FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

U17 trotzt Spitzenreiter Leverkusen ein stolzes 0:0 ab

In der B-Juniorinnen-Bundesliga unterwegs: Die U17 des FSV Gütersloh. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Auch Spitzenreiter Bayer Leverkusen war nicht in der Lage, dem U17-Bundesligateam des FSV Gütersloh die erste Saisonniederlage beizufügen. Mit einem 0:0 trotzte unser Nachwuchs dem zuvor viermal siegreichen Favoriten in der Tönnies-Arena als bisher erstes Team ein Unentschieden ab. Während Leverkusen mit 13 Punkten und einem Torverhältnis von 17:0 Tabellenführer der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest bleibt, fiel der FSV (9 Punkte, 16:6 Tore) um einen Platz hinter den punktgleichen 1. FC Köln auf Rang vier zurück. Das von Spannung geprägte Geschehen spielte sich vornehmlich zwischen den beiden Strafräumen ab, wobei Christian Franz-Pohlmann eine leichte Feldüberlegenheit seines Teams ausmachte. Der FSV-Trainer, der Angreiferin Nova Wicke in die Innenverteidigung zurückgezogen hatte, brachte die Kräfteverhältnisse aber in einem Satz auf den Punkt: „Beide Offensivabteilungen waren für die starken Abwehrreihen nicht durchschlagskräftig genug.“ Dementsprechend schaffte es auf beiden Seiten jeweils nur eine Szene in die Highlight-Story: Die größte Leverkusener Chance vereitelte Torhüterin Linna Hermsmeier, indem sie bei einem Fernschuss stark übergrif und den Ball mit einer Hand an die Latte lenkte. Ebenfalls in der 2. Halbzeit verpasste Antonia Schön nach einer Flanke von Laura Naccarato die Gütersloher Führung. „Generell haben es unsere Mädels gut gemacht“, lobte Franz-Pohlmann das Team und hofft auf den dritten Saisonsieg am kommenden 6. Spieltag. Dann ist der FSV Gütersloh beim noch punktlosen Schlusslicht TuS Issel zu Gast. FSV Gütersloh: Hermsmeier – Koerdt, Wicke, Leßner – Naccarato, Wehmeyer, Schön, Henkel – Weinhold (41. Franz) – Herkenhoff (41. Pfeiffer), Schüttelhofer.

