Der FSV Gütersloh wird am morgigen Sonntag, 12. März in einer Partie der 2. Frauen-Bundesliga die SG 99 Andernach in der Tönnies Arena empfangen. Der VIP-Raum wird auch an diesem Spieltag wegen Krankheit geschlossen bleiben. Wir konnten den VIP-Raum bereits am vergangenen Sonntag krankheitsbedingt nicht öffnen und hoffen, dass wir diese Annehmlichkeit bald wieder anbieten können. Wir danken für das Verständnis und freuen uns sehr, Sie und Euch bald wieder in unserem VIP-Raum begrüßen zu dürfen.
Kategorie: News
DFB-Präsidium verabschiedet Rahmenterminkalender 2023/2024
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auf seiner Sitzung am heutigen Freitag den Rahmenterminkalender der Frauen für die Saison 2023/2024 verabschiedet. Die Spielzeit startet mit der ersten Runde im DFB-Pokal, die zwischen dem 12. und 14. August 2023 ausgetragen wird. Am 19. und 20. August beginnt die 2. Frauen-Bundesliga. Die FLYERALARM Frauen-Bundesliga geht vom 15. bis 17. September in ihre neue Saison. Nach dem 10. Spieltag in der Frauen-Bundesliga vom 15. bis 18. Dezember und dem 13. Spieltag in der 2. Frauen-Bundesliga am 17. Dezember gehen beide Wettbewerbe in die Winterpause. Der erste Spieltag nach dem Jahreswechsel in der höchsten Spielklasse findet vom 26. bis 29. Januar 2024 statt, der Spielbetrieb der 2. Frauen-Bundesliga wird am 14. Februar 2024 fortgesetzt. Frauen-Bundesliga: Letzter Spieltag am 20. Mai 2024 Der 22. und letzte Spieltag in der Frauen-Bundesliga ist für das Pfingstwochenende vorgesehen und findet voraussichtlich am Pfingstmontag, 20. Mai 2024, statt. Am 26. Mai 2024 wird der letzte Spieltag in der zweithöchsten Spielklasse ausgetragen. Die Aufstiegsspiele von der Regionalliga in die 2. Frauen-Bundesliga sind für den 9. und 16. Juni 2024 angesetzt. Die zweite Runde im DFB-Pokal der Frauen wird vom 9. bis 11. September 2023 ausgetragen, ehe das Achtelfinale zwischen dem 25. und 26. November und das Viertelfinale vom 5. März bis 7. März 2024 folgen. Die beiden Halbfinalbegegnungen sind für den 30. und 31. März 2024 terminiert. Das Finale im Kölner Rhein-Energie-Stadion findet am 9. Mai 2024, also Christi Himmelfahrt, statt. U 17-Bundesliga startet am 9. September Auch der Rahmenspielplan der B-Juniorinnen-Bundesliga 2023/2024 wurde heute vom DFB-Präsidium verabschiedet. Demnach startet die Spielzeit der Juniorinnen am 9. September 2023. Am 2. Dezember steht für die Mannschaften der letzte Bundesligaspieltag vor der Winterpause an, ehe die Saison am 2. März 2024 fortgesetzt wird. Sie endet am 4. Mai 2024. Wann das Finale um die Deutsche Meisterschaft stattfinden wird, hängt in dieser Altersklasse von der Teilnahme an der U 17-Europameisterschaft ab: Sollte sich die DFB-Auswahl nicht für das Turnier qualifizieren, findet das B-Juniorinnen-Finale am 25. Mai 2024 statt. Ist die Nationalmannschaft jedoch bei der europäischen Endrunde dabei, steigt das Endspiel der B-Juniorinnen-Bundesliga am 1. Juni 2024. (Quelle: DFB.de)
Volunteers gesucht: Sei Teil der Olympischen Spiele – und das in Gütersloh!
