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FSV Gütersloh 2009

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#NichtOhneMeineMädels

FSV Gütersloh 2009

FSV Gütersloh und IG Metall einigen sich auf eine langfristige Zusammenarbeit

Von links nach rechts: Chris Punnakkattu Daniel (Strategischer Berater, FSV), Tobias Neumann (stellv. Geschäftsführer & Leiter Marketing / Sponsoring, FSV), Thomas Wamsler (1. Bevollmächtigter, IG Metall Gütersloh-Oelde), sowie die Spielerinnen Jacqueline Manteas, Hedda Wahle und Leonie Kreil freuen sich auf die Partnerschaft (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh freut sich bekannt geben zu können, dass die IG Metall Gütersloh-Oelde den zum Anfang der laufenden Saison 2022/23 abgeschlossenen Sponsoringvertrag um mehrere Jahre verlängert hat. Damit bleibt die IG Metall Gütersloh-Oelde weiterhin „Silber Partner“ des FSV Gütersloh. Tobias Neumann, stellv. Geschäftsführer & Leiter Marketing / Sponsoring des FSV Gütersloh, bedankt sich bei der IG Metall: „Ich bedanke mich im Namen des FSV Gütersloh bei der IG Metall für die langfristige Verlängerung des bestehenden Sponsoringvertrages und dem Bekenntnis zum Frauenfußball beim FSV Gütersloh. Die Verlängerung des Sponsorings zeigt uns, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.“ Neumann betont, dass die Vertragsverlängerung zeigt, dass die IG Metall sich nicht nur für die Belange der Arbeitnehmerinnen einsetzt, sondern auch für gesellschaftliche Gleichstellungsfragen. Dazu gehört nach Aussage des Geschäftsführers der IG Metall Geschäftsstelle Gütersloh-Oelde Thomas Wamsler der Frauenfußball: „Sport ist die ideale Form Brücken zu bauen.“ „Wir freuen uns sehr, dass der FSV Gütersloh diese Unterstützung erhält und die IG Metall weiter auf die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs in Ostwestfalen-Lippe setzt. Wir werden weiter hart arbeiten, um gemeinsam mit unserem Partner erfolgreich zu sein“, so Neumann. Wamsler bedankt sich für die hervorragende Zusammenarbeit: „Wir haben bereits im ersten Jahr gemerkt, wie viel Einsatz, Leidenschaft und Entwicklung beim FSV zu sehen ist. Hier wird Mädchen und Frauen eine Möglichkeit geboten, auf dem höchsten Niveau Fußball zu spielen. Wir möchten diese positiven Entwicklungen weiter unterstützen und sind überzeugt davon, dass im Frauenfußball auch ein starker Verein aus Ostwestfalen-Lippe vertreten sein muss. Die IG Metall Gütersloh-Oelde möchte hierzu weiter einen Beitrag leisten.“ Chris Punnakkattu Daniel, Strategischer Berater & Leiter Medien / Kommunikation des FSV Gütersloh, betont die Bedeutung von starken Partnern für den Verein und den Frauenfußball: „Die Verlängerung des Sponsoringvertrages um mehrere Jahre ist ein wichtiges Signal an die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe, aber auch ein Bekenntnis für den Wirtschafts- und Sportstandort der durch den FSV Gütersloh überregional vertreten wird. Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen, das uns die IG Metall Gütersloh-Oelde entgegenbringt, und werden auch in Zukunft gemeinsam an einer nachhaltigen Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs arbeiten.“ Die Industriegewerkschaft Metall ist mit 2,26 Millionen Mitgliedern die größte Einzelgewerkschaft in der Bundesrepublik Deutschland und ebenfalls die weltweit größte organisierte Arbeitnehmervertretung. In unserer Region vertritt die Geschäftsstelle Gütersloh-Oelde mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück knapp 16.000 Mitglieder. Die IG Metall vertritt die in ihr organisierten ArbeitnehmerInnen der Branchen Metall/Elektro, Stahl, Textil/Bekleidung, Holz/Kunststoff und Informations- und Kommunikationstechnologiebranche.

