FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

U16 des FSV Gütersloh feiert starkes 2:2 gegen Tabellenführer Borussia Dortmund

Große Freude bei der U16 des FSV nach dem starken Unentschieden gegen den Spitzenreiter. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Der jüngste Talentschuppen des FSV Gütersloh, die U16, hat den erstaunlichen Reifeprozess bestätigt und ein weiteres Mal gezeigt, dass man in der U17-Westfalenliga mit den Großen mithalten kann. Als bisher erst zweites Team der Liga gelang es den Gütersloherinnen, dem haushoch favorisierten Tabellenführer Borussia Dortmund am Sonntag in der Tönnies-Arena einen Punkt abzuknöpfen. „Und zwar nicht mit Glück, sondern hochverdient“, schwärmte Trainer Steffen Willmann von der bärenstarken Leistung seines Teams, das den Ausgleich zum 2:2- Unentschieden in der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte. Nachdem schon im vorherigen Spiel ein 0:0 gegen den Tabellendritten FC Schalke 04 Grund zur Freude war, feierten die Mädels nun den nächsten „Big Point“ gegen ein Spitzenteam. „Ihr seid der Hammer“, kommentierte Willmann den glänzenden Auftritt und das Ergebnis, mit dem die FSV-Youngster ihren 8. Tabellenplatz festigten. Das Remis war umso erstaunlicher, als ausgerechnet für dieses Spiel die beiden etatmäßigen Torhüterinnen nicht zur Verfügung standen und mit Leandra Stienhans eine Feldspielerin (mit Torhüterinnen-Vergangenheit) zwischen die Pfosten musste. Tatsächlich machte Stienhans mit einigen guten Paraden Dortmunder Chancen zunichte. Den BVB-Führungstreffer in der 14. Minute konnte sie nicht verhindern, doch der Rückstand ermutigte den FSV noch mehr, die Gäste unter Druck zu setzen. Und die Dortmunder konnten von Glück sagen, dass sie die Partie zu elft weiter bestreiten durften, nachdem FSV-Flügelspielerin Romy Reger in der 20. Minute mit offener Sohle attackiert, am Brustbein getroffen und wenig später wegen Atembeschwerden ausgewechselt werden musste. Nachdem vorher schon Nele Burstein und Samar Mathpout gute Möglichkeiten gehabt hatten, erzielte Nisa Ismail in der 37. Minute den verdienten 1:1-Ausgleich. Nach der Pause spielten die Gütersloherinnen weiter auf Augenhöhe mit, bis BVB-Kapitänin Josephine Tenkhoff in der 57. Minute nach einem zu kurz abgewehrten Eckstoß zur erneuten Führung traf. Nun drängten die Dortmunderinnen, allen voran die selbst von der starken Meriam Cilgin nicht immer zu haltende Ajshe Bitiq, auf den dritten Treffer. Doch mit hoher mannschaftlicher Intensität in den Zweikämpfen, starken Aktionen von Leandra Stienhans und etwas Glück (65., Latten-Freistoß von Bitiq) gelang es dem FSV, die Partie offen zu halten. Und er verlegte sich nicht nur aufs Verteidigen, sondern bewarb sich mit strukturierter Offensive um den Ausgleich. Mehrfach stifteten die Gütersloherinnen mit guten Hereingaben von außen oder durch Eckstöße für Verwirrung im BVB-Strafraum, auch wenn sich keine ganz klaren Abschlüsse ergaben. In der 75. Minute schien die Belohnung aber perfekt. Nach entschlossener Balleroberung von Ida Wilmes und rasantem Vorstoß auf dem rechten Flügel landete die Hereingabe bei Liv Cholewa, die aus der Drehung schoss, den Ball aber nicht voll traf. Er kullerte an den Pfosten, sprang leicht nach innen weg und die Dortmunder Keeperin nahm ihn auf. Schiedsrichter Jörg Kiermeier entschied überraschend auf Tor, ließ sich dann aber nach vehementen Dortmunder Protesten und Befragung von Cholewa davon überzeugen, dass der Ball nicht hinter der Linie gewesen war und nahm die Anerkennung des Treffers zurück. „Eine richtige Entscheidung“, kommentierte Steffen Willmann diese Szene. Umso größer war der Jubel, als in der dritten Minute der Nachspielzeit ausgerechnet Cholewa doch das 2:2 gelang. Für den nie aufgebenden FSV hatte Nele Burstein auf dem linken Flügel einen rasanten Konter gestartet. Ihr flaches Zuspiel landete im Strafraum bei Jarla Kriener, die aus zwölf Metern abzog. BVB-Keeperin Marisol Behrendt konnte den Ball nicht festhalten und Cholewa war als „Abstauberin“ zur Stelle. Selbst Leandra Stienhans stürmte aus ihrem Tor in den Dortmunder Strafraum, um den Treffer mit allen Teamkolleginnen zu feiern. „Heute können wir feiern“, rief FSV-Coach Willmann seinen Mädels zu, richtete seinen Blick aber bereits nach vorne: „Die heutige Leistung ist der Maßstab für die nächsten Spiele.“ Weiter geht es am 26. April beim Tabellenletzten BV Werther. FSV Gütersloh U16: Stienhans – Cilgin, Suttkemper, Krahner – Reger (27. Wilmes), Hölter (70. Schielke), Mathpout (65. Nölle), Böhner, Burstein – Micic (57. Cholewa), Ismail (70. Kriener).