Habt ihr schon einmal Sportler*innen kennengelernt, die an Olympischen Spielen teilgenommen haben? Falls nicht, bietet die Stadt Gütersloh jetzt die Gelegenheit dazu! Vom 12. bis zum 15. Juni 2023 wird die Delegation aus Estland, die direkt im Anschluss an den Special Olympics World Games – den Spielen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung – in Berlin teilnehmen wird, in Gütersloh sein! Um den Gästen eine unvergessliche Zeit in Gütersloh zu bereiten, sucht die Stadt Gütersloh ehrenamtliche Helfer*innen (Volunteers), die Zeit und Lust haben, dabei tatkräftig zu unterstützen. Zum Hintergrund: Vom 16. bis zum 25. Juni 2023 finden erstmals die Special Olympics World Games in Berlin statt. Der Geist der Olympischen Spiele wirft seinen Schatten voraus – bis nach Gütersloh! Etwa 50 Personen kommen im Rahmen des sogenannten „Host Town Programs“ zu uns, um unsere Stadt, die Menschen und ihre Kultur kennenzulernen, sich auf die Weltspiele einzustimmen und sich auf die anstehende sportliche Herausforderung vorzubereiten. Die Stadt Gütersloh wird den Gästen ein buntes Programm bieten und sucht dafür tatkräftige Unterstützung durch Personen, die Lust und Zeit haben im Juni Teil des Host Town Programs zu sein. Aufgabenbeschreibung: Die Aufgaben dieser ehrenamtlichen Helfer*innen reichen von der Unterstützung der Sportler*innen beim Ein-/Auschecken in den Hotels über das Bereithalten von Verpflegung bis hin zur Begleitung und Unterstützung der Delegation bei den verschiedenen Veranstaltungspunkten, wie z.B. Stadtführungen, Sporteinheiten, Besichtigungsterminen und Abendveranstaltungen. Aber keine Angst: Es ist nicht zwingend erforderlich, den ganzen Tag eingesetzt zu sein! Die Stadt Gütersloh wird für alle die passenden Einsätze finden. Übersetzer*in/Dolmetscher*in gesucht! Darüber hinaus ist die Stadt Gütersloh auf der Suche nach Personen, die von Deutsch ins Estnische übersetzen können. Dabei handelt es sich um Texte, wie Informations-, Hinweisschilder und sonstige Dokumente. Auch Dolmetscher*innen werden gesucht, die vor Ort im direkten Austausch mit der Delegation zum Beispiel Gespräche, Reden oder bei Führungen übersetzen können. Weitere Informationen findest du unter: www.stadt.gt/hosttown Willkommen ist ausdrücklich auch die Unterstützung von Menschen mit Behinderung, alleine oder als Tandempartner*in mit Menschen ohne Behinderung – ganz im Sinne der Inklusion. Kurz und knapp – die Fakten: Wieso? – Nutze die Gelegenheit, Teil der Olympischen Spiele zu sein Was? – Unterstütze die Stadt Gütersloh als Gastgeberin für die estnische Delegation Wann und wo? – Montag, 12. bis Donnerstag, 15. Juni 2023, an verschiedenen Orten in Gütersloh Voraussetzungen? – Mindestalter 16 Jahre (Stichtag 1. Juni 2023) Interesse? – Bitte sende bis zum 25.04.2023 folgende Informationen an britta.thieme@guetersloh.de: • Name, Alter, Kontaktinformationen, Verfügbarkeit • Liegt bei dir eine Behinderung vor? • Kannst du dir vorstellen, ein Tandem mit einer behinderter / nicht behinderten Person zu bilden? • Verfügst du über besondere Fähigkeiten, die du als Volunteer gut einsetzen könntest? • Gibt es sonst etwas, das für deinen Einsatz relevant ist?
Julia Boike leitetet die Partie zwischen dem FSV Gütersloh und der SG 99 Andernach
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat das Schiedsrichterinnengespann für unser Zweitligatopspiel gegen die SG 99 Andernach bekanntgegeben. Die 27-jährige Julia Boike aus Altenstadt wird die Partie in der Tönnies Arena leiten, während Eva Kastenholz und Christina Junkers ihr assistieren werden. Die Begegnung zwischen dem FSV Gütersloh und dem Tabellenzweiten aus Andernach wird um 14:00 Uhr angestoßen. Tickets für die Partie sind weiterhin über den FSV-Onlinticketshop auf www.fsvguetersloh.de und an der Tageskasse erhältlich.
