FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

FSV U17-Trainer Christian Franz-Pohlmann: Es könnte passieren, dass der Faden reißt

FSV U17-Cheftrainer Christian Franz-Pohlmann (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Unsere U17 startet an diesem Wochenende mit einem Heimspiel gegen den 1. FFC Kaiserslautern in neue Saison der Bundesliga West/Südwest. Es wird die letzte Runde auf dieser Ebene sein, denn der DFB schafft seine höchste Spielklasse für Juniorinnen ab. Schon bei der Gründung im Jahr 2012 war Christian Franz-Pohlmann („CFP“) Nachwuchstrainer des FSV Gütersloh. Jetzt ist er es seit 2019 mit großem Erfolg wieder, nachdem er vorher beim FSV in der 2. Liga sowie bei den Bundesligisten FF USV Jena und MSV Duisburg im Frauenbereich tätig war. Wolfgang Temme erfragte von dem 43-Jährigen seinen Standpunkt zur Abschaffung der Bundesliga und zur Talentförderung im DFB. An einer Stelle wurde Christian Franz-Pohlmann emotional. Hat dich das frühe Ausscheiden der deutschen Frauen bei der WM überrascht? CFP: Mich hat überrascht, dass man mit dem nach außen getragenen Selbstverständnis angetreten ist, ein Titelkandidat zu sein. Dafür war die Vorbereitung nicht gut genug gelaufen. Die Niederlagen gegen Teams, die nicht mal der zweiten, sondern der dritten Reihe zuzuordnen sind, hätten ein Warnschuss sein müssen. Vermutlich war der Anspruch zu hoch. Läuft im Leistungsbereich etwas falsch im deutschen Frauenfußball, muss man sich Sorgen um die Zukunft machen? CFP: Sorgen muss man sich nicht machen, aber man sollte einige Dinge hinterfragen. Die Sprünge von der U17 zu den beiden höchsten Frauen-Spielklassen und von der 2. Bundesliga in die Bundesliga sind zu groß. Wir haben uns in Deutschland von den früheren Erfolgen blenden lassen und die Selbstreflexion etwas verpasst. Bei der Entwicklung, die seit einiger Zeit im Frauenfußball stattfindet, kann man sich nicht mal zwei, drei Jahre zurücklehnen und sagen: Das klappt schon irgendwie mit einem Titelgewinn. Wir haben in Deutschland eine Masse an Talenten, davon kommen aber deutlich zu wenig oben an. Gleichzeitig müsste die Zahl der Mädels verringert werden, die nachher gar nichts mehr mit Fußball zu tun haben. Das ist ja ein Stück weit eine Kritik am System. Nach längerer Diskussion schafft der DFB jetzt die Juniorinnen-Bundesliga ab und regt an, die ambitionierten Mädchenteams in Ligen der Jungen einzugruppieren. Was hältst du von dieser Entscheidung? CFP: Aus Trainersicht finde ich es grundsätzlich gut, wenn wir mit den Mädels gegen Jungs spielen. Man muss natürlich die richtige Entscheidung treffen, in welche Jungen-Spielklasse die U17-Juniorinnen eingeordnet werden – es dürfte vielleicht die U15-Bezirksliga oder -Westfalenliga werden. Aus Sicht des Vereins, gerade des FSV Gütersloh als eigenständiger Frauensportverein, muss man allerdings sehen, dass das Prädikat „Bundesliga“ einen hohen Wert hat. Es zieht bei Sponsoren ebenso wie die Namen der Klubs, gegen die man antritt, nämlich Bayer Leverkusen, 1. FC Köln oder Borussia Mönchengladbach. Zudem darf man nicht verkennen, dass die Möglichkeit, in der Juniorinnen-Bundesliga zu spielen, für talentierte Mädchen eine große Anziehungskraft hat. Und das Prädikat „Bundesliga“ ist wertvoll für die Entwicklung von Selbstwertgefühl und die Akzeptanz im persönlichen Umfeld. Wie hat sich die Bundesliga aus deiner Sicht seit 2012 entwickelt? CFP: Für uns als FSV Gütersloh war das erste Bundesligateam seinerzeit ein goldener Jahrgang. Da waren zum Beispiel Melanie