FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

FSV U-16 zahlt Lehrgeld gegen den 1. FC Köln

Die U-16 des FSV Gütersloh peilt den Klassenerhalt an. (Foto: Marina Brüning / FSV Gütersloh 2009)

Wenn nicht nur die eigenen Mitspielerinnen, sondern auch der gegnerische Trainer und das Schiedsrichtergespann der am Boden hockenden Torhüterin des Verliererteams Trost zusprechen, zeugt das von der allgemeinen Fairness im Mädchenfußball. Es muss aber auch etwas Besonderes passiert sein. Tatsächlich hatte sich Celina Seggelmann, Keeperin unserer U-16, bei der 0:6-Regionalliga-Niederlage gegen den 1. FC Köln zum Unglücksraben entwickelt. Beim 0:1 (3.) bugsierte sie den Ball nach einem Rückpass selbst über die Linie, und das 0:2 (6.) schenkte sie den Kölnerinnen, weil sie sich den Ball an der Strafraumgrenze abluchsen ließ. Dass Seggelmann im weiteren Spielverlauf mit einem halben Dutzend glänzender Aktionen ein Debakel für den FSV verhinderte, konnte ihre Enttäuschung nach dem Abpfiff nicht entkräften. Ob die Partie ohne die beiden Patzer einen anderen Verlauf genommen hätte, ist fraglich. Die Gütersloherinnen zahlten im fünften Saisonspiel nämlich insgesamt Lehrgeld und waren dem Spitzenreiter in puncto Schnelligkeit und Robustheit deutlich unterlegen. Ausnahmen bildeten vor allem die ungemein couragierte Linksverteidigerin Emma Bittner und sowie Lucy Wisniewski. Der Stürmerin wurde in der 20. Minute, als der FSV seine stärkste Phase hatte, ein klarer Elfmeter verwehrt, als sie von der Kölner Torhüterin im Luftkampf umgerempelt wurde. Während die Gäste durch andauernde Gütersloher Ballverluste zu Chancen am Fließband kamen, verbuchte unser Team nur noch eine Doppelchance in der 50. Minute durch Johanna Rehpöhler und Sophie Walters, die jedoch an der FC-Keperin scheiterten. Trainer Noah Henneböhle trug die Niederlage mit Fassung. „Köln war uns athletisch klar voraus“, stellte er fest. Dass der FSV nach fünf Spielen, in denen mit dem 4:3 über Mecklenbeck der einzige Sieg gelang, auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert, soll eine Momentaufnahme bleiben. Der Klassenerhalt ist das Ziel. Vor allem aber geht es dem Trainer darum, am Saisonende wieder möglichst viele Talente an die U-17 weitergeben zu können. Um mit dem 28 Spielerinnen umfassenden Kader, der neben den Jahrgängen 2007 und 2008 auch einige 2009-er umfasst, im Training voranzukommen, bleibt Henneböhle nun etwas Zeit. Das nächste Spiel findet erst am 22. Oktober, 16 Uhr, in der Tönnies-Arena gegen Arminia Ibbenbüren statt. FSV Gütersloh: Seggelmann – Steuer (56. Babic), Mehn (68. Golparvari), Walters (58. Stork), Wolf (56. Braune), Bittner – Rehpöhler, Hensing, Schön –  Schmidt, Wisniewski (68. Steinkemper). Im Aufgebot: Dworrack, Topal, Glock (Tw). Tore: 0:1 (3.) Seggelmann (ET), 0:2 (6.) Lilli Becker, 0:3 (38.) Luise Becker, 0:4 (45.) Lilli Becker, 0:5 (52.) Schäfer, 0:6 (72.) Lilli Becker.