Unser 2.FBL-Gegnercheck: SG 99 Andernach zu Gast in der Tönnies Arena
Davon gesprochen hatte der Verein schon seit längerem, nun kam die offzielle Bestätigung: Die SG 99 Andernach wird beim DFB bis zum Fristende am 15. März keinen Antrag auf Zulassung für die Frauenfußball-Bundesliga stellen. Das erklärten Patrick Schmitz (Geschäftsführer der Frauen- und Mädchenabteilung), Isabelle Hawel (Teammanagerin und Abteilungsleiterin) sowie Florian Stein (Cheftrainer und Sportlicher Leiter) offiziell nach einer finalen Diskussionsrunde mit den Spielerinnen der ersten Mannschaft. Damit scheidet der aktuelle Tabellenzweite aus dem Kreis der Aufstiegskandidaten aus. Als Grund für den Verzicht nannte die SG-Führung „infrastrukturellen und personellen Nachbesserungsbedarf in beträchtlichem Umfang.“ Trotz der aktuellen Kernsanierung der Tribüne, wo für rund 400.000 Euro 353 Sitzplätze entstehen sollen, seien andere, essenzielle Bestandteile des Stadions in Andernach nach eingehender Prüfung nur bedingt erstklassig. Die Beschaffenheit des Rasenplatzes entspreche derzeit nicht dem üblichen Standard in der Bundesliga, die zwingend notwendige 800-Lux-Flutlichtanlage fehlt. Um Abhilfe zu schaffen, sei eine Investition von etwa einer Million Euro erforderlich. Ein Umzug in ein anderes Stadion wäre in einem Übergangsjahr mit Zustimmung des DFB zwar möglich. „Aber das würde die SG 99 deutlich von ihrer regionalen Fanbasis entfremden“, so der Klub. Ein Wechsel des Austragungsorts brächte überdies einen immensen organisatorischen Aufwand mit sich. Zudem sind vier hauptamtliche Kräfte in Führungspositionen zu installieren. Diese Bedingung würde die derzeit in verantwortlicher Funktion handelnden Personen aufgrund ihrer beruflichen Ausrichtung unweigerlich aus dem Vereinsamt bei den „Bäckermädchen“ katapultieren, so der Verein. Man wolle sich zur Saison 2023/2024 in Teilen neu und vor allem breiter aufstellen, um vielleicht in nicht allzu ferner Zukun den Erfordernissen in der ersten Bundesliga vollauf gerecht zu werden. Eine Weichenstellung dafür soll die am 30. Januar erfolgte Gründung eines unterstützenden Fördervereins gewesen sein. „Volle Konzentration gilt nun der Rückrunde der 2. Bundesliga, in der die sportlich bislang so erfolgreiche Mannschaft weiterhin alles geben wird, um den zweiten Platz zu verteidigen“, heißt es abschließend in der offiziellen Erklärung. Tatsächlich spielen die „Bäckermädchen“, wie die Fußballerinnen der SG 99 Andernach in der Heimat genannt werden, eine beeindruckend starke Saison. Als einziges Team fügten sie Spitzenreiter RB Leipzig eine Niederlage bei und stehen seit Anfang Dezember auf dem 2. Tabellenplatz. In der Winterpause wurde der Kader mit der aus Portugal zurückgekehrten Dana Schüller (23, zuletzt 1. FC Köln II) und der aus den USA gekommenen Kroatin Tijana Duricek (24) verstärkt. Der Start ins Jahr 2023 verlief mit einem 2:0-Erfolg über den SC Sand erfolgreich, doch seitdem scheint etwas Sand im Getriebe. Dreimal hintereinander musste sich die Equipe von Trainer Florian Stein mit Unentschieden zufrieden geben – erst beim 1. FC Köln II (1:1), dann beim SC Freiburg II (3:3) und zuletzt gegen den FC Bayern München II (0:0). Bekannteste Spielerin im Kader ist die frühere U20-Weltmeisterin Kathrin Schermuly (27), die 2019 zusammen mit ihrer Schwester Julia (24) von Wetzlar nach Andernach wechselte. Beste Torjägerin ist mit sieben Saisontreffern die Kapitänin, die unter neuem Namen aufläuft: Lisa Umbach hat einen Stürmer der ersten Männermannschaft geheiratet und heißt jetzt Lisa Kossmann. Im Hinspiel am 25. September ging sie allerdings leer aus, denn die umkämpfte Partie endete mit einem torlosen Unentschieden.
