der Tönnies-Arena. Am positiven Resümee änderte das jedoch nichts. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Interimscoach Matthias Kaiser. Und für Britta Hainke, die erst kurz zuvor zusätzlich zum Trainerteam gestoßen war, weil Cheftrainer Mark Oliver Stricker nach seinem Verkehrsunfall auf unbestimmte Zeit ausfällt, bot sich die Gelegenheit, den Kader besser kennenzulernen. „Zahlreiche Spielerinnen kenne ich ja“, sagte die 57-Jährige, die beim FSV bis zu ihrem Weggang im Sommer 2024 fast zehn Jahre tätig gewesen war. Den Auftakt des Trainingslagers, währenddessen die 18 Spielerinnen im Gütersloher 4-Sterne-Hotel Appelbaum logierten bildete am Freitagabend ein spezielles Sprinttraining im Paderborner Ahorn-Sportpark. Am Samstagvormittag leitete Matthias Kaiser in der Tönnies-Arena eine Koordinationseinheit mit anschließenden fußballerischen Elementen. Auf Britta Hainkes Plan standen für den Nachmittag zunächst intensive Spielformen. Kurzzeitiger Zaungast war dabei Christopher Hankemeier, der in der letzten Phase der Zweitligasaison das FSV-Trainerteam verstärkt hatte und mit seinem neuen Verein, dem Männer-Westfalenligisten FSC Rheda, ein Testspiel gegen Delbrück bestritt. Währenddessen absolvierte Britta Hainke mit den Spielerinnen in den Katakomben der Arena auf Gymnastikmatten und mit Faszienrollen ein halbstündiges Programm „Engpassdehnungen“ nach dem Konzept von Liebscher & Bracht. Nach dem Abendessen im Hotel sorgte ein vom Team organisiertes Quiz für Kurzweiligkeit. Viel gelacht wurde danach auch beim gemeinsamen Bowling. Zur abschließenden Fußball-Einheit am Sonntagvormittag in der Tönnies-Arena, wo wie immer beste Bedingungen herrschten, schien dann wieder die Sonne. Positiv war, dass mit Hannah Leßner eine lange verletzt gewesene Spielerin das volle Programm problemlos absolvieren konnte. Auch Clara Koepke, die sich eine Woche zuvor im Test gegen Aurich verletzt hatte, konnte mit einer Unterarmmanschette voll mittrainieren. Pauline Berning musste sich wegen muskulärer Beschwerden ebenso zurückhalten, wie Kapitän Elina Büttner wegen noch abzuklärender Schmerzen im rechten Sprunggelenk. Sehnsüchtig wartet die an Adduktorenproblemen leidende Sophie Haag auf grünes Licht von den Ärzten; die 17-Jährige war aber die ganze Zeit beim Team dabei. „Das Trainingslager hat uns dabei geholfen, enger zusammenzuwachsen“, stellte Stürmerin Anna-Lena Meier fest. Das nächste Testspiel bestreitet der FSV Gütersloh am Sonntag, 15. Februar, um 14 Uhr in der Tönnies-Arena gegen die in der Regionalliga Nord spielende Reserve des Bundesligisten SV Werder Bremen.  

FSV-Fußballerinnen genießen den Aufenthalt im Hotel Appelbaum

Kurztrainingslager mit Übernachtung im Hotel Appelbaum (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Ein Trainingslager ist eine strapaziöse Angelegenheit. Umso wichtiger ist eine gute Unterbringung für die Sportlerinnen und das Trainerteam. In besten Händen fühlten sich die Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh während ihres dreitägigen Aufenthalts im Hotel Appelbaum. Das 4-Sterne-Haus an der Neuenkirchener Straße in Gütersloh, nicht weit entfernt vom „Wohnzimmer“ des FSV in der Tönnies-Arena, bot von Freitag bis Sonntag perfekte Voraussetzungen, um der körperlichen Belastung physische und mentale Erholung entgegenzusetzen. Neben den komfortablen Zimmern waren auch die Mahlzeiten im stilvoll eingerichteten Raum „Golden Delicious“ für die 20-köpfige Delegation hervorragend geeignet, um die angezapften Akkus wieder aufzutanken. Der vorzügliche Service und die unkomplizierte Betreuung durch das Inhaber-Ehepaar Andrea & Andreas Kerkhoff sowie das Team der Mitarbeitenden machten den Aufenthalt zu einem echten Bonuspunkt für die weitere Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil. „Wir haben uns hier rundum wohlgefühlt“, bedankt sich Kapitänin Elina Büttner beim Hotel Appelbaum.

Trainingslager startet mit Sprint-Laufschule im Ahorn-Sportpark

Trainingslager startet mit Sprint-Laufschule im Ahorn-Sportpark (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Mit einer gut 90-minütigen Einheit im Paderborner Ahorn-Sportpark sind die Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh am Freitagabend in ihr dreitägiges Trainingslager zur weiteren Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil gestartet. Dank der Kontakte von Tina Rother, die selbst als Trainerin in der Leichtathletik engagiert ist, konnte der Verein einen Spezialisten für das schnelle Laufen als Experten gewinnen. Dieser vermittelte unseren Spielerinnen und dem aufmerksam beobachtenden Trainer Matthias Kaiser viele Aspekte des leichtathletischen Sprints. In einer spezifischen Laufschule lernten die Fußballerinnen, was eine effektive Lauftechnik ausmacht. In der Umsetzung auf der Kunststoffbahn im Ahorn-Sportpark stellten sich (im wahrsten Sinn des Wortes) Fortschritte ein, aber es wurden auch Baustellen für die weitere Arbeit erkennbar. Anregungen dazu gab es mannigfaltige. Die Einheit war kurzweilig und setzte mit mehreren 50-Meter-Sprints am Ende auch eine Belastungsspitze. Weiter geht das Trainingslager, bei dem das Team im Gütersloher Hotel Appelbaum logiert, mit zwei Einheiten am Samstag und einem Testspiel am Sonntag um 13 Uhr gegen den Nord-Regionalligisten SV Hastenbeck.  

Britta Hainke verstärkt das Trainerteam der FSV-Frauen

Britta Hainke (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh verstärkt das Trainerteam seiner Frauenmannschaft mit Britta Hainke. Die 57-jährige Trainerin wird das Team bis zum Ende der laufenden Regionalliga-Saison 2025/2026 begleiten. Hainke ergänzt das bestehende Trainerteam um Cheftrainer Mark Oliver Stricker, Assistenz- und Torwarttrainer Matthias Kaiser sowie Athletiktrainerin Katrin Lückel. Mit der Verpflichtung reagiert der FSV Gütersloh auf die aktuelle Situation von Cheftrainer Mark Oliver Stricker, der sich nach einem Autounfall am 17. Januar weiterhin erholt. In dieser Zeit bringt Britta Hainke ihre Erfahrung in das Trainerteam ein und sorgt für Entlastung. Für Britta Hainke ist es eine Rückkehr zu ihrem Herzensverein. Nach fast einem Jahrzehnt in verschiedenen Trainerfunktionen hatte sie den FSV Gütersloh zum Ende der Saison 2023/2024 auf eigenen Wunsch verlassen. In der Saison 2023/2024 war Hainke Cheftrainerin der FSV-Frauen, die damals noch in der 2. Frauen-Bundesliga spielten. Zuletzt war sie in der laufenden Saison 2025/2026 als Co-Trainerin beim Frauen-Bundesligisten SGS Essen tätig. Der FSV Gütersloh bedankt sich bei Britta Hainke für ihre Bereitschaft, das Trainerteam in der aktuellen Situation zu unterstützen.

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