FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

Anja Klimm leitet die Zweitligapartie zwischen dem FSV Gütersloh und dem FC Ingolstadt

2. Frauen-Bundesliga - FSV Gütersloh 2009

Der FSV Gütersloh empfängt am kommenden Sonntag, 16. April den FC Ingolstadt 04 in der Tönnies Arena. Schiedsrichterin Anja Klimm wird die Begegnung der 2. Frauen-Bundesliga leiten. Anna-Lena Weiss und Bianca Schultz werden der 31-jährigen Unparteiischen aus dem ostfriesischen Leer zur Seite stehen. Die Partie zwischen dem FSV Gütersloh und dem FC Ingolstadt wird am Sonntag um 11:00 Uhr angepfiffen.

Ab sofort als 3D-Flipbook abrufbar: Unser FSV-Kabinengeflüster Ausgabe 11

Jetzt als 3D-Flipbook erhältlich: Die Ausgabe 11 unseres Kabinengeflüsters

Unser Stadionmagazin „Kabinengeflüster“ ist ein MUSS für jeden Besucher unserer Heimspiele. Spannende Hintergrundstorys und Interviews, wichtige Infos zu den Gastmannschaften, Berichte über das Abschneiden unserer diversen Mannschaften und vieles mehr gehören zum Lesestoff des „Kabinengeflüsters“. Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchstöbern des neusten „Kabinengeflüsters“. Die gedruckte Ausgabe erhaltet ihr selbstverständlich weiterhin bei unserem Heimspiel am kommenden Sonntag. „Kabinengeflüster“ | Ausgabe 11 – Saison 2022/23

Treue Fans des FSV Gütersloh: Janina und Frank Wesemann

Janina Wesemann und ihr Vater begleiten den FSV seit 2012. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Egal wo der FSV Gütersloh spielt – zwei treue Anhänger*innen sind (fast) immer dabei. Frank und Janina Wesemann, Vater und Tochter, scheuen keine Mühen und Kosten, um die Fußballerinnen zu begleiten. Bei den Heimspielen sitzen beide im Fan-Trikot auf der Tribüne der Tönnies-Arena, und wann immer es geht, reisen sie auch zu den Auswärtsspielen. Sie waren in dieser Saison natürlich in Potsdam und Frankfurt, aber auch in Ingolstadt, Sand und Freiburg. Zuletzt nach Nürnberg fuhr Janina Wesemann, wie schon nach Andernach, alleine mit ihrem Peugeot 208, und weil auf dem Max-Morlock-Platz schon um 11 Uhr Anstoß war, buchte sie sogar eine Hotelübernachtung. Kurios: Zwei der größten FSV-Fans kommen gar nicht aus dem Kreis Gütersloh, sondern stammen aus Lage. Während Frank, von Beruf Bäcker, immer noch im Lipperland wohnt, lebt Janina (21) in Eslohe, einer rund 100 Kilometer von Rheda-Wiedenbrück entfernten Gemeinde im Hochsauerlandkreis. Dorthin zog sie im vergangenen Jahr, nachdem sie ihre Ausbildung zur Dachdeckerin beendet hatte. „Ich hatte Lust auf Schieferdächer, und die gibt es hier viel mehr als in Lage“, erklärt sie ihren durchaus mutigen Ortswechsel. Die Lust auf den FSV Gütersloh entstand 2012, als ihr Vater in der Zeitung vom Aufstieg in die Bundesliga las. „Da fahren wir mal hin“, sagte er zu seiner Tochter. Die Begeisterung für den Klub und die Spielerinnen blieb trotz des Abstiegs 2013. Natürlich deckten sie sich im Fanshop mit den üblichen Utensilien ein, darunter zwei „Kreisbären“, und vor einigen Jahren legten sie sich ein knapp drei Meter breites Banner mit FSV-Logo und Schriftzug zu, das sie auch in Nürnberg ausrollte und selbstbewusst an der Bande vor dem Stadionsprecher befestigte. Nur das Notieren des Spielverlaufs war im Dauerregen von Nürnberg schwierig. Janina Wesemann, die als Kind sogar richtige Berichte daraus formuliert hat („Das war gut für das Lernen der Rechtschreibung“) hat aber alle Notizblöcke der vergangenen Jahre zuhause im Regal stehen. Eine Lieblingsspielerin im aktuellen FSV-Team hat sie nicht: „Eigentlich mag ich sie alle.“ Mit Celina Baum verbindet sie die gemeinsame Heimatstadt Lage. „Wir hatten den gleichen Fahrlehrer, aber sie hatte immer nach mir Fahrstunde.“ Dass sie in der Tönnies-Arena ihren Stammplatz in Reihe 6, Platz 26, hat und auch ihr Fan-Trikot die 26 trägt, die Rückennummer von Kapitänin Sarah Rolle, ist ein treffender Zufall. „Ich war früher auch Torhüterin“, blickt sie auf eine kurze Karriere beim TuS Asemissen zurück. Natürlich besitzt sie auch die Autogrammkarte von Rolle und hat mit ihr mal ein gemeinsames Foto gemacht. Mit dem bisherigen Verlauf der Saison ist Janina Wesemann sehr zufrieden. „Natürlich würde ich mich über einen Aufstieg freuen“, sagt die junge Frau, die ihre persönliche Bescheidenheit auch auf den FSV Gütersloh überträgt: „Das Wichtigste ist, dass sie in der 2. Liga bleiben.“ Ein wenig in die Bredouille kommt sie am 29. Mai, wenn der FSV das letzte Saisonspiel daheim gegen Eintracht Frankfurt II austrägt. Wie ihr Vater schwärmt sie seit jeher nämlich auch für die Eintracht, ohne dass so exzessiv auszuleben wie die Leidenschaft für die FSV-Frauen. „In diesem Spiel sind wir aber für Gütersloh“, hat sie sich festgelegt.