Zweiter Sieg im zweiten Saisonspiel für unsere U-17

Christin Schweißinger im Einsatz für die U-17 des FSV Gütersloh. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Eine Woche nach dem Last-Minute-Sieg im Heimspiel gegen den FC Speyer (3:2) feierte unsere U-17 in der Bundesliga auch ein erfolgreiches Auswärtsdebüt. Beim 1. FC Köln gelang dem Team von Christian Franz-Pohlmann ein 2:1-Erfolg. „Die Mädels mussten an ihre körperlichen Grenzen gehen“, lobte der Trainer den Kampfgeist und die Willensstärke seiner Spielerinnen. Auf dem Kunstrasenplatz im Rhein-Energie-Sportpark war der FSV in der letzten Viertelstunde von den Kölnerinnen nämlich komplett in die Defensive gedrängt worden. Viel Kraft gelassen hatten die Gütersloherinnen, indem sie die spielstarken „Geißböcke“ in erster und zweiter Linie mit hohem läuferischen Aufwand gepresst und Bälle erobert hatten. Schon in der 2. Minute hätte daraus die Führung resultieren können, doch bei einer Doppelchance für Hanna Krohne und Aurelie Heisinger landete der Ball zweimal an der Lattenunterkante. In der 14. Minute aber wurden die Bemühungen belohnt. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld erlief Meryem Duran den sofort vertikal gespielten Ball, profitierte auch von einer gegenseitigen Verunsicherung von Keeperin und Verteidigerin und schob den Ball aus 25 Metern ins verwaiste Tor. „Wir hätten zur Pause höher als nur mit 1:0 führen müssen“, sagte Franz-Pohlmann angesichts weiterer guter Möglichkeiten. Die zweite Halbzeit eröffnete Hanna Krohne mit einem Pfostentreffer. „Doch dann hätte die Partie kippen können“, gestand des FSV-Coach. Julia Schiffahrt erzielte nämlich in der 46. Minute den Ausgleich für den immer stärker werdenden 1. FC Köln. Insofern bezeichnete Christian Franz-Pohlmann den postwendenden Treffer zum 1:2 (47.) als „extrem wichtig“. Nach einem Foul an Laura Nünning hatte Finja Kappmeier den Freistoß von halbrechts auf den langen Pfosten gezirkelt, wo Hanna Krohne vollendete. Die Kölnerinnen gingen nun volles Risiko, der FSV hatte spielerisch und offensiv nichts mehr dagegenzusetzen. „Der Akku war total leer“, blieb Christian Franz-Pohlmann am Spielfeldrand nur noch, die Verteidigung zu organisieren, durch die Auswechslung von Emily Kiske die Gelb-Rot-Gefahr zu verbannen und die Daumen zu drücken. Alles zusammen half, und nach 80 Minuten konnte der FSV den zweiten Saisonsieg bejubeln. FSV Gütersloh: Pösentrup – Nünning, Burholz, Kappmeier, Kiske (63. Abendroth) – Ebert – Wicke, Willeke – Heisinger (73. Schweißinger) – Duran (77. Schüttelhofer), Krohne. Im Aufgebot: Schiemann, Schäfermeier, Naccarato, Dobiat (Tw).

„Zweite“ stürzt den Spitzenreiter Fortuna Köln

FSV II Abwehrspielerin Chiara Tappe. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Da darf man fast schon von einer Sensation sprechen: Im vierten Spiel nach dem Aufstieg in die Regionalliga triumphierte unsere „Zweite“ beim Spitzenreiter SC Fortuna Köln mit 2:0. Tore von Anna-Lena Meier (52.) und Katharina Rädeker (88.) sorgten dafür, dass die Kölnerinnen auf Rang vier zurückfielen und der FSV mit sieben Punkten auf den 8. Tabellenplatz kletterten. „Wir machen es ähnlich wie RB Leipzig, überbrücken das Mittelfeld, und die Gegner kommen mit unserer Spielweise nicht klar.“ Obwohl auch ihm das feine Herausspielen aus der Abwehr eigentlich besser gefällt, hält Teammanager Matthias Kaiser die Taktik der Gütersloherinnen angesichts ihrer Qualitäten für angemessen. Nach einer ersten Halbzeit ohne große Chance für den FSV sorgte ein Chip-Ball hinter die Kette dank Anna-Lena Meiers Torjägerinstinkt für die Führung. In der 62. Minute hätte die 26-Jährige vielleicht ihren vierten Saisontreffer erzielt, doch sie wurde im Sechzehner gefoult. Mit dem fälligen Strafstoß scheiterte Chiara Tappe jedoch an der Kölner Torhüterin Hanna de Haan. Für Coach Mark Oliver Stricker vielleicht ein Grund, im Training auch mal Elfmeter üben zu lassen, denn bereits eine Woche zuvor hatte Svenja Hörenbaum vom Punkt aus nicht getroffen. In der Schlussphase erlöste die eingewechselte Katharina Rädeker ihr Team nach einem schönen Schnittstellenpass in eiskalter Manier mit dem 0:2. „Die Mädels haben von der ersten Minute an gekämpft. Man merkt ganz deutlich, dass sie wollen.“ Matthias Kaiser attestiert dem großen Kader, aus dem auch diesmal einige starke Spielerinnen nicht zur Verfügung standen, die notwendige Mentalität, um den Klassenerhalt in der höheren Spielklasse zu schaffen. Mit der Hereinnahme von Leandra Kammermann und Chiara Löffler in die Anfangself hatte „M.O.“ Stricker leicht rotiert. Außerdem half Isabell Mischke aus dem Zweitligakader im Tor aus. „Sie hat sehr souverän agiert und in der ersten Halbzeit bei einer Kölner Top-Chance eine tolle Parade gezeigt“, lobte Kaiser die 20-Jährige. Bemerkenswert war eine Personalie beim Gegner: Hier spielte mit Franziska Weißhaar (26) nicht nur eine frühere Gütersloherin in der Innenverteidigung, sondern im linken Mittelfeld lieferte mit Kathrin Wojtasik (32) eine ehemalige Zweitliga-Torhüterin des FSV eine herausragende Leistung als Feldspielerin. FSV Gütersloh II: Mischke – Zitzer, Lückel, Tappe, Welpott (57. Pradella) – Kammermann, Löffler, Jahn (89. Ludwigt), Gärtner – Meier (89. Büttner), T. Rother (64. Rädeker).

