FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

Keine Verschmelzung mit dem FC Gütersloh: Verein stellt sich neu auf und erweitert seine Ausrichtung

(Foto: Fabio Deinert / FSV Gütersloh 2009)

Vor fast genau einem Jahr, am 13. Februar 2025, startete der FSV eine Kampagne zur Zukunftssicherung des Vereins. Ziel war es, die Finanzierung der damals laufenden und der nächsten Saison zu sichern und damit die Voraussetzung dafür zu schaffen, die zuvor im ersten Anlauf gescheiterte Verschmelzung mit dem FC Gütersloh doch noch zu realisieren – eine für den Fortbestand des Vereins als alternativlos angesehene Perspektive. Die Rettungsaktion war äußerst erfolgreich. Innerhalb kürzester Zeit kamen über eine Crowdfunding-Aktion die angestrebten 80.000 Euro zusammen. Darüber hinaus fand sich mit der Klaus-Peter Reinert Stiftung ein großer Unterstützer, der dem Verein eine Zuwendung in Höhe von 100.000 Euro zukommen ließ. Und auch die Premium Food Group, die als Hauptsponsor hinter der Verschmelzung stand, zeigte sich von der großzügigen Seite. Somit war der FSV Gütersloh in der Lage, dem FC Gütersloh bei den Ende letzten Jahres sehr offen und freundschaftlich laufenden Gesprächen einen finanziell schuldenfreien Status zum 30. Juni 2026 zu garantieren. Der Vorstand des FC Gütersloh teilte zum Jahreswechsel dennoch mit, von dem Vorhaben zurückzutreten. Eine Entscheidung, die die Führung des FSV Gütersloh mit Bedauern, aber auch mit Respekt zur Kenntnis nahm. Für die Verantwortlichen des FSV stellte sich damit die grundsätzliche Frage, ob ein Weiterbestehen des Vereins und die Beibehaltung der ambitionierten leistungssportlichen Ziele möglich ist. Erschwert wurde die Antwort, durch die Tatsache, dass neben anderen mit dem seit 2009 als Vorsitzender fungierenden Sebastian Kmoch (64), mit Chris Punnakkattu Daniel (44), der seit 2021 als Strategischer Berater und Leiter Medien & Kommunikation tätig ist, sowie dem seit vielen Jahren als Trainer und Sportlicher Leiter agierenden Markus Graskamp (55) einige wesentliche Funktionsträger ihr Ausscheiden zum Saisonende ankündigten. Heute kann der FSV Gütersloh mitteilen, dass die Fortführung des Vereins als selbständiger Frauenfußballklub fest beabsichtigt ist. Um den seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich tätigen Geschäftsführer Michael Horstkötter (62) herum hat sich eine Gruppe von Vereinsmitgliedern gefunden, die bereit sind, Führungsverantwortung und Aufgaben zu übernehmen. Dazu gehören der bei der Mitgliederversammlung im Dezember zum Stellvertretenden Geschäftsführer gewählte Patryk Pylinski (44), der bereits seit September als Jugendleiter tätige Ralf Philipper (54), sowie Christian Zens (48), Andreas Dobrzanski (49), Marvin Anders (36), Sandra Zens (43) und Dirk Strauß (54). Letzterer ist bereit, für das Amt des 1. Vorsitzenden zu kandidieren. Mit Ausnahme von Strauß waren alle langjährig in verschiedenen Bereichen bei Blau-Weiß 98 Gütersloh engagiert. Welche Funktionen künftig beim FSV Gütersloh von ihnen übernommen werden, klärt sich bei einer für Mai vorgesehenen Mitgliederversammlung. Hauptaugenmerk der neuen Vereinsführung ist nun die Sicherung der finanziellen Basis. Sportlich bleibt es das Vorhaben des FSV Gütersloh, im Nachwuchsbereich eine hochqualifizierte Ausbildung und Förderung von Talenten zu betreiben. Dem entspricht die weitere Etablierung eines U19-Teams in der westdeutschen Juniorinnenliga. Die U17 soll weiterhin in der Regionalliga West, der höchsten deutschen Spielklasse für B-Juniorinnen, eine führende Rolle spielen. Der