Verletzung von Demi Pagel trübt Freude über 4:0-Sieg in einem kuriosen Heimspiel

Die FSV Gütersloh durften gegen Borussia Mönchengladbach gleich viermal jubeln. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Nach drei Spielen ohne Sieg ist der FSV Gütersloh in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hat den 3. Tabellenplatz in der 2. Frauen-Bundesliga verteidigt. Die Freude über den 4:0-Heimsieg über Borussia Mönchengladbach wurde allerdings getrübt von einer möglicherweise schweren Verletzung von Demi Pagel. Die 20-Jährige war in der letzten Aktion des Spiels ohne Gegnereinwirkung im Rasen hängengeblieben und wurde mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert. Eine Diagnose steht noch aus. Es war der bittere Schlusspunkt einer kuriosen Partie, die in der ersten Halbzeit für 40 Minuten unterbrochen werden musste. Schiedsrichterin Monique Panetta (26) aus Bad Frankenhausen (Thüringen) hatte sich nach zehn Spielminuten eine Muskelverletzung in der Wade zugezogen und konnte nicht weitermachen. Ein Aufruf von Stadionsprecherin Theresa Supe führte bei der Suche nach einem Not-Assistenten nicht zum Erfolg, so dass sich nach diversen Telefonaten mithilfe des Kreisschiedsrichterausschusses der Gütersloher Oliver Duismann auf den Weg in die Tönnies-Arena machte. Der 37-Jährige, ansonsten für den SV Spexard in der Bezirksliga aktiv, feierte nach kurzer Einweisung seine Headset-Premiere und übernahm den Job von Assistentin Liesa Malina. Die 26-Jährige aus dem sächsischem Riesa pfeift üblicherweise in der Frauen-Regionalliga, brachte das Zweitligaspiel aber souverän über die Bühne. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung führte der FSV bereits mit 1:0, denn Ronja Leubner hatte in der 9. Minute ihren zweiten Saisontreffer erzielt. Das Zuspiel kam (nach einem durch kollektives Pressing erzwungenen Einwurf) von Lilly Stojan. Die 21-Jährige feierte gemeinsam mit ihrer Sturmpartnerin Cisel Akgül (17) ihr Startelfdebüt in dieser Saison. „Wir wollten Gladbach etwas überraschen“, nannte Cheftrainerin Britta Hainke einen Aspekt der Nominierung, der Marie Schröder zum Opfer fiel, die zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. In der Anfangsformation fehlte erstmals auch Innenverteidigerin Merle Hokamp, die für die EM-Qualifikation zum U17-Nationalteam abgestellt ist und sich am Samstag beim 5:0 über die Ukraine in die Torschützenliste eintrug. Der Aufsteigerinnen aus Mönchengladbach musste mit Leonie Köpp und Maresa Arici auf zwei U17-Nationalspielerinnen verzichten. Nachdem beide Teams lange in den Kabinen geblieben waren und sich erneut aufgewärmt hatten, blieben die Gastgeberinnen ihrer offensiven Zielstrebigkeit treu. In der 26. Minute war es erneut ein Einwurf von Lena Strothmann, der das 2:0 einleitete. Nachdem Stojan und Akgül den Ball weitergeleitet hatten, jagte ihn Maren Tellenbröker von der Strafraumgrenze aus fulminant unter die Latte des Gladbacher Tore. Die defensive Mittefeldspielerin erzielte bereits ihr drittes Saisontor und machte sich selbst damit das schönste Geschenk zum 23. Geburtstag. Und als Shpresa Aradini, die Spielerin mit dem höchsten Dutt in der 2. Liga, in der 32. Minute nach einer Ecke von Hedda Wahle per Kopf auf 3:0 erhöhte, war das Gütersloher Offensivfeuerwerk um einen Knalleffekt reicher. Doch mit der kombinationsschnellen Angriffslust gingen Offenheit und Unordnung in der Abwehr einher. Es war der Gladbacher Abschlussschwäche, dem Glück (40., Pfosten) und der Klasse von Keeperin Sarah Rolle zu verdanken, dass es 85 Minuten nach dem Anstoß mit einer Zu-Null-Führung in die Halbzeitpause ging. Aus der kam die Borussia mit enormem Schwung zurück. Die FSV-Hintermannschaft geriet ein ums andere Mal ins Schwimmen, und die Ballverluste im Spiel nach vorne nahmen ein besorgniserregendes Maß an. Zum Glück für das Team von Britta Hainke und Sammy Messalkhi fehlte den „Fohlen“ im Strafraum aber die Reife, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Was Effektivität bedeutet, zeigte Marie Schröder. Nur wenige Sekunden nach ihrer Einwechslung stürmte sie auf dem linken Flügel mit dem per Kopf von Demi Pagel verlängerten Ball auf und davon, hängte die Gladbacherin Kristina Bartsch ab, drang ihn den Strafraum ein und schob den Ball eiskalt an Keeperin Luisa Palmen vorbei zum 4:0 ins Tor. Damit war der Deckel auf dem vierten Saisonsieg endgültig drauf. Dass vorne nicht sogar noch die Fünf stand, lag daran, dass die eingewechselte Jacqueline Baumgärtel mit ihrer Top-Chance in der 82. Minute nur den Pfosten traf. Dass hinten die Null stehen blieb, lag daran, dass Sarah Rolle nach einem Lattenkracher von Laura Radke zur Stelle war und die anschließende Kollision mit Sarah Schmitz nach dreiminütiger Behandlungspause wegsteckte (65.) und dass sie in der 87. Minute bei einem Kurzdistanzschuss von Radke wieder stark reagierte. Wenn nicht die letzte Szene in der Nachspielzeit gewesen wäre, hätte Feierstimmung in der Tönnies-Arena geherrscht. So aber drückte Cisel Akgül im Video-Interview mit „FSV-TV“ den Wunsch des gesamten Vereins aus: „Viel Glück, Demi.“ FSV Gütersloh: Rolle – Baum (79. Kappmeier), Schmidt (79. Bultmann), Wahle, Deppe – Tellenbröker – Aradini, Leubner – Stojan (69. Baumgärtel), Strothmann (60. Pagel), Akgül (60. Schröder). Im Aufgebot: Hamdi, Bome (Tw). Borussia Mönchengladbach: Palmen – Drissen, Klensmann (72. Rösener), Brietzke – Tichelkamp, van Rijswijck, Bartsch, Corres (76. Kato) – van der Drift (72. Kesseler), Schmitz. Im Aufgebot: Tostrams, van Leeuwe, Lingsch (Tw). Schiedsrichterin: Monique Panetta (Bad Frankenhausen); ab 11. Minute: Liesa Malina (Riesa). Gelbe Karten: Baum, Schmidt, Bultmann. Zuschauer: 247. Tore: 1:0 (9.) Leubner, 2:0 (26.) Tellenbröker, 3:0 (32.) Aradini, 4:0 (61.) Schröder.

