FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

DFB verleiht Ehrenamtsurkunden an Elina Büttner und Matthias Kaiser

Elina Büttner (rechts) und Matthias Kaiser (links) mit FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Ehrenamtliches Engagement ist die Basis für die Arbeit der Sportvereine und ist auch für den FSV Gütersloh unerlässlich. Dieses Engagement wurde auch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gewürdigt, der Urkunden für vorbildliche ehrenamtliche Leistungen an Elina Büttner und Matthias Kaiser verliehen hat. Die von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und vom westfälischen Verbandspräsidenten Manfred Schnieders unterzeichneten Urkunden wurden am Samstag vor dem B-Juniorinnen-Regionalligaspiel des FSV gegen den VfL Bochum in der Tönnies-Arena unter dem Beifall des Publikums von FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter überreicht. Elina Büttner wurde als „Fußballheldin“ im Rahmen der „Aktion junges Ehrenamt“ ausgezeichnet. Die 22-Jährige kam 2014 als elfjähriges Mädchen zum FSV Gütersloh. Sie durchlief sämtliche U-Teams des Vereins und spielte von 2020 bis 2022 mit den Frauen in der 2. Bundesliga. Anschließend zog sie sich in die „Zweite“ zurück, stieg von der Westfalenliga in die Regionalliga auf und ist hier heute die Kapitänin der „Ersten“. Auch als aktive Spielerin war sie immer eine hilfreiche Ansprechpartnerin, die sich für die Belange des Vereins einsetzte. Im Sommer 2023 übernahm sie auch formell Verantwortung für die Nachwuchsförderung beim FSV, indem sie sich ehrenamtlich als Co-Trainerin des U16-Teams engagierte. In der Saison 2024/2025 wechselte sie in das Trainerteam der U17, die als Regionalligist in der höchsten deutschen Spielklasse spielt. Auch hier übernahm sie ehrenamtlich nicht nur Aufgaben in der Trainingsleitung und im Spieltagscoaching, sondern war in vielfältiger Weise bei der Organisation von Trainingslager, gemeinsamen Reisen und diversen administrativen Angelegenheiten involviert. Auch als der Verein im Frühjahr 2025 mit einer Crowdfunding-Aktion öffentlichkeitswirksam ums finanzielle Überleben kämpfte, stellte sich Elina Büttner wie selbstverständlich als Gesicht für die Kampagne zur Verfügung. Ihre Co-Trainertätigkeit bei der U17 setzt sie sie in der laufenden Saison 2025/2026 fort. Dabei ist sie aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen eine wertvolle Vertrauensperson für die jungen Spielerinnen. „Fußball ist meine Leidenschaft und ich fühle mich in diesem Verein wohl. Dann tut man auch etwas für andere und nicht nur für die eigene Mannschaft“, lautet ihre Begründung für den großen Einsatz. „Man gibt den Mädels auch etwas zurück, wovon man als U17-Spielerin früher selbst profitiert hat.“ In der Summe führt das dazu, dass Elina Büttner, die aus Rietberg stammt und inzwischen in Herzebrock wohnt, beinahe täglich für den FSV Gütersloh tätig ist. Neben dem Engagement für ihren Verein versucht Elina Büttner auch in anderer Hinsicht den Mädchenfußball nach vorne zu bringen. Als Masterstudentin für das Grundschullehramt leitet sie zusammen mit ihrer FSV-Mitspielerin Pauline Berning eine Fußball-AG für Fünft- bis Siebtklässlerinnen am Einsteingymnasium in Rheda-Wiedenbrück. Matthias Kaiser kam wie die „Jungfrau zum Kind“, wie er selber sagt, doch jetzt ist er beim FSV Gütersloh kaum mehr wegzudenken. „Ich wusste gar nicht, dass es Mädchenfußball gibt“, blickt der 57-Jährige auf seine Anfänge beim Frauensportverein zurück. 2014, fünf Jahre nachdem er seine Heimat in Landkreis Eichsfeld (Thüringen) verlassen hatte und nach Rheda-Wiedenbrück gezogen war, kam der frühere Torwart durch Zufall mit dem FSV in Kontakt. Er nahm das Angebot, als Torwarttrainer des damaligen U17-Bundesligateams zu arbeiten, mit Begeisterung an: „Disziplin, Ordnung, Respekt – da war Schliff drin. Es steckte ein Leistungsgedanke dahinter, und man hatte Ziele.“ Unter Jacqueline Dünker wurde er Co-Trainer der U17, und als die 2. Frauenmannschaft 2018 in die Landesliga abstieg, schien Matthias Kaiser der richtige Mann, um den notwendigen Neuaufbau zu organisieren. Der Turnaround gelang. Als Meister schaffte der FSV II die sofortige Rückkehr in die Verbandsliga, und 2022 gelang der Aufstieg in die Regionalliga. Drei Mal erreichte die „Zweite“ mit „Matze“ Kaiser als Teamorganisator und Co-Trainer den Klassenerhalt, bis das Team 2025 zur „Ersten“ wurde. Und natürlich stellte er sich voll verantwortlich zur Verfügung, als Cheftrainer Mark Oliver Stricker im Januar nach einem Verkehrsunfall ausfiel. Neben dem Leistungsgedanken fesselt ihn aber auch die soziale und emotionale Bereicherung seines Lebens: „Ich habe hier viele Menschen kennengelernt und das Engagement beim FSV macht mir Spaß.“ Weil der umtriebige und hilfsbereite Matthias Kaiser ohnehin zu den „Daueranwesenden“ in der Tönnies-Arena zählt, wurde er auch in anderer Hinsicht zum Glücksfall für den FSV Gütersloh. Vor drei Jahren übernahm er zusätzlich den Posten des Platzwarts in der Tönnies-Arena. „Weil ich so gerne Trecker fahre“, scherzt Kaiser, der frühere Agrotechniker. Dabei nicht die Zeit zu vergessen, hilft ihm jetzt ein Ehrenamt-Geschenk vom DFB – eine schicke Uhr.