Unterbau dafür wird in der U16 ausgebildet, die sich in der U17-Westfalenliga prächtig entwickelt hat. Anders als bisher will der FSV Gütersloh aber auch eine attraktive Anlaufstelle für jüngere Mädchen mit noch nicht explizit leistungssportlicher Perspektive sein. Dafür wurde von Ralf Philipper und Andreas Dobrzanski bereits ein Förderzentrum konzipiert, das die Bildung von U15- und U13-Teams vorsieht. Der große Andrang bei den in jüngster Zeit durchgeführten Sichtungsmaßnahmen zeigt, dass der Verein hier auf einem richtigen Weg ist. Flaggschiff des FSV Gütersloh und ein Magnet für starke Fußballerinnen aus der Region soll das Frauenteam bleiben. Ziel ist in der laufenden Spielzeit der Klassenerhalt in der Regionalliga und anschließend die Qualifikation für die zur Saison 2027/2028 unter dem Dach des DFB eingeführten 3. Liga. Statements des FSV Gütersloh Michael Horstkötter: „Ich hätte mich sehr über eine Rückkehr zum FC Gütersloh gefreut, bei dem ich vor mehr als 40 Jahren mein Engagement begonnen habe. Wir haben als FSV seit 2009 unter schwierigen Bedingungen sehr viel erreicht, ich danke allen, die daran mitgewirkt haben. Die Professionalisierung des Frauenfußballs hat sich in jüngerer Vergangenheit allerdings in einer Dimension entwickelt, die mich und uns als selbständigen Verein an die Grenzen und darüber hinaus gebracht hat. Jetzt bin ich froh, dass der Frauenfußball in der Tönnies-Arena, ein Markenzeichen des Sports im Kreis Gütersloh, dank des Engagements neuer Leute erhalten bleibt und mein Lebenswerk weitergeführt werden kann.“ Sebastian Kmoch: „Als ich vor 17 Jahren als Vater einer Fußball spielenden Tochter den Vorsitz im neu gegründeten FSV Gütersloh übernommen habe, war weder abzusehen noch geplant, das Amt bis jetzt innezuhaben. Wir haben als kleiner Verein tolle Erfolge gefeiert, mussten aber auch schwierige Phasen meistern. Leider ließ sich das letzte Projekt, die Verschmelzung mit dem FC Gütersloh nicht realisieren, obwohl wir dafür die Voraussetzungen geschaffen hatten. Umso mehr freue ich mich, dass es beim FSV weitergeht. Ich begrüße das Engagement der neuen Kräfte ausdrücklich und sichere ihnen bis zu meinem Ausscheiden volle Unterstützung zu.“ Patryk Pylinski: „Frauenfußball im Kreis Gütersloh ohne den FSV? Das war für mich angesichts der über die Region hinaus ragenden Strahlkraft unvorstellbar. Deswegen habe ich mich bereiterklärt, den Verein aktiv zu unterstützen und als Stellvertretender Geschäftsführer im Vorstand Verantwortung zu übernehmen. Mit der kompetenten Unterstützung langjähriger Wegbegleiter und der gemeinsamen Erfahrung aus der erfolgreichen Vereinsarbeit bei Blau-Weiß 98 Gütersloh bin ich überzeugt, dass wir den FSV Gütersloh nicht nur am Leben erhalten, sondern in eine nachhaltige Zukunft führen können. Natürlich liegt viel Arbeit vor uns. Aber ich setze darauf, dass Öffentlichkeit und Sponsoren die seriöse Arbeit des Vorstands sowie den sozialen und gesellschaftlichen Stellenwert des Frauenfußballs im FSV Gütersloh zu honorieren wissen.“ Dirk Strauß: „Als gebürtiger Gütersloher ist mir der Frauenfußball beim FSV ans Herz gewachsen, seitdem ich 2023 erstmals ein Heimspiel besucht habe. Mitglied bin ich im Februar 2025 geworden, um bei der geplanten Verschmelzung mit abstimmen zu können. Ich habe mich auch am Crowdfunding beteiligt, und jetzt folgt der nächste Schritt der aktiven Unterstützung. Mir ist daran gelegen, dass kein Vakuum entsteht und ich denke: Man darf sich nicht immer nur auf andere verlassen, sondern muss selber bereit sein, Verantwortung zu übernehmen.“

