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FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

FSV-Stürmerin Marie Schröder besucht Kinder- und Jugendzentrum Chilli in Lügde

FSV-Angreiferin Marie Schröder übergibt ein signiertes FSV-Trikot an den Gewinner der Verlosung. (Foto: IQ Lügde)

Am gestrigen Dienstag, den 12. März, erlebte das Kinder- und Jugendzentrum Chilli in Lügde einen besonderen Gast: Marie Schröder, Zweitligastürmerin des FSV Gütersloh, nahm an einer Talkrunde teil, die im Rahmen einer vom IQ Lügde organisierten Kursreihe zum Thema Fußball stattfand. Marie Schröder, die selbst in Lügde aufgewachsen ist und einst die St. Marien Grundschule besuchte, wurde von rund 20 Kindern sowie einigen erwachsenen Besuchern herzlich empfangen. Die Veranstaltung begann um 17 Uhr mit einer lebhaften Fragerunde, in der die wissbegierigen Kinder Marie zahlreiche Fragen zu ihrer Karriere, ihrer Kindheit in Lügde und persönlichen Erfahrungen stellten. Die Talkrunde dauerte etwa 45 Minuten und bot einen inspirierenden Einblick in Maries Lebensweg und ihre Erfahrungen im Fußball. Während des Gesprächs erzählte Marie, dass es gar nicht so einfach ist, ihren Beruf als Polizistin mit dem Fußball unter einen Hut zu bringen, aber sie von der Unterstützung ihrer Kolleg*innen profitiere und die Schnelligkeit aus dem Fußballsport im Berufsleben ein Vorteil ist. „Da ärgern sich manchmal sogar die männlichen Kollegen“, berichtete sie mit einem Augenzwinkern. Marie äußerte auch ihren Wunsch, dass sich mehr Menschen für den Frauenfußball interessieren und die Zuschauerzahlen steigen. Sie ermutigte junge Mädchen, ihren Fußballträumen nachzugehen, und betonte die unschätzbaren Erinnerungen, die der Sport schaffen kann. Als ihr persönliches Vorbild nannte Marie die Nationalspielerin Alexandra Popp und offenbarte ihre Vorliebe für den FC Bayern, wobei sie Cristiano Ronaldo gegenüber Lionel Messi leicht bevorzugte. Nach dem Talk wurden die von Marie Schröder mitgebrachten Geschenke an die anwesenden Kinder verlost. Das signierte FSV-Trikot war dabei besonders heiß begehrt. Anschließend nahm sich Marie Zeit für jedes Kind, machte Fotos, gab Autogramme und verfasste persönliche Widmungen. Die Stimmung war ausgelassen, und die Kinder waren begeistert von Maries Nähe und Freundlichkeit. Zum Abschluss spielten die Kinder gemeinsam Fußball, wobei Marie einige Tricks vorführte und sogar Holger Busch, Koordinator des IQ Lügde, sich dem Spiel anschloss. Das IQ Lügde, in Trägerschaft des SOS Kinderdorf Lippe und in enger Kooperation mit der Stadt Lügde und dem Kreis Lippe, ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Es ist ein Ort, an dem ein umfassendes und übergreifendes Angebot, das neben der außerschulischen Jugendarbeit in vielen Bereichen eine intergenerationelle und gemeinwesenorientierte Initiative für alle Altersgruppen bietet. Das „IQ“ steht für Integrative Quartiersarbeit.