Verdiente „Nullnummer“ beim Geheimfavoriten

FSV-Torhüterin und Kapitänin Sarah Rolle. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Die Punktejagd unseres Zweitligateams ging auch am 3. Spieltag weiter. In einer intensiven Partie bei der stark einzuschätzenden SG 99 Andernach, den manche sogar als Geheimfavoriten ansehen, verdiente sich der FSV am Sonntagnachmittag ein 0:0. Dank der beiden Auftaktsiege über den SC Sand (5:1) und beim SC Freiburg II (6:1) haben die Gütersloherinnen bereits sieben Punkte auf dem Konto und belegen damit in der Tabelle vor den ebenfalls mit zwei Erfolgen gestarteten „Bäckermädchen“ Rang drei. „Hier einen Punkt mitgenommen zu haben, ist ein Gewinn für uns“, sagte Trainerin Britta Hainke, die ihrem Team für den großen Einsatz ein Pauschallob aussprach. Besonders zufrieden waren Hainke und Trainerkollege Sammy Messalkhi mit der Leistung der umgestellten Viererabwehrkette. Weil die eigentlich gesetzte Anna Höfker aus familiären Gründen fehlte, war „Allzweckwaffe“ Ronja Leubner (17) in die Innenverteidigung beordert worden. Zudem feierte Demi Pagel (19) als Rechtsverteidigerin ihr überzeugendes Startelf-Debüt in dieser Saison. „Eine Kette mit einem Durchschnittsalter von 17,5 Jahren“, verwies Hainke auf die weitere Besetzung mit den ebenfalls erst 17-jährigen Hedda Wahle und Emilia Deppe. Weil auch die Andernacher Defensive lauf- und zweikampfstark war, entwickelte sich auf dem für den FSV ungewohnten Naturrasen ein Spiel, das weitgehend zwischen den beiden Strafräumen stattfand. „Beide Teams waren sehr konzentriert“, umschrieb Britta Hainke auch die Tatsache, dass weder sie noch ihr Kollege Florian Stein ein taktisches Alles-oder-Nichts-Risiko einging. Bahnte sich doch einmal Torgefahr an, fehlte unseren Stürmerinnen Leonie Kreil und Celina Baum ein wenig das Durchsetzungsvermögen und manchmal auch die richtige Entscheidung. In der 1. Halbzeit kamen die Gütersloherinnen somit nur zu einer Torchance, als Paula Reimann der Ball in der 18. Minute nach einem Fehler von SG-Keeperin Laura van der Laan vor die Füße fiel, sie ihn aber etwas überrascht über das Tor schoss. Auf der Gegenseite musste Sarah Rolle einen starken 15-Meter-Schuss von Carolin Schraa über ihr Tor lenken (21.). In der 37. Minute hatte die FSV-Kapitänin ein wenig Glück, dass ein 25-Meter-Versuch von Besarta Hisenaj auf die Latte rutschte. Im zweiten Durchgang war der FSV Gütersloh etwas mehr am Drücker als die Gastgeberinnen. Und in der 54. Minute landete der Ball auch tatsächlich im Andernacher Tor, nachdem Celina Baum eine Hereingabe von Jacqueline Baumgärtel über die Linie bugsiert hatte. Schiedsrichterin Anja Klimm erkannte den Treffer allerdings nicht an, weil Assistentin Kerstin Holzmayer die Fahne gehoben hatte. Der Grund blieb unklar. Abseits kann es nicht gewesen sein, denn Baumgärtels Hereingabe war von der linken Torauslinie aus erfolgt. Dorthin war der Ball gerollt, nachdem Baum die erste Hereingabe nicht richtig getroffen und der Ball den linken Pfosten touchiert hatte. Hinten die Null zu sichern, war in der 57. Minute der Job von Sarah Rolle. Erst wehrte sie den Schuss von Julia Schermuly mit dem Fuß ab, dann hatte sie ihre Hände auch beim Nachschuss im Spiel. Mehr brenzlige Situationen ließ der FSV Gütersloh aber nicht zu. Fast wäre in der Schlussminute sogar noch der „Lucky Punch“ gelungen, doch eine immer länger werdende Hereingabe von Leonie Krei segelte knapp am langen Winkel vorbei. Auf die rund 250 Kilometer lange Rückreise vom Rhein machte sich der Tross des FSV Gütersloh dennoch mit guter Laune – und mit Vorfreude auf das nächste Heimspiel. Am Sonntag, 2. Oktober, um 11 Uhr empfängt unser Team den 1. FFC Turbine Potsdam II in der Tönnies-Arena. FSV Gütersloh: Rolle – Pagel (89. Tayeh), Leubner, Wahle, Deppe – Tellenbröker – Reimann (89. Gomulka), Aradini – Baumgärtel (78. Moses), Kreil, Baum (59. Strothmann). Im Aufgebot: Manteas, Stojan, Sommer, Jäger (TW).