Ylvie Kleimann vom FSV Gütersloh für das U15-Nationalteam nominiert

FSV-Nachwuchstorhüterin Ylvie Kleimann (Foto: Tina Haag / FSV Gütersloh 2009)

Eine weitere Nachwuchsspielerin des FSV Gütersloh steht vor ihrem Debüt im Nationaltrikot. Ylvie Kleimann wurde von Bundestrainerin Bettina Wiegmann für das deutsche U15-Team nominiert, das vom 7. bis 13. März einen Lehrgang in Portugal absolviert, in dessen Rahmen in Lissabon auch zwei Länderspiele gegen die Auswahl des Gastgeberlandes ausgetragen werden. Die 14-jährige Ylvie Kleimann, die bereits zum U17-Regionalligateam des FSV gehört und sich im vergangenen Herbst auch bei einem Sichtungslehrgang des DFB empfahl, ist eine von drei Torhüterinnen im deutschen Aufgebot. Während die anderen beiden Keeperinnen Leonie Dalming (SV Meppen) und Julienne Loyal (TSG Hoffenheim) bereits drei Länderspiele absolvierten, ist das Talent des FSV Gütersloh ein Neuling im deutschen Aufgebot. Zu denen, die sich über die Nominierung freuen, gehört neben den U17-Coaches Lukas Jäschke, Daniel Schiewe und Elina Büttner auch Matthias Kaiser, der Torhüterinnen-Trainer des FSV Gütersloh.