Perspektivteam verliert OWL-Derby trotz bärenstarker Leah Blome mit 0:1

FSV II Verteidigerin Chiara Tappe im Duell gegen Arminia Bielefelds Jocelyn Hampel. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Ein Aufwärtstrend bei der spielerischen Leistung, aber wieder kein Ertrag fürs Punktekonto: Das Perspektivteam des FSV Gütersloh befindet sich ergebnismäßig „in einem Loch“, wie Kapitänin Laura Ostenfelder einräumt. Das 0:1 auf eigenem Platz im OWL-Derby gegen Arminia Bielefeld war nach dem 0:4 gegen Warbeyen und dem 0:3 beim 1. FC Köln bereits die dritte Zu-Null-Niederlage in Folge. „Von Abstiegskampf reden wir aber noch nicht“, sagt Ostenfelder angesichts von zehn Punkten aus acht Spielen und dem 8. Tabellenplatz in der Regionalliga West. Schon nächste Woche beim punktgleichen Tabellensechsten 1. FFC Recklinghausen hat das Team von Trainer Noah Henneböhle die Chance zum Herausklettern aus der Talsohle. Gegen die von der Gütersloherin Annabel Jäger trainierten Bielefelderinnen kam unsere „Zweite“ zu selten hinter die Abwehrkette und viel zu selten zu aussichtsreichen Torabschlüssen. „Der letzte Punch nach vorne hat gefehlt“, bedauerte Henneböhle, dass gute Ansätze meist nicht in torreife Situationen überführt werden konnten. Erst in der 27. Minute kam der FSV durch Carolin Rother zu einem Schuss aus aussichtsreicher Position, doch die Stürmerin verzog den Ball bei ihrem Versuch aus 18 Metern. Zu diesem Zeitpunkt lag ihr Team bereits mit 0:1 zurück. Die Arminia, für die unmittelbar zuvor die Ex-Gütersloherin Annalena Meier mit einer Topchance an Torhüterin Leah Blome gescheitert war, bekam in der 24. Minute zurecht einen Elfmeter zugesprochen. Leandra Kammermann hatte im Strafraum die Hände hochgerissen, als DSC-Spielerin Lisa Lösch den Ball über sie hinwegheben wollte. Lösch trat selbst an, scheiterte jedoch mit einem wuchtigen Schuss an Blome. Die 17-Jährige war auch noch mit einer Hand am Ball, als Emelie Klingen zum Nachschuss schneller in den Sechzehner gerückt war als alle FSV-Verteidigerinnen, doch die Kugel kullerte über die Torlinie ins lange Eck. Auf der Gegenseite ahndete Schiedsrichter Saban Caker-Nasso in der 60. Minute ein absichtliches Handspiel der Bielefelderin Leonie Heitlindemann an der Strafraumgrenze im Zweikampf mit der ansonsten durch gewesenen Katharina Rädeker nicht. So musste der FSV bis in die zweite Minute der Nachspielzeit auf die nächste gefährliche Torannäherung warten: Ein Flankenball von Julia Gärtner landete knapp hinter der Latte auf dem Netz, und wenig später erfolgte der Abpfiff. „Es fehlt uns ein Quäntchen Matchglück, dass wir uns belohnen“, bedauerte Laura Ostenfelder auch mit Blick auf diese Szene. Im Spiel gehalten hatte den FSV bis dahin Leah Blome mit superstarken Aktionen im Eins-gegen-Eins gegen Samantha Denise Herrmann (75.) und Lisa Lösch (80.). „Leider haben wir nichts davon“, nahm das auch schon im U16- und U17-Nationalteam eingesetzte Talent die zahlreichen Gratulationen zu der beeindruckenden Leistung nur widerwillig entgegen. Noah Henneböhle fand die Niederlage zwar „ärgerlich“, wusste sie aber aufgrund der individuell stark besetzten Arminia-Mannschaft einzuordnen: „Grundsätzlich war unsere Leistung nicht schlecht. Ich habe einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem letzten Spiel gesehen.“ FSV Gütersloh II: Blome – Nünning (84. Burholz), Tappe, Zitzer, Büttner (64. Neß) – Rädeker, Ostenfelder, Kammermann, Gärtner – C. Rother, Schmücker (78. Welpott). Im Aufgebot: Jedral, Ludwigt, Schmidt, Mahne, Seggelmann (Tw). DSC Arminia Bielefeld: Schneider – Manteas, Bender, Jahn, Heitlindemann – Lösch (85. Czekalla), Hampel – Thiemann (89. Ejupi), Klingen, Meynert (46. Herrmann) – Meier (60. Ebert). Im Aufgebot: Merschel, Barkhausen, Venrath (Tw). Tor: 0:1 (26.) Klingen.