FSV Gütersloh zieht positives Resümee nach Trainingslager

Kurztrainingslager in der Tönnies-Arena (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009]

Das Einzige was fehlte, war der krönende Abschluss. Weil der Nord-Regionalligist SV Hastenbeck tags zuvor wegen einer Grippewelle abgesagt hatte und sich kurzfristig kein passender Ersatz finden ließ, fiel das für Sonntagmittag geplante Testspiel aus. Das dreitägige Trainingslager der Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh endete also mit einer weiteren Trainingseinheit in der Tönnies-Arena. Am positiven Resümee änderte das jedoch nichts. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Interimscoach Matthias Kaiser. Und für Britta Hainke, die erst kurz zuvor zusätzlich zum Trainerteam gestoßen war, weil Cheftrainer Mark Oliver Stricker nach seinem Verkehrsunfall auf unbestimmte Zeit ausfällt, bot sich die Gelegenheit, den Kader besser kennenzulernen. „Zahlreiche Spielerinnen kenne ich ja“, sagte die 57-Jährige, die beim FSV bis zu ihrem Weggang im Sommer 2024 fast zehn Jahre tätig gewesen war. Den Auftakt des Trainingslagers, währenddessen die 18 Spielerinnen im Gütersloher 4-Sterne-Hotel Appelbaum logierten bildete am Freitagabend ein spezielles Sprinttraining im Paderborner Ahorn-Sportpark. Am Samstagvormittag leitete Matthias Kaiser in der Tönnies-Arena eine Koordinationseinheit mit anschließenden fußballerischen Elementen. Auf Britta Hainkes Plan standen für den Nachmittag zunächst intensive Spielformen. Kurzzeitiger Zaungast war dabei Christopher Hankemeier, der in der letzten Phase der Zweitligasaison das FSV-Trainerteam verstärkt hatte und mit seinem neuen Verein, dem Männer-Westfalenligisten FSC Rheda, ein Testspiel gegen Delbrück bestritt. Währenddessen absolvierte Britta Hainke mit den Spielerinnen in den Katakomben der Arena auf Gymnastikmatten und mit Faszienrollen ein halbstündiges Programm „Engpassdehnungen“ nach dem Konzept von Liebscher & Bracht. Nach dem Abendessen im Hotel sorgte ein vom Team organisiertes Quiz für Kurzweiligkeit. Viel gelacht wurde danach auch beim gemeinsamen Bowling. Zur abschließenden Fußball-Einheit am Sonntagvormittag in der Tönnies-Arena, wo wie immer beste Bedingungen herrschten, schien dann wieder die Sonne. Positiv war, dass mit Hannah Leßner eine lange verletzt gewesene Spielerin das volle Programm problemlos absolvieren konnte. Auch Clara Koepke, die sich eine Woche zuvor im Test gegen Aurich verletzt hatte, konnte mit einer Unterarmmanschette voll mittrainieren. Pauline Berning musste sich wegen muskulärer Beschwerden ebenso zurückhalten, wie Kapitän Elina Büttner wegen noch abzuklärender Schmerzen im rechten Sprunggelenk. Sehnsüchtig wartet die an Adduktorenproblemen leidende Sophie Haag auf grünes Licht von den Ärzten; die 17-Jährige war aber die ganze Zeit beim Team dabei. „Das Trainingslager hat uns dabei geholfen, enger zusammenzuwachsen“, stellte Stürmerin Anna-Lena Meier fest. Das nächste Testspiel bestreitet der FSV Gütersloh am Sonntag, 15. Februar, um 14 Uhr in der Tönnies-Arena gegen die in der Regionalliga Nord spielende Reserve des Bundesligisten SV Werder Bremen.  