DFB verleiht Ehrenamtsurkunden an Elina Büttner und Matthias Kaiser

Elina Büttner (rechts) und Matthias Kaiser (links) mit FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Ehrenamtliches Engagement ist die Basis für die Arbeit der Sportvereine und ist auch für den FSV Gütersloh unerlässlich. Dieses Engagement wurde auch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gewürdigt, der Urkunden für vorbildliche ehrenamtliche Leistungen an Elina Büttner und Matthias Kaiser verliehen hat. Die von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und vom westfälischen Verbandspräsidenten Manfred Schnieders unterzeichneten Urkunden wurden am Samstag vor dem B-Juniorinnen-Regionalligaspiel des FSV gegen den VfL Bochum in der Tönnies-Arena unter dem Beifall des Publikums von FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter überreicht. Elina Büttner wurde als „Fußballheldin“ im Rahmen der „Aktion junges Ehrenamt“ ausgezeichnet. Die 22-Jährige kam 2014 als elfjähriges Mädchen zum FSV Gütersloh. Sie durchlief sämtliche U-Teams des Vereins und spielte von 2020 bis 2022 mit den Frauen in der 2. Bundesliga. Anschließend zog sie sich in die „Zweite“ zurück, stieg von der Westfalenliga in die Regionalliga auf und ist hier heute die Kapitänin der „Ersten“. Auch als aktive Spielerin war sie immer eine hilfreiche Ansprechpartnerin, die sich für die Belange des Vereins einsetzte. Im Sommer 2023 übernahm sie auch formell Verantwortung für die Nachwuchsförderung beim FSV, indem sie sich ehrenamtlich als Co-Trainerin des U16-Teams engagierte. In der Saison 2024/2025 wechselte sie in das Trainerteam der U17, die als Regionalligist in der höchsten deutschen Spielklasse spielt. Auch hier übernahm sie ehrenamtlich nicht nur Aufgaben in der Trainingsleitung und im Spieltagscoaching, sondern war in vielfältiger Weise bei der Organisation von Trainingslager, gemeinsamen Reisen und diversen administrativen Angelegenheiten involviert. Auch als der Verein im Frühjahr 2025 mit einer Crowdfunding-Aktion öffentlichkeitswirksam ums finanzielle Überleben kämpfte, stellte sich Elina Büttner wie selbstverständlich als Gesicht für die Kampagne zur Verfügung. Ihre Co-Trainertätigkeit bei der U17 setzt sie sie in der laufenden Saison 2025/2026 fort. Dabei ist sie aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen eine wertvolle Vertrauensperson für die jungen Spielerinnen. „Fußball ist meine Leidenschaft und ich fühle mich in diesem Verein wohl. Dann tut man auch etwas für andere und nicht nur für die eigene Mannschaft“, lautet ihre Begründung für den großen Einsatz. „Man gibt den Mädels auch etwas zurück, wovon man als U17-Spielerin früher selbst profitiert hat.“ In der Summe führt das dazu, dass Elina Büttner, die aus Rietberg stammt und inzwischen in Herzebrock wohnt, beinahe täglich für den FSV Gütersloh tätig ist. Neben dem Engagement für ihren Verein versucht Elina Büttner auch in anderer Hinsicht den Mädchenfußball nach vorne zu bringen. Als Masterstudentin für das Grundschullehramt leitet sie zusammen mit ihrer FSV-Mitspielerin Pauline Berning eine Fußball-AG für Fünft- bis Siebtklässlerinnen am Einsteingymnasium in Rheda-Wiedenbrück. Matthias Kaiser kam wie die „Jungfrau zum Kind“, wie er selber sagt, doch jetzt ist er beim FSV Gütersloh kaum mehr wegzudenken. „Ich wusste gar nicht, dass es Mädchenfußball gibt“, blickt der 57-Jährige auf seine Anfänge beim Frauensportverein zurück. 2014, fünf Jahre nachdem er seine Heimat in Landkreis Eichsfeld (Thüringen) verlassen hatte und nach Rheda-Wiedenbrück gezogen war, kam der frühere Torwart durch Zufall mit dem FSV in Kontakt. Er nahm das Angebot, als Torwarttrainer des damaligen U17-Bundesligateams zu arbeiten, mit Begeisterung an: „Disziplin, Ordnung, Respekt – da war Schliff drin. Es steckte ein Leistungsgedanke dahinter, und man hatte Ziele.“ Unter Jacqueline Dünker wurde er Co-Trainer der U17, und als die 2. Frauenmannschaft 2018 in die Landesliga abstieg, schien Matthias Kaiser der richtige Mann, um den notwendigen Neuaufbau zu organisieren. Der Turnaround gelang. Als Meister schaffte der FSV II die sofortige Rückkehr in die Verbandsliga, und 2022 gelang der Aufstieg in die Regionalliga. Drei Mal erreichte die „Zweite“ mit „Matze“ Kaiser als Teamorganisator und Co-Trainer den Klassenerhalt, bis das Team 2025 zur „Ersten“ wurde. Und natürlich stellte er sich voll verantwortlich zur Verfügung, als Cheftrainer Mark Oliver Stricker im Januar nach einem Verkehrsunfall ausfiel. Neben dem Leistungsgedanken fesselt ihn aber auch die soziale und emotionale Bereicherung seines Lebens: „Ich habe hier viele Menschen kennengelernt und das Engagement beim FSV macht mir Spaß.“ Weil der umtriebige und hilfsbereite Matthias Kaiser ohnehin zu den „Daueranwesenden“ in der Tönnies-Arena zählt, wurde er auch in anderer Hinsicht zum Glücksfall für den FSV Gütersloh. Vor drei Jahren übernahm er zusätzlich den Posten des Platzwarts in der Tönnies-Arena. „Weil ich so gerne Trecker fahre“, scherzt Kaiser, der frühere Agrotechniker. Dabei nicht die Zeit zu vergessen, hilft ihm jetzt ein Ehrenamt-Geschenk vom DFB – eine schicke Uhr.