U17 des FSV Gütersloh unterliegt Regionalliga-Spitzenreiter SGS Essen mit 0:2

FSV-Nachwuchsspielerin Ina Kirjanow (Foto: Tina Haag / FSV Gütersloh 2009)

Es bleibt dabei: Die U17 des FSV Gütersloh kann als Dritter der Regionalliga West nicht gegen eines der aktuellen Top-Teams gewinnen. Nachdem es im Februar schon gegen den stark aufkommenden Tabellenvierten VfL Bochum 1:2 geheißen hatte und aus dem März eine 0:3-Niederlage beim Tabellenzweiten Arminia Bielefeld eine 0:3-Niederlage zu Buche steht, verlor das Team von Cheftrainer Lukas Jäschke im April auch gegen den Spitzenreiter SGS Essen. In der Tönnies-Arena musste der FSV am Samstag in eine 0:2-Niederlage einwilligen. „Jetzt müssen wir zurück in die Spur finden“, verlangt Jäschke von seinem Team eine positive Bilanz für die letzten fünf Ligaspiele. Noch wichtiger als die Verteidigung des momentanen dritten Tabellenplatzes ist für den FSV Gütersloh der westfälische Pokalwettbewerb. „Das ist für uns der schnellste Weg, um in den DFB-Pokal zu kommen“, weiß der FSV-Coach. Am Mittwoch, 22. April, empfängt der FSV um 18.30 Uhr den Regionalliga-Konkurrenten Westfalia Kinderhaus zum Viertelfinalduell. Gegen die SGS Essen dominierten die Gütersloherinnen die erste Viertelstunde klar und hätten angesichts der Riesenchancen für Yumnah Lohnherr und Friederike Ladage auch in Führung gehen müssen. „Dann wäre die Partie anders gelaufen“, mutmaßt Lukas Jäschke. So aber lief der plötzlich aus dem Konzept geratene FSV dem 0:1-Rückstand aus der 7. Minute erfolglos hinterher. Essen hatte in einem Gewusel im Gütersloher Strafraum den Ball irgendwie ins Tor bugsiert. Als die Gäste zehn Minuten nach der Pause den Spielstand per Konter auf 0:2 stellten, war das Schicksal unseres Teams besiegelt. „Uns fehlte letztlich die Durchschlagskraft“, wiederholte Jäschke einen seiner Standardsätze aus dieser Saison. Ein positiver Aspekt dieser Partie: Nach diversen Wechseln stand ein ungemein junges Team, in dem nur zwei Spielerinnen zum Altjahrgang gehören, auf dem Feld. FSV Gütersloh U17: Fahrmeyer – Kirjanow (58. Reger), Bretthauer, Horstmann – Peters (46. Burstein), Braune, Schulte (58. Hölter), Pollmeier (13. Latton, 52. Combrink), Ladage – Starkmann, Lohnherr.

FSV Gütersloh verpflichtet Christian Dodt als neuen U19-Trainer

FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter (li.) mit U19-Trainer Christian Dodt. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh verstärkt seine Nachwuchsarbeit und verpflichtet Christian Dodt als neuen Cheftrainer der U19-Juniorinnen. Der erfahrene Coach wird die Mannschaft ab Sommer übernehmen und in die Saison 2026/2027 führen. Zur kommenden Spielzeit wird die U19 des FSV Gütersloh strukturell neu aufgestellt. In der laufenden Saison 2025/2026 verfügt der Verein noch über keinen festen U19-Kader; die Mannschaft dient aktuell vor allem dazu, Spielerinnen aus anderen Teams zusätzliche Einsatzzeiten auf entsprechendem Niveau zu ermöglichen. Zur neuen Saison erfolgt nun der nächste Entwicklungsschritt: Die U19 tritt weiterhin in der WDFV U19-Juniorinnen-Liga an – künftig jedoch mit klarer Struktur und eigenem Profil. Ab der Saison 2026/2027 geht die U19 mit einem festen, eigenständigen Kader an den Start. Ein verbindlicher Trainings- und Spielbetrieb soll optimale Voraussetzungen für die sportliche Entwicklung der Spielerinnen schaffen. Ziel dieser Neuausrichtung ist es, die Talentförderung beim FSV Gütersloh weiter zu stärken und gezielt auszubauen. Die U19 übernimmt dabei eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen Juniorinnen- und Frauenbereich. Talentierte Spielerinnen sollen systematisch an den Seniorenbereich herangeführt und perspektivisch den Sprung in die Regionalliga-Frauenmannschaft des Vereins schaffen. Für diese wichtige Aufgabe konnte der FSV Gütersloh mit Christian Dodt einen erfahrenen und engagierten Trainer gewinnen. Dodt war zuletzt als Cheftrainer der 1. Frauenmannschaft von Rot Weiss Ahlen tätig und bringt darüber hinaus wertvolle Erfahrung aus seiner Arbeit in der Talentförderung mit. Aktuell ist er zudem als Trainer im Rahmen der Fördertrainings der Fußballschule von Preußen Münster aktiv. Mit der Verpflichtung von Christian Dodt unterstreicht der FSV Gütersloh seinen Anspruch, die Entwicklung junger Spielerinnen auf hohem Niveau weiter voranzutreiben und den Unterbau für den leistungsorientierten Frauenfußball nachhaltig zu stärken.