FSV U-16 geht optimistisch und mit Punktepolster in die Abstiegsrunde
Drei Monate nach dem letzten Punktspiel geht an diesem Samstag die Meisterschaftssaison für unsere U-16-Talente in der B-Juniorinnen-Regionalliga weiter. Nachdem das Team von Noah Henneböhle die Hinrunde auf Rang acht abschloss, spielt sie mit den Konkurrenten der Plätze 7 bis 13 in einer einfachen Abstiegsrunde um den Klassenerhalt. „Ich schätze unsere Chancen als gut ein“, sagt der Coach mit Blick auf die Ausgangssituation. Der FSV nimmt die 16 Punkte aus der Hinrunde nämlich mit und liegt damit neun Zähler vor dem ersten der vermutlich vier Abstiegsplätze. Die Winterpause hat Henneböhle genutzt, um das Team mit Hallenturnieren und zwei Freundschaftsspielen auf das „Saisonfinale“ vorzubereiten. Die Spielerinnen der Jahrgänge 2008/2009 nahmen am Girls-Snow-Cup in Lübbecke sowie am Hallenmasters in Wiesbaden teil, wo sie Zweite wurden. Der Jahrgang 2007 startete in Herford und gewann das Hallenturnier in Höxter. Nach Testspielen gegen Emsbüren (5:2) und Steinhagen (2:3) fiel die Generalprobe leider aus, weil der VfB Schloß Holte absagte. Personell hat es einige Veränderungen gegeben. Helena Babic, Anna Steuer und Gritt Hansmeier haben das Team verlassen. Mit Anna Wetzel, Sofia Cloppenburg und Greta Sievers stießen aber auch drei neue Spielerinnen mit Zweitspielrecht zum FSV. Gleichzeitig freut sich der Coach, dass zwei Langzeitverletzte auf dem Weg zurück sind: Torhüterin Celina Seggelmann (Kreuzband) und Stürmerin Natalia Marczak (Kniescheiben-Operation) sind schon wieder im Lauftraining. Zum Ausbildungskonzept der U-16 gehört natürlich, die Spielerinnen an das Niveau der U-17-Bundesliga heranzuführen. Mehrere Talente nehmen deswegen bereits jetzt regelmäßig auch am Training des U-17-Kaders teil, weitere zwei Spielerinnen stoßen abwechselnd hinzu. Unsere U-16 Mannschaft wird am kommenden Samstag, 11. März (12:30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SV Fortuna Freudenberg in die Abstiegsrunde der B-Juniorinnen-Regionalliga starten.
FLVW beruft FSV-Spielerinnen für DFB-Länderpokal der U16-Juniorinnen
Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat seinen Westfalenauswahlkader für den bevorstehenden DFB-Länderpokal der U16-Juniorinnen bekanntgegeben. Mit Linna Hermsmeier und Laura Naccarato stehen zwei U-17 Spielerinnen des FSV Gütersloh im Kader, während Asya Nur Adas und Madleen Franz auf Abruf bereitstehen. Der Länderpokal dient als Sichtungsturnier für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und wird vom 29.03. bis 02.04.2023 in der Sportschule Duisburg-Wedau stattfinden. Am Turnier werden Spielerinnen aus den Jahrhängen 2007 und 2008 teilnehmen. Die Westfalenauswahl wird unter der Leitung von Björn Lerbs (Verbandstrainer), Verena Muckermann (Jahrgangstrainerin) und Tristan Bache (Physiotherapeut) in den DFB-Länderpokal der U16-Juniorinnen gehen. Der FSV Gütersloh gratuliert unseren nominierten Spielerinnen und wünscht ihnen viel Erfolg für das Turnier.
B-Juniorinnen-Westfalenpokal: FSV zieht nach 3:0 Sieg in Herford ins Viertelfinale ein
Der FSV Gütersloh steht nach einem Auswärtssieg gegen den Herforder SV im Viertelfinale des B-Juniorinnen-Westfalenpokals 2022/23. Die U-17 Auswahl des FSV konnte sich am gestrigen Mittwochabend in der dritten Pokalrunde mit 3:0 gegen die ostwestfälischen Konkurrentinnen durchsetzen. Aurelie Jessica Heisinger erlöste den FSV nach einer torlosen ersten Halbzeit, als sie in der 48. Spielminute die Mannschaft von Christian Franz-Pohlmann in Führung brachte. Madleen Franz erhöhte dreizehn Minuten später auf 2:0, während Asya Nur Adas mit ihrem Tor in der Nachspielzeit den Endstand von 3:0 besiegelt. Die Viertelfinalpartien des B-Juniorinnen-Westfalenpokals werden am 19. April ausgetragen. Der FSV Gütersloh wird laut Spielplan des Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e. V. (FLVW) im Viertelfinale ein Heimspiel haben.