Das FSV-Wochenende: Eins gegen zwei in Andernach sowie Köln hoch drei

FSV-Defensivtalent Hedda Wahle und Mannschaft sind bereit für das Topspiel. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Das bevorstehende Wochenende verspricht wieder ein ganz besonderes zu werden. In der 2. Frauen-Bundesliga reisen wir als Tabellenführer zum Zweitplatzierten SG 99 Andernach, während unsere restlichen Teams sich der geballten Kölner Fußballmacht behaupten möchten – zweimal gegen den FC und einmal gegen die Fortuna. Den Auftakt in das Wochenende werden unsere U-16 und U-17 Mannschaften bestreiten. Dabei werden am Samstag beide Teams auf die Juniorinnen des 1. FC Köln treffen. Unsere U-16 Mannschaft wird den „Effzeh“ in einer Partie der B-Juniorinnen-Regionalliga West empfangen. Das Spiel wird um 16:00 Uhr in der Tönnies Arena angepfiffen. Eine Stunde später wird unsere U-17 Mannschaft in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest ebenfalls auf den 1. FC Köln treffen. Das Team von Christian Franz-Pohlmann wird dabei um 17:00 auf dem Kunstrasenplatz des RheinEnergieSportparks auf Punktejagd gehen. Am Sonntag wird auch unsere 2. Mannschaft in Köln ihren nächsten Spieltag in der Regionalliga West bestreiten. Nach dem Sieg gegen den FV Mönchengladbach am vergangenen Wochenende möchte sich die Mannschaft gegen Fortuna Köln beweisen. Der Anstoß wird um 13:00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des Jean-Löring-Sportparks erfolgen. Für unsere 1. Mannschaft steht ein echtes Spitzenspiel an. Das Team von Britta Hainke und Sammy Messalkhi wird bei der SG 99 Andernach antreten und somit nicht nur auf den aktuellen Tabellenzweiten treffen, sondern auch auf einen Aufstiegsaspiranten. Beide Mannschaften konnten ihre bisherigen Ligaspiele gewinnen und es darf mit einer spannenden Partie gerechnet werden. Die Begegnung zwischen der SG 99 Andernach und dem FSV Gütersloh wird um 14:00 Uhr angestoßen.