Sarah Rolle: „Ich will nicht träumen und dann enttäuscht werden“

Who the FSV is... Sarah Rolle?

Es war der ausdrückliche Wunsch der Mannschaft gewesen, am spielfreien Osterwochenende drei Tage am Stück trainingsfrei zu bekommen. „Die letzten Wochen waren intensiv, und die nächsten Wochen werden auch intensiv“, erklärt Sarah Rolle die Bitte. Das Trainerteam entsprach ihr gern, wohlwissend, dass physische und mentale Erholung wesentliche Bestandteile der Belastungssteuerung sind. Und die Kapitänin unseres Zweitligateams nutzte die drei Tage in wahrlich ablenkender Weise: Die 23-jährige reiste zusammen mit Außenverteidigerin Demi Pagel (19) nach Paris. „Die berühmten Sehenswürdigkeiten waren auch schön, aber noch mehr haben mir die kleinen Gassen gefallen“, schwärmte die Torhüterin, als sie am Ostermontag pünktlich um zehn Uhr wieder in der Tönnies-Arena auf dem Trainingsplatz stand. Zum leistungssportlichen Alltag unserer Zweitligafußballerinnen gehört auch, dass am Dienstag wieder die Hauptsache anstand – die berufliche oder schulische Pflicht. Sarah Rolle, fuhr zum Hauptsitz der Firma Brillux in ihrem Wohnort Münster. Bei dem knapp 3.000 Mitarbeiter großen Lack- und Farbenhersteller, bei dem sie von 2018 bis 2021 die Ausbildung zur Industriekauffrau absolvierte, ist sie in Vollzeit als kaufmännische Angestellte im Vertriebsinnendienst beschäftigt. Viermal pro Woche düst sie nach der Arbeit in einer Fahrgemeinschaft mit Anna Höfker und Paula Reimann zum Training in die Tönnies-Arena. Kein Wunder, dass da nicht viel Zeit für andere Unternehmungen bleibt, zumal Sarah Rolle keine wilde Partygängerin ist („Ich bin eher die Gemütliche“) und gerne und häufig Zeit mit ihrer Familie verbringt. Mit 23 ist sie das jüngste von drei Kindern im Hause Rolle in Everswinkel, in das ihr Bruder und ihre Schwester aber ebenso regelmäßig zu Besuchen zurückkehren. In der 10.000-Einwohner-Gemeinde wuchs die gebürtige Warendorferin auf, besuchte Kindergarten und Realschule, bevor sie zwei Jahre lang in Münster zur Schule ging, um das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung zu erwerben. Dass ihre Eltern Ulrich und Heike zu den Stammgästen in der Tönnies-Arena gehören, versteht sich von selbst. Schließlich ist zumindest ihr Vater vom Fach, denn er bekleidete lange das Amt des Abteilungsleiters im Sportclub DJK Everswinkel. In dessen Jungenmannschaften erhielt Sarah Rolle unter der Betreuung von Tim Lemke und Frederik Isselhorst die fußballerische Grundausbildung und