Ott (jetzt Schuster), Michelle Noetzel, Hjördis Nüsken, Nina Ehegötz, Frederike Kempe, Vivien Brandt und Wiebke Tepe dabei, also Spielerinnen, die von ihrem Niveau her ganz anders angesiedelt waren als der heutige Durchschnitt in der U17-Bundesliga. Als ich 2019 zurückgekehrt bin, habe ich mich fast erschrocken. Das war ein Riesenunterschied zu dem, was ich 2015 abgegeben hatte. Der DFB hatte inzwischen propagiert und tut das immer noch, dass die talentierten Mädchen möglichst lange in Jungenmannschaften spielen sollten . . . CFP: Das mag bei einzelnen Top-Talenten wie etwa Lena Oberdorf der richtige Weg sein – wobei mit dem Begriff Top-Talent in Deutschland etwas inflationär umgegangen wird. Aber man sollte bedenken, welche Konsequenzen das für die große Masse an Talenten hat. Jetzt komme ich nochmal auf das Ausscheiden bei der WM zurück, als beklagt wurde, dass wir keine kreativen Köpfe mehr haben und keine Spielerinnen Verantwortung übernehmen, wenn es mal nicht so gut läuft. Das stimmt, aber ich setze dagegen: Wo soll beides denn herkommen, wenn die Mädchen in Jungenmannschaften spielen? Dort lernen sie, physisch mitzuhalten und den Ball schnell, möglichst schon mit dem ersten Kontakt wegzuspielen, damit man bloß nicht ins Eins-gegen-Eins kommt und einen Ballverlust riskiert. Wie kann ich da erwarten, dass ich eine kreative Spielerin, eine Straßenfußballerin bekomme, die plötzlich gleichaltrige oder vielleicht sogar ältere Jungs ausdribbelt, ausspielt, Laufduelle gewinnt und mit dem Ball am Fuß Räume erkennt? Das geht nicht, das widerspricht sich. Und wie soll die Übernahme von Verantwortung funktionieren, wenn Mädchen in Jungenteams spielen, wo sie sich schon beim Mannschaftsfoto freiwillig in die dritte oder vierte Reihe stellen. Also plädierst du dafür, weiter in reinen Mädchenmannschaften zu spielen und das auf höchstem Niveau, also Bundesliga? CFP: Das muss man auch von der Persönlichkeit des einzelnen Mädchens abhängig machen. Aber ich halte es für falsch, alle talentierten Mädchen in ein System hineinzupressen, das vorsieht, in Jungenteams zu spielen. Natürlich bringt das etwas in puncto Athletik, also Kraft, Dynamik und auch Spielgeschwindigkeit. Aber der technische und taktische Aspekt des Fußballs fällt dort oft komplett weg. Denn, und das ist ein Punkt, der mir ganz wichtig ist: In den Jungenteams, in denen die Mädchen meistens unterkommen, mangelt es in der Regel an ausreichend qualifizierten Trainern, die eine technisch-taktische Ausbildung gewährleisten können. Viele Vereine sind doch froh, überhaupt einen Übungsleiter zu finden, ganz egal ob der eine Lizenz hat oder nicht. Was schlägst du vor? CFP: Bei mir hat ein Umdenken stattgefunden. Früher habe ich gesagt: Mädels müssen bei Mädels spielen. Das sehe ich inzwischen nicht mehr so, sondern ich plädiere für ein duales Zwischending, damit die Mädels eine breit gefächerte Ausbildung erhalten. Mädels sollten ein Zweitspielrecht bei den Jungs haben, um in puncto Physis etc. zu profitieren. Aber sie sollten in Mädchenteams spielen, damit der technische und taktische Aspekt nicht zu kurz kommt und damit sie ihre Kreativität einbringen können. Und ich bin davon überzeugt, dass sie Verantwortungsbewusstsein besser im gleichgeschlechtlichen Team entwickeln. Das DFB-Konzept für die Zukunft beinhaltet ja auch etwas Duales. Mädchen sollen in Jungenteams spielen und Mädchenteams in Jungenligen. Aber es soll auf… FSV U17-Trainer Christian Franz-Pohlmann: Es könnte passieren, dass der Faden reißt weiterlesen