FSV Gütersloh klettert mit bärenstarkem 2:0-Auftritt auf Rang neun

Anna-Sophie Schindler im Regionalliga-Duell gegen Vorwärts Spoho Köln. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga setzt sich der Aufwärtstrend des FSV Gütersloh auf beeindruckende Weise fort. Zwei Wochen nach dem 3:1-Erfolg beim Tabellenfünften SGS U21 triumphierte das Team auch im Kellerduell gegen den direkten Konkurrenten Vorwärts Spoho Köln mit 2:0. „Ein bärenstarker Auftritt“, zeigte sich Trainerin Britta Hainke begeistert von der Art und Weise, wie ihr Team den hoch verdienten Sieg in der Tönnies-Arena herausspielte. Aus den letzten drei Meisterschaftspartien holten die Gütersloherinnen, die sechs Tage zuvor auch bei der 1:2-Pokal-Niederlage gegen den FC Schalke 04 überzeugt hatten, sieben Zähler. In der Tabelle zog der FSV (20 Punkte) an den Kölnerinnen (19) vorbei auf Rang neun. Es bleibt aber eng, weil Borussia Mönchengladbach II (18) überraschend in Mecklenbeck gewann und der SSV Rhade (16) drei Punkte aus dem Ende März mit 1:2 verlorenen Spiel in Leverkusen erhielt, weil die U23 von Bayer nicht spielberechtigte Youngster eingesetzt hatte. In der torlosen ersten Halbzeit egalisierten sich beide Teams. Köln traf mit der einzigen Chance in der 20. Minute durch Lea Dohmann ebenso nicht das Tor, wie auf der Gegenseite Janna Koerdt mit ihrem gefährlichen Kopfball nach einer Flanke von Anna Schindler (35.) sowie Emma Bendix bei ihrem starken 35-Meter-Freistoß in der 44. Minute. Auffällig war aber hier schon, dass der FSV in der Offensive nicht nur mit langen Bällen operierte, sondern sich auch mit Passspiel durchs Mittelfeld nach vorne arbeitete. Als vorteilhaft dafür erwies sich, dass die ballsichere Pauline Berning für die zum DFB abgestellte U17-Nationalspielerin Greta Hohensee in die Anfangself gerückt war. Aus der Pausenkabine kamen die Gütersloherinnen mit spürbarer Angriffslust und Entschlossenheit. Es dauerte nicht lange, dann wurde das belohnt. Linksverteidigerin Hannah Leßner feuerte in der 54. Minute aus gut 16 Meter beherzt ab und traf mit einem satten Rechtsschuss zum 1:0. Der FSV setzte nach, hatte nun ganz klar das Kommando und kam mehrfach aussichtsreich über die Halbräume in den Kölner Strafraum. Und wenn sich die Möglichkeit zum Abschluss ergab, wurde sie auch genutzt. „Wir haben mit Überzeugung gespielt“, lobte Britta Hainke die Einstellung ihrer Mädels. Mit eben dieser Überzeugung zog Janna Koerdt in der 68. Minute vom linken Strafraumeck aus ab und platzierte den Ball sauber flach im langen Eck. Der FSV führte 2:0, geriet aber anders als im Hinspiel, als man sich nach einer 3:0-Führung noch drei Gegentreffer zum 3:3 einfing, nicht ins Wackeln. Im Gegenteil: Während Köln nur zu einer Chance für Jennifer Schlee kam (77.), bei der ihr unsere aufmerksame Torhüterin Leah Blome den Ball wegschnappte, hätte Gütersloher eigentlich höher gewinnen müssen. Einen Kurzdistanz-Kopfball der eingewechselten Merle Rohden (nach Stockmann-Flanke und Rädeker-Zuspiel) wehrte Spoho-Keeperin Leonore Gruber mit einer Glanzreaktion noch soeben ab (81.). Und drei Minuten später lief die von Kathi Rädeker geschickte Friederike Ladage allein auf Gruber zu, scheiterte aber mit ihrem Versuch aus 12 Metern. „Wir haben zwei tolle Tore gemacht und zu Null gespielt.“ Britta Hainke stellte zwei positive Aspekte des wichtigen Sieges heraus. Immerhin hat der FSV von allen gefährdeten Teams nach 20 Saisonspielen das beste Torverhältnis, nämlich 23:31. Wichtig im Hinblick auf die verbleibenden sechs Spiele ist für unsere Cheftrainerin aber auch ein mentaler Aspekt. „Ihr müsst weiter unbeugsam bleiben“, schwörte sie ihre Spielerinnen im Teamkreis bereits auf die nächste Partie ein. Am Sonntag, 19. April, geht die Reise zu der nun auf Rang fünf liegenden U23 von Bayer Leverkusen. FSV Gütersloh: Blome – Koepke, Rother, Bendix, Leßner (74. Haag) – Kammermann, Koerdt, Berning (74. Rohden) – Stockmann, Schindler (71. Ladage), Meier (60. Rädeker). Im Aufgebot: Mehn, Wittkowsky (Tw).

Stolzer Pokalfrust beim FSV Gütersloh nach Schalker Siegtreffer in der 98. Minute

Anna Stockmann im Westfalenpokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