Große Ehre für Lea Bultmann: FSV-Spielerin zur Sportlerin des Jahres gekürt

Sportlerin des Jahres 2023: FSV-Mittelfeldspielerin Lea Bultmann. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Lea Bultmann darf sich über eine ganz besondere Auszeichnung freuen. Die 22-jähruge Mittelfeldspielerin des FSV Gütersloh ist vom Kreissportbund Nienburg/Weser e.V. zur Sportlerin des Jahres 2023 gekürt worden. Die Sieger*innen in den Kategorien „Sportler*in des Jahres“, „Nachwuchssportler*in des Jahres“, „Mannschaft des Jahres“ und „Heimliche Helden des Jahres“ wurden von den Leser*innen der Tageszeitung HARKE, dem offiziellen Medienpartner und Mitveranstalter der Sportlerwahl, gewählt. Bultmann konnte sich dabei mit 16,7 % der abgegeben Stimmen den ersten Platz in der Kategorie „Sportler*in des Jahres 2023“ sichern und verwies damit Lars Rokitta (Tischtennis) und Marie Steinborn (Ju-Jutsu) auf die dahinterliegenden Plätze. Die Sieger*innen in den unterschiedlichen Kategorien wurden am Freitag, den 8. März im Rahmen der feierlichen 27. Sportgala im Theater auf dem Hornberg in Nienburg geehrt. Der FSV Gütersloh gratuliert Lea Bultmann zu dieser großartigen Auszeichung und freut sich sehr, solch eine talentierte Fußballerin in den eigenen Reihen zu wissen.

Strothmann und Tellenbröker zu Gast bei Blau-Weiß Gütersloh: Training mit Kids am 15. März

Strothmann und Tellenbröker zu Gast bei Blau-Weiß Gütersloh. (Fotos: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Lena Strothmann und Maren Tellenbröker werden am kommenden Freitag, den 15. März beim Kreisligisten Blau-Weiß 98 Gütersloh zu Gast sein. Die beiden Zweitligafußballerinnen des FSV Gütersloh werden eine Trainingseinheit mit den talentierten Nachwuchsspieler*innen des Gütersloher Nachbarvereins leiten und den Kids dabei wertvolle Tipps und Tricks vermitteln. Die Trainingseinheit wird auf dem Rasenplatz des Leichtathletikzentrums Nord stattfinden und unterstreicht das sehr gute Verhältnis zwischen dem FSV Gütersloh und dem Blau-Weiß Gütersloh. Beide Vereine verbindet eine freundschaftliche Partnerschaft auf und neben dem Fußballplatz, die mit dem Besuch von Lena Strothmann und Maren Tellenbröker weiter gestärkt wird.