Tunesien beruft FSV-Stürmerin Hanna Hamdi für Afrika-Cup-Qualifikationsspiele

FSV-Angreiferin Hanna Hamdi (mitte) im Zweitligaspiel gegen Eintracht Frankfurt II. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der tunesische Fußballverband, Fédération Tunisienne de Football (FTF), hat Hanna Hamdi für die zwei bevorstehenden Qualifikationsspiele für den Afrika-Cup der Frauen 2024 mit vorhergehendem Lehrgang nominiert. Die Stürmerin des FSV Gütersloh gehört zum Kader der A-Nationalmannschaft Tunesiens, der in der ersten Qualifikationsrunde in einer K.O.-Runde mit Hin- und Rückspiel auf die Auswahl der Republik Niger treffen wird. Die Partien werden am 22. September und 26. September in der tunesischen Hauptstadt Tunis stattfinden. Der Afrika-Cup der Frauen 2024 („WAFCON 2024“) wird in Marokko stattfinden. Eine Bekanntgabe des genauen Termins für die Endrunde steht noch aus.

Erfahrenes Schiedsrichtergespann um Nadine Westerhoff leitet die DFB-Pokalpartie gegen RB Leipzig

DFB-Schiedsrichterin Nadine Westerhoff (Foto: Alexander Neß / FSV Gütersloh 2009)

Nadine Westerhoff aus Bochum wird die Zweitrundenpartie im DFB-Pokal der Frauen zwischen dem FSV Gütersloh und RB Leipzig leiten. Die erfahrende DFB-Schiedsrichterin wird dabei von Anna-Lena Weiss und Celina Dettmering assistiert. Westerhoff hat bis dato 61 Spiele in der Google Pixel Frauen-Bundesliga und 21 Spiele in der 2. Frauen-Bundesliga sowie das DFB-Pokalfinale 2020 geleitet. Die 40-jährige Unparteiische ist zudem für den FSV Gütersloh keine Unbekannte. Westerhoff war in der vergangenen Saison 2022/23 die Schiedsrichterin unserer DFB-Pokalpartie gegen den amtierenden Pokalsieger VfL Wolfsburg. Die DFB-Pokalbegegnung des FSV Gütersloh gegen den Erstligisten RB Leipzig wird am kommenden Samstag, 9. September um 17:30 Uhr in der Tönnies-Arena stattfinden. Der Ticketvorverkauf für die Partie läuft weiterhin auf Hochtouren. Einzeltickets und Gruppentickets können über den Onlineticketshop auf www.fsvguetersloh.de käuflich erworben werden.

DFB nominiert FSV-Spielerinnen für U17-Länderspiele gegen England

FSV Gütersloh 2009 x Deutsche Fußball-Bund (DFB)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat zwei Spielerinnen des FSV Gütersloh für den bevorstehenden U17-Juniorinnen-Lehrgang und zwei Länderspiele gegen England nominiert. Merle Hokamp aus unserem Zweitligakader und Janne Krumme aus unserer U17-Mannschaft gehören zu den von Bundestrainerin Sabine Loderer nominierten Kader. Mit Hannah Wehmeyer steht zudem eine weitere Spielerin aus unserer U17-Mannschaft auf Abruf bereit. Die nominierten Spielerinnen werden am Abend des 17. Septembers für einen U17-Juniorinnen-Lehrgang am DFB-Campus zusammenkommen. Am 21. September wird die deutsche U17-Nationalmannschaft nach England fliegen, wo dann zwei Länderspiele gegen die U17-Auswahls der Lionesses auf dem Programm steht. Die erste Partie wird am 22. September (19:00 MEZ) stattfinden und der zweite Vergleich am 25. September (13:00 Uhr MEZ). Beide Länderspiele werden im St. George’s Park stattfinden. Der FSV Gütersloh gratuliert den nominierten FSV-Spielerinnen und wünscht Ihnen viel Erfolg für den DFB-Lehrgang sowie die beiden Länderspiele.