Duale Karriere: Neuer Bildungspartner für die Frauen-Bundesligen

Deutscher Fußball-Bund (DFB)

Die sportliche Laufbahn geht zu Ende – und was kommt dann? Um eine Perspektive für die Karriere nach der Karriere zu schaffen, hat der Geschäftsbereich Spielbetrieb in enger Abstimmung mit der DFB-Akademie im Rahmen des Projekts „Duale Karriere“ verschiedene Maßnahmen entwickelt, um den Spielerinnen der Frauen-Bundesligen schon während ihrer aktiven Laufbahn eine berufliche Perspektive aufzuzeigen. Los geht es in der neuen Saison 2022/2023. Als neuer Bildungspartner der FLYERALARM Frauen-Bundesliga unterstützt die WINGS, der Fernstudienanbieter der Hochschule Wismar, alle Spielerinnen der Frauen-Bundesligen mit flexiblen Bildungsangeboten. Die WINGS ist einer der führenden staatlichen Fernstudienanbieter in Deutschland, der flexible Online- und Fernstudiengänge sowie berufsbegleitende Weiterbildungen in Deutschland und Österreich anbietet. Ab sofort werden über eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren Spielerinnen der Frauen-Bundesligen durch WINGS aktiv auf ihrem Weg in die zweite Karriere begleitet. Die Kooperation ermöglicht eine optimale und auf die Bedürfnisse der Spielerinnen angepasste duale Karriereförderung. Hartmann: „Zweites Standbein muss ermöglicht werden“ Manuel Hartmann, Geschäftsführer Spielbetrieb der DFB GmbH & Co. KG, sagt: „Auch trotz der voranschreitenden Professionalisierung der FLYERALARM Frauen-Bundesliga muss den Spielerinnen zkünftig ermöglicht werden, sich über ein Studium ein zweites Standbein aufzubauen. Daher ist es sehr wichtig, zusammen mit den Vereinen und der Kooperation mit WINGS den Sportlerinnen für die Zeit nach der aktiven Karriere eine Perspektive zu bieten und gute Angebote zu schaffen.“ Dagmar Hoffmann, Geschäftsführerin WINGS-Fernstudium, sagt: „Gemeinsam mit der Hochschule Wismar – einer Partnerhochschule des Spitzensports – haben wir seit 2012 bereits viele Kaderathleten:innen und Leistungssportler:innen unterschiedlichster Sportarten auf ihren Weg in die zweite Karriere begleitet. Wir freuen uns, nun auch die Profifußballerinnen der Frauenfußballligen bei uns begrüßen zu dürfen.“ Im Rahmen des Projekts wurden darüber hinaus weitere Maßnahmen definiert, welche die Umsetzung vier zentraler Bausteine forcieren. Die Vergabe von Stipendien, den Ausbau beruflicher Netzwerke, Workshops und das Thema „Trainerinnenausbildung“. Die vier Bausteine im Projekt Duale Karriere Stipendien und Netzwerke: Durch die Zusammenarbeit mit WINGS stehen den Spielerinnen der FLYERALARM Frauen-Bundesliga ab sofort Stipendien zur Verfügung, auf die sie sich für einen Studienplatz bewerben können. Außerdem haben sie zukünftig die Möglichkeit, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen und so ihre beruflichen Netzwerke auszubauen. Im Rahmen des Projekts wird die bestehende Kooperation mit der Deutschen Sporthilfe erweitert. Die inhaltliche Konzeption wird zu Beginn des Jahres 2023 angegangen. Workshops: Über ein Jahr lang haben die Spielerinnen die Möglichkeit, an einem digitalen Workshop sowie Präsenzveranstaltungen am DFB-Campus mit der Überschrift „Mentale Stärke durch Sportpsychologie“ teilzunehmen, die verschiedene sportpsychologische Themen beinhalten. Die Ausgestaltung des Jahresprogramms übernimmt Lea Notthoff als Sportpsychologin der U-Juniorinnen. Trainerinnenausbildung: Mit der Trainerinnenausbildung baut die Duale Karriere auf das im Jahr 2021 durchgeführte Pilotprojekt mit A-Nationalspielerinnen auf, die eine Ausbildung zur Trainerinnen B+-Lizenz absolviert und abgeschlossen haben. Im nächsten Schritt wird diese Möglichkeit der begleitenden Trainerinnen-Ausbildung auch für Spielerinnen der FLYERALARM Frauen-Bundesliga geöffnet. Fokusprojekt der Strategie „Frauen im Fußball“ Die Duale Karriere ist ein Fokusprojekt von „Frauen im Fußball FF27“, der ganzheitlichen Strategie für den Frauen- und Mädchenfußball. Sie umfasst alle Bereiche des weiblichen Fußballs, von den Amateurinnen über die Bundesligen bis zu den Nationalmannschaften, von der Basisarbeit, Kommunikation, Marketing, Trainer*innenwesen bis hin zur Talentförderung und Frauen im Haupt- und Ehrenamt. Die Duale Karriere ist ein Teilprojekt im Setting Frauen im Fußball, das bis zum Jahr 2027 sukzessive entwickelt und auf die Bedürfnisse der Spielerinnen angepasst werden soll. Das Projekt ist ein Fokusprojekt im Rahmen der Professionalisierung der Frauen-Bundesligen und legt damit den Schwerpunkt auf der ganzheitlichen Entfaltung in der Leistungssportkarriere durch das Ermöglichen eines Bildungsweges für Spitzensportlerinnen. Quelle: DFB.de