FSV Gütersloh setzt Aufwärtstrend mit 2:0-Sieg in Hoffenheim fort

Drei Punkte nach intensiven Fight in St. Leon-Rot. (Foto: Chris Punnakkattu Daniel / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh hat seinen Aufwärtstrend in der 2. Frauen-Bundesliga fortgesetzt. Eine Woche nach dem 2:1-Heimsieg über den SV 67 Weinberg gelang dem Team am Sonntag bei der TSG Hoffenheim II ein 2:0-Auswärtserfolg. Nach zuvor sechs sieglosen Spielen war der zweite „Dreier“ in Folge auch ein schönes Geschenk für Britta Hainke, die am Spieltag ihren 56. Geburtstag feierte. Beim Blick auf die Tabelle konnte unsere Cheftrainerin vor allem den auf zehn Punkte angewachsenen Vorsprung vor der Abstiegszone erleichtert registrieren. Der Rückstand auf Rang zwei, also einen Aufstiegsplatz, schrumpfte auf vier Punkten. Doch als Siebter hat der FSV sechs Konkurrenten vor sich, gegen die er im Laufe der Rückrunde noch antreten muss. Der Start in den zweiten Saisonteil war dagegen ein vergleichsweise leichteres Programm: Nach dem Gastspiel beim Tabellenachten Eintracht Frankfurt II (1:1) folgten mit Weinberg und Hoffenheim II zwei Abstiegskandidaten als Gegner, bevor am kommenden Sonntag um 14 Uhr der Tabellenvorletzte VfL Wolfsburg II in der Tönnies-Arena gastiert. Schlusslicht Hoffenheim II erwies sich auf einem holprigen Rasenplatz in St. Leon-Rot anders als im Hinspiel (6:0) keineswegs als Kanonenfutter. Die Gastgeberinnen erspielten sich sogar ein deutliches Chancenplus von 8:4, doch im Abschluss mangelte es an Zweitligaqualität. Vor allem in den Schlussminuten der ersten Halbzeit geriet der FSV mächtig unter Druck. Bei guten Möglichkeiten für Julia Hickelsberger-Füller (38.) Leonie Schetter (40.) und erneut Hickelsberger-Füller (43.) waren etwas Glück und starke Rettungsaktionen von Emilia Deppe und Maren Tellenbröker vonnöten, um ohne Gegentor zu bleiben. In die Pause ging der FSV dank eines Treffers von Shpresa Aradini aus der 25. Minute mit einer 1:0-Führung. Die 29-jährige Angreiferin, die in der 17. Minute nach einer Schröder-Flanke per Kopf noch an TSG-Keeperin Laura Johanna Dick gescheitert war, verwertete ein starkes Zuspiel von Celina Baum eiskalt zu ihrem sechsten Saisontreffer. Die etatmäßige Außenverteidigerin war diesmal als Sturmspitze eingesetzt – ein guter Schachzug. Baum hatte sich nach einem Steilpass von Maren Tellenbröker im Laufduell mit Lisa Backhaus durchgesetzt und den Ball von der Grundlinie aus gezielt auf Aradini zurückgelegt. Weil sie nicht zufrieden damit sein konnten, dass der Hoffenheimer Talentschuppen die eigenen Reihen mit schnellem Umschaltspiel mehrfach übertölpelt hatte, reagierte unser Trainerteam in der Pause mit einem Wechsel und einer Umstellung. Melanie Schuster kam für Hedda Wahle und übernahm in der Innenverteidigung den Posten von Paula Reimann. Die wiederum kümmerte sich sich im Mittelfeld unter anderem darum, mit der starken Marie Steiner den Dreh- und Angelpunkt der Hoffenheimer Offensive zu bearbeiten. Das Konzept ging auf, zumal der FSV schon rasch mit 2:0 vorne lag. Celina Baum war in der 55. Minute nach einem Einwurf im Strafraum von TSG-Verteidigerin Clara Schmidt Sanchez-Andrade nur mit einem Foul zu bremsen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Paula Reimann sicher. In Sicherheit wiegen durften sich die Gütersloherinnen, bei denen der Ballbesitz zur Freude von Britta Hainke jetzt stabiler geworden war, aber nicht. Kurz nachdem Linksverteidigerin Emilia Deppe mit angeschwollenem Knöchel vom Platz humpelte (63.), zwang Sara Sahiti mit einem 18-Meter Schuss FSV-Torhüterin Sarah Rolle zur vollen Körperstreckung – unsere Kapitänin lenkte den Ball an den Pfosten. „Rollo“ war auch in der 83. Minute zur Stelle, als es galt, einen Distanzschuss von Marie Steiner über die Latte zu wischen. Der Ehrentreffer blieb den Kraichgauerinnen auch bei einem Eckball auf die Latte (90.+1) und einem letzten Versuch von Ann-Sophie Braun (90.+3) verwehrt. TSG Hoffenheim II: Dick – Gerber (67. Wileschek), Schmidt Sanchez-Andrade (84. Crnaveri), Backhaus, Bitzer – Hickelsberger-Füller (67. Braun), Grimm (67. Alp), Röder, Sahit – Steiner, Schetter (81. Lepper). Im Aufgebot: Bitterwolf, Goyn, Bräutigam (Tw). FSV Gütersloh: Rolle – Kappmeier (85. Stojan), Schmidt, Reimann, Deppe (64. Kammermann) – Tellenbröker, Wahle (46. Schuster) – Schröder (64. Baumgärtel), Preuß (89. Rädeker), Aradini – Baum. Im Aufgebot: Pagel, Strothmann, Blome (Tw). Schiedsrichterin: Theresa Hug (Schramberg). Gelbe Karten: – / Schmidt (5), Reimann (1). Ecken: 8:1 (3:1); Chancen: 8:4 (5:3). Tore: 0:1 (25.) Aradini, 0:2 (55.) Reimann (FE).