An der Sensation geschnuppert, aber auf denkbar frustrierende Weise ausgeschieden: Der Traum des FSV Gütersloh vom Erreichen des Westfalenpokalfinals endete in der achten Minute der Nachspielzeit. Gerade erst hatte Friederike Ladage dem Regionalligisten im Halbfinale gegen den favorisierten Westfalenligisten FC Schalke 04 mit ihrem 1:1-Ausgleichstreffer (90.+7) vermeintlich das sofortige Elfmeterschießen beschert. Weil aber Schiedsrichterin Nina Werthschulte, die zuvor sechs Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte, überraschenderweise immer noch weiterspielen ließ, bekamen die Gäste einen letzten Angriff und nutzten den durch Pia Beyer zum umjubelten Lucky Punch. „Das ist bitterer, als im Elfmeterschießen zu verlieren“, fand FSV-Trainerin Britta Hainke, sprach ihrem Team aber ein großes Kompliment aus. „Ihr habt Schalke einen riesigen Fight geliefert.“ Gut 400 Zuschauer erlebten in der Tönnies-Arena, wie die Gütersloherinnen nach dem Schlusspfiff enttäuscht zu Boden gingen, während die Gelsenkirchenerinnen mit ihrem lautstarken Anhang den Einzug ins Endspiel feierten. Dort treffen sie auf den Regionalligisten Arminia Bielefeld, der sich am Sonntag nahezu zeitgleich mit 3:0 beim Landesligisten TuS Wadersloh durchsetzte. Britta Hainke bot für den FSV Gütersloh die gleiche Anfangself auf, wie zuletzt beim 3:1-Ligasieg in Essen. Schalke 04 begann mit den Ex-Gütersloherinnen Lilly Stohan und Nele Schmidt, Demi Pagel kam später über die Bank. Die vierte Gästespielerin mit Vergangenheit in der Tönnies-Arena, Sarah Grünheid, musste wegen fehlender Spielberechtigung zuschauen und tat dies zusammen mit Ex-Nationalspielerin Mandy Islacker, die ihre aktive Karriere wegen Schwangerschaft für beendet erklärt hat. Alessandra Vogel, Katharina Kemper, Jule von der Laan und Laura Radke fehlten bei den Gästen wegen Verletzungen. Auf der Tribüne verfolgten die Partie mit Shpresa Aradini (Karriereende), Janne Krumme (Eintracht Frankfurt) und Ronja Leubner (Borussia Dortmund) auch zwei letztjährige Zweitligaspielerinnen des FSV. Sie erlebten in der ersten halben Stunde einen Dauerdruck in Königsblau. „Wir haben geschwommen“, gab Britta Hainke unumwunden zu. Dass ihr Team hier nicht in Rückstand geriet, lag zum einen an der tollen Parade von Torhüterin Leah Blohme beim Schuss von Dana Salic (9.). Zum anderen trafen Meltem Karadag (12.), Salic (19.), Schmidt (21.) und Jolina Opladen (35.) bei ihren Abschlüssen aus guten Positionen das Gütersloher Tor nicht. Als der bevorzugt mit langen Bällen agierende FSV stärker wurde, kam er zwar nicht zu Chancen von vergleichbarer Qualität. Aber er entwickelte mit drei Ecken und weiteren Offensivaktionen von Anna Stockmann (33.), Anna-Sophie Schindler (34.), Greta Hohensee (39.). Hannah Leßner (40.) und Stockmann/Schindler (45.+2) potenzielle Torgefahr. Häufig daran beteiligt war die mit ihrer Spritzigkeit im Mittelfeld auffällig agierende Anna-Lena Meier. Zu Beginn der zweiten Halbzeit (55.) schepperte es dann bei Schalke im Kontor: Tina Rother traf mit einem Klärungsschlag den auf dem Tönnies-Gelände geparkten Gelsenkirchener Mannschaftsbus. Dem ersten Treffer näher war aber weiterhin das Team von S04-Coach Stefan Colmsee. Angetrieben von Pauline Dallmann, der jüngeren Schwester von Nationalspielerin Linda Dallmann, erspielte sich das Team weitere Top-Möglichkeiten, vergab sie aber durch Jolina Opladen (60.) und Carolin Mai (61.). Zwei weitere Male scheiterten die Gäste an der starken Kopfballabwehr von Tina Rother (59.) sowie an Leah Blome (63.), die einen 17-Meter-Schuss von Pia Rybacki im Nachfassen parierte. Die FSV-Keeperin glänzte darüberhinaus in der 68. Minute bei einem Schalker 15 Meter-Versuch und wehrte auch den Nachschuss von Nathalie Bollmann mit dem Fuß ab. Wie bitter war es für die 19-jährige Torhüterin, dass es zu diesem Zeitpunkt durch einen Fehler von ihr 1:0 für die Königsblauen stand. In der 65. Minute hatte Dana Salic fast von der Torauslinie aus einen Ball scharf nach innen geflankt. Blome wollt ihn am kurzen Eck abfangen, lenkte ihn aber durch die Hände ins eigene Tor ab. Es spricht für die Moral des FSV Gütersloh, dass er nicht die Köpfe hängen ließ, sondern weiter versuchte, das Beste aus seinen Potenzialen zu machen. Und tatsächlich bot sich Katharina Rädeker in der 76. Minute die Riesenchance zum 1:1-Ausgleich. Mit energischem Einsatz erkonterte sich die schnelle Stürmerin eine 2:1-Überzahl, wählte im Strafraum aber nicht das Abspiel, sondern entschied sich zum Abschluss mit ihrem starken linken Fuß. Leider konnte die letzte Schalker Abwehrspielerin noch einen Fuß an den Ball bringen. Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Gütersloherinnen nun alles nach vorne. Nach der Einwechslung der beiden 16-jährigen Merle Rohden und Friederike Ladage (77.) schickte Britta Hainke in der 85. Minute die 38-Jährige Birgitta Schmücker als Centerin in den Angriff. Und auch Leah Blome tauchte in der Nachspielzeit im Schalker Strafraum auf. Als die Niederlage schon besiegelt schien, wagte selbst Außenverteidigerin Tina Rother ein Dribbling durch die Schalker Mittelfeldreihen. Mit etwas Glück kam der Ball in der siebten Minute der Nachspielzeit zu Janna Koerdt, die zuvor als Sechserin mit der starken Leandra Kammermann ein Bollwerk vor der Abwerkette gebildet hatte. Die Bogenlampe aus über 20 Meter erreichte S04-Keeperin Julia Matuszek nur mit einer Hand, und die Gütersloher jubelten euphorisch, als die nachsetzende Friederike Ladage den abtropfenden Ball mit dem Körper zum 1:1 über die Linie drückte. Im Warten auf den längst fälligen Schlusspfiff vergaßen unsere Spielerinnen leider, den finalen Gelsenkirchener Angriff irgendwie zu stoppen. Und der eingewechselten Pia Beyer wurde im Strafraum zu viel Platz gelassen, so dass mit dem unhaltbaren Schuss zum 1:2 die kalte Dusche perfekt war. Britta Hainke schüttelte sich kurz, analysierte die Situation dann aber mit Blick nach vorne: „Das war ein wertvolles Spiel für uns und eine wichtige Lerneinheit, die uns im weiteren Saisonverlauf helfen wird.“ Schon im nächsten Spiel am 12. April, wenn es im Abstiegskampf gegen den direkten Konkurrenten Vorwärts Spoho Köln geht, soll sich ein Effekt einstellen. Für die FSV-Trainerin liegt der Fokus ganz klar auf der Regionalliga: „Lieber heute so eine Niederlage und dafür am Sonntag ein Erfolg als umgekehrt.“ FSV Gütersloh: Blome – Koepke (85. Schmücker), Rother, Bendix, Leßner – Koerdt, Kammermann – Stockmann (77. Ladage), Schindler (66. Rädeker), Meier (77. Rohden) – Hohensee (46. Berning). Im Aufgebot: Haag, Babic, Mehn, Otto (Tw). FC Schalke 04: Matuszek – Hünnemeyer, Stojan, Rybacki (84. Wilting), Schmidt – Klöß (75. Pagel), Dallmann (90.+4 Heilker), Salic – Karadag (55. Bollmann), Opladen, Mai (65. Beyer). Im Aufgebot: Eickmann, Noffke, Karwatzki, Kleinpas (Tw). Schiedsricherin: Nina Werthschulte (Menden). Gelbe Karten: Leßner (Hand) – Wilting (Foul). Zuschauer: 400. Chancenverhältnis: 2:12 (0:5);… Stolzer Pokalfrust beim FSV Gütersloh nach Schalker Siegtreffer in der 98. Minute weiterlesen