Verletzungssorgen bei der U16-Mannschaft des FSV Gütersloh

FSV U16-Spielerinnen Jolie Trömpert und Johanna Rehpöhler. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Die U16-Mannschaft des FSV Gütersloh muss sich gleich zu Beginn der neuen Saison mit zwei Verletzungen auseinandersetzen. Nachdem sich unsere Torhüterin Jolie Trömpert bereits gegen Alemannia Aachen eine schwere Handverletzung zugezogen hat, muss nun mit Johanna Rehpöhler eine weitere Spielerin pausieren. Johanna Rehpöhler hat sich im Abschlusstraining vor der Partie gegen den VfL Bochum eine schwere Knieverletzung zugezogen und wird somit eine längere Zeit ausfallen. Wann die Nachwuchsspielerin wieder zur Verfügung stehen wird, ist aktuell nicht abzusehen. Da Torhüterin Jolie Trömpert auch im Feld eingesetzt werden kann, ist bei ihr mit einem schnelleren Comeback zu rechnen. Wir wünschen Johanna Rehpöhler und Jolie Trömpert eine schnelle Genesung und wir hoffen sehr, sie bald wieder auf dem Platz begrüßen zu dürfen.

FSV-Duo erhält Berufung zum Kaderlehrgang der U14 Juniorinnen-Westfalenauswahl

FSV Gütersloh 2009 x Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e. V.

Die FSV Gütersloh Nachwuchstalente Samira Hadzaj und Yumnah Lohnherr dürfen sich über eine Berufung in die U14 Juniorinnen-Westfalenauswahl freuen. Das Duo aus unserer U16-Mannschaft gehört zum 25-köpfigen Kader des Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) für den Kaderlehrgang vom 15. bis 17. September im SportCentrum Kaiserau. Der FSV Gütersloh gratuliert Samira und Yumnah zur Berufung und wünscht ihnen einen erfolgreichen Kaderlehrgang.

Gütersloher Fußballfest: FSV Gütersloh setzt auf Unterstützung der Fans gegen RB Leipzig