U17 des FSV Gütersloh fehlt es beim 1:2 gegen VfL Bochum an Durchschlagskraft

FSV-Nachwuchsspielerin Finja Bretthauer (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Die U17 des FSV Gütersloh hat im Kampf um eine Top-Platzierung in der B-Juniorinnen-Regionalliga einen unerwarteten Rückschlag erlitten. Zwei Wochen nach dem 5:1-Erfolg über den 1. FC Köln kassierte das Team von Lukas Jäschke und Daniel Schiewe im zweiten Heimspiel hintereinander eine 1:2-Niederlage gegen den Tabellensechsten VfL Bochum. Zwar bleibt Gütersloh mit 25 Punkten auf Rang zwei, doch der Rückstand auf Tabellenführer SGS Essen (29 Punkte), der das Spitzenspiel beim drittplatzierten DSC Arminia Bielefeld (24) mit 2:1 gewann, wuchs an. Zudem haben Essen und Bielefeld noch zwei Spiele mehr auszutragen. Ohne die privat verhinderten Johanna Braune und Theresa Peters, die erkrankten Lena Latton und Ella Combrink, die verletzte Clea Fleiter sowie die zur U19 abgestellte Ina Kirjanow schickte der FSV ein junges Team, in dem die Altjahrgänge in der Minderheit waren, auf den Platz. Überraschend waren dennoch individuelle Patzer in der Abwehr, bislang angesichts von nur vier Gegentreffern das Paradestück. Der Bochumer Führung in der 6. Minute durch Yaren Erdek ging bereits der zweite Gütersloher Fehler voraus. Es dauerte, bis die Gastgeberinnen besser ins Spiel fanden und offensive Akzente setzten. Mit einem 16-Meter-Versuch (19.) hatte Merle Rohden ebenso wenig Erfolg wie mit ihrem zu hoch angesetzten Abschluss nach einem starken Solo (23.). Pech hatte in der 28. Minute Ida Starke, dass VfL-Keeperin Samia Carolina Rosita Elanie Fiedler den Ball nach einer Ecke mit einer tollen Rettungstat noch über die Latte lenkte. Mit der nächsten Ecke aber war der verdiente Ausgleich fällig: Lotta Horstmann sprang glänzend in den von Friederike Ladage nach innen getretenen Ball und köpfte ihn unhaltbar zum 1:1 ein (29.) – der vierte Saisontreffer für die Innenverteidigerin. In dieser Drangphase verpasste der FSV sogar die Führung, als Kapitänin Mette-Mia Pollmeier mit einem Schuss aus ganz spitzem Winkel an der Bochumer Keeperin scheiterte (34.). Allerdings musste Pollmeier wenig später (36.) auch einen Rückstand verhindern, indem sie einen weiteren Abwehrpatzer ausbügelte, dem kurz vor der Pause auch noch der nächste folgte. Im zweiten Durchgang spielte nur noch ein Team, das des FSV Gütersloh. Immer wieder kamen die Jäschke-Schützlinge in gute Abschlusspositionen. „Aber es waren ja fast nur Rückgaben auf die gegnerische Torhüterin“, bedauerte der Cheftrainer. Egal ob es Pollmeier, Rohden, Lohnherr, Starke oder später die eingewechselte Meriam Cilgin versuchten – den Schüssen fehlte Präzision und/oder Schärfe. Ein starker Hackentrick von Ladage (57.) wurde ebenso eine Beute der Bochumer Schlussfrau wie die Top-Chance für Geburtstagskind Yumnah Lohnherr in der 68. Minute. Im Gegenzug gab es dann aber die kalte 1:2-Dusche für unser Team. Bochum konterte zum zweiten Mal in dieser Halbzeit über die eingewechselte Marit Wichert (69.), und die Stürmerin ließ FSV-Torhüterin Kim Fahrmeyer keine Chance. Alle Gütersloher Bemühungen, sich noch hochkarätige Chancen auf den Ausgleich zu erspielen oder zu erkämpfen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Weiter geht es für unsere Talente in der Regionalliga am 1. März mit der Partie beim Schlusslicht SSV Rhade. FSV Gütersloh U17: Fahrmeyer – Meier, Bretthauer, Horstmann – Schulte (41. Burstein), Pollmeier, Lohnherr, Rohden, Starke (62. L. Krahner) – Starkmann (75. Cilgin), Ladage.