entwickelte den Spaß am Spiel. „Entführt“ aus ihrem Heimatverein hat sie im Sommer 2015 Christian Franz-Pohlmann. Dem aus dem Nachbarort Sassenberg stammenden Trainer, der dann das Frauen-Zweitligateam des FSV übernahm, war das Talent des Mädchens natürlich nicht verborgen geblieben. Gleich in der ersten Saison erreichte sie als Torhüterin der B1 zusammen mit Spielerinnen wie Annalena Rieke, Sophia Kleinherne, Pauline Berning, Svenja Hörenbaum, Lilly Stojan oder Marie Schröder das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Das von Jacqueline Dünker trainierte Team unterlag Turbine Potsdam mit 2:4. Spaßeshalber spielte „Rollo“ in dieser Zeit auch noch in der B2 – als Feldspielerin auf den Positionen acht und zehn. Keinen Spaß hatte sie irgendwann mehr in der Westfalenauswahl. „Da habe ich mich abgemeldet“, blickt sie zurück: „Mir war immer klar, dass ich nie in ausschließlichen Leistungsdruck kommen will. Ich möchte nie etwas machen, was ich nicht will.“ Wichtig war ihr damals, viermal pro Woche beim FSV Gütersloh zu trainieren und hier nicht regelmäßig wegen Lehrgängen oder Trainingsabenden in Kaiserau zu fehlen. Der Erfolg gibt ihr recht. Sie schaffte auf Anhieb den Sprung ins Frauenteam und entwickelte sich zu einer der besten Torhüterinnen der 2. Liga. Ihre Stärke auf der Linie, ihre langen Bälle und ihre spielerischen „Libero“-Qualitäten ergänzte sie im Laufe der Zeit auch um das Abfangen von Flanken im Torraum. Inzwischen stehen 118 Zweitligaspiele und elf Partien im DFB-Pokal in ihrer Vita. Lockt sie der Aufstieg in die Bundesliga? „Ich will da nicht drüber sprechen, ich rede nur vom nächsten Spiel“, sagt sie. Wohl auch ein wenig aus Selbstschutz: „Ich will nicht träumen und dann enttäuscht werden.“ Die Enttäuschung von der jüngsten 0:2-Niederlage in Nürnberg („Das war unverdient, wir hätten da nicht verlieren müssen“) hält sie für verdaut. Der Fokus liegt längst auf Ingolstadt. Zum 19. Mal in dieser Saison hat sie am Sonntag „die Ehre“, wie sie sagt, das Team mit der Kapitänsbinde am Arm auf den Platz zu führen. Dass sie die Rückennummer 26 trägt, hat keine besondere Bewandtnis: „Wahrscheinlich war seinerzeit keine andere Nummer frei.“ Allzu großen Wert auf Symbolik scheint die ehrgeizige Sarah Rolle ohnehin nicht zu legen: „Mir ist egal, was auf dem Trikot steht – Hauptsache ich spiele.“

DFB versteigert Trikots der Frauen-Nationalmannschaft

DFB versteigert Trikots der Frauen-Nationalmannschaft auf MatchWornShirt.com. (© Deutscher Fußball-Bund)