FSV Gütersloh geht selbstbewusst ins Pokal-Halbfinale gegen Topfavorit Schalke 04

Hannah Leßner (Mitte) ist eine der „jungen Wilden“ im Regionalliga-Team des FSV. (Foto: Aleks Czapla / FSV Gütersloh 2009)

Pokal, das hieß für den FSV Gütersloh als Zweit- und Bundesligist immer DFB-Pokal. Durch den im letzten Sommer erfolgten Abstieg in die Regionalliga sind die FSV-Frauen aber auch im Westfalenpokal teilnahmeberechtigt. Dass dieser Wettbewerb durchaus reizvoll sein kann, zeigt sich am Ostermontag: Im Halbfinale empfängt der FSV Gütersloh einen der ganz großen Klubnamen in Fußball-Deutschland – den FC Schalke 04. Anstoß in der Tönnies-Arena ist um 14 Uhr. Schalke mit beeindruckender Bilanz und prominenten Namen Zwar spielen die königsblauen Frauen eine Liga unter dem FSV, doch die Favoritenbürde tragen sie dennoch. Mit 17 Siegen aus 18 Spielen und dem in jeder Hinsicht beeindruckenden Torverhältnis von 117:11 führen sie die Tabelle der Westfalenliga mit neun Punkten Vorsprung vor Borussia Dortmund II souverän an. Dass die Gelsenkirchenerinnen im letzten Ligaspiel der BVB-Reserve mit 2:3 unterlagen, wird sie nicht davon abhalten, am Saisonende in die Regionalliga aufzusteigen. Den Frust über die Niederlage im Ruhrpottderby schossen sie sich (vielleicht zum Glück für den FSV) schon am vergangenen Mittwoch mit einem 9:0-Triumph im Kreispokal-Halbfinale gegen den Landesligisten SpVgg Horsthausen von der Seele. Eine der Torschützinnen dabei war Sarah Grünheid. Die 35-Jährige, in der Saison 2015/2016 für den FSV Gütersloh in der 2. Bundesliga erfolgreich auf Torejagd (14 Treffer in 20 Spielen), war vom FC Schalke 04 kurzfristig reaktiviert worden und ist seit 1. April spielberechtigt. Damit reagierte der Klub wohl auch auf den Verlust von Mandy Islacker (37). Die Ex-Nationalspielerin, die in 12 Ligaspielen 30 Treffer erzielte, hatte vor zwei Wochen ihre Schwangerschaft publik gemacht und ihre Karriere für beendet erklärt. Kaderqualität mit viel Erst- und Zweitligaerfahrung Um die Lücke zu schließen, legten die Königsblauen ganz aktuell noch einmal nach und nahmen Mia Eickmann ab dem 1. April unter Vertrag. Die 23-jährige Mittelfeldspielerin studierte zuletzt in den USA, war zuvor aber für Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga und der 2. Liga aktiv. „Sie wird bereits am Montag im Kader sein“, kündigte S04-Trainer Stefan Colmsee an. An Spielerinnen mit höherklassiger Erfahrung mangelt es in seinem Kader aber ohnehin nicht. Laura Radke (26) hat in der Bundesliga für Essen, Leverkusen, Duisburg und Potsdam gespielt. Pauline Dallmann (28) war im Oberhaus für Borussia Mönchengladbach am Ball, ihre Zwillingsschwester Jule spielte erstklassig in Mönchengladbach und Essen. Pya Rybacki (26) hat ebenso für den MSV Duisburg in der Bundesliga gespielt wie Lucy Karwatzki (21); beide waren anschließend für den Zweitligisten VfL Bochum im Einsatz. Auch Alessandra Vogel (25) hat eine Zweitliga-Vergangenheit beim VfL Bochum, Jolina Opladen (27) stürmte im Unterhaus für Borussia Bocholt. Und natürlich sind da die drei Spielerinnen, die vor dieser Saison vom Zweitligisten FSV Gütersloh nach Gelsenkirchen wechselten: Nele Schmidt (25) und Lilly Stojan (24) wurden zu Stammspielerinnen, Demi Pagel (23) kam wegen Krankheit bislang nur zu vier Einsätzen. Schwierigerer Weg für Schalke ins Halbfinale Die überqualifizierte Besetzung des Kaders schlägt sich nicht nur in den Ergebnissen der Westfalenligaspiele nieder. Auch im Westfalenpokal bewiesen die Schalker Frauen, die das letztjährige Finale mit 0:2 gegen den damaligen Westfalenligameister Borussia Dortmund verloren, ihre Extraklasse. Sie schalteten nämlich drei Regionalligisten aus. In der ersten Runde erwischte es den 1. FFC Recklinghausen (5:1), dann gelang die Revanche gegen Borussia Dortmund (1:0), bevor in Runde drei der SSV Rhade mit 4:0 besiegt wurde. Der Weg des FSV Gütersloh ins Halbfinale war verglichen damit mit Siegen über den Westfalenligisten SVKT 07 Minden (3:1), einer kampflosen 2:0 Wertung über den nicht angetretenen Landesligisten SC Drolshagen sowie einem 4:1-Erfolg beim Westfalenligisten Arminia Ibbenbüren ungleich leichter. FSV setzt auf Selbstvertrauen und seine „jungen Wilden“ Auch wenn der FSV nichts gegen die Außenseiterrolle hat, rechnet er sich doch etwas aus. „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, bemüht Co-Trainer Matthias Kaiser eine Floskel und gibt sich selbstbewusst: „Natürlich ist Schalke gut besetzt, aber wir können denen ein Bein stellen.“ Insbesondere der jüngste 3:1-Sieg in der Regionalliga beim ebenfalls favorisierten Tabellenfünften SGS Essen U21 hat den Optimismus genährt. Vor allem der starke Auftritt der Gütersloher Youngster hat Cheftrainerin Britta Hainke und ihrem „Co“ gefallen: „Die jungen Wilden sind in der Liga angekommen“, urteilt Matthias Kaiser und schwärmt von der Truppe um Greta Hohensee, Anna Stockmann, Anna-Sophie Schindler und Hannah Leßner: „Es ist schön zu sehen, wie sie sich entwickelt haben.“ Die personelle Situation beim FSV ist nicht schlecht. Zwar fällt Kapitänin und Linksverteidigerin Elina Büttner weiterhin mit ihrer Sprunggelenksverletzung aus, aber ansonsten sind alle Spielerinnen einsatzfähig. Infos für Zuschauer Tickets für das Westfalenpokal-Halbfinale sind am Spieltag an der Tageskasse erhältlich, der Stadioneinlass beginnt um 13:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 6,00 Euro für Vollzahler, 4,00 Euro ermäßigt (Studierende und Rentnerinnen und Rentner) sowie 2,00 Euro für Kinder und Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 16 Jahre.