Celina Baum und Mitspielerinnen sind wieder in der Tönnies Arena am Ball. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Die Spannung steigt, die Vorfreude ist förmlich greifbar: Der FSV Gütersloh steht kurz vor einem attraktiven DFB-Pokalspiel gegen den Erstligisten RB Leipzig. Die Partie der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals der Frauen verspricht beste sportliche Unterhaltung und wird am kommenden Samstag, den 9. September, um 17:30 Uhr in der Tönnies Arena ausgetragen. Mit einer außergewöhnlichen Terminansetzung profitieren Fußballfans von einem sommerlichen Samstagabend voller Action, denn aufgrund einer Länderspielpause finden am Wochenende keine Spiele in den Männerligen statt. Das bedeutet, dass der Pokalkracher zwischen dem FSV Gütersloh und RB Leipzig das sportliche Highlight des Wochenendes sein wird. Der Vorverkauf für dieses aufregende Duell läuft weiterhin auf Hochtouren und Tickets können bequem über den Onlineticketshop auf www.fsvguetersloh.de erworben werden. Neben Einzeltickets bietet der FSV Schulklassen, Vereinen und weiteren Gruppen die Möglichkeit an, Gruppentickets zu erwerben. Der FSV Gütersloh hofft die heimischen Fans mobilisieren zu können und lädt alle Fußballbegeisterten herzlich dazu ein, live vor Ort mit dabei zu sein. Der FSV Gütersloh befindet sich derzeit in Topform und hat in der 2. Frauen-Bundesliga einen beeindruckenden Traumstart hingelegt. Mit neun Punkten aus den bisherigen drei Partien führt das Team von Britta Hainke und Sammy Messalkhi die Tabelle an und konnte gestern mit einem deutlichen 6:0-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim II die Fans begeistern. Die Mannschaft wird alles daran setzen, dieses beeindruckende Momentum in das Pokalspiel gegen RB Leipzig mitzunehmen. Die Spielerinnen des FSV Gütersloh sind hochmotiviert und freuen sich darauf, gegen RB Leipzig anzutreten, um die Fans im Duell zwischen David und Goliath weiter zu begeistern. Die Mannschaft des FSV Gütersloh hat bereits nach dem gestrigen Heimsieg den Fokus auf das DFB-Pokalspiel gesetzt, um die favorisierten Leipzigerinnen zu ärgern. Doch dies kann nur mit der Unterstützung der heimischen Fans gelingen, die lautstark die Spielerinnen des FSV anfeuern und somit die bereits angekündigten Trommler, Megafone & Co. der RB-Fans verstummen lassen. Dieses DFB-Pokalspiel verspricht nicht nur spannenden Frauenfußball, sondern auch eine leidenschaftliche und emotionale Atmosphäre. Der FSV Gütersloh lädt die Medien und Fußballfans herzlich dazu ein, dieses besondere Ereignis nicht zu verpassen und unsere Mannschaft bei diesem aufregenden DFB-Pokalspiel zu unterstützen. Gemeinsam können wir einen unvergesslichen Fußballabend erleben.

Perspektivteam des FSV unterliegt bei Top-Favorit VfL Bochum mit 0:5

Das Perspektivteam des FSV Gütersloh im Einsatz. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Nach dem erfolgreichen 0:0-Start gegen die SGS Essen II musste unser Perspektivteam im zweiten Saisonspiel gegen einen der Top-Favoriten erkennen, wie hoch die Trauben in der Regionalliga hängen. Beim VfL Bochum setzte es am Sonntag eine bittere 0:5-Niederlage. „Bochum hat eine bärenstarke Truppe, die um den Aufstieg spielen wird“, sah Noah Henneböhle sein Team grundsätzlich zurecht als Verlierer vom Platz gehen. Allerdings hielt der FSV-Trainer die Höhe der Niederlage für unnötig. Die letzten drei Treffer kassierten die Gütersloherinnen nämlich innerhalb von acht Minuten in einer Schwächephase der 2. Halbzeit: „Da haben wir den Faden verloren und überhaupt keinen Zugriff mehr gehabt.“ In der ersten Halbzeit hielt der FSV II gegen überlegene Gastgeberinnen lange das 0:0. Erst in der 39. Minute gelang der Ex-Gütersloherin Nina Lange die Führung für den VfL Bochum. „Wir mussten sehr viel verteidigen. Das haben wir auch ganz ordentlich gemacht, aber wir haben zu wenig Entlastung hinbekommen“, bedauerte Henneböhle. Mit dem 2:0 in der 56. Minute, als Nina Lange ihre Schnelligkeit ausspielte und auch im Abschluss stark agierte, war der Drops im Prinzip gelutscht. Trotz einiger Konterversuche kam der FSV zu keiner Großchance auf den Anschlusstreffer. Etwas unglücklich fand Noah Henneböhle die Situation beim 3:0 in der 71. Minute. Tina Rother und Chiara Tappe waren nach Zweikämpfen am Boden liegen geblieben. Bochum spielte weiter, und zu allem Überfluss flutschte FSV-Torhüterin Marleen Lintel der Ball bei dem Distanzschuss von Janine Angrick durch Hände und Füße. Anna-Luisa Figueira-Marques nutzte in der 76. und 78. Minute die Verwirrung in der Gütersloher Defensive zu zwei weiteren Treffern. „Man kann hier auch mit einer 0:2-Niederlage rausgehen“, urteilte Henneböhle. Dem FSV-Coach fehlte aus der letztwöchigen Startformation mit Chiara Löffler eine Innenverteidigerin, bei der in den nächsten Tagen der Verdacht auf einen Muskelbündelriss im Hüftbeuger überprüft wird. Dafür war die aus dem Urlaub zurückgekehrte Julia Gärtner diesmal dabei. Pech hatte Elina Büttner. Die 20-Jährige, noch von einem unverschuldeten Beinahe-Unfall auf der Hinfahrt leicht geschockt, hatte vor dem Anpfiff die Kabinentür unglücklich vor den Kopf geschlagen bekommen und musste nach 26 Minuten mit Kopfschmerzen und Schwindelgefühl ausgewechselt werden. FSV Gütersloh II: Lintel – Kammermann, Tappe, Lückel, Büttner (26. Nünning) – Rädker, Burholz (60. Heisinger), Ostenfelder (70. Jedral), Gärtner (70. Schmidt) – T. Rother, Schmücker (60. C. Rother). Im Aufgebot: Ludwigt, Seggelmann (Tw).