U17-Bundesligateam leistet bei 0:4-Niederlage in Leverkusen kaum Gegenwehr

FSV ohne Torerfolg in Leverkusen. (Archivfoto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Beim Tabellenführer lag die Latte natürlich verdammt hoch, doch beim Versuch, sie zu überspringen, geriet der FSV Gütersloh schon beim Anlauf aus dem Rhythmus. Die 0:4-Niederlage unseres U17-Bundesligateams am Samstag bei Bayer 04 Leverkusen wäre unter normalen Umständen vielleicht akzeptabel gewesen, doch diesmal haderte Christian Franz-Pohlmann mit dem Ergebnis. „Es war teilweise ein kraftloser, schläfriger und unmotivierter Auftritt“, tat sich der Coach schwer, schonende Worte für seine Spielerinnen zu finden. Während der Sieger des Gütersloher Hallenmasters seine weiße Weste beeindruckend verteidigte und nach 14 Erfolgen in 14 Spielen unangefochten an der Spitze trohnt, geht es für den FSV in den letzten vier Saisonspielen darum, den 4. Tabellenplatz zu behalten. „Es kam Vieles zusammen“, beschränkte sich der FSV-Coach darauf, die sportlichen Gründe für die „klare Unterlegenheit“ darzulegen: „Auf vielen Positionen sind wir gar nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir haben nur am Spiel teilgenommen und kamen für einen Sieg überhaupt nicht in Frage.“ Die einzige nennenswerte Torchance hatte in der ersten Halbzeit Joyce Schüttelhöfer, doch sie scheiterte aus halblinker Position an der Leverkusener Keeperin Louisa Remien. Dass von den acht Chancen des Gegners vier zu Toren führten, schreibt Franz-Pohlmann zu fünfzig Prozent direkter Gütersloher Mithilfe zu. So wurde das 1:0 in der 21. Minute durch einen Fehlpass von Torhüterin Linna Hermsmeier eingeleitet, für den sich die per Flanke in Szene gesetzte Delice Boboy per Kopf bedankte. Und das 4:0 in der 60. Minute war ein Eigentor von Finja Kappmeier. Unsere Kapitänin wollte den Ball nach einer Hereingabe per Kopf zu Hermsmeier ablegen, doch die hatte ihr Tor verlassen, so dass der Ball im Netz landete. Die weiteren Treffer teilten sich die beiden herausragenden Leverkusener U17-Nationalspielerinnen. Delice Boboy markierte in der 28. Minute mit einem Chip-Ball über Hermsmeier hinweg via Innenpfosten ihr 21. Saisontor. Und Estrella Merino Gonzales, die bereits mit einem Zweijahresvertrag an das Leverkusener Frauen-Bundesligateam gebunden wurde, köpfte in der 55. Minute das 3:0 – bereits ihr 17. Treffer. Zwei weitere Male musste Lina Hermsmeier ihr ganzes Können aufbieten, um ein Debakel zu verhindern. Die Gütersloher Gegenwehr war sehr überschaubar: „Wir haben selten drei Pässe hintereinander hinbekommen“, bemängelte der Trainer und schilderte seinen Besorgnis erregenden Eindruck: „Die Mädels haben nicht als Mannschaft zusammengearbeitet.“ FSV Gütersloh: Hermsmeier – Naccarato, Burholz, Kappmeier, Kiske – Ebert (58. Adas) – Nünning, Krohne (74. Golparvari), Heisinger (74. Schoemann) – Schüttelhofer (41. Duran), Wicke (58. Franz).