FSV übernimmt nach 6:1 Sieg in Freiburg die Tabellenführung

FSV-Torjägerin Jacqueline Baumgärtel. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh hat am zweiten Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga 2022/23 den zweiten Sieg eingefahren. Die Mannschaft von Britta Hainke und Sammy Messalkhi besiegte den gastgebenden SC Freiburg II mit 6:1. Der FSV musste zunächst ein frühes Gegentor hinnehmen, als die Gastgeberinnen bereits in der dritten Spielminute durch Melina Reuter in Führung gingen. Freiburg blieb am Drücker und setzte den FSV durch ein hohes Pressing unter Druck. Reuter hatte in der 16. Spielminute das 2:0 auf dem Fuß, doch FSV-Torhüterin Sarah Rolle konnte den Ball parieren. Bereits zwei Minuten später klingelte es dann auf der Gegenseite: Paula Reimann war nach einer FSV-Ecke Gedankenschnell und konnte den Ball aus acht Metern im Freiburger Tor platzieren. Nach dem Ausgleich entwickelte sich das Spiel zu einer zerfahrenen Angelegenheit, so dass zur Halbzeitpause ein 1:1 auf der Anzeigetafel des Schönbergstadions leuchtete. Im zweiten Durchgang übernahm der FSV immer mehr die Spielkontrolle. Celina Baum (54′) erzielte nach einem Konter die Führung des FSV Gütersloh. Anna Höfker (69′), Shpresa Aradini (73′), Jacqueline Baumgärtel (83′) und Jacqueline Manteas (90’+2′) konnten in der Folge die Führung des FSV ausbauen und somit ein 6:1 Auswärtserfolg besiegeln. Der FSV ist nun nach den ersten beiden Spieltagen aufgrund des besseren Torverhältnisses Tabellenführer der 2. Frauen-Bundesliga. Die SG 99 Andernach, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt II und der FC Bayern München II rangieren ebenfalls mit neun Punkten auf den dahinter liegenden Plätzen.