In Kooperation mit der digitalen Fan-Engagement-Plattform MatchWornShirt bietet der DFB den Fans der Frauen-Nationalmannschaft ab sofort die Möglichkeit, sogenannte „Matchworn“-Trikots zu ersteigern. Trikots, die von den Spielerinnen der Frauen-Nationalmannschaft auf dem Spielfeld getragen werden, können ab dem Anpfiff live auf MatchWornShirt.com ersteigert werden. Jedes Trikot wird nach dem Spiel ungewaschen und von den jeweiligen Spielerinnen signiert angeboten, was sie zum ultimativen Sport-Erinnerungsstück macht. Zum Auftakt der Partnerschaft werden die Trikots, die beim heutigen Länderspiel gegen Brasilien getragen wurden, zum Verkauf angeboten. Mit einem Teil der Einnahmen aus den Trikot-Versteigerungen unterstützt der DFB die sozialen Aktivitäten und Projekte der DFB-Stiftungen. „Globale Ikone im Weltfußball“ „Durch die Kooperation mit MatchWornShirt bieten wir unseren Fans einzigartige Erinnerungsstücke und geben ihnen die Möglichkeit, Teil der Geschichte unserer Frauen-Nationalmannschaft zu werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darüber, bleibende Erinnerungen für unsere Fans zu schaffen, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft der Frauen in Australien und Neuseeland“, sagt Fritz Frank, Head of Licensing des DFB. „Das Trikot der deutschen Nationalmannschaft ist eine globale Ikone im Weltfußball – und trägt einige der bedeutendsten Erinnerungen im internationalen Fußball mit sich. Wir sind hocherfreut, die Trikots der DFB-Frauen zu einem so aufregenden Zeitpunkt für den Frauenfußball – in Deutschland und darüber hinaus – in unser kollektives Netzwerk zu bringen“, erklärt James Flude, Head of Business Development von MatchWornShirt. (Quelle: DFB.de)

FSV Gütersloh und IG Metall einigen sich auf eine langfristige Zusammenarbeit

Von links nach rechts: Chris Punnakkattu Daniel (Strategischer Berater, FSV), Tobias Neumann (stellv. Geschäftsführer & Leiter Marketing / Sponsoring, FSV), Thomas Wamsler (1. Bevollmächtigter, IG Metall Gütersloh-Oelde), sowie die Spielerinnen Jacqueline Manteas, Hedda Wahle und Leonie Kreil freuen sich auf die Partnerschaft (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh freut sich bekannt geben zu können, dass die IG Metall Gütersloh-Oelde den zum Anfang der laufenden Saison 2022/23 abgeschlossenen Sponsoringvertrag um mehrere Jahre verlängert hat. Damit bleibt die IG Metall Gütersloh-Oelde weiterhin „Silber Partner“ des FSV Gütersloh. Tobias Neumann, stellv. Geschäftsführer & Leiter Marketing / Sponsoring des FSV Gütersloh, bedankt sich bei der IG Metall: „Ich bedanke mich im Namen des FSV Gütersloh bei der IG Metall für die langfristige Verlängerung des bestehenden Sponsoringvertrages und dem Bekenntnis zum Frauenfußball beim FSV Gütersloh. Die Verlängerung des Sponsorings zeigt uns, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.“ Neumann betont, dass die Vertragsverlängerung zeigt, dass die IG Metall sich nicht nur für die Belange der Arbeitnehmerinnen einsetzt, sondern auch für gesellschaftliche Gleichstellungsfragen. Dazu gehört nach Aussage des Geschäftsführers der IG Metall Geschäftsstelle Gütersloh-Oelde Thomas Wamsler der Frauenfußball: „Sport ist die ideale Form Brücken zu bauen.“ „Wir freuen uns sehr, dass der FSV Gütersloh diese Unterstützung erhält und die IG Metall weiter auf die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs in Ostwestfalen-Lippe setzt. Wir werden weiter hart arbeiten, um gemeinsam mit unserem Partner erfolgreich zu sein“, so Neumann. Wamsler bedankt sich für die hervorragende Zusammenarbeit: „Wir haben bereits im ersten Jahr gemerkt, wie viel Einsatz, Leidenschaft und Entwicklung beim FSV zu sehen ist. Hier wird Mädchen und Frauen eine Möglichkeit geboten, auf dem höchsten Niveau Fußball zu spielen. Wir möchten diese positiven Entwicklungen weiter unterstützen und sind überzeugt davon, dass im Frauenfußball auch ein starker Verein aus Ostwestfalen-Lippe vertreten sein muss. Die IG Metall Gütersloh-Oelde möchte hierzu weiter einen Beitrag leisten.“ Chris Punnakkattu Daniel, Strategischer Berater & Leiter Medien / Kommunikation des FSV Gütersloh, betont die Bedeutung von starken Partnern für den Verein und den Frauenfußball: „Die Verlängerung des Sponsoringvertrages um mehrere Jahre ist ein wichtiges Signal an die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe, aber auch ein Bekenntnis für den Wirtschafts- und Sportstandort der durch den FSV Gütersloh überregional vertreten wird. Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen, das uns die IG Metall Gütersloh-Oelde entgegenbringt, und werden auch in Zukunft gemeinsam an einer nachhaltigen Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs arbeiten.“ Die Industriegewerkschaft Metall ist mit 2,26 Millionen Mitgliedern die größte Einzelgewerkschaft in der Bundesrepublik Deutschland und ebenfalls die weltweit größte organisierte Arbeitnehmervertretung. In unserer Region vertritt die Geschäftsstelle Gütersloh-Oelde mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück knapp 16.000 Mitglieder. Die IG Metall vertritt die in ihr organisierten ArbeitnehmerInnen der Branchen Metall/Elektro, Stahl, Textil/Bekleidung, Holz/Kunststoff und Informations- und Kommunikationstechnologiebranche.