Marie Schröder zu Gast im IQ Lügde: Talkrunde mit und für Kinder und Jugendliche am 12. März

FSV-Angreiferin Marie Schröder im Spiel gegen die TSG Hoffenheim II. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Das IQ Lügde hat eine Kursreihe zum Thema „Fußball“ ins Leben gerufen, mit dem die Einrichtung die Begeisterung von Kindern und Jugendlichen für den Fußballsport weiter stärken möchte. Zu der Initiative gehören auch Talkrunden, an denen unter anderem Marie Schröder teilnehmen wird. Die Angreiferin des FSV Gütersloh ist in Lügde aufgewachsen und war einst selbst Schülerin der dort ansässigen St. Marien Grundschule. Marie Schröder wird am 12. März (ab 17 Uhr) im Kinder- und Jugendzentrum Chilli über ihre Reise im Fußball und ihre Karriere beim FSV berichten. Selbstverständlich wird sie dabei auch in einer gemütlichen Runde die zahlreichen Fragen der Kinder und Jugendlichen beantworten. An der Veranstaltung dürfen neben Kindern und Jugendlichen selbstverständlich auch Erwachsene teilnehmen. Das IQ Lügde, in Trägerschaft des SOS Kinderdorf Lippe und in enger Kooperation mit der Stadt Lügde und dem Kreis Lippe, ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Es ist ein Ort, an dem ein umfassendes und übergreifendes Angebot, das neben der außerschulischen Jugendarbeit in vielen Bereichen eine intergenerationelle und gemeinwesenorientierte Initiative für alle Altersgruppen bietet. Das „IQ“ steht für Integrative Quartiersarbeit.

DFB nominiert Merle Hokamp und Janne Krumme für EM-Qualifikationsspiele

FSV-Talente Janne Krumme (links) und Merle Hokamp rechts) gehören zum Kader der deutschen U17-Nationalmannschaft. (Foto: Chris Punnakkattu Daniel / FSV Gütersloh 2009)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat ein 21-köpfiges Aufgebot für die entscheidende Qualifikationsrunde der UEFA-U17-Europameisterschaft für Frauen 2023/24 bekannt gegeben. Dem Kader der deutschen U17-Nationalmannschaft gehören mit Merle Hokamp und Janne Krumme zwei Spielerinnen des FSV Gütersloh an. Hokamp und Krumme haben sich im Team von U17-Nationaltrainerin Sabine Loderer etabliert und konnten bei ihren bisherigen Einsätzen überzeugen. Die DFB-Juniorinnen werden in der zweiten und entscheidenden EM-Qualifikationsrunde zwischen dem 14. und 25. März 2024 in Hannover auf Tschechien, die Slowakei und Frankreich treffen. Der FSV gratuliert seinen Spielerinnen zur Nominierung und wünscht ihnen sowie der gesamten deutschen U17-Nationalmannschaft viel Erfolg für die EM-Qualifikationsspiele.

FSV Gütersloh nimmt am international besetzten STEKA Cup 2024 teil

STEKA Cup 2024

Die Saison 2023/24 ist noch im vollen Gange, doch im Hintergrund laufen bereits jetzt die Vorbereitungen für die neue Spielzeit 2024/25. Das Zweitligateam des FSV Gütersloh wird im Rahmen seiner Sommervorbereitung am international besetzten STEKA Cup 2024 teilnehmen. Das Teilnehmerfeld bestehend aus den Zweitligisten FSV Gütersloh, SC Sand und SG 99 Andernach, den Regionalligisten Bayer 04 Leverkusen U23, SC Fortuna Köln und FFC Wacker München, dem Landesligisten Borussia Dortmund sowie der U21 des belgischen Topklubs Standard Lüttich verspricht einen sportlich attraktiven Vergleich. Das Frauenfußballturnier um den STEKA Cup wird am Samstag, den 27. Juli 2024 im rheinland-pfälzischen Schleidweiler stattfinden. Die Schirmherrschaft übernimmt Frau Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.