Topspiel in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest: FSV Gütersloh trifft auf Bayer Leverkusen

Jubel in der B-Juniorinnen-Bundesliga: Die Spielerinnen der FSV U17-Mannschaft. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Am morgigen Samstag, den 14. Oktober (15:00 Uhr), steht ein Spitzenspiel in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest an: Der FSV Gütersloh empfängt die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen in der heimischen Tönnies Arena. Die Spannung steigt, da der FSV auf dem dritten Tabellenplatz liegt und Leverkusen die Tabelle als unangefochtener Tabellenführer anführt. Ein enges und hart umkämpftes Duell wird erwartet, das die Fans nicht verpassen sollten. Tabellenkonstellation Der FSV Gütersloh ist gut in die Saison 2023/24 gestartet und steht derzeit auf dem dritten Tabellenplatz. Unser U17-Team unter der Leitung von Trainer Christian Franz-Pohlmann möchte in dieser Saison wieder ein Wörtchen um die Meisterschaft mitsprechen, doch die Leistungen in den letzten Partien zeigen, dass bei noch ein wenig Luft nach oben besteht. Mit einem Sieg gegen Leverkusen könnte Gütersloh näher an die Tabellenspitze rücken und seine Ambitionen unterstreichen. Doch das wird keine einfache Aufgabe sein. Bayer Leverkusen ist das Maß aller Dinge in dieser Saison. Mit vier Siegen in vier Spielen hat Leverkusen die maximale Punktzahl auf dem Konto und thront an der Tabellenspitze. Beeindruckend ist auch die Tordifferenz von 17:0, was auf eine sehr starke Defensive hinweist. Die Werkself aus Leverkusen hat bereits gezeigt, dass sie in dieser Saison schwer zu besiegen ist. Die Herausforderung: Leverkusens starke Abwehr Für den FSV Gütersloh ist es von entscheidender Bedeutung, die starke Abwehr von Bayer zu überwinden, um erfolgreich zu sein. Die Leverkusenerinnen haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, gegnerische Angriffe effektiv zu stoppen und den eigenen Kasten sauber zu halten. Es wird ein taktisch kluges und kreatives Spiel des FSV erfordern, um Chancen gegen eine so solide Abwehr zu kreieren. Fazit Das Topspiel zwischen dem FSV Gütersloh und Bayer Leverkusen verspricht ein intensives Spiel zu werden. Der FSV kämpft darum, näher an die Tabellenspitze zu rücken, während Leverkusen seine Siegesserie aufrechterhalten möchte. Die Fans können sich auf ein spannendes und hart umkämpftes Duell freuen, bei dem die Frage im Raum steht: Kann der FSV die starke Leverkusener Abwehr überwinden? Die Antwort wird morgen auf dem Kunstrasenplatz der Tönnies Arena gegeben…