Großes Medieninteresse vor Halbfinale: WAZ überträgt Duell zwischen FSV Gütersloh und Schalke 04 live

Halbfinal-Kracher im Westfalenpokal: FSV Gütersloh empfängt FC Schalke 04. (Fotos: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Das Halbfinale im Frauen-Westfalenpokal zwischen dem FSV Gütersloh und dem FC Schalke 04 rückt näher – und schon im Vorfeld zeichnet sich ein großes Interesse an der Partie ab. Insgesamt haben sich bislang 14 Journalistinnen und Journalisten sowie Fotografen für das Spiel akkreditiert. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das Duell durch die Liveübertragung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), die das Halbfinale begleitet und einem breiten Publikum zugänglich macht. Damit erfährt die Partie auch überregional eine besondere mediale Präsenz. Der FSV Gütersloh blickt mit Vorfreude auf die Begegnung und hofft, dass sich das große Interesse auch auf den Rängen widerspiegelt. Trotz der Osterferien hofft der FSV auf eine stimmungsvolle Kulisse, die dem Spiel einen passenden Rahmen geben soll. Das Halbfinale im Frauen-Westfalenpokal wird am Ostermontag, den 6. April, um 14:00 Uhr in der Tönnies-Arena ausgetragen. Tickets sind am Spieltag an der Tageskasse erhältlich, der Stadioneinlass beginnt um 13:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 6,00 Euro für Vollzahler, 4,00 Euro ermäßigt (Studierende und Rentnerinnen und Rentner) sowie 2,00 Euro für Kinder und Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 16 Jahre.