FSV Gütersloh gewinnt bei 0:2-Testspielniederlage positive Erkenntnisse

Clara Koepke im Testspiel des FSV Gütersloh gegen die SpVg Aurich. (Foto: Cedric Siefker / FSV Gütersloh 2009)

Vier Wochen vor dem Pflichtspielauftakt, dem Westfalenpokal-Viertelfinale bei Arminia Ibbenbüren, machte der FSV Gütersloh am Sonntag mit dem Testspiel gegen die SpVg. Aurich den nächsten Schritt innerhalb der winterlichen Vorbereitungsphase. Gegen den Tabellenzweiten der Regionalliga Nord zeigte der Elfte der West-Regionalliga eine ordentliche Leistung, verlor aber mit 0:2. „Die Erkenntnisse aus diesem Spiel und aus den letzten Wochen sind auf jeden Fall positiv“, urteilte Matthias Kaiser. Der 57-Jährige fungiert derzeit als Trainer, weil Mark Oliver Stricker nach seinem Verkehrsunfall weiterhin krankgeschrieben ist. In der Tönnies-Arena stellte der FSV keinesfalls das schlechtere Team. Über weite Strecken waren die Gütersloherinnen sogar deutlich aktiver und gefährlicher in der Offensive. Manko war indes die Chancenverwertung. „Wir hatten fünf Hundertprozentige“, bedauerte Kaiser, dass im Abschluss die Entschlossenheit und Präzision fehlte.  Während die Gäste aus Ostfriesland in der ersten Halbzeit aus drei Möglichkeiten zwei Treffer durch Sina Brühl (10.) und Lara Frisch (25.) erzielten, scheiterten Anna Stockmann, Kathi Rädeker, Anna-Sophie Schindler und Janna Koerdt mit gut herausgespielten Möglichkeiten. Im zweiten Durchgang setzten sich die Abschlussprobleme fort. Jetzt waren es Elina Büttner, Leandra Kammermann und Pauline Berning, die den längst verdienten Anschlusstreffer verpassten. Erst in der Schlussminute kam Aurich mit einem Lattenschuss zur nächsten großen Chance. Zuvor war FSV-Torhüterin Celina Seggelmann zweimal zur Stelle gewesen. Bei unserem Team überzeugte die aus dem Westfalenligakader hochgezogene Lara Mehn in der Innenverteidigung. Ein Wermutstropfen war die Verletzung von Rechtsverteidigerin Clara Koepke, die in der 56. Minute bei einem Zweikampf unglücklich auf die Hand fiel und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Immerhin wurde dort kein Knochenbruch diagnostiziert. Das nächste Testspiel bestreitet der FSV am Sonntag, 8. Februar, um 12 Uhr gegen den Nord-Regionalligisten SV Hastenbeck. FSV Gütersloh: Blome (46. Seggelmann) – Koepke (56. Babic), Mehn, Bendix, Büttner – Stockmann (59. Soundé), Koerdt (51. Schön), Kammermann (70. Koerdt), Schindler (70. Stockmann) – Berning, Rädeker.