FSV Gütersloh startet heute Abend als Titelverteidiger in den B-Juniorinnen-Westfalenpokal
Der FSV Gütersloh wird am heutigen Mittwochabend erstmals in das Geschehen des B-Juniorinnen-Westfalenpokals 2022/23 eingreifen. Unsere von Christian Franz-Pohlmann trainierte U-17 Mannschaft geht dabei als Titelverteidiger in den Wettbewerb, nachdem man im Finale der vergangenen Saison den VfL Bochum mit 2:1 besiegen konnte. Der FSV hatte in den ersten beiden Runden ein Freilos, so dass man nun in der dritten Runde die „Mission Titelverteidigung“ beginnen wird. Auf diesem Weg erwartet unsere Mannschaft mit dem Herforder SV eine erste kniffelige Hürde. Der Westfalenligist aus der Hansestadt belegt aktuell den vierten Tabellenplatz in der Liga und musste zuletzt eine 1:4 Niederlage gegen den Warendorfer SU hinnehmen. Unsere Mannschaft geht als Titelverteidiger und B-Juniorinnen-Bundesligist als Topfavorit in die Partie, doch Franz-Pohlmann und seine Spielerinnen sehen in der heutigen Aufgabe nicht als Selbstläufer. Insbesondere der torreiche Rückrundenauftakt in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest zeigt, dass nach der langen Winterpause noch Steigerungspotenzial vorhanden ist. Nach dem 6:6 Unentschieden gegen den VfL Bochum hat unsere Mannschaft weiter an der Feinabstimmung gearbeitet und möchte dies nun gegen den Herforder SV weiter festigen. Die Partie zwischen dem Herforder SV und dem FSV Gütersloh wird heute Abend auf dem Dennewitz-Sportplatz am Herforder Ludwig-Jahn-Stadion ausgetragen. Der Anpfiff der Partie wird um 19:15 Uhr erfolgen.
FSV-Torjägerin Jacqueline Baumgärtel: „Ich stelle mich nicht so gerne in den Vordergrund“
Sonntag, 11. September 2022, 14.02 Uhr: Jacqueline Baumgärtel bringt den FSV Gütersloh im DFB-Pokalspiel vor über 2.000 Zuschauern gegen den mit Nationaltorhüterin Merle Frohms angetretenen Champions-League-Sieger VfL Wolfsburg mit 1:0 in Führung – die Tönnies-Arena bebt. „Ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke“, blickt die 21-Jährige auch fünf Monate danach mit speziellen Emotionen auf das Highlight ihrer bisherigen Karriere als Fußballerin zurück. Dass die Partie gegen Popp, Oberdorf und Co. später mit 2:8 verloren geht, fällt da überhaupt nicht ins Gewicht. Mit solch einem Erlebnis hatte Jacqueline Baumgärtel nicht gerechnet, als sie sich vor der Saison zum Wechsel nach Gütersloh entschloss. „Ich hatte anfangs sogar etwas Angst“, gesteht die vom Regionalligisten Spvg. Berghofen gekommene Angreiferin. Die höhere Spielklasse und die namhafte Konkurrenz im FSV-Kader („Damals wusste ich noch nicht, dass Annalena Rieke weggeht“) flößten ihr Respekt ein. Und vom Naturell her ist sie nicht der offensive Hoppla-jetzt-komme-ich-Typ, sondern eher defensiv ausgerichtet. „Früher war ich relativ schüchtern. Ich habe kaum einen Satz herausgebracht“, verrät sie. Das ist heute zwar anders, aber eine vor Selbstbewusstsein strotzende Lautsprecherin auf dem Platz ist sie deswegen noch lange nicht. Dabei hätte die pfeilschnelle Außenstürmerin durchaus Grund, tonangebend zu sein. Schließlich ist sie mit sechs Treffern die bislang beste Torschützin des FSV Gütersloh, wo sie sich trotz aller Bedenken sofort einen Stammplatz eroberte. „Das freut mich natürlich“, sagt Jacqueline Baumgärtel mit der für sie charakteristischen Zurückhaltung. Statt stolze Sprüche rauszuhauen, weist sie lieber daraufhin, dass es angesichts der vielen Chancen schon mehr Saisontreffer hätten sein können. Auch zuletzt gegen den SC Freiburg II: „Da bin ich zweimal mit hohem Tempo in den Strafraum und war dann etwas überfordert.