FSV U19 unterliegt dem Tabellendritten Bayer Leverkusen

FSV-Nachwuchsspielerin Luljeta Dragaj (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Das 15. Spiel in der WDFV U19-Juniorinnen-Liga brachte dem FSV Gütersloh zwar ein respektables Ergebnis, aber leider nicht den zweiten Saisonsieg. Gegen den Tabellendritten Bayer 04 Leverkusen gab es am Dienstagabend eine 2:4-Heimniederlage. Wegen der insgesamt ordentlichen Leistung hätte unser Nachwuchs durchaus einen Punkt verdient gehabt. Coach Robert Helmschrott musste sein Team schon vor dem Anpfiff umstellen: Verteidigerin Betty Meier zog sich beim Aufwärmen eine Adduktorenzerrung zu, so dass Mittelfeldspielerin Emma Schulte in die Anfangself rückte und Helmschrott die Dreier-Abwehrkette umstellte. Im Anschluss an die erste Leverkusener Ecke geriet der FSV durch Lilly Steinbach früh mit 0:1 in Rückstand (6.). Die mangelhafte Abstimmung in der Gütersloher Hintermannschaft nutzten die Gäste in der 35. Minute zum 0:2; Nina Christa Spriesterbach schloss sehenswert ab. Fast postwendend (37.) gelang Friederike Ladage nach einer schönen Angriffskombination mit einem 16-Meter-Schuss aber der 1:2-Anschlusstreffer, so dass der FSV mit Hoffnung in die Pausenkabine ging. Dort beschloss Robert Helmschrott die Umstellung auf ein 4-2-3-1-System und setzte das in der 52. Minute mit der Einwechslung von Mia Wesseler um. Zusammen mit ihr bildeten Defne Gök, Helena Babic und Romejsa Murati die Vierer-Abwehrkette. Das wirkte sich auch deswegen positiv aus, weil nun Merle Rohden zusammen mit der starken Emma Schulte aus dem Mittelfeld heraus die Offensive belebte. Zunächst aber gab es in der 53. Minute einen Schreckmoment: Schiedsrichterin Victoria Filthaut (Soest) wurde bei einem Befreiungsschlag der Leverkusener Torhüterin vom Ball am Kopf getroffen und ging zu Boden. Nach kurzer Behandlung konnte die 22-Jährige das Spiel aber weiter leiten. Für den zum Beispiel mit einem Schuss von Emilia Starkmann (55.) auf den Ausgleich drängenden FSV gab es in der 72. Minute eine kalte Dusche, als Spriesterbach den Spielstand auf 1:3 stellte. Die Gütersloherinnen gaben aber nicht auf und erhielten dabei Rückendeckung von Torhüterin Rebecca Otto, die zwei Leverkusener Versuche mit dem Fuß abwehrte und in der 75. Minute eine Glanzparade beim Schuss von Lilly Steinbach zeigte. Die Angriffsbemühungen wurden in der 81. Minute belohnt, als sich die freigepasste Merle Rohden energisch durchsetzte und aus 14 Metern wuchtig zum 2:3 abschloss. Das von Robert Helmschrott immer wieder motivierte Team kämpfte mit großem Einsatz um die Chance auf ein Remis. Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit konterte Leverkusen zum 2:4, das erneut Lilly Steinbach erzielte. Zum nächsten Duell empfängt die U19 des FSV Gütersloh am 18. April um 17 Uhr den 1. FC Saarbrücken in der Tönnies-Arena. FSV Gütersloh: Otto – D. Gök (64. Rödel), Rohden, Babic – Ladage, Schulte, Marcczak, Murati, Combrink (73. A. Gök) – Dragaj (52. Wesseler), Starkmann.

FSV Gütersloh landet Befreiungsschlag in Essen

Jubel in der Regionalliga: FSV Gütersloh gewinnt bei der SGS Essen. (Foto: Aleks Czapla / FSV Gütersloh 2009)

Eine Woche, nachdem der FSV Gütersloh mit dem 1:1 in Deutz „Big Points“ im Abstiegskampf der Regionalliga liegen gelassen hatte, gelang dem Team von Britta Hainke und Matthias Kaiser ein Coup, der das Potenzial für einen emotionalen und tabellarischen Befreiungsschlag hat. Die Gütersloherinnen gewannen am Sonntag bei der fünftplatzierten U21 der SGS Essen mit 3:1 und kletterten damit auf den 10. Tabellenplatz. Nur einmal in dieser Saison, nach dem 1:1 im Auftaktspiel in Mecklenbeck, war der FSV in der Tabelle so hoch notiert. Und weil am 18. Spieltag sämtliche Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte ihre Matches verloren, liegt unser Team als Fünftletzter jetzt nicht nur drei Punkte vor dem ersten von drei Abstiegsplätzen. Man hat auch wieder lockeren Kontakt zum Mittelfeld der Rangliste. Entsprechend positiv gab sich unsere Trainerin nach dem Abpfiff in Essen: „Dieses Spiel hat uns ein Stück weitergebracht. Wir dürfen jetzt optimistisch sein für das Duell gegen Schalke und die weiteren Aufgaben in der Liga.“ Bevor der Punktekampf in der Regionalliga am 12. April mit dem Heimspiel gegen den zwei Punkte voraus liegenden Tabellenneunten Vorwärts Spoho Köln weitergeht, empfängt der FSV am Ostermontag den Westfalenliga-Spitzenreiter FC Schalke 04 zum Westfalenpokal-Halbfinale in der Tönnies-Arena. Der FSV konnte auf der Helmut-Rahn-Sportanlage in Essen nicht in voller Besetzung antreten. Birgitta Schmücker fehlte krankheits- und Antonia Schön sowie Lara Mehn urlaubsbedingt. Immerhin stand mit Sophie Haag ein lange verletzt ausgefallenes Talent wieder für die Bank zur Verfügung. Von Anfang an präsentierte sich das selbstbewusst auftretende Team als eine kompakte Formation. „Wir haben hoch gepresst, wobei alle mitgemacht haben.“ Britta Hainke sah vor allem in der ersten Halbzeit das umgesetzt, worauf im Training der Fokus gelegen hatte. Immer wieder eroberten die Gütersloherinnen die Bälle, bevor Essen überhaupt in die gefährliche Zone kam. Und sie belohnten sich mit einer verdienten 2:0-Pausenführung. In der 24. Minute erzielte Greta Hohensee aus spitzem Winkel das 1:0, und in der 42. Minute nutzte Anna Stockmann ein Missverständnis zwischen der SGS-Keeperin und einer Verteidigerin zum 2:0 aus. „Wir hatten vor der Pause noch weitere gute Chancen“, zählte Hainke Möglichkeiten für Anna Stockmann, Hannah Leßner und Anna-Sophie Schindler auf. Mit einem Dreifachwechsel gab Essens Coach Daniel Balk zu Wiederbeginn den Startschuss für eine offensive Druckphase. „Wir haben uns vielleicht etwas auf der Führung ausgeruht und minimal nachgelassen“, erklärte die FSV-Trainerin, warum die Partie tendenziell jetzt in die andere Richtung zu laufen drohte. In der 55. Minute schien sich das auch im Spielstand zu manifestieren. Die SGS bekam einen Foulelfmeter zugesprochen, wobei die Gütersloherinnen das Foul außerhalb des Strafraums verorteten. Die Freude war groß, als Torhüterin Leah Blome den von Louisa Müggenburg getretenen Strafstoß abwehrte. Schiedsrichterin Sarah Pickartz ließ die Ausführung indes wiederholen, weil Blome die Linie zu früh verlassen hatte. Doch wieder war Tausendsassa Blome nicht zu überwinden und rettete die Zwei-Tore-Führung. Die hielt bis zur 76. Minute, als Müggenburg mit einem weiteren Foulelfmeter den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. „Wir haben danach nicht mehr richtig in einen Spielfluss gefunden“, beobachtete Britta Hainke. Beim FSV kamen Erinnerungen hoch an das Hinspiel im September, als Essen einen 0:2-Rückstand ebenfalls spät noch in ein 2:2 verwandelt hatte. Doch diesmal kam es anders. Als Anna-Sophie Schindler in der 81. Minute eine Ecke stark auf den langen Pfosten zirkelte, hielt Hannah Leßner cool den Fuß hin und der Ball zappelte zum 3:1 für den FSV im Netz. Dass Anna Stockmann kurz vor Schluss sogar noch die Riesenchance zum vierten Treffer ausließ, konnte das Team verschmerzen. Ganz am Ende half sogar noch Sophie Haag mit, die drei Punkte einzusacken. FSV Gütersloh: Blome – Koepke (73. Berning), Rother, Bendix, Leßner – Stockmann, Kammermann, Koerdt, Schindler – Hohensee (88. Haag), Meier (62. Rohden).