FSV II kassiert eine knappe 2:3 Niederlage gegen clevere Bocholterinnen

FSV II Abwehrspielerin Pamela Jahn im Regionalligaspiel gegen Borussia Bocholt. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Auf dem Blatt Papier erschien die Partie vor dem Anpfiff in  der Tönnies Arena eine klare Angelegenheit zu sein. Mit der 2. Mannschaft des FSV Gütersloh empfing der Tabellenzwöfte Borussia Bocholt, den Zweiten der Regionalliga West. Doch die rund 50 Zuschauer*innen erlebten ein abwechslungsreiches Spiel, in dem sich der FSV Gütersloh am Ende nur knapp mit 2:3 geschlagen geben musste. Das Perspektivteam des FSV ging in der 20. Spielminute gegen die favorisierten Bocholterinnen in Führung. Laura Ostenfelder konnte den Ball im gegnerischen Tor unterbringen. Die Führung war nicht unverdient, doch sie sollte nur von kurzer Dauer sein. Bocholt egalisierte den Spielstand nach nur zwei Minuten durch ein Tor von Carmen Koens. Die beiden Mannschaften ließen keinen Klassenunterschied erkennen und gingen mit einem gerechten 1:1 in die Halbzeitpause. Marie Schröder ließ die Gütersloher Fans wieder jubeln und hoffen, als sie in der 62. Spielminute den FSV mit ihrem Tor zum 2:1 wieder in Front brachte. Doch auch diese Freude hielt nicht allzu lange an. Bocholt antwortete bereits 60 Sekunden später mit dem erneuten Ausgleich. Alina Angerer konnte FSV-Torhüterin Isabell Mischke bezwingen und somit den Spielstand auf 2:2 korrigieren. Die Gäste aus Bocholt agierten clever und abgeklärt. So auch in der 63. Spielminute als die ehemalige FSV-Angreiferin Nina Lange im Strafraum zu Fall kam und einen Elfmeter zugesprochen bekam. Lange verwandelte den Foulelfmeter ganz souverän und bescherte Borussia Bocholt somit einen 3:2 Sieg. Die Mannschaft des FSV Gütersloh zeigte eine insgesamt gute und vielversprechende Leistung, die ein leistungsgerechtes Unentschieden verdient hätte. Somit war nach den 90 Minuten eine Enttäuschung zu spüren und dennoch auch Zuversicht ob der Tatsache, dass man gegen den Tabellenzweiten lange Zeit ebenbürtig war und sogar ohne Punkt nach Hause schicken hätte können. Darauf kann die Mannschaft aufbauen und selbstbewusst in die nächsten Partien gehen.

Regionalliga-Livestream: FSV Gütersloh II – Borussia Bocholt (Donnerstag, 6. April ab 20 Uhr)

Die 2. Mannschaft des FSV Gütersloh möchte den positiven Trend fortsetzen. (Foto: Martin Löffler / FSV Gütersloh 2009)

Topspiel am Ostersamstag: FSV U-17 zu Gast beim Tabellenführer Bayer Leverkusen

Die U-17 Mannschaft des FSV Gütersloh beim Warmmachen. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Die lange Warten hat endlich ein Ende für unsere U-17 Mannschaft. Das Team von Cheftrainer Christian Franz-Pohlmann darf am kommenden Wochenende nach einer vierwöchigen Pflichtspielpause wieder um die Punkte kämpfen. Am Ostersamstag, 8. April wartet mit Bayer 04 Leverkusen dann auch direkt der Tabellenführer der B-Juniorinnen-Bundesliga auf unser Team. Die Werkself aus Leverkusen steht mit 39 Punkten aus 13 Spielen souverän auf Platz eins, während unsere Mannschaft mit 24 Punkten den vierten Tabellenplatz belegt. Gegen Leverkusen möchte der FSV mit einer spielerisch und kämpferisch ansprechenden Leistung überzeugen, um so vielleicht den formstarken Rheinländerinnen ein Bein zu stellen. Wie stark Bayer Leverkusen in dieser Saison ist, haben sie bereits in der Hinrunde bewiesen. Damals musste sich der FSV in der heimischen Tönnies Arena mit 0:2 geschlagen geben. Die Partie der B-Juniorinnen-Bundesliga zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FSV Gütersloh wird am Samstag um 14:00 Uhr angepfiffen. Spielort wird das Leistungszentrum Kurtekotten sein.