Schiedsrichtergespann um Monique Panetta leitet die Partie des FSV gegen Mönchengladbach

FSV Gütersloh x 2. Frauen-Bundesliga

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat das Schiedsrichtergespann für die Zweitligapartie zwischen dem FSV Gütersloh und Borussia Mönchengladbach bekanntgeben. Monique Panetta aus dem thüringischen Oldisleben wird die Partie leiten. Die 26-jährige Unparteiische leitet seit dieser Saison erstmals Spiele der 2. Frauen-Bundesliga und war bis dato bei drei Spielen im Einsatz. Susann Hänsel und Liesa Malina werden Monique Panetta als Schiedsrichter-Assistentinnen unterstützen.

Borussia Mönchengladbach: Überzeugender Saisonstart der Fohlenelf vom Niederrhein

FSV-Spieltag in der Tönnies Arena (Foto: Marina Brüning / FSV Gütersloh 2009)

Wenn auf ein aktuelles Zweitligateam der Begriff „Fahrstuhlmannschaft“ zutrifft, dann auf Borussia Mönchengladbach. Seit dem erstmaligen Einzug ins Unterhaus im Jahre 2011 wechselten die „Fohlen“ mehrfach die Spielklassen. Sie stiegen zweimal in die Bundesliga auf und jeweils als Tabellenletzter sofort wieder ab (2016 und 2018) und sie rutschten sogar zweimal in die Drittklassigkeit. Seit dieser Saison ist der Traditionsklub vom Niederrhein, der 1995 in den Frauenfußball einstieg, wieder zweitklassig. Ganz souverän hatte sich die Borussia den Meistertitel in der Regionalliga West gesichert und sich dann mit zwei Siegen in den Aufstiegsspielen gegen die SV Elversberg durchgesetzt. Das Heimspiel fand vor 9.000 Zuschauern im Borussia-Park statt, der Klub ehrte die Aufsteigerinnen vor 50.000 Zuschauern anlässlich des Bundesligaspiels der BMG-Männer gegen Leverkusen. Der Aufstiegskader blieb größtenteils zusammen. Mit Imke Kessels (19) und Suus van der Drift (20) verpflichtete der Verein zwei niederländische Stürmerinnen. Vom VfL Wolfsburg II kam Mittelfeldspielerin Paula Klensmann (21). Und mit Laura Radke von Turbine Potsdam holte man eine Angreiferin mit Bundesliga-Erfahrung zurück in den Westen. Die 24-Jährige spielte zuvor in Essen, Leverkusen, Duisburg und Bochum. Radke ist mit vier Treffern auch die bislang erfolgreichste Torschützin von BMG. Als Kapitänin eines jungen Teams, in dem die Japanerin Mizuho Kato (30) als Seniorchefin fungiert, trägt die erst 21-jährige Torhüterin Luisa Palmen die Kapitänsbinde. Ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung: Mit Tanja Baumann (31) stellte der Klub eine ehemalige Bundesligaspielerin (BV Cloppenburg) als hauptamtliche Koordinatorin für die Frauen- und Mädchenabteilung ein. Der Start in die aktuelle Spielzeit bescherte dem vom 29-jährigen Jonas Spengler trainierten Aufsteiger ein superschweres Auftaktprogramm. Dass die mit dem Ziel „Klassenerhalt“ angetretenen Gladbacherinnen nach sechs Spielen mit neun Punkten auf dem 6. Tabellenplatz liegen, ist also ein überaus stolzes Zwischenresultat. Sie starteten mit drei Unentschieden beim Hamburger SV (2:2), gegen den FC Ingolstadt (2:2) und beim SV Meppen (0:0). Es folgte mit dem 1:0 über den FC Carl Zeiss Jena der erste Sieg und mit dem 2:3 gegen den SC Sand (nach 2:0-Führung) die erste Niederlage. Sofort aber kehrte die Borussia am vergangenen Wochenende mit einem 2:1-Triumph über den FC Bayern München II durch Treffer von Sarah Schmitz (3.) und Emily Tichelkamp (38.) wieder in die Erfolgsspur zurück.