FSV-Talente für Wintertrainingslager der U16-Westfalenauswahl nominiert

FSV Gütersloh (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat sechs Nachwuchsspielerinnen des FSV Gütersloh für das Wintertrainingslager der U16-Juniorinnen-Westfalenauswahl nominiert. Die Maßnahme findet vom 22.02. bis 27.02.2026 im SportCentrum Kaiserau statt. Mit Finja Bretthauer, Lotta Horstmann, Ylvie Kleimann und Yumnah Lohnherr wurden vier FSV-Talente direkt in den Kader berufen. Zudem stehen Samar Mathpoud und Ida Starke auf Abruf bereit. Der FSV Gütersloh gratuliert allen Spielerinnen herzlich zur Nominierung und wünscht ihnen eine erfolgreiche Trainingswoche im Kreise der Westfalenauswahl.

U17 des FSV Gütersloh beendet Hallensaison als Vizewestfalenmeister

Die U17 des FSV bei den FLVW-Hallenmeisterschaften. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Die U17 des FSV Gütersloh beendete die Hallensaison mit einem feinen Erfolg. Bei den FLVW-Hallenmeisterschaften für B-Juniorinnen in Ibbenbüren erreichte das Regionalligateam wie im Vorjahr das Finale. Als Titelverteidiger musste sich der FSV diesmal knapp geschlagen geben. Gegen Borussia Dortmund stand es nach regulärer Spielzeit 1:1, so dass ein Neunmeterschießen entscheiden musste. Hier hatte der Westfalenliga-Spitzenreiter mehr Glück und Geschick und siegte mit 3:2. „Wir haben über das ganze Turnier gesehen gute Spiele gezeigt“, war Cheftrainer Lukas Jäschke sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mädels. Und auch die Gesamtbeurteilung der zweitägigen Veranstaltung, bei der die Gütersloherinnen in der Jugendherberge in Rheine übernachteten, fiel äußerst positiv aus. „Das war eine coole Geschichte, alle sind als Team noch enger zusammengerückt.“ Der FSV startete am ersten Tag glänzend in das mit 24 Vereinen besetzte Turnier. In den fünf Vorrundenspielen gab es fünf Siege über Borussia Dortmund (1:0), Union Wessum (4:0), Tus Recke (6:0), ASC Schöppingen (3:0) und Delbrücker SC (2:0), so dass er sich als Gruppensieger souverän für die A-Zwischenrunde qualifizierte. Hier musste sich unser Team nur gegen den Westfalenligisten Herforder SV mit einem Remis zufrieden geben (2:2), landete ansonsten aber nur Siege gegen SuS Scheidingen (4:1), Fortuna Freudenberg (3:0), Arminia Bielefeld (2:0) und Saxonia Münster (7:1). Als Gruppensieger traf man im Halbfinale auf den Regionalliga-Konkurrenten VfL Bochum. Nach dem 0:0-Abpfiff ging es ins Neunmeterschießen, wo unsere Talente mit 2:0 die Oberhand behielten und ins Finale einzogen. Hier hatten dann die Dortmunderinnen, die durch einen 1:0-Sieg über Herford ins Endspiel gelangt waren, das bessere Ende für sich. FSV Gütersloh U17: Kim Fahrmeyer, Ylvie Kleimann, Ida Starke, Theresa Peters, Merle Rohden, Mette-Mia Pollmeier, Johanna Braune, Lotta Horstmann, Lena Latton, Emma Schulte, Friederike Ladage, Finja Bretthauer.