FSV Gütersloh stellt sportliche Leitung und Trainerteams für die Saison 2025/2026 vor

Von links nach rechts: Michael Horstkötter, Ralph Philipper, Marwin Hoyer, Mark Oliver Stricker und Matthias Kaiser. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Nach dem sportlich bitteren Abstieg der ersten Mannschaft aus der 2. Frauen-Bundesliga in die Regionalliga West sowie dem damit verbundenen Zwangsabstieg der zweiten Mannschaft in die Westfalenliga, stellt sich der FSV Gütersloh zur neuen Saison 2025/2026 personell wie strukturell neu auf. Der Verein bleibt dabei seiner langjährigen Philosophie treu, talentierte Fußballerinnen nachhaltig zu fördern und auszubilden. Mit über 60 Nationalspielerinnen seit Vereinsgründung im Jahr 2009 zählt der FSV weiterhin zu den bundesweit anerkannten Talentschmieden im deutschen Frauen- und Mädchenfußball. An der Seitenlinie der ersten Mannschaft wird künftig Mark Oliver Stricker stehen. Der Inhaber der UEFA Pro Lizenz war bislang als Cheftrainer der zweiten Mannschaft sowie in Personalunion als Sportdirektor tätig. Stricker tritt die Nachfolge von Markus Graskamp an, der das Team interimsweise bis zum Saisonende betreute und nun wieder seine Rolle als Sportlicher Leiter des Vereins aufnimmt. Unterstützt wird Stricker künftig von Matthias Kaiser, Katrin Lückel und Lena Lückel, die gemeinsam das neue Trainerteam der ersten Mannschaft bilden. Auch die zweite Mannschaft des FSV Gütersloh erhält ein neues Gesicht an der Seitenlinie: Marwin Hoyer übernimmt zur neuen Saison die Cheftrainerposition. Hoyer kommt vom SVKT 07 Minden, wo er zuletzt als Cheftrainer der zweiten Frauenmannschaft tätig war. Als Cheftrainer der zweiten Mannschaft wird er, ebenso wie Stricker, stetig im regelmäßigen Austausch mit den Trainerteams der FSV-Juniorinnenmannschaften stehen. Diese enge Verzahnung zwischen Jugend- und Frauenbereich ist ein zentrales Element der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Vereins und soll eine noch intensivere Förderung talentierter Nachwuchsspielerinnen gewährleisten. Ein weiterer wichtiger Baustein in der Neuausrichtung ist die Besetzung der Position des Jugendleiters mit Ralph Philipper. Der erfahrene Funktionär war viele Jahre in gleicher Rolle bei Blau-Weiß 98 Gütersloh tätig und bringt seine umfangreiche Expertise nun beim FSV ein. Seine Aufgabe wird es sein, die strukturelle Weiterentwicklung des Jugendbereichs voranzutreiben und Talente nachhaltig an den Frauenbereich heranzuführen. Für die administrativen Aufgaben im sportlichen Bereich sowie im Spielbetrieb bleiben weiterhin Michael Horstkötter, Markus Graskamp, Mark Oliver Stricker und Chris Punnakkattu Daniel verantwortlich. Trotz sportlicher Rückschläge blickt der FSV Gütersloh mit Optimismus und Entschlossenheit in die Zukunft. Der Verein setzt weiterhin auf Kontinuität, Kompetenz und konsequente Nachwuchsförderung – die Grundlage für sportlichen Erfolg und die Entwicklung der nächsten Generation von Spitzenfußballerinnen.