FSV II feiert den ersten Sieg in der Regionalliga West 2022/23

Laura Ostenfelder und die 2. Mannschaft des FSV Gütersloh können sich über die ersten drei Punkte freuen. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Nach einer Niederlage (0:2 gegen Bielefeld) und einem Unentschieden (2:2 in Bochum) hat unsere 2. Mannschaft im dritten Spiel nach dem Aufstieg in die Regionalliga ihren ersten Sieg geschafft. Gegen den FV Mönchengladbach landete das Team von Mark Oliver Stricker in der heimischen Tönnies-Arena einen verdienten 2:0-Erfolg. Beide Treffer erzielte Anna-Lena Meier. „Eine schwere Geburt“, atmete der FSV-Coach angesichts der recht spät in der 59. und 64. Minute gefallenen Tore erleichtert auf. Angesichts der überlegenen Spielführung und des überzeugenden Engagements wiederholte Stricker seine schon vor zwei Wochen geäußerte Einschätzung: „Wir gehören in diese Liga.“ In der Tabelle liegt unser Team als Zehnter nah am Zielbereich: „Platz vier bis acht“, hat Teammanager Matthias Kaiser als Parole ausgegeben. Im kalten Nieselregen hätte sich unsere „Zweite“ das Zittern um die drei Punkte womöglich ersparen können. Schon in der 5. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul an Anna-Lena Meier auf den Elfmeterpunkt, doch Kapitänin Svenja Hörenbaum scheiterte mit ihrem Flachschuss an der starken Gladbacher Torhüterin Michelle Marie Wassenhoven. Abgesichert durch eine sattelfeste Viererkette, in der Lena Lückel gekonnt Regie führte, erspielte sich das Team weitere aussichtsreiche Möglichkeiten. Leni Welpott fehlte jedoch der Mut zum Abschluss (21.), Anna-Lana Meier zweimal die Präzision (23., 41.) und Pamela Jahn bei ihrem Kopfball das Glück (29.), sonst wäre der Führungstreffer noch vor der Pause gefallen. „Wir müssen uns eher belohnen für die guten Aktionen“, lautete folgerichtig das Bedauern des Trainers. So mussten die Gütersloherinnen, die aus dem Spiel heraus in 90 Minuten keine gegnerische Chance zu ließen, sogar froh darüber sein, mit einem 0:0 in die Kabine zu kommen. Erst flog der Ball nach einem Mönchengladbacher Eckstoß an den Pfosten (40.), dann landete er nach einer langen Freistoß-Hereingabe von der Außenlinie ohne Freund- und Feindberührung sogar im Tor (44.). Schiedsrichter Patrick Hoffmann nahm jedoch vorher einen strafwürdigen Schubser einer Gladbacherin wahr und versagte dem Treffer die Anerkennung. „Da haben wir Glück gehabt“, gestand „M.O.“ Stricker. In die 2. Halbzeit startete der FSV leicht verändert mit Julia Gärtner als neuer Linksaußen und der zuvor offensiven Leni Welpott als Rechtsverteidigerin. Mit vielen langen Bällen aus dem hinteren Drittel erhöhte unser Team den Druck. Und als Anna-Lena Meier in der 59. Minute den Ball im Strafraum erhielt, behielt sie die Nerven und schob aus zehn Metern ganz cool zur 1:0-Führung ein. Der Bann war gebrochen, und der FSV wollte rasch das zweite Tor nachlegen. Zwar scheiterte die läuferisch fleißige Katharina Rädeker in der 62. Minute zunächst mit zwei Top-Chancen an der Mönchengladbacher Keeperin – erst nach einem Zitzer-Pass aus 12 Metern mit ihrem Linksschuss, dann nach einem Hörenbaum-Eckstoß per Kopf – doch dann bereitete Rädeker das 2:0 vor. Ihr Zuspiel verwertete Anna-Lena Meier in der 64. Minute im Stile einer echten Torjägerin, nachdem sie sich gegen die starke FV-Innenverteidigerin Gloria Noelie Zarambaud behauptet hatte. Am Ende hätte der Sieg angesichts einer weiteren Hundertprozentigen für Rädeker (83.) und einem ebenfalls von Wassenhoven in Klassemanier abgewehrten 16-Meter-Schuss von Laura Ostenfelder (86.) höher ausfallen müssen. „Wir sind top-zufrieden“, lautete dennoch das Fazit von Mark Oliver Stricker, der sich im dritten Spiel zum dritten Mal über die erstklassige Einstellung seines Teams freute und im nächsten Spiel beim Spitzenreiter Fortuna Köln (15. September) weiteren starken Spielerinnen aus dem großen Kader zu Einsätzen verhelfen will. Ob dann auch wieder Chiara Tappe mitwirken kann, bleibt abzuwarten. Die Verteidigerin war in der 82. Minute rüde gefoult worden und hatte dabei beim Sturz einen Stoß auf das Kiefergelenk erhalten. FSV Gütersloh: Lintel – Tappe (82. Pradella), Lückel, Zitzer, Büttner (46. Gärtner) – Ostenfeleder, Hörenbaum – Jahn – Welpott (86. Ludwigt), Meier (78. T. Rother), Rädeker. Im Aufgebot: Löffler, C. Rother, Kammermann, Bakir, Heitmeyer (TW)