U-17 Spielerin Nora Willeke erleidet im Training einen Außenbandriss

U-17 Spielerin Nora Willeke (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh muss in den nächsten Wochen auf Nora Willeke verzichten. Die junge Spielerin aus der U-17 Mannschaft hat sich im Training einen Außenbandriss zugezogen und wird somit in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest ausfallen. Ein Außenbandriss ist eine schmerzhafte Verletzung, die durch eine Überdehnung oder einen Riss des Bandes an der Außenseite des Sprunggelenks entsteht. Die Heilungsdauer kann je nach Schweregrad der Verletzung mehrere Wochen bis Monate betragen. Der FSV Gütersloh wünscht Nora eine schnelle und erfolgreiche Genesung. Wir wissen, dass sie eine starke und kämpferische Spielerin ist und wir sind sicher, dass sie bald wieder auf dem Platz stehen wird, um ihr Team zu unterstützen.

FSV Gütersloh sucht Einlaufkinder für Zweitligaspiel gegen den FC Ingolstadt

Einlaufkinder beim FSV Gütersloh (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Sie sind Spieltag für Spieltag ein echtes Highlight: Die Einlaufkinder bei unseren Heimspielen in der 2. Frauen-Bundesliga. Oftmals sind bei den Kindern vor den Spielen Vorfreude und Nervosität zu spüren. Doch danach bleiben strahlende Gesichter, unvergessliche Momente, viele Fotos und Autogramme. Für unser nächstes Heimspiel am Sonntag, 16. April 2023 suchen wir Einlaufkinder, die mit den Spielerinnen des FSV Gütersloh und dem FC Ingolstadt in der Tönnies-Arena einlaufen möchten. Da die für das Ingolstadt-Spiel vorgesehenen Einlaufkinder leider kurzfristig absagen mussten, sucht der FSV Gütersloh nun nach einer Jugendmannschaft, die gerne diesen unvergesslichen Moment miterleben möchte. Bewerben können sich Jugendmannschaften von den G-Junior*innen bis maximal zu den C-Junior*innen. Interessierte Mannschaften können sich gerne per E-Mail bei Herrn Michael Horstkötter (m.horstkoetter@fsvguetersloh.de) melden.

Nachholspiel am Gründonnerstag: FSV II empfängt Borussia Bocholt

FSV II Kapitänin Svenja Hörenbaum (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Am gestrigen Sonntag konnte die 2. Mannschaft des FSV Gütersloh einen 3:2-Auswärtssieg bei der SGS Essen II einfahren. Doch weniger als 24 Stunden nach dem Erfolg an der Ardelhütte, liegt der Fokus auch schon wieder auf dem nächsten Spiel in der Regionalliga West. Denn das Team von Cheftrainer Mark Oliver Stricker wird bereits am Gründonnerstag, 6. April in einem Nachholspiel Borussia Bocholt in der Tönnies Arena empfangen. Dass die Freude über den wichtigen Sieg bei den Essenerinnen nur von kurzer Dauer ist, kann man beim Betrachten der Tabelle nachvollziehen. Unser Perspektivteam belegt aktuell den zwölften Tabellenplatz und somit einen von insgesamt drei Abstiegsplätzen. Da die Konkurrenz von Vorwärts Spoho Köln ebenfalls einen Sieg feiern konnte (3:0 gegen Arminia Bielefeld), bleibt der FSV weiter auf einem Abstiegsplatz. Das Saisonziel unseres Perspektivteams ist als Aufsteiger aus der Westfalenliga der Klassenerhalt. Nach dem Sieg gegen Essen folgt nun das Duell gegen das Topteam von Borussia Bocholt. Die Bocholterinnen stehen auf dem zweiten Platz und haben trotz der Bekanntgabe eines Verzichts auf einen möglichen Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga einen sportlichen Einbruch vermeiden können. Somit erwartet unsere Mannschaft am Gründonnerstag einen Gegner in Bestform, gegen den sich unsere Mannschaft mit dem Rückenwind aus dem gestrigen Spiel behaupten möchte. Die Nachholpartie der Regionalliga West zwischen dem FSV Gütersloh II und Borussia Bocholt wird am Gründonnerstag, 6. April um 20:00 Uhr angepfiffen. Spielort wird die Tönnies Arena sein.