U17-Bundesligateam leistet bei 0:4-Niederlage in Leverkusen kaum Gegenwehr

FSV ohne Torerfolg in Leverkusen. (Archivfoto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Beim Tabellenführer lag die Latte natürlich verdammt hoch, doch beim Versuch, sie zu überspringen, geriet der FSV Gütersloh schon beim Anlauf aus dem Rhythmus. Die 0:4-Niederlage unseres U17-Bundesligateams am Samstag bei Bayer 04 Leverkusen wäre unter normalen Umständen vielleicht akzeptabel gewesen, doch diesmal haderte Christian Franz-Pohlmann mit dem Ergebnis. „Es war teilweise ein kraftloser, schläfriger und unmotivierter Auftritt“, tat sich der Coach schwer, schonende Worte für seine Spielerinnen zu finden. Während der Sieger des Gütersloher Hallenmasters seine weiße Weste beeindruckend verteidigte und nach 14 Erfolgen in 14 Spielen unangefochten an der Spitze trohnt, geht es für den FSV in den letzten vier Saisonspielen darum, den 4. Tabellenplatz zu behalten. „Es kam Vieles zusammen“, beschränkte sich der FSV-Coach darauf, die sportlichen Gründe für die „klare Unterlegenheit“ darzulegen: „Auf vielen Positionen sind wir gar nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir haben nur am Spiel teilgenommen und kamen für einen Sieg überhaupt nicht in Frage.“ Die einzige nennenswerte Torchance hatte in der ersten Halbzeit Joyce Schüttelhöfer, doch sie scheiterte aus halblinker Position an der Leverkusener Keeperin Louisa Remien. Dass von den acht Chancen des Gegners vier zu Toren führten, schreibt Franz-Pohlmann zu fünfzig Prozent direkter Gütersloher Mithilfe zu. So wurde das 1:0 in der 21. Minute durch einen Fehlpass von Torhüterin Linna Hermsmeier eingeleitet, für den sich die per Flanke in Szene gesetzte Delice Boboy per Kopf bedankte. Und das 4:0 in der 60. Minute war ein Eigentor von Finja Kappmeier. Unsere Kapitänin wollte den Ball nach einer Hereingabe per Kopf zu Hermsmeier ablegen, doch die hatte ihr Tor verlassen, so dass der Ball im Netz landete. Die weiteren Treffer teilten sich die beiden herausragenden Leverkusener U17-Nationalspielerinnen. Delice Boboy markierte in der 28. Minute mit einem Chip-Ball über Hermsmeier hinweg via Innenpfosten ihr 21. Saisontor. Und Estrella Merino Gonzales, die bereits mit einem Zweijahresvertrag an das Leverkusener Frauen-Bundesligateam gebunden wurde, köpfte in der 55. Minute das 3:0 – bereits ihr 17. Treffer. Zwei weitere Male musste Lina Hermsmeier ihr ganzes Können aufbieten, um ein Debakel zu verhindern. Die Gütersloher Gegenwehr war sehr überschaubar: „Wir haben selten drei Pässe hintereinander hinbekommen“, bemängelte der Trainer und schilderte seinen Besorgnis erregenden Eindruck: „Die Mädels haben nicht als Mannschaft zusammengearbeitet.“ FSV Gütersloh: Hermsmeier – Naccarato, Burholz, Kappmeier, Kiske – Ebert (58. Adas) – Nünning, Krohne (74. Golparvari), Heisinger (74. Schoemann) – Schüttelhofer (41. Duran), Wicke (58. Franz).