FSV Gütersloh lädt im April zu Sichtungs­trainings für Juniorinnen­mannschaften ein

Fußball in der Tönnies-Arena. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh 2009 bietet talentierten und fußballbegeisterten Mädchen im April mehrere Möglichkeiten, sich für die Nachwuchsmannschaften des Vereins zu empfehlen. Mit Sichtungstrainings für die Altersklassen U13, U15 und U19 öffnet der Verein seine Türen für ambitionierte Spielerinnen, die ihr Können unter leistungsorientierten Bedingungen zeigen und Teil eines engagierten Teams werden möchten. Alle Trainingseinheiten finden in der Tönnies Arena statt. Sichtungstraining für U13- und U15-Juniorinnen Für die jüngeren Jahrgänge lädt der FSV Gütersloh zu einem gemeinsamen Sichtungstraining der U13- und U15-Juniorinnen ein. • Termin: Sonntag, 12. April 2026 • Uhrzeit: 10:30 Uhr • Ort: Tönnies Arena Mädchen mit Freude am Fußball, Ehrgeiz und Teamgeist haben hier die Möglichkeit, sich vorzustellen und einen ersten Eindruck vom Nachwuchsbereich des Vereins zu gewinnen. Anmeldung und Kontakt (U13/U15): E-Mail: r.philipper@fsvguetersloh.de Telefon: 01523 – 1732844 Bei der Anmeldung werden folgende Angaben erbeten: Name, Jahrgang, aktueller Verein und bevorzugte Position. Eine Teilnahme ist auch ohne vorherige Anmeldung möglich. Sichtungstrainings für U19-Juniorinnen Für das ältere U19-Nachwuchsteam veranstaltet der Verein zwei separate Sichtungstermine. Eingeladen sind die Jahrgänge 2008, 2009 und 2010: • Freitag, 10. April 2026, 19:30 Uhr • Freitag, 17. April 2026, 19:30 Uhr Auch diese Trainingseinheiten finden in der Tönnies Arena statt und richten sich an leistungsorientierte Spielerinnen, die sich sportlich weiterentwickeln und perspektivisch Teil der Nachwuchsstruktur des FSV Gütersloh werden möchten. Anmeldung und Kontakt (U17/U19): E-Mail: michael-horstkoetter@t-online.de Telefon: 0173 – 7025453 Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht, jedoch nicht zwingend erforderlich. Auch hier werden bei der Anmeldung die Angaben Name, Jahrgang, aktueller Verein und Position benötigt. Teilnahmevoraussetzung Für Spielerinnen, die aktuell einem Verein angehören, ist eine gültige Probetrainingserlaubnis erforderlich. Das entsprechende Formular sowie weitere Informationen stehen auf der Vereinswebsite bereit: https://fsvguetersloh.de/verein/probetraining/ Die unterschriebene Probetrainingserlaubnis muss am Trainingstag vorgelegt werden; ohne dieses Dokument ist eine Teilnahme leider nicht möglich. Spielerinnen ohne aktuellen Vereinsstatus benötigen keine entsprechende Genehmigung. Mit den Sichtungstrainings möchte der FSV Gütersloh 2009 engagierten Nachwuchsspielerinnen die Chance geben, ihr Talent zu zeigen und sich für die leistungsorientierten Teams des Vereins zu empfehlen. Der Verein freut sich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und spannende Trainingseinheiten.

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