Notwendiger Überraschungssieg für die „Zweite“ des FSV Gütersloh in Essen

FSV-Angreiferin Marie Schröder (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Im vierten Spiel des Jahres 2023 hat das Perspektivteam des FSV Gütersloh endlich den ersten „Dreier“ geholt. Beim Tabellenfünften SGS Essen II gelang am Sonntag ein unerwarteter 3:2-Triumph. Der Überraschungssieg war allerdings notwendig, um im Abstiegskampf der Regionalliga nicht den Anschluss zu verlieren. Weil Vorwärts Spoho Köln nämlich gleichzeitig mit 3:0 gegen Arminia Bielefeld gewann, bleibt der FSV auf Rang zwölf, einem Abstiegsplatz. Der Rückstand auf drei Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt (Siegen, Köln, Recklinghausen) beträgt drei Punkte. Trainer Marc-Oliver Stricker musste die Reise nach Essen mit einem „zusammengewürfelten Haufen“ antreten. Verletzungen (Sauer, Hörenbaum) und zum Teil kurzfristige Erkrankungen (Zitzer, Rädeker, Ostenfelder) konnten nur zum Teil durch Leihgaben aus der „Ersten“ (Strothmann, Schriek) sowie der U17 (Pösentrup) kompensiert werden. Insgesamt saßen lediglich vier Feldspielerinnen, aber keine Ersatztorhüterin auf der Bank. Dass der Tross wegen einer Autobahn-Vollsperrung erst kurz vor dem Anpfiff in Essen eintraf, hatte die Zuversicht vor dem Anpfiff nicht vergrößert. Allen Widrigkeiten zum Trotz legte unsere „Zweite“ auf dem Kunstrasenplatz an der Ardelhütte aber einen Traumstart hin. Gleich in der zweiten Minute köpfte Birgitta Schmücker eine von Julia Gärtner getretene Ecke zur umjubelten 1:0-Führung ins Netz. Die 35-Jährige, seit ihrem Comeback stets als Mittelstürmerin nominiert, war aufgrund der Personalknappheit in der Innenverteidigung eingesetzt worden. Das frühe Pressing brachte dem FSV in der 8. Minute bereits die vierte Ecke ein. Diesmal schlug Leandra Kammermann den Ball auf den ersten Pfosten, wo ihn Schmücker verlängerte. Pamela Jahn stand dahinter goldrichtig und erhöhte per Kopf auf 2:0. Und als Marie Schröder in der 42. Minute nach Vorarbeit von Lena Strothmann das 3:0 erzielte, schien die Vorentscheidung zur Pause bereits gefallen zu sein. „Wir haben in der ersten Halbzeit keinen wirklichen Essener Torschuss zugelassen“, lobte „Mo“ Stricker sein Team für die konzentrierte Defensivarbeit. Mehr und mehr gingen den Gütersloherinnen im zweiten Durchgang aber die Körner aus. Schröder musste in der 61. Minute wegen Kreislaufproblemen ausgewechselt werden, bei den ungemein fleißigen Lena Strothmann und Finnja Schriek merkte man, dass sie lange nicht gespielt hatten. „Aber auch einige andere von uns gingen auf dem Zahnfleisch“, bemerkte der Trainer und registrierte, dass Essen mehr und mehr spielerisches Übergewicht bekam. Der Anschlusstreffer in der 67. Minute durch Teresa Buonarroti ließ die Gastgeberinnen zudem an einer Aufholjagd schnuppern. Ausgeschnuppert hätte es sich allerdings, als der Ball in der 78. Minute nach einer Freistoßhereingabe und kletztem Kontakt durch eine Essener Spielerin zum vierten Mal im SGS-Tor lag. „Dann wäre der Deckel drauf gewesen“, ist sich Stricker sicher. Er musste aber zähneknirschend akzeptieren, dass Schiedsrichter Alexander Stiller-Bach den Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Biggi Schmücker nicht anerkannte. Obwohl sich die Gütersloherinnen mit letzter Kraft in jeden Schuss warfen, wobei Lena Lückel den Widerstand organisierte und anführte, kassierten sie in der 89. Minute durch Lizzy Weinkauf das 2:3. In der sechsminütigen Nachspielzeit lag zwar das 3:3 in der Luft – aber auch das 2:4, denn Lena Strothmann traf mit einem frechen 55-Meter-Versuch über die SGS-Schlussfrau hinweg den Pfosten. Ihren Teil zur letztendlichen Sicherung des „Dreiers“ trug auch die 16-jährige Torhüterin Luisa Pösentrup bei, die in ihrem ersten Frauen-Pflichtspiel eine überzeugende Leistung bot. „Ich fand es klasse, wie sich die Mädels reingeworfen haben. Wir geben nicht auf.“ Mark-Oliver Stricker rechnet sich vor allem dann etwas für den Kampf um den Klassenerhalt aus, wenn die Personallage stabil bleibt. „Unser Ziel muss es sein“, so der Trainer, „in den nächsten Spielen so nahe an die Konkurrenz heranzurücken, dass wir hinten heraus noch Endspiele haben.“ Die nächste Aufgabe könnte dem FSV dabei Bonuspunkte bescheren: Am Gründonnerstag kommt der Tabellenzweite Borussia Bocholt zum Nachholspiel in die Tönnies-Arena. Anstoß ist um 20 Uhr. FSV Gütersloh II: Pösentrup – T. Rother, Lückel, Schmücker, Büttner – Kammermann – Jahn, Schriek (86. Meier) – Schröder (61. Reinkensmeier, 90.+2 Ludwigt), Strothmann, Gärtner (89. Wellpott). Tore: 0:1 (2.) Schmücker, 0:2 (8.) Jahn, 0:3 (42.) Schröder, 1:3 (67.) Buonarroti, 2:3 (89.) Weinkauf.