FSV Gütersloh feiert emotionalen Last-Minute-Triumph

FSV-Angreiferin Shpresa Aradini im Zweitligaspiel gegen den SV 67 Weinberg. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Ein Wechselbad der Gefühle mit Happyend – in diese emotionale Achterbahn nahm der FSV Gütersloh seine Anhänger im ersten Heimspiel der Zweitliga-Rückrunde mit. Nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit und einem 0:1-Pausenrückstand erzielte Marie Schröder in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit der letzten Aktion des Spiels den 2:1-Siegtreffer über den SV 67 Weinberg. „Dass wir das geschafft haben, ist wertvoller als wenn wir das Spiel 3:0 gewonnen hätten“, sagte Cheftrainerin Britta Hainke zu der mentalen Willensleistung ihres Teams. Wichtig war der erste „Dreier“ nach sechs sieglosen Spielen auch für die Tabelle. Der FSV verbesserte sich um einen Platz auf Rang sieben und vergrößerte den Vorsprung vor dem nun vom SV 67 Weinberg belegten ersten Abstiegsplatz auf sieben Zähler. Und weil die Tabellenspitze am 15. Spieltag noch enger zusammenrückte, verringerte sich der Rückstand auf einen Aufstiegsplatz von sieben auf fünf Punkte. „Mir sind viele Steine vom Herzen gefallen“, gestand unsere Cheftrainerin. Zur Pause hatte es in der Tönnies-Arena eher nach Abstiegsgefahr gerochen. „Die Leistung war so abgrundtief schlecht, dass man davon ausgehen musste, dass wir dieses Spiel verlieren.“ Britta Hainke hatte keine Erklärung dafür, warum der FSV Gütersloh in der ersten Halbzeit ohne Struktur, ohne Ideen und und fast lethargisch agierte. Völlig zurecht lag das Team, in dem Leandra Kammernann ihr Zweitligadebüt feierte, mit 0:1 zurück. In der 43. Minute hatte die Rechtsverteidigern im Verbund mit Innenverteidigerin Nele Schmidt einen Weinberger Konter nicht entscheidend unterbinden können. Letztlich verwertete Anna Hofrichter ein Zuspiel der starken Maren Haberäcker. Gegen die mit kompakter Robustheit im 4-5-1 agierenden Gäste aus Oberfranken fand der FSV kein Mittel, um Torgefahr zu entwickeln. Einzige kleine Ausnahme war ein problemlos haltbarer Kopfball von Shpresa Aradini nach einer Kammermann-Flanke (45.). Auf der Gegenseite gerieten die Gütersloherinnen dreimal nach dem gleichen Muster in echte Bredouille (7., 13., 40.). Jeweils kam Solveig Schlitter nach einer Freistoß-Hereingabe aus dem Mittelfeld in beste Schussposition, ohne das Tor zu treffen oder FSV-Keeperin Sarah Rolle überwinden zu können. Unser Trainerteam reagierte auf zweifache Weise. „Wir sind beide laut geworden“, berichtete Britta Hainke aus der Pausenkabine, wo Klartext geredet wurde: „So kann man kein Spiel gewinnen, selbst nicht in der Regionalliga.“ Und in Abstimmung mit Sammy Messalkhi nahm Hainke einen Dreifachwechsel vor: Hedda Wahle und Linda Preuß kamen ins Mittelfeld, und als Sturmspitze lief Katharina Rädeker zu ihrem ersten Zweitligaspiel auf, während Leandra Kammermann, Lena Strohtmann und Jacqueline Baumgärtel raus mussten. Tatsächlich aber wirkte mit dem Anpfiff der zweiten Halbzeit das gesamte Team, für das nun Finja Kappmeier rechts und Emilia Deppe links verteidigte, wie ausgewechselt. Und als Hedda Wahle in der 51. Minute mit einem ihrer typischen, ungefährlich ausschauenden Schüsse aus 18 Metern das 1:1 erzielte, wurde das Offensivspiel noch etwas entfesselter und mutiger. Shpresa Aradini traf nach einem schönen Zuspiel von Paula Reimann in der 56. Minute die richtige Entscheidung und wagte einen Heber über SVW-Keeperin Sandra Klug, verzog aber leicht mit links. Zwei Minuten später probierte sie es nach einer Schröder-Flanke mit einer artistischen Direktabnahme vom Elfmeterpunkt aus, aber der Ball flog über das Weinberger Tor. Das Spiel egalisierte sich phasenweise wieder, doch mit der Einwechslung von Lilly Stojan und Melanie Schuster in der 77. Minute spielte das Trainerteam zwei weitere Trumpfkarten aus, von denen eine in der Nachspielzeit stach. Schuster, neuneinhalb Monate nach ihrem Achillessehnenriss erstmals wieder auf dem Zweitligaparkett, fing einen Weinberger Vorstoß im Mittelfeld ab und spielte einen genialen Diagonalball in den halbrechten Raum. Marie Schröder erlief ihn und überkurvte die entgegenkommende Torhüterin. Alle erwarteten den erlösenden Schuss ins verwaiste Tor, doch Schröder driftete weiter nach links und ließ sich durch zwei Gegenspielerinnen bedrängen. Schlussendlich bugsierte sie das Leder aber doch noch mit links flach an einem Abwehrbein vorbei ins lange Ecke. Der Rest war Jubel auf der Tribüne und auf dem Feld. „Mädels, wir sind wieder da“, jubelte Sammy Messalkhi im Mannschaftskreis und fasste die Partie emotional zusammen: „Spiel gedreht, Last-Minute-Tor gemacht und gewonnen – geiler geht nicht.“ Die nächste Partie bestreitet der FSV Gütersloh am Sonntag, 10. März (11 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim II. Der Tabellenvorletzte kassierte am 15. Spieltag eine 0:1-Niederlage beim FC Bayern München II. FSV Gütersloh: Rolle – Kammermann (46. Wahle), Schmidt, Reimann (77. Schuster), Kappmeier (77. Stojan) – Tellenbröker, Deppe – Schröder, Aradini, Baumgärtel (46. Preuß) – Strothmann (46. Rädeker). Im Aufgebot: Bultmann, Blome (Tw). SV 67 Weinberg: Klug – Arnold, A. Grimm, Hofmann, Kömm – Schlitter (85. Istrefaj), Wiesinger Ganßer, Hofrichter – Haberäcker – Wich (90. Mendt). Im Aufgebot: M. Grimm, Hasenfuß, Glaser (Tw). Schiedsrichterin: Sarah Willms (Oldenburg). Gelbe Karten: Deppe, Stojan. Zuschauer: 160 Chancen: 5:4 (1:4); Ecken: 4:1 (1:1). Tore: 0:1 (43.) Hofrichter, 1:1 (50.) Wahle, 2:1 (90.+2) Schröder.