Matthias Kaiser: „Der FSV ist meine sportliche Heimat“

"Schenk uns eine Zukunft" - Matthias Kaiser

Seit über einem Jahrzehnt ist Matthias Kaiser ein fester Bestandteil des FSV Gütersloh. Als Trainer, Teammanager der 2. Mannschaft und Platzwart der Tönnies-Arena hat er zahlreiche Talente begleitet – auf und neben dem Platz. „Für mich ist der FSV Gütersloh seit 2014 meine sportliche Heimat. In all den Jahren habe ich in verschiedenen Funktionen als Trainer, Teammanager und Platzwart in der Tönnies-Arena viele Talente zu tollen Fußballerinnen, aber auch zu echten Persönlichkeiten heranreifen sehen. Wenn der FSV seinen Betrieb einstellen müsste, hätten zahlreiche Mädchen und junge Frauen diese Chance nicht mehr.“ Der FSV Gütersloh ist nicht nur ein Fußballverein, sondern ein wichtiger Ort für die Entwicklung junger Sportlerinnen. Um diesen Weg fortzusetzen, kämpft der Verein um seine Zukunft. Mit der Kampagne „Schenk uns eine Zukunft“ sammelt der FSV Spenden, um den Fortbestand des leistungsorientierten Frauen- und Mädchenfußballs in Ostwestfalen-Lippe zu sichern. 📢 Jetzt unterstützen & Zukunft schenken: https://www.gofundme.com/manage/schenk-uns-eine-zukunft

FSV-Spielerinnen sammeln 1.803 Euro beim FCG-Spiel im Heidewald

Elina Büttner, Anna-Lena Meier (kniend), Alena Schmidt, Clara Koepke, Celina Seggelmann und Matthias Kaiser im Heidewald. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Geht es nach dem Willen der Anhänger des FC Gütersloh, dann sollte der FSV Gütersloh weiter bestehen bleiben. Am Rande des Regionalligaspiels der FCG-Männer am Sonntag gegen den SC Paderborn II spendete das Publikum im Ohlendorf Stadion im Heidewald nämlich 1.803 Euro für die vom Frauensportverein vor zweieinhalb Wochen ausgerufene Kampagne „Schenk uns eine Zukunft“. Fünf Regionalliga-Fußballerinnen des FSV – Clara Koepke, Celina Seggelmann, Alena Schmidt, Anna-Lena Meier und Elina Büttner – sowie Teammanager Matthias Kaiser hatten für die Kampagne in Gesprächen geworben, Flyer verteilt und Spendenboxen bereitgehalten. Die füllten sich dank der Großzügigkeit der 1.392 Zuschauer sowie zahlreicher Sponsoren und Unterstützer des FC Gütersloh in nicht erwartetem Maße. „Wir sind begeistert von dem finanziellen Ergebnis, sehr dankbar für das Entgegenkommen der FCG-Führung und sehr angetan von der überaus freundlichen Begegnung mit den Menschen rund um den FC Gütersloh“, erklärte FSV-Vertreter Wolfgang Temme: „Wir fühlen uns durch die Resonanz bestätigt in unserem Kampf für den Erhalt des leistungsorientierten Frauenfußballs und beflügelt für weitere Aktionen.“ Am Samstag, 8. März, dem Weltfrauentag, plant der FSV einen Auftritt in der Gütersloher Innenstadt. Die im Ohlendorf Stadion im Heidewald gesammelte Summe von 1.803 Euro wird auf das Konto der Crowdfunding-Aktion eingezahlt, die bis zum 30. April mindestens 80.000 Euro erbringen soll. Damit will der FSV Gütersloh das Negativkapital der laufenden Saison auf Null stellen sowie eine seriöse wirtschaftliche Planung für die nächste Spielzeit sichern. Perspektivisch soll die Voraussetzung geschaffen werden, einen neuen Anlauf für eine Verschmelzung mit einem Partnerverein zur Saison 2026/2027 zu unternehmen. Den ersten Anlauf hatte der juristisch diesbezüglich beratene FC Gütersloh mit Verweis auf ein noch bestehendes Negativkapital beim FSV in Höhe von 40.000 Euro gestoppt. Kommt die Summe von 80.000 Euro bis Ende April nicht zusammen, fließt das Geld an die registrierten Spender zurück und der FSV Gütersloh muss seinen Spielbetrieb im Sommer einstellen. Vor der Aktion im Ohlendorf Stadion im Heidewald waren rund 52.000 Euro auf das Spendenkonto eingezahlt. 👉 Jetzt spenden und Zukunft sichern: https://www.gofundme.com/f/schenk-uns-eine-zukunft