Marie Schröder im Porträt: Comeback von „Curly“ mit voller Power

FSV-Angreiferin Marie Schröder (Foto: Chris Punnakkattu Daniel / FSV Gütersloh 2009)

Magenta Sport, der Sender, der alle Spiele der Google Pixel Frauen-Bundesliga live überträgt, lässt derzeit in einem Halbzeit-Spot bekannte Fußballerinnen zum Thema Kreuzbandriss zu Wort kommen. Eine, die dort mitreden könnte, ist Marie Schröder vom FSV Gütersloh. Auch die 24-jährige Stürmerin des Zweitligisten hat ihre ganz spezielle Geschichte mit dieser schweren Knieverletzung. Sie erwischte es zunächst im Oktober 2016 als 17-Jährige, nachdem sie gerade ihre ersten vier Einsätze im Gütersloher Frauenteam verzeichnet hatte und für das Länderpokalturnier in die Westfalenauswahl berufen worden war. „Zum Abschied hat mir Britta viel Spaß gewünscht und gesagt: Aber verletz‘ dich nicht“, erinnert sich Schröder an die Bitte der FSV-Trainerin. Doch im letzten Spiel gegen Bayern passierte es doch: Ein Foul, und das Kreuzband im linken Knie war lädiert. „Teilriss“ lautete die Diagnose. Die gute Nachricht: Die Ärzte waren der Meinung, man müsse nicht operieren, sondern können das Gelenk mit Muskelaufbau stabilisieren. „Ich bin immer mit dem Fahrrad zur Reha nach Bad Pyrmont gefahren“, schildert die aus Lügde (Kreis Lippe) stammende Fußballerin ihr ehrgeiziges Trainingspensum. Leider erwies sich die konservative Therapie als Trugschluss. Nach gut vier Monaten Pause knackte es beim Training im Sportzentrum Ost erneut im Knie. Jetzt stellte sich heraus, dass das Kreuzband auch schon beim ersten Zwischenfall komplett durchgerissen war – eine Operation beim FSV-Vereinsarzt Dr. Andreas Elsner im Klinikum Gütersloh war unumgänglich. Welche Konsequenzen die Verletzung außerdem noch hatte? Davon später mehr. Zunächst einmal bedeutete sie das „Break“ in einer hoffnungsvollen Karriere als Fußballerin. Christian Franz-Pohlmann hatte Marie Schröder beim HSC BW Schwalbe Tündern entdeckt. Zu dem Hamelner Ortsteilklub war das Talent von ihrem Heimatverein TuS Westfälische Eiche Lügde gewechselt. Um die lokalen Ursprünge zu vervollständigen: Mit Zweitspielrecht war das Mädchen ein Jahr lang auch bei den Jungen des FC Inter Holzhausen aus Bad Pyrmont aktiv. Beim FSV Gütersloh startete Marie Schröder in der Saison 2015/2016 mit dem von Jacqueline Dünker trainierten U17-Bundesligateam sofort durch. Auf den Titelgewinn in der West/Südwest-Staffel (mit sieben Treffern der pfeilschnellen Angreiferin) folgte der Einzug ins DM-Finale, das mit 2:4 gegen Turbine Potsdam verloren ging. Kein Wunder, dass der damalige Frauentrainer Franz-Pohlmann sie früh oben mittrainieren ließ. Und er gab ihr (in Abgrenzung zur damaligen Top-Stürmerin Marie Pollmann) wegen ihrer blonden Lockenpracht auch den Spitznamen „Curly“. Die Verletzung durchkreuzte aber nicht nur die fußballerischen, sondern zunächst auch die beruflichen Pläne von Marie Schröder, die ihr Abitur am Gymnasium im niedersächsischen Bad Pyrmont abgelegt hatte. „Einen Tag zuvor hatte ich meine Zusage von der Polizei bekommen“, denkt sie an den Schock zurück. Plötzlich stand die Tauglichkeit für den