FSV Gütersloh macht den Traumstart perfekt

FSV-Angreiferin Marie Schröder im Spiel gegen die TSG Hoffenheim II. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Fußballfest in der Tönnies-Arena: Mit einem 6:0-Triumph über die TSG Hoffenheim II machte der FSV Gütersloh den Traumstart in die neue Saison der 2. Frauen-Bundesliga perfekt. Nach dem dritten Sieg im dritten Spiel liegt das zuvor schon gegen Frankfurt II (2:0) und in Weinberg (4:2) erfolgreiche Team von Britta Hainke und Sammy Messalkhi sogar an der Tabellenspitze. Der SC Sand und der FC Carl Zeiss Jena folgen mit der ebenfalls maximalen Ausbeute von neun Punkten auf den Plätzen dahinter. „Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, aber jetzt dürft ihr es erst mal genießen“, gratulierte Cheftrainerin Hainke den Spielerinnen zu ihrer starken Leistung. Das Team jubelte erst über das Geschenk der Coaches („Morgen ist trainingsfrei“) und feierte den Kantersieg dann zu Sirtaki-Klängen mit „La Ola“ vor den begeisterten 276 Zuschauer*innen auf der Tribüne. Die nächste gemeinsame „Party“ soll schon am Samstag, 9. September, 17.30 Uhr, steigen, wenn Bundesligist RB Leipzig zum DFB-Pokalspiel in der Tönnies-Arena antritt Zur Überraschung des Publikums musste der FSV gegen den Talentschuppen des Bundesligisten aus Sinsheim ohne Jacqueline Baumgärtel antreten. Die beste Torjägerin der vergangenen Saison pausiert wegen noch nicht abschließend diagnostizierter gesundheitlicher Probleme. Trotzdem setzte das Team die Strategie, den Gegner früh anzulaufen, die Hoffenheimer Spieleröffnung möglichst schon im Ansatz zu stören und mit aufmerksamer und entschlossener Zweikampfführung spätestens in der eigenen Hälfte die Bälle zu erobern, erfolgreich um. Und in Ballbesitz drückten die Gütersloherinnen dem Spiel mit zahlreichen gelungenen Stafetten und Pässen auf die schnelle Marie Schröder sowie die quirlige Lena Strothmann ihren Stempel auf. Und bei etwas mehr Fortune im Abschluss – vor allem bei der starken Schröder – wäre der Sieg sogar noch höher ausgefallen. Jetzt hofft man beim FSV nur, dass die Fußverletzung, wegen der Linksverteidigerin Emilia Deppe zur Halbzeitpause ausgewechselt werden musste, nicht schwerwiegender Natur ist. „Ein sehr souveräner Auftritt mit vielen guten Kombinationen. Die Mannschaft war sowohl defensiv als auch offensiv sehr gut eingestellt.“ So lautete das Kompliment von U20-Nationaltrainerin Kathrin Peter, die das Spiel auf der Tribüne zusammen mit Lena Lotzen, Assistenztrainerin des U17-Nationalteams aufmerksam verfolgte. Lotzen hatte dabei vom FSV Gütersloh vor allem die 16-jährige Merle Hokamp im Visier, die in der Innenverteidigung nicht sonderlich gefordert wurde. „Natürlich wird es interessant sein, sie mal unter größerem Gegnerdruck zu erleben, wie vielleicht dann gegen Leipzig. Aber auch so sieht man schon, wie sie sich in der 2. Frauen-Bundesliga behauptet.