FSV II kassiert eine knappe 2:3 Niederlage gegen clevere Bocholterinnen

FSV II Abwehrspielerin Pamela Jahn im Regionalligaspiel gegen Borussia Bocholt. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Auf dem Blatt Papier erschien die Partie vor dem Anpfiff in  der Tönnies Arena eine klare Angelegenheit zu sein. Mit der 2. Mannschaft des FSV Gütersloh empfing der Tabellenzwöfte Borussia Bocholt, den Zweiten der Regionalliga West. Doch die rund 50 Zuschauer*innen erlebten ein abwechslungsreiches Spiel, in dem sich der FSV Gütersloh am Ende nur knapp mit 2:3 geschlagen geben musste. Das Perspektivteam des FSV ging in der 20. Spielminute gegen die favorisierten Bocholterinnen in Führung. Laura Ostenfelder konnte den Ball im gegnerischen Tor unterbringen. Die Führung war nicht unverdient, doch sie sollte nur von kurzer Dauer sein. Bocholt egalisierte den Spielstand nach nur zwei Minuten durch ein Tor von Carmen Koens. Die beiden Mannschaften ließen keinen Klassenunterschied erkennen und gingen mit einem gerechten 1:1 in die Halbzeitpause. Marie Schröder ließ die Gütersloher Fans wieder jubeln und hoffen, als sie in der 62. Spielminute den FSV mit ihrem Tor zum 2:1 wieder in Front brachte. Doch auch diese Freude hielt nicht allzu lange an. Bocholt antwortete bereits 60 Sekunden später mit dem erneuten Ausgleich. Alina Angerer konnte FSV-Torhüterin Isabell Mischke bezwingen und somit den Spielstand auf 2:2 korrigieren. Die Gäste aus Bocholt agierten clever und abgeklärt. So auch in der 63. Spielminute als die ehemalige FSV-Angreiferin Nina Lange im Strafraum zu Fall kam und einen Elfmeter zugesprochen bekam. Lange verwandelte den Foulelfmeter ganz souverän und bescherte Borussia Bocholt somit einen 3:2 Sieg. Die Mannschaft des FSV Gütersloh zeigte eine insgesamt gute und vielversprechende Leistung, die ein leistungsgerechtes Unentschieden verdient hätte. Somit war nach den 90 Minuten eine Enttäuschung zu spüren und dennoch auch Zuversicht ob der Tatsache, dass man gegen den Tabellenzweiten lange Zeit ebenbürtig war und sogar ohne Punkt nach Hause schicken hätte können. Darauf kann die Mannschaft aufbauen und selbstbewusst in die nächsten Partien gehen.

Regionalliga-Livestream: FSV Gütersloh II – Borussia Bocholt (Donnerstag, 6. April ab 20 Uhr)

Die 2. Mannschaft des FSV Gütersloh möchte den positiven Trend fortsetzen. (Foto: Martin Löffler / FSV Gütersloh 2009)

Topspiel am Ostersamstag: FSV U-17 zu Gast beim Tabellenführer Bayer Leverkusen

Die U-17 Mannschaft des FSV Gütersloh beim Warmmachen. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Die lange Warten hat endlich ein Ende für unsere U-17 Mannschaft. Das Team von Cheftrainer Christian Franz-Pohlmann darf am kommenden Wochenende nach einer vierwöchigen Pflichtspielpause wieder um die Punkte kämpfen. Am Ostersamstag, 8. April wartet mit Bayer 04 Leverkusen dann auch direkt der Tabellenführer der B-Juniorinnen-Bundesliga auf unser Team. Die Werkself aus Leverkusen steht mit 39 Punkten aus 13 Spielen souverän auf Platz eins, während unsere Mannschaft mit 24 Punkten den vierten Tabellenplatz belegt. Gegen Leverkusen möchte der FSV mit einer spielerisch und kämpferisch ansprechenden Leistung überzeugen, um so vielleicht den formstarken Rheinländerinnen ein Bein zu stellen. Wie stark Bayer Leverkusen in dieser Saison ist, haben sie bereits in der Hinrunde bewiesen. Damals musste sich der FSV in der heimischen Tönnies Arena mit 0:2 geschlagen geben. Die Partie der B-Juniorinnen-Bundesliga zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FSV Gütersloh wird am Samstag um 14:00 Uhr angepfiffen. Spielort wird das Leistungszentrum Kurtekotten sein.

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