Matthias Kaiser – ein Glücksfall für den FSV Gütersloh

Ein Kaiser in seinem Reich: Matthias Kaiser, Teammanager der 2. Mannschaft des FSV Gütersloh und Platzwart der Tönnies-Arena. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Irgendwie kam er wie die Jungfrau zum Kind, doch jetzt ist Matthias Kaiser beim FSV Gütersloh kaum mehr wegzudenken. „Ich wusste gar nicht, dass es Mädchenfußball gibt“, blickt der 54-Jährige auf seine Anfänge beim Frauensportverein zurück. Inzwischen schreibt Kaiser als Teammanager der „Zweiten“ kräftig an der Erfolgsgeschichte des Klubs mit, und seit kurzem sorgt er auch als Platzwart für perfekte Bedingungen in der Tönnies-Arena. Dass „Matze“ Kaiser mal in Ostwestfalen landen würde, war nicht abzusehen. „Ich bin sehr heimatverbunden“, sagt der aus Leinefelde im Landkreis Eichsfeld stammende Thüringer. Dort ging er zur Schule, dort machte er eine Ausbildung zum Agrotechniker/Mechanisator („Man kann auch Bauer dazu sagen“) und dort frönte er als Torwart dem Fußballsport. Mit spezieller Beklemmung erinnert er sich an seinen Wehrdienst in der DDR-Volksarmee, den er von 1988 bis 1990 in Weißenfels absolvierte. Voll aufmunitioniert „begleitete“ er damals mit seiner Einheit die Montagsdemonstrationen in Leipzig: „Es hätte passieren können, dass man auf Freunde und Bekannte hätte schießen sollen.“ Das neue Leben nach der Wiedervereinigung begann für Matthias Kaiser mit dem beruflichen Wechsel in eine Spedition und einer Tätigkeit als LKW-Fahrer im internationalen Fernverkehr. Er blieb auch dann im Eichsfeld, als seine Freundin Martina Dietrich im Zuge der Partnerschaft zwischen Rheda-Wiedenbrück und dem Heilbad Heiligenstadt in die Stadt an der Ems wechselte. Zehn Jahre pendelte sie, bis im Jahr 2000 der Sohn Robert geboren wurde. Nach vierjähriger Elternzeit kehrte sie in die Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück zurück, wo sie heute als Standesbeamtin tätig ist. Erst 2009 folgte ihr Matthias Kaiser, der einen Job beim Eigenbetrieb Abwasser antrat, nach Wiedenbrück. Um in der fremden Umgebung Anschluss zu finden, meldete er sich bei den Altherrenfußballern von RW St. Vit an und engagierte sich als Jugendtrainer in dem Verein, in dem auch sein Sohn Robert kickte. „Mir hat dort aber die Ernsthaftigkeit gefehlt“, sagt er. Ein Zufall brachte ihn mit dem FSV Gütersloh in Berührung. Der Kontakt zum früheren Organisationsleiter der Tönnies-Arena, dem viel zu früh 2020 verstorbenen Konrad Putzke, verhalf ihm zu Trainingseinheiten mit den St. Viter Jungs auf dem Kunstrasen in Rheda. Anschließend trainierte hier Christian Franz-Pohmann mit dem U-17-Bundesligateam – man kam ins Gespräch. Das 2014 erfolgte Angebot, als Torwarttrainer beim FSV anzufangen, nahm Kaiser an. Obwohl ihm der Mädchenfußball fremd war, imponierte ihm die Arbeit des Vereins und von CFP: „Disziplin, Ordnung, Respekt – da war Schliff drin. Es steckte ein Leistungsgedanke dahinter, und man hatte Ziele.“ Die gegenseitige Begeisterung hielt auch an, als Jacqueline Dünker die U-17 übernahm. Und als die 2. Frauenmannschaft 2018 in die Landesliga abstieg, schien Matthias Kaiser der richtige Mann, um den notwendigen Neuaufbau zu organisieren. Als erste Maßnahme holte er Svenja Hörenbaum, Gina Meierebert und Lynn Thäter zurück, dann überzeugte er die abwanderungswilligen Celina Baum und Greta Rapior zum Bleiben. Der Turnaround gelang, als Meister schaffte der FSV II die sofortige Rückkehr in die Verbandsliga. „Aus Jux habe ich dann mal gesagt: Wenn ich die Zweite als Teammanager in die Regionalliga geführt habe, höre ich auf.“ Im Sommer 2022 war es tatsächlich soweit, doch Kaiser blieb: „Mich hat der Ehrgeiz gepackt, und jetzt wollen wir mit M.O. Stricker als Trainer in der Regionalliga bleiben.“ Neben dem Leistungsgedanken fesselt ihn aber auch die soziale und emotionale Bereicherung seines Lebens: „Ich habe hier viele Menschen kennengelernt und das Engagement beim FSV macht mir Spaß.“ Weil der umtriebige und hilfsbereite Matthias Kaiser ohnehin zu den „Daueranwesenden“ in der Tönnies-Arena zählt, wurde er auch in anderer Hinsicht zum Glücksfall für den FSV Gütersloh. Als Wilhelm Krüger in Rente ging, übernahm er zum 1. Oktober den Posten des Platzwarts. „Weil ich so gerne Trecker fahre“, scherzt Kaiser, der frühere Agrotechniker. Und so sieht man ihn gelegentlich nach Spielschluss durch die Arena knattern, um den Kunstrasen durchzubürsten. Auf diese „Streicheleinheiten“ muss die Spielfläche nach dem am kommenden Sonntag stattfindenden Zweitligaspiel gegen Hoffenheim allerdings etwas länger warten: Kaiser tritt um 13 Uhr mit „seiner“ Zweiten im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga bei Arminia Bielefeld an.