U17 des FSV Gütersloh springt mit 5:1-Sieg über den 1. FC Köln auf Platz zwei

Gute Laune bei Ella Combrink, Ina Kirjanow und ihren U17-Mitspielerinnen. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Die U17 des FSV Gütersloh ist mit einer guten Leistung und einem schönen Erfolgserlebnis aus der Winterpause in den Punktspielbetrieb der B-Juniorinnen-Regionalliga West zurückgekehrt. Gegen den 1. FC Köln feiert das Team von Lukas Jäschke am Samstag einen 5:1-Triumph. Damit verbesserte sich unser Talentschuppen in der Tabelle mit 25 Punkten auf Platz zwei hinter der SGS Essen (26). Allerdings hat der Spitzenreiter ebenso wie der bisherige Tabellenzweite Arminia Bielefeld (24) noch zwei Spiele mehr auszutragen. Unabhängig von der Tabellensituation freute sich der Cheftrainer über den „souveränen Auftritt“ der Gütersloherinnen. „Endlich haben wir mal wieder mehrere Tore geschossen“, stellte Lukas Jäschke einen Aspekt heraus. Tatsächlich war es nach dem 4:0-Hinspielerfolg der höchste Saisonsieg für den defensivstarken FSV, der nach zwölf Spielen ein Torverhältnis von 21:4 aufweist. Dass gegen die Youngster aus Köln sogar ein zweistelliger Sieg möglich war, unterstreicht die Überlegenheit der Gastgeberinnen in der Tönnies-Arena. „Eigentlich hätten wir schon nach acht Minuten mit 4:0 führen müssen“, sagte Jäschke. Friederike Ladage, die in der 1. und 8. Minute zum 1:0 und 2:0 traf, ließ aber weitere gute Chancen aus. Und Merle Rohden, die in der 12. Minute auf 3:1 erhöhte, hätte kurz vor der Pause erneut treffen können, wählte aber einen erfolglosen Querpass statt eines eigenen Abschlusses. Leider wurde in der 20. Minute auch der schönste Angriff des gesamten Spiels, eine bei Torhüterin Ylvie Kleimann beginnende und mit Friederikes Ladages Treffer endende Kombination über sechs Stationen, wegen einer knappen Abseitsstellung nicht gekrönt. Die Kölnerinnen hatten ihre erste Chance in der 10. Minute zum 2:1-Anschlusstreffer genutzt, bei dem sich Torschützin Hayley Burmeister Adu verletzte und ausgewechselt werden musste. Ansonsten wurde es im FSV-Strafraum nur noch einmal in der 35. Minute brenzlig, als Lotta Horstmann mit beherztem Einsatz eine Top-Chance für den Eff-Zeh zunichte machte. Es erwies sich als guter Schachzug von Lukas Jäschke, als zweite Innenverteidigerin auf Finja Bretthauer zu setzen. Zum einen zeigte die 15-Jährige eine starke Leistung, zum anderen wurde Merle Rohden damit frei, um im Mittelfeld offensive Akzente zu setzen. „Die Mädels haben die Vorgabe, immer die Tiefe zu bespielen, sehr gut umgesetzt“, lobte der Coach die Offensive aber über die individuellen Qualitäten hinaus. Im zweiten Durchgang schraubten Mette Mia Pollmeier (41.) und Merle Rohden (61.) das Ergebnis in die Höhe. Impulse im Spiel nach vorne kamen auch von den eingewechselten Yumnah Lohnherr, Emilia Starkmann und Ella Combrink. Pech im Abschluss sowie einige überraschende Abseitsentscheidungen verhinderten weitere Treffer. Bevor es in der Regionalliga am 14. Februar mit dem Heimspiel gegen den VfL Bochum weitergeht, kehren die Gütersloherinnen noch einmal in die Halle zurück. Am kommenden Wochenende treten sie in Ibbenbüren bei den Westfalenmeisterschaften als Titelverteidiger an. FSV Gütersloh U17: Kleimann – Peters (41. Kirjanow), Bretthauer, Horstmann, Starke (52. Combrink) – Schulte (52. Starkmann), Braune, Rohden, Pollmeier (58. Meier) – Latton (41. Lohnherr), Ladage.