Ticketvorverkauf: FSV Gütersloh erwartet mit Potsdam, Nürnberg und Köln drei Traditionsvereine

FSV-Offensivakteurin Shpresa Aradini und Team sind bereit für die nächsten Partien. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Der DFB-Pokalkracher gegen den VfL Wolfsburg ist Geschichte. Doch für den FSV Gütersloh geht es Schlag auf Schlag weiter mit den nächsten Highlights. Mit Turbine Potsdam, dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Köln werden drei klangvolle Namen in der Tönnies Arena zu Gast sein. Der Ticketvorverkauf für die drei bevorstehenden Heimspiele der 2. Frauen-Bundesliga ist bereits im Gange. Das Ziel des FSV: Die Euphorie und den Zuschauerzuspruch in die Liga mitnehmen! Am Sonntag, 2. Oktober wird der FSV Gütersloh die 2. Mannschaft des ehemaligen Europapokalsiegers 1. FFC Turbine Potsdam empfangen. Seit dem Sommer 2020 kooperiert Turbine mit dem Männerbundesligisten Hertha BSC und profitiert durch die Bündelung der Kompetenzen in allen Bereichen. Turbine zählt seit der Vereinsgründung im Jahr 1971 zu einem der erfolgreichsten Frauenfußballmannschaft Deutschlands. Am Sonntag, 23. Oktober heißt dann der Gegner 1. FC Nürnberg. Die ambitionierten Cluberinnen belegten in der vergangenen Saison den sechsten Platz und stehen nach dem ersten Spieltag der laufenden Saison 2022/23 auf Platz 2 – also einen Platz vor dem FSV Gütersloh. Das Aufeinandertreffen dieser beiden Teams verspricht somit ein echtes Duell um die Plätze zu werden. Am Sonntag, 6. November heißen wir dann die 2. Mannschaft des 1. FC Köln in unserer Arena willkommen. Der 1. FC Köln fördert intensiv die Frauenabteilung im Verein und möchte sich perspektivisch als ernsthafte Konkurrenz in der höchsten Spielklasse des deutschen Fußballs etablieren. Somit verwundert es nicht, dass die 2. Mannschaft nun als Aufsteiger die 2. Frauen-Bundesliga aufmischen möchte und der Kader zahlreiche Talente aufweist, die den Sprung in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga anstreben. Nach der Rekordkulisse mit 2.039 Zuschauern gegen den VfL Wolfsburg möchte der FSV Gütersloh die Fans in der Region Ostwestfalen-Lippe weiter für den Frauenfußball auf Spitzenniveau begeistern. Die EM-Euphorie und das große Interesse am Frauenfußball soll nachhaltig in den Alltag übertragen werden, so dass die Entwicklung des Sports am Standort Gütersloh weiter gefördert und gesichert wird. Das öffentliche und mediale Interesse ist dabei mit entscheidend für dieses Vorhaben. Fans können bereits bei den oben genannten Spielen ihre Unterstützung für die Mannschaft des FSV Gütersloh zeigen und die Spielerinnen auf ihrem Weg in der 2. Frauen-Bundesliga begleiten. Nach dem 5:1 Erfolg gegen den Erstligaabsteiger SC Sand im ersten Heimspiel der Saison, sollen in den kommenden Partien weitere Punkte folgen. Tickets für die Partien sind über unseren Onlineticketshop erhältlich.

Jetzt am Kiosk: ELFEN #10

Jetzt am Kiosk: ELFEN #10 (Foto: ELFEN)

Die neue Ausgabe des ELFEN Magazins ist ab sofort am Kiosk erhältlich. In der Ausgabe #10 spannende Stories, Interviews & Co. mit Lina Magull, Sara Doorsoun, Ereleta Memeti, Lisa Kolb, Nia Künzer, Carin Bakhuis und alle Informationen zum Start der FLYERALARM Frauen-Bundesliga! Selbstverständlich könnt ihr die neue Ausgabe online über den FLYERALARM Onlineshop erwerben: https://www.flyeralarm.com/de/t/themenwelten/elfen-das-frauenfussballmagazin/ Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und Durchstöbern der neuen Ausgabe…

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