FSV Gütersloh will „endlich mal wieder gewinnen“

Bereit für die nächsten Herausforderungen: Die Mannschaft des FSV Gütersloh. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Sechs Spiele ohne Sieg – das ist die magere Bilanz des FSV Gütersloh in der 2. Frauen-Bundesliga. „Endlich mal wieder gewinnen“, lautet daher das verständliche Ziel von Cheftrainerin Britta Hainke für das erste Heimspiel dieses Kalenderjahres. Mehr als vier Monate nach dem 4:1-Erfolg am 22. Oktober 2023 in Ingolstadt soll am Sonntag gegen den SV 67 Weinberg wieder ein „Dreier“ her. Anstoß in der Tönnies-Arena ist um 11 Uhr. Während die Gäste aus Oberfranken vor zwei Wochen mit einer 0:3-Heimniederlage gegen Bayern München II in die Rückrunde starteten und deswegen als Tabellenzehnter weiter in Abstiegsgefahr schweben, holte der ersatzgeschwächte FSV mit dem 1:1 bei Eintracht Frankfurt immerhin einen Punkt. Der reichte allerdings nicht, um sich von Rang acht zu verbessern. Die Personalsorgen in unserem Team sind leider nicht geringer geworden. Ronja Leubner und Merle Hokamp fallen weiterhin wegen eines Infektes aus. „Die Entzündungswerte sind eher noch gestiegen“, befürchtet Britta Hainke sogar, dass beide noch länger fehlen. U17-Nationalspielerin Hokamp verpasste zuletzt auch den mit zwei Länderspielen verbundenen DFB-Lehrgang in Italien und droht für die am 18. März beginnende EM-Qualifikation auszufallen. Mit Celina Baum steht zusätzlich eine Spielerin aus der Anfangself von Frankfurt nicht zur Verfügung: Die rechte Außenverteidigerin sah die fünfte gelbe Karte und ist gesperrt. Das könnte vielleicht dazu führen, dass die im Winter aus dem Regionalligateam hochgezogene Leandra Kammermann ihr Zweitligadebüt feiert. Abzuwarten bleibt, ob Kaptänin Sarah Rolle rechtzeitig grünes Licht für einen Einsatz gibt. Die Keeperin hatte sich im Training eine Knieblessur zugezogen und verzichtete vorsichtshalber auf die letzten Einheiten. Sollte sie ausfallen, steht mit Leah Blome allerdings ein Ersatz bereit, der das volle Vertrauen der Torhütertrainer Michael Weise und Melvin Wulff genießt. Der FSV Gütersloh geht trotz allem mit Zuversicht in das 15. Saisonspiel. Zum einen bewies das Team beim 4:2-Hinspiel in Weinberg echte Siegermentalität. Zum anderen war am vergangenen Wochenende auch die Leistung beim 4:1-Testspielsieg über den Regionalligisten SGS Essen II ermutigend.