Polizeidienst in Frage. Nach Operation und Reha bestand sie ein Jahr später aber den medizinischen Check und konnte 2018 das Duale Studium in Münster beginnen. Dorthin, und nicht wie zunächst beabsichtigt nach Bielefeld, zog es sie, weil sie inzwischen mit Aaron, dem Bruder von FSV-Torhüterin Sarah Rolle liiert war. Nach drei Jahren endete die Ausbildung, seit 2021 versieht Marie Schröder ihren Streifendienst als Polizeikommissarin auf der Wache in Münster. „Der Job wird immer schwieriger, weil der Respekt uns gegenüber abnimmt – aber ich mache den Job echt gerne“, sagt sie mit Begeisterung in der Stimme. Der Fußball war ganz klar zur Nummer zwei im Leben der Polizistin geworden. Zwar hatte sie in der Saison 2018/2019 noch einmal vier Kurzeinsätze in der „Ersten“, doch dann zog sie sich zurück und heuerte fest in der „Zweiten“ an, wo auch ihre langjährigen Freundinnen Svenja Hörenbaum und Janina Sauer spielten. „Der gemeinsame Spaß war mir wichtiger.“ Und sie gibt zu: „Ich hatte lange Zeit Probleme, vom Kopf her mit der Verletzung klar zu kommen. Da haben mir fußballerisch ein paar Prozente gefehlt.“ Immerhin reichte es, um 2022 mit dem Perspektivteam in die Regionalliga aufzusteigen und dort in der vergangenen Saison sieben Tore zum Klassenerhalt beizusteuern. Als dann die Anfrage von Zweitligatrainer Sammy Messalkhi kam, war ihre erster Gedanke: „Auf gar keinen Fall.“ Doch nach Gesprächen mit ihrem Freund und ihren Eltern spürte sie: „Es hat doch gearbeitet in mir.“ Schließlich gab sie ihrem Bauchgefühl nach und entschied: „Wenn nicht jetzt, wann dann.“ Und ihrem Naturell entsprechend startete sie ihr „Comeback“ ohne angezogene Handbremse: „Ich hatte immer Spaß daran, mit voller Power Sport zu treiben. Ich wollte alles reinhauen und gleich das erste Spiel von Anfang an machen.“ Dass die Doppelbelastung von 2. Liga und Vollzeit-Beruf mit Schichtdienst eine Herausforderung darstellt, war ihr klar. „Es ist schwieriger, als ich vor der Saison dachte“, gibt sie zu und ist umso dankbarer für die Unterstützung von Vorgesetzten und Kollegen. Das ermöglichte es ihr zum Beispiel, nach dem Auswärtsspiel in Weinberg etwas verspätet zum Nachtdienst auf der Wache anzutreten. Die Zwischenbilanz des FSV Gütersloh mit elf Punkten nach sechs Spieltagen findet Marie Schröder zufriedenstellend. Die Frage, ob es Punkte für den Aufstieg oder gegen den Abstieg sind, findet sie „fies“: „Man wird sehen, wer am Ende die notwendige Konstanz hat.“ Persönlich stehen fünf Nominierungen für die Startelf und das 1:0-Führungstor in Weinberg zu Buche, aber sie sieht Luft nach oben: „Ich muss noch an meinem Abschluss sowie am Festmachen der Bälle arbeiten.“ Weil Stürmerblut durch ihre Adern fließt, sagt sie natürlich auch: „Mir fehlen ein paar Tore.“ Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach, das wie fast immer ihre Eltern Kerstin und Frank sowie ihre drei Geschwister auf der Tribüne der Tönnies-Arena verfolgen werden, wäre die perfekte Gelegenheit, die Quote zu erhöhen. Und lauter Torjubel wäre ein weiterer kleiner Schritt, den Nachklang des Kreuzbandrisses aus dem Kopf zu verbannen.