FSV Gütersloh lädt talentierte Nachwuchsspielerinnen zu Sichtungstrainings ein

Training beim FSV Gütersloh. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh setzt weiterhin konsequent auf die Förderung junger Talente und lädt fußballbegeisterte Nachwuchsspielerinnen herzlich zu Probe- und Sichtungstrainings ein. Gesucht werden talentierte Spielerinnen für die U19-, U17- und U16-Mannschaft, die den nächsten Schritt in ihrer fußballerischen Entwicklung gehen möchten. Der FSV Gütersloh bietet ambitionierten Nachwuchsspielerinnen ein leistungsorientiertes Umfeld mit qualifizierten Trainer*innen, einer klaren sportlichen Perspektive sowie einer starken Vereinsstruktur im leistungsorientierten Frauen- und Mädchenfußball. So läuft die Bewerbung ab Interessierte Spielerinnen werden gebeten, sich per E-Mail an bewerbung@fsvguetersloh.de zu wenden. Bitte gebt in eurer Nachricht folgende Informationen an: • vollständiger Name • Jahrgang • aktueller Verein • bevorzugte Position Die zuständigen FSV-Trainer*innen melden sich anschließend persönlich mit weiteren Informationen und zur Terminvereinbarung für ein Sichtungs- oder Probetraining. Wichtiger Hinweis zur Teilnahme am Sichtungstraining Für die Teilnahme am Sichtungstraining ist eine Probeerlaubnis des aktuellen Vereins erforderlich. Alle Informationen sowie das entsprechende Formular findest du auf unserer Webseite: https://fsvguetersloh.de/verein/probetraining/ Bitte bringe die unterschriebene Probeerlaubnis unbedingt zum Training mit, da eine Teilnahme ohne dieses Dokument leider nicht möglich ist. Spielerinnen, die derzeit keinem Verein angehören, benötigen keine Probeerlaubnis. Der FSV Gütersloh freut sich darauf, engagierte, motivierte und talentierte Nachwuchsspielerinnen kennenzulernen und gemeinsam die nächsten Schritte im Fußball zu gehen.

U17-Testspiel gegen den FC Schalke 04 abgesagt

FSV Gütersloh (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Das für morgen (Samstag, den 24. Januar) angesetzte Testspiel zwischen den U17-Mannschaften des FSV Gütersloh und des FC Schalke 04 wurde abgesagt. Das Team von Cheftrainer Lukas Jäschke wird nun stattdessen ein internes Trainingsspiel gegen die Frauenmannschaft des FSV Gütersloh bestreiten, deren Zweitrundenpartie im Westfalenpokal ebenfalls abgesagt wurde.

Klaus-Peter Reinert Stiftung spendet dem FSV Gütersloh weitere 50.000 Euro

Klaus-Peter Reinert und FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter. (Foto: Michael Meßmann / FSV Gütersloh 2009)

Die Klaus-Peter Reinert Stiftung hatte den FSV Gütersloh bereits im Jahr 2025 im Zuge einer groß angelegten Rettungsaktion mit 50.000 Euro unterstützt. Für 2026 hatte Stiftungsgründer Klaus-Peter Reinert (Versmold-Loxten) dem Verein, der für hochklassigen Frauen- und Mädchenfußball steht, weitere 50.000 Euro zugesagt. Das vom FSV veranstaltete 24. Gütersloher Hallenmasters, die inoffizielle deutsche Meisterschaft für B-Juniorinnen, war am Sonntag die perfekte Bühne, um diese Zusage einzulösen. Klaus-Peter Reinert überreichte FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter im Rahmen der spektakulären Siegerehrung den entsprechenden Scheck. Insgesamt beträgt die Zuwendung der Stiftung an den Frauensportverein damit die außergewöhnliche Summe von 100.000 Euro. Kein Wunder, dass Landrätin Ina Laukötter, die als Schirmherrin des Turniers fungierte, ebenso Beifall klatschte wie Max Tönnies als Geschäftsführender Gesellschafter der Premium Food Group, dem langjährigen Hauptsponsor des FSV. „Wir wissen die große Unterstützung sehr zu schätzen“, sagte Michael Horstkötter. Und Klaus-Peter Reinert strahlte, als auch die rund 240 Turnierteilnehmerinnen und die vollbesetzte Zuschauertribüne in der Gütersloher Innenstadt-Sporthalle applaudierten. Anschließend händigte Reinert zusammen mit Max Tönnies den Siegerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam die Goldmedaillen aus, bevor Landrätin Laukötter im Konfettiregen den großen Keystone Sports Cup an das Team aus der brandenburgischen Landeshauptstadt übergab.

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