FSV Gütersloh fällt durch 0:2-Niederlage in Nürnberg in die Rolle des Jägers zurück

FSV-Defensivallrounderin Maren Tellenbröker im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Das Wechselspiel im Rennen um den Aufstieg zur Frauenfußball-Bundesliga geht weiter. Durch die 0:2-Niederlage im Spitzenspiel der 2. Liga beim 1. FC Nürnberg ist der FSV Gütersloh wieder in die Rolle des Jägers zurückgefallen. Das Team unserer Trainer Britta Hainke und Sammy Messalkhi, das sich zuvor mit vier Siegen hintereinander in eine direkte Aufstiegsposition gehievt hatte, liegt als Tabellenvierter nun einen Punkt hinter dem „Club“ auf Rang vier. „Wir bleiben positiv“, gab Messalkhi den Spielerinnen aufmunternd mit auf den Weg, als sie enttäuscht den Max-Morlock-Platz verließen. Und die Botschaft kam an: „Wir blicken nach vorne. Es sind noch sieben Spiele und wir glauben nach wie vor an die Chance, in die erste Liga aufzusteigen“, sagte Angreiferin Marah Tayeh. Die Niederlage auf dem vom Dauerregen durchweichten Naturrasenplatz, wohin die Nürnberger die Partie wenige Tage vorher verlegt hatten, war insofern bitter, als der FSV keineswegs schlechter als die Gastgeberinnen spielte. Unsere taktisch perfekt auf die Club-Strategie eingestellte Elf war sogar in den ersten 25 Minuten klar tonangebend. Die Innenverteidigung mit Anna Höfker und Paula Reimann fing bis dahin jeden Nürnberger Versuch, aus einer defensiven Abwartehaltung heraus die schnelle Stürmerin Nastassja Lein mit langen Bällen zu bedienen, souverän ab. Und das Gütersloher Mittelfeld eroberte nahezu alle zweiten Bälle, so dass sich das Geschehen vor allem zwischen der Mittellinie und dem Nürnberger Strafraum abspielte. Allerdings kam der FSV gegen gut verteidigende Cluberinnen nicht abschlussgefährlich bis in die Box durch, und die guten Vorstöße über den rechten Flügel mündeten zu selten in präzise Flanken oder scharfe Hereingaben. „Wir haben manchmal die falschen Entscheidungen getroffen“, stellte Britta Hainke fest. Angesichts der Verteilung der Spielanteile war ein klares Abseitstor durch Lein in der 25. Minute nur ein kleiner Schreck. Der aber brachte FSV offenbar leicht aus dem Rhythmus. Sieben Minuten später dann der 0:1-Schock: Im Mittelfeld gelang es nacheinander drei unseren Mädels nicht, einen Diagonalball von Lara Felix zu verhindern, und als final Anna Höfker den Flugball im Sprung nicht mit dem Fuß erreichte, stand Nastassja Lein frei vor Sarah Rolle und verwandelte eiskalt. Die Gütersloherinnen strafften sich jedoch wieder und kamen vor der Pause durch Jaqueline Baumgärtel endlich