Ab sofort als 3D-Flipbook abrufbar: Unser FSV-Kabinengeflüster Ausgabe 5

Kabinengeflüster - Saison 2023/24 - Ausgabe 5

Unser Stadionmagazin „Kabinengeflüster“ ist ein MUSS für jeden Besucher unserer Heimspiele. Spannende Hintergrundstorys und Interviews, wichtige Infos zu den Gastmannschaften, Berichte über das Abschneiden unserer diversen Mannschaften und vieles mehr gehören zum Lesestoff des „Kabinengeflüsters“. Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchstöbern des neusten „Kabinengeflüsters“. Die gedruckte Ausgabe erhaltet ihr selbstverständlich weiterhin bei unserem Heimspiel am kommenden Sonntag. „Kabinengeflüster“ | Ausgabe 5 – Saison 2023/24

FSV-Verteidigerin Merle Hokamp und DFB-Juniorinnen starten am Samstag in die EM-Qualifikation

FSV-Verteidigerin Merle Hokamp und die deutsche U17-Nationalmannschaft freuen sich auf die EM-Qualifikationsspiele. (© Getty Images/DFB)

Die deutsche U17-Juniorinnen-Nationalmannschaft wird am kommenden Samstag, den 14. Oktober in die erste EM-Qualifikationsrunde starten. Mit von der Partie wird Merle Hokamp sein. Die junge Verteidigerin des FSV Gütersloh gehört zum 20-köpfigen Aufgebot von Nationaltrainerin Sabine Loderer. Die DFB-Juniorinnen werden in ihrer Qualifikationsrunde auf die Ukraine (14.10.), Österreich (17.10.) und Rumänien (20.10.) treffen. Alle Partien werden in der Sportschule Wedau ausgetragen und der Anstoß der deutschen Partien ist für 13:00 Uhr angesetzt. Der DFB hat den Ticketverkauf für die Spiele der EM-Qualifikation gestartet, so dass interessierte Fans Merle Hokamp und das DFB-Team live vor Ort unterstützen können. Tickets sind ab sofort auf https://dfb-tickets.reservix.de/ erhältlich. Ein Sitzplatzticket kostet 7 Euro (ermäßigt 5 Euro), eine Stehplatzkarte 5 Euro (ermäßigt 3 Euro). Barrierefreie Tickets kosten 3 Euro, Gruppen (ab 10 Personen) zahlen 2 Euro je Karte.

Ticketaktion zum FSV-Doppelspieltag am Sonntag: Mit dem 10-Euro-Kombiticket zwei Topspiele live erleben

FSV-Mittelfeldakteuerin Demi Pagel im Zweitligaduell gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh bereitet sich auf ein spannendes Heimspielwochenende vor. Während am Samstag, den 14. Oktober unsere U17-Mannschaft in einem Topspiel der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest den Tabellenführer Bayer Leverkusen in der Tönnies Arena empfangen wird, kommt es nur einen Tag später zu einem sportlich attraktiven Doppelspieltag. Am Sonntag dürfen sich Fußballfans auf ein brisantes und intensives Ostwestfalen-Derby freuen, wenn bereits um 11 Uhr die zweite Mannschaft des FSV Gütersloh in der Regionalliga West auf die Rivalinnen des DSC Arminia Bielefeld trifft. Drei Stunden später, um 14 Uhr, wird auch die erste Mannschaft des FSV auf Punktejagd gehen. In einer Begegnung der 2. Frauen-Bundesliga heißt der Gegner Borussia Mönchengladbach. Zu diesem besonderen Doppelspieltag gegen zwei traditionsreiche Namen des Fußballs wird der FSV Gütersloh ein spezielles 10-Euro-Kombiticket anbieten. Mit dem 10-Euro-Kombiticket haben Fußballfans die Möglichkeit, die beiden Topspiele am Sonntag in der Tönnies Arena live zu verfolgen und zeitgleich von einem vergünstigten Eintrittspreis zu profitieren. Das 10-Euro-Kombiticket kann am Sonntag, den 15. Oktober an der Tageskasse erworben werden. Ein Onlineverkauf dieses speziellen Tickets findet nicht statt. Daher empfehlen wir allen Fans frühzeitig in der Tönnies Arena zu sein, um somit beide Spiele in voller Länge genießen zu können.

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