“ Lotzen mochte natürlich nichts vorwegnehmen, aber sie bezeichnete die Chancen Hokamps, für den nächsten, am 18. September beginnenden und mit zwei Länderspielen in England verbundenen DFB-Lehrgang nominiert zu werden, als gut. Das Gütersloher Torefestival begann schon in der 2. Minute mit dem 1:0 durch Lena Strothmann. Die 20-jährige spitzelte den Ball nach einer Kopfball-Vorlage der diesmal auf der Position zehn sehr offensiv ausgerichteten Hedda Wahle an Hoffenheims Keeperin Lena Locher vorbei. Bei der bereits neunten FSV-Torchance in der 32. Minute behielt Strothmann im Anschluss an ein Diagonalzuspiel von Marie („Curly“) Schröder die Nerven und vollstreckte zum 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff staubte Maren Tellenbröker zum 3:0 ab, nachdem TSG-Keeperin Locher bei einem hohen Distanzversuch von Celina Baum schlecht ausgesehen hatte. Dem 4:0 durch die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Demi Pagel (55.) gingen eine kurz ausgeführte Ecke und zwei Rückzieher von Ronja Leubner und Shpresa Aradini voraus. Nachdem zwischendurch auch mal FSV-Torhüterin Sarah Rolle bei einem Fernschuss ihre Klasse zeigen durfte (68.), schraubte die für die Schlussphase eingewechselte Hanna Hamdi das Ergebnis mit einem Doppelschlag in die Höhe. Erst stand sie am langen Pfosten goldrichtig, als Ronja Leubner eine Hereingabe von Lilly Stojan verlängerte (84.). Dann erlief die flinke Tunesierin einen tollen Steilpass von Maren Tellenbröker, umkurvte die TSG-Keeperin und schob den Ball zum 6:0 ins leere Tor (87.). „Geiles Spiel, zwei Tore – und ich freue mich auf Samstag“, sagte die von Borussia Bocholt gekommene 27-Jährige nach ihren ersten Treffern für den FSV Gütersloh. Die von ihrem Team schwer beeindruckte Cheftrainerin Britta Hainke („Herz, Leidenschaft, Miteinander – das war heute ein Statement, wie es besser nicht sein konnte“) hatte nicht unbedingt das kommende Pokalspiel, sondern den weiteren Verlauf der Ligasaison im Blick, als sie sich verbal vor der Mannschaft verneigte: „Mit so einer Leistung wird es für jeden schwer, uns zu schlagen.“ Weiter geht es für den FSV Gütersloh in der Meisterschaft am 17. September mit der Partie beim VfL Wolfsburg II. Für Sarah Rolle beginnt dort eine neue Rechnung: „Ich hatte mir von den ersten drei Spielen vier Punkte versprochen, und es sind neun geworden. Für die nächsten drei Spiele muss ich mir jetzt wohl ein anderes Ziel setzen.“ Die Kapitänin des aktuellen Spitzenreiters ändert aber trotz des Traumstarts nicht ihre grundsätzliche Zurückhaltung: „Wir müssen erst mal Punkte holen, ohne auf einen Tabellenplatz schauen. Jeder Punkt, den wir holen, ist ein Punkt für den Klassenerhalt.“ FSV Gütersloh: Rolle – Baum, Schmidt, Hokamp, Deppe (46. Kappmeier) – Tellenbröker – Leubner, Wahle (65. Stojan), Aradini (65. Bultmann) – Strothmann (46. Pagel), Schröder (77. Hamdi). Im Aufgebot: Blome (Tw). TSG Hoffenheim II: Locher – Schmidt (64. Graumann), Crnaveri, Gerber, Gebert (46. Lepper) – Wileschek, Grimm, Röder (74. Goyn), Bitterwolf – Sahiti, Wagner (68. Steiner). Im Aufgebot: Kourdi (Tw). Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Essen); Gelbe Karte: Strothmann. Zuschauer: 276. Tore: 1:0 (2.) Strothmann, 2:0 (32.) Strothmann, 3:0 (44.) Tellenbröker, 4:0 (55.) Pagel, 5:0 (84.) Hamdi, 6:0 (87.) Hamdi.