Das Ende einer Ära: Platzwart Wilhelm Krüger verabschiedet sich in den Ruhestand

Wilhelm Krüger mit den FSV-Vorständen Tobias Neumann und Sebastian Kmoch. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Mit dem heutigen Tag endet eine ganz besondere Ära. Denn heute verabschiedet sich Wilhelm Krüger nach einer zehnjährigen Tätigkeit als Platzwart der Tönnies Arena in den wohlverdienten Ruhestand. Ab dem morgigen Dienstag, 1. November wird Matthias Kaiser, neben seiner Tätigkeit als Teammanager der 2. Mannschaft des FSV Gütersloh, die Funktion des Platzwartes übernehmen. „Wir haben viel erlebt, Franz Beckenbauer ist zur Eröffnung der Arena eingeflogen und so mancher Bundesligist hat diesen Rasen nach seinen Gastspielen gelobt“, hebt Margit Tönnies bei der Verabschiedung von Wilhelm Krüger hervor. Auch der FSV Gütersloh hat stets von der gewissenhaften und hochwertigen Arbeit von Wilhelm Krüger profitiert. So tragen wir die Spiele unserer diversen Mannschaften in der Tönnies Arena aus und nutzen die exzellenten Bedingungen auch für den Trainingsbetrieb. „Wir sind aktuell Tabellenerster der zweiten Liga. Das liegt sicher auch daran, dass wir hier so ein tolles Stadion mit einem hervorragenden Rasen haben,“ sagt FSV-Vorsitzender Sebastian Kmoch. „Auch im Namen der Mannschaft möchte ich mich deshalb herzlich bedanken. Wir hoffen, dass wir uns wiedersehen.“ Als ein Dankeschön und Wertschätzung für die stets angenehme Zusammenarbeit überreichten Sebastian Kmoch und Tobias Neumann, stellv. Geschäftsführer & Leiter Marketing / Sponsoring, einen von der gesamten Mannschaft unterschriebenen Ball, sowie eine Dauerkarte für die Spiele des FSV Gütersloh. Wir wünschen Wilhelm Krüger weiterhin alles Gute, viel Gesundheit und einen guten Start in den Ruhestand.