SV 67 Weinberg – Der „kleine Exot“ aus Oberfranken zu Gast beim FSV

Spieltag beim FSV Gütersloh (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Als unbeschriebenes Blatt im deutschen Frauenfußball kann man den SV 67 Weinberg nicht bezeichnen, aber vielleicht als einen kleinen Exoten: Mit rund 800 Einwohnern ist Weinberg, ein Teil der Gemeinde Aurach im oberfränkischen Landkreis Ansbach, der kleinste Ort mit einem Bundesligaklub in Fußball-Deutschland. 2013 erwarb der Klub, dessen Männer nur in der Kreisklasse spielen, diesen „Titel“, als die Frauen das erste Mal in die 2. Bundesliga Süd aufstiegen. Vier Jahre hielt sich der SV 67 Weinberg dort, bevor er 2017 in die Regionalliga abstieg. Postwendend qualifizierte man sich 2018 als Vizemeister hinter Eintracht Frankfurt über die Aufstiegsrelegation für die nun eingleisige 2. Liga. Hier kam es zu den ersten Aufeinandertreffen mit dem FSV Gütersloh: Das Hinspiel in der Tönnies-Arena ging mit 0:3 verloren, im Rückspiel auf eigenem Platz erkämpfte sich der Außenseiter ein 1:1. Am Ende der Saison schaffte der FSV als Neunter mit 33 Punkten den Klassenerhalt, während der SV 67 Weinberg als Vorletzter mit 30 Zählern und der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen BV Cloppenburg abstieg. Die Rückkehr in die 2. Bundesliga gelang nach vier Regionalliga-Spielzeiten im Vorjahr in beeindruckender Weise: Als überlegener Meister der Regionalliga Süd sammelte der SV Weinberg in 24 Spielen ohne Niederlage 66 Punkte. Zum Torverhältnis von 64:16 trugen Maren Haberäcker (16) und Lisa Wich (15) die meisten Treffer bei – zwei Spielerinnen, die auch in dieser Saison für Weinberger Torgefahr stehen. Beide zeichneten auch für den 2:2-Zwischenstand bei der 2:4-Hinspielniederlage am 27. August 2023 verantwortlich. Für den FSV Gütersloh trafen Marie Schröder (6.), Merle Hokamp (68.) und Shpresa Aradini (73.). Für die 2:0-Führung hatte SVW-Verteidigerin Nina Hasenfuß in der 35. Minute nach einer scharfen Schröder-Hereingabe mit einem Eigentor gesorgt. Nach 14 Spieltagen rangiert der SV 67 Weinberg, der seit Saisonbeginn von der früheren Bundesligaspielerin Christiane Schellenberg (36) trainiert wird, mit 16 Punkten und 20:25 Toren auf Rang zehn. Im Kampf um den Klassenerhalt gab es zum Rückrundenstart eine 0:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern München II. Dabei sah Julia Brückner in der 30. Minute die Rote Karte. Die 36-jährige Abwehrchefin, eine von fünf Ü30-Spielerinnen im Kader, wird damit gegen den FSV Gütersloh fehlen. Die Gütersloher Abwehr muss besonders auf Lisa Wich (33) achten, die in jungen Jahren beim TSV Crailsheim Bundesligaerfahrung sammelte.

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