Vorschau auf das Wochenende: Drei Heimspiele und eine Auswärtspartie für den FSV

FSV-Nachwuchstalent Merle Hokamp (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Die Mannschaften des FSV Gütersloh freuen sich auf ein vollgepacktes Wochenende mit drei Partien in der heimischen Tönnies Arena sowie einem Gastspiel in Bochum. In der 2. Frauen-Bundesliga möchte der FSV Gütersloh den erfolgreichen Start in die neue Spielzeit 2023/24 fortsetzen. Das Team von Britta Hainke und Sammy Messalkhi wird am Sonntag, 3. September das U20-Team der TSG 1899 Hoffenheim empfangen. Nach dem Auftakterfolg gegen Eintracht Frankfurt II (2:0) und dem 4:2-Auswärtssieg beim starken Aufsteiger SV 67 Weinberg wartet nun ein alter Bekannter auf unsere Mannschaft. Die TSG Hoffenheim II hatte wenig Fluktuationen im Kader. Doch der neue TSG-Cheftrainer Rico Weber und sein Team sind mit zwei Niederlagen in die neue Saison gestartet. Daher möchte man nun gegen den FSV bestehen, so dass unsere Mannschaft kein einfaches Spiel erwartet. Die Partie wird am Sonntag um 11:00 Uhr angestoßen. Das Perspektivteam des FSV Gütersloh wird ebenfalls am Sonntag im Einsatz sein. In der Regionalliga West reist das Team von Cheftrainer Noah Henneböhle zum VfL Bochum. Nach dem Punktgewinn gegen die SGS Essen II (0:0) möchte das Team nun „anne Castroper“ den nächsten Kontrahenten ärgern. Die Bochumerinnen sind am ersten Spieltag mit einem souveränen 4:0-Erfolg beim SSV Rhade gestartet. Somit ist unser Team bereits vorgewarnt und sich auf einen starken Gegner einstellen. Die Regionalligapartie wird am Sonntag um 15:00 Uhr auf dem Rasenplatz vor dem Vonovia Ruhrstadion stattfinden. Das U17-Team des FSV wird am morgigen Samstag, 2. September den SV Meppen zu einem Testspiel empfangen. Cheftrainer Christian Franz-Pohlmann und sein Trainerteam um Lukas Jäschke, Maja Przybilla und Melvin Wulff werden den letzten Test vor dem Saisonauftakt in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest nutzen, um die hochtalentierte Mannschaft auf die bevorstehende Spielzeit einzustellen. Das Testspiel wird um 13:00 Uhr in der Tönnies Arena anpfiffen. Der Ligaauftakt wird eine Woche später, am Samstag, 9. September (14:00 Uhr in der Tönnies Arena), gegen den 1. FFC Kaiserslautern stattfinden. In der B-Juniorinnen-Regionalliga West wird unsere U16-Mannschaft, ebenfalls am morgigen Samstag, bereits ihr drittes Spiel der noch jungen Saison bestreiten. Nach zwei Spielen stehen ein Sieg und eine Niederlage zu Buche. Gegen die U17 des VfL Bochum möchte das Team von Cheftrainer Fabian Franz mit einer guten Leistung überzeugen und die Bochumerinnen ein wenig ärgern. Die Partie wird morgen um 16:00 Uhr angepfiffen.

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