Ziel Klassenerhalt: FSV II startet gegen Arminia Bielefeld in die Regionalliga

Mark Oliver Stricker, Cheftrainer unserer 2. Mannschaft (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Das Perspektivteam des FSV war in der abgelaufenen Saison 2021/22 meisterhaft. Mit 21 Siegen, sechs Unentschieden und nur einer Niederlage holte sich unsere „Zweite“ in der vergangenen Spielzeit den Titel in der Westfalenliga. Zum zweiten Mal nach 2011/12 spielt also wieder ein Team des FSV Gütersloh in der Regionalliga. Anders als damals soll am Ende aber dieses Mal nicht der direkte Wiederabstieg stehen. „Dazu sind die Trainer viel zu ambitioniert“, sagt Teammanager Matthias Kaiser. Er hat zusammen mit Coach Mark Oliver Stricker einen Kader von 33 Spielerinnen zusammengestellt, der für alle personellen Eventualitäten gerüstet ist. „Wir haben die Qualität, um zwischen Platz fünf und neun zu landen“, ist Kaiser überzeugt. Er warnt aber auch: „Die Mädels müssen mitziehen. Ziehen sie nicht mit, kann es auch bedrohlich werden.“ Immerhin steigen drei von 14 Teams ab. „Nach den ersten drei Spieltagen wissen wir, wo wir stehen“, blickt der Teamchef mit Spannung auf die Auftaktspiele, in denen der FSV nacheinander auf die Titelfavoriten Arminia Bielefeld, VfL Bochum und Borussia Bocholt trifft. „Wir sind nicht mehr der Favorit wie in der Westfalenliga, sondern der Underdog“, umschreibt Kaiser die neue Rolle der Mannschaft. Entsprechend wird der FSV taktisch etwas anders agieren, im 3-5-2 oder in einem flachen 4-4-2. Eine zentrale Figur nimmt dabei Lena Lückel (27) ein. Die frühere Bundesligaspielerin hat sich von ihrer Co-Trainertätigkeit bei der „Ersten“ verabschiedet und steht nun verstärkt der „Zweiten“ zur Verfügung. „Etwas Besseres kann uns gar nicht passieren“, schwärmt Matthias Kaiser. Während der Abgang von Top-Torjägerin Lena Meynert nach Bielefeld schmerzt, sticht von den elf Neuzugängen vor allem Natascha Rudat ins Auge. Die 30-Jährige kommt vom Ligakonkurrenten Spvg. Berghofen, hat aber eine Vergangenheit beim FSV Gütersloh und gehörte zum Zweitligakader, der 2012 in die Bundesliga aufstieg. Weitere externe Verstärkungen sind Thandie Reinkensmeier (SV Kutenhausen-Todtenhausen), Vanessa Mahne (Arminia Bielefeld U-17) und Corinna Pradella (SV Hastenbeck). Elina Büttner (1. Mannscha ), Sophie Tobisch, Chiara Löffler, Marleen Lintel, Katharina Rädeker, Leni Wellpott (alle U-17) sowie Celina Seggelmann (U-16) kommen aus den eigenen Reihen. Zum Aufgebot gehören weiterhin Janina Sauer, Olivia Zitzer, Janne Blom, Chiara Tappe, Anabel Herick, Chiara Löffler, Marie Schröder, Lena Donat, Carolin Rother, Anna-Lena Meier, Julia Gärtner, Ida Ludwigt, Svenja Hörenbaum, Greta Rapior, Lynn Thäter, Leandra Kammermann, Tina Rother, Laura Dahlkemper, Ishtar Bakir, Laura Ostenfelder und Jody Heitmeier. Das Perspektivteam startet ebenfalls am morgigen Samstag, 27. August mit dem Derbykracher-Heimspiel gegen den DSC Arminia Bielefeld. Der Anstoss der Partie wird um 17:30 Uhr in der Tönnies Arena erfolgen.

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