zur ersten Torchance: Ihr Schuss aus 17 Metern ging indes knapp über die Latte (44.). Nach dem Wechsel war es wieder die fleißige Baumgärtel, die mit einem Versuch aus spitzem Winkel an der guten Torhüterin Lea Paulick scheiterte (50.). Sechs Minuten später rächte es sich für den FSV abermals, im zentralen Mittelfeld keinen engen Zugriff auf Lara Felix zu haben. Die österreichische Auswahlspielerin passte U17-Nationalspielerin Marina Scholz auf dem linken Flügel sehenswert frei. Deren Flanke erwischte Nadja Burkhard mit dem Kopf und es stand vor 384 dauerberegneten Zuschauern 2:0 für Nürnberg. Um es vorwegzunehmen: Zu mehr echten Torchancen kamen die Gastgeberinnen nicht mehr. Und die Gütersloherinnen? Sie erkämpften und erspielten sich zwei Hochkäräter, nutzten sie aber nicht. Erst scheiterte Baumgärtel nach einem tollen Zuspiel der beherzt fightenden Celina Baum aus zehn Metern an Lea Paulick (58.), dann köpfte Shpresa Aradini eine Flanke von Rechtsverteidigerin Emilia Deppe aus fünf Metern unbedrängt neben das Tor (62.). Was folgte, war das Bemühen von der FSV-Bank, mit Wechseln eine Wende zu erzwingen, was aber ebenso wenig fruchtete wie der Versuch der Spielerinnen auf dem Feld, irgendwie zu einem Anschlusstreffer zu kommen. „Wir haben die meiste Zeit den Ball gehabt, sind aber nicht gefährlich genug vors Tor gekommen, um Chancen zu kreieren“, gestand Melanie Schuster. Die 25-Jährige feierte rund 13 Monate nach ihrer Schwangerschafts- und Babypause ihr Comeback im Zweitligateam. „Abgesehen vom Ergebnis fühlt es sich gut an“, kommentierte die in ihrem 119. Ligaspiel als Innenverteidigerin eingewechselte Spielerin die Rückkehr auf den Platz. Nach der Osterpause empfängt der FSV Gütersloh am Sonntag, 16. April, zum ersten der sieben „Endspiele“ den FC Ingolstadt in der Tönnies-Arena. „Diese sieben Spiele werden noch heiß, und es wird ein spannendes Aufstiegsrennen“, schaltete Anna Höfker trotz des aktuellen Frustes mit trotziger Stimme gleich wieder in den Angriffsmodus. 1. FC Nürnberg: Paulick – Bogenschütz, Guttenberger, May – Salfelder, Burkard (65. Fournier), Brunmair, Felix (89. Thöle), Scholz – Kusch (76. Bauereisen), Lein. FSV Gütersloh: Rolle – Deppe, Höfker, Reimann, Pagel (56. Tayeh) – Tellenbröker – Leubner (64. Schuster), Aradini (64. Gomulka) – Kreil (80. Stojan) – Baumgärtel (80. Kappmeier), Baum. Im Aufgebot: Manteas, Mischke (Tw). Schiedsrichterin: Selina Menzel (Karlsruhe: Gelbe Karten: Felix – Leubner, Reimann. Zuschauer: 384. Tore: 1:0 (32.) Lein, 2:0 (56.) Burkard.

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