“ Mal ehrlich: Welcher männliche Zweitligafußballer würde so offen sein? Sie selbst findet eine Aussage ihrer Berghofener Trainerin Laura Marienfeld annähernd treffend: „Laura hat gesagt: Immer wenn du aufs Tor zuläufst, hörst du klatschende Affen im Kopf.“ Gemeint ist: Sie lässt sich von der Situation ablenken und nervös machen. Mit dem Fußballspielen begonnen hat Jacqueline Baumgärtel, die aus Heiligenrode stammt, als Vierjährige bei der TSG Sandershausen, einem anderen Ortsteil der östlich von Kassel gelegenen Gemeinde Niestetal. „Mein Papa war in der G-Jugend mein Trainer und hat mir vieles beigebracht.“ Im Grunde stammt sie aus einer Fußballerfamilie, denn die Mama war früher Torhüterin und auch der fünf Jahre ältere Bruder Pascal jagte dem Leder nach. Rasch wechselte sie zum KSV Baunatal, wo sie bis zur U16 bei den Jungen in der Abwehr spielte, ab 2015 lief sie mit Zweitspielrecht für die Mädchen von Hessen Kassel als Stürmerin auf. „Ich bin dafür, so lange wie möglich bei den Jungs zu spielen“, plädiert sie rückblickend für die inzwischen vom DFB favorisierte Talentförderung. Körperliche Robustheit und Nehmerqualitäten („Man ist nicht mehr so sensibel“) habe sie in Training und Spiel mit den Jungs erworben: „Und wenn man dann zu den Frauen wechselt, ist man nicht mehr die kleine Süße.“ Das Frauen-Zeitalter begann für sie 2019 beim Regionalligisten TSV Jahn Calden. 2021 erfolgte der Wechsel nach Berghofen. Nachdem es im Erstrundenspiel des DFB-Pokals eine 0:2-Niederlage gegen den FSV gab, belegte das von der Ex-Gütersloherin Laura Marienfeld trainierte Team Rang sechs in der Regionalliga und gewann den Westfalenpokal. Obwohl sie weite Teile der Hinrunde verletzt ausfiel, steuerte Jacqueline Baumgärtel 15 Treffer zum Erfolg bei. Der Anruf von Britta Hainke ließ nicht auf sich warten. „Es war immer mein Traum, mal 2. Liga zu spielen“, gab sie der FSV-Trainerin ihre Zusage, zumal das Team in Berghofen auseinanderfiel. Der Wechsel passte auch gut zu ihrer beruflichen Situation. Jacqueline Baumgärtel absolviert im zweiten Lehrjahr in Soest eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beim Entsorger „Remondis“, dem größten deutschen Unternehmen für Recycling, Wasserwirtschaft sowie kommunale und industrielle Dienstleistungen. Dass sie dort landete, war auch ein Stück weit Zufall, denn nach Realschulabschluss und Fachabitur in Kassel hatte sie „unzählige“ Bewerbungen geschrieben und von Remondis eine Zusage erhalten. Viel Herzblut hatte Jacqueline Baumgärtel zuvor in ein Freiwilliges Soziales Jahr gesteckt, das sie an einer Sonderschule für Schüler mit körperlichen Beeinträchtigungen absolvierte: „Das war eine mega Erfahrung, die kann ich jedem nur empfehlen.“ Nun wohnt sie in Lippstadt, arbeitet von 7 Uhr bis 15.30 Uhr und bildet anschließend zusammen mit der Lippstädterin Emilia Deppe eine Fahrgemeinschaft zum Training. Nach dem Sieg über Freiburg ist die Stimmung im Auto wieder deutlich besser. „Wir waren in einem Tief, aber sind da hoffentlich jetzt wieder raus“, sagt die Torjägerin. Womöglich hat der Gedanke an die Bundesliga doch unbewusst gestört, auch wenn Jacqueline Baumgärtel erzählt: „Das Trainerteam hat uns gesagt, das Thema sollten wir erst gar nicht in den Hinterkopf gelangen lassen.“ Wie schätzt sie die Chance auf den Bundesliga-Aufstieg ein? „Schon hoch“, sagt sie voller Ehrgeiz. Sollt es klappen, wird sich „Baumi“, wie sie auf dem Platz kurzerhand gerufen wird, nur bedingt am Rummel in den Sozialen Medien beteiligen: „Ich schaue da rein, bin selbst aber eher weniger aktiv.“ Und dann sagt sie noch einen Satz, der bei ihr nicht nur für die Medienaktivität zutrifft: „Ich stelle mich nicht so gerne in den Vordergrund.“