FSV Gütersloh 2009

#MitEuchFürEuch

Offizielle Internetseite des FSV Gütersloh 2009 | Spitzenfußball aus Ostwestfalen

#NichtOhneMeineMädels

FSV Gütersloh 2009

Mitgliederversammlung des FSV Gütersloh: Zuwachs im Vorstand und ein finanzielles Plus

Fußball in der Tönnies-Arena. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh geht mit einem finanziellen und personellen Plus in eine noch ungewisse Zukunft. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend präsentierte der 1. Vorsitzende, Sebastian Kmoch eine Bilanz, die für das Jahresende rund 20.000 Euro auf der Habenseite aufweist. Und bei den turnusgemäßen Wahlen gelang es, das seit 18 Monaten nach dem Rückzug von Tobias Neumann vakante Amt des stellvertretenden Geschäftsführers wieder zu besetzen. Mit Patryk Pylinski wählten die 17 Mitglieder einstimmig einen 43-jährigen Gütersloher in den Vorstand, der beruflich in einer Steuerkanzlei tätig ist und zuletzt in der Jugendabteilung von Blau-Weiß Gütersloh engagiert gewesen war. Die Führung des im Jahre 2009 gegründeten Vereins, dem aktuell 142 Mitglieder angehören, besteht damit wieder aus drei Personen. Die Positionen von Kmoch und Geschäftsführer Michael Horstkötter standen diesmal nicht zur Wahl. Breiten Raum nahm bei der Versammlung in der Konferenzzone der Premium Food Group im Bericht des Vorstands die Schilderung der sportlichen Situation ein. Michael Horstkötter beschrieb die Probleme, die in Folge des Abstiegs der Frauen aus der 2. Bundesliga und des dadurch bedingten Zwangsabstiegs der „Zweiten“ in die Westfalenliga entstanden seien. Bezogen auf den Kampf der neuen „Ersten“ um den Klassenerhalt in der Regionalliga äußerte Horstkötter Zuversicht: „Das Team steigert sich von Spiel zu Spiel.“ Positiv stellte er die Leistung der U17 heraus, die in der höchsten deutschen Liga, der Regionalliga, ungeschlagen den dritten Tabellenplatz belegt. Der Geschäftsführer verband dies mit einem Dank an das gesamte Trainerteam, das die schwierige Lage, die im Zuge der Trennung vom langjährigen Coach Christian Franz-Pohlmann im Herbst 2024 entstanden war, mit großem Einsatz und Geschick gemeistert habe. Einen neuen Impuls habe die Nachwuchsarbeit auch durch Ralf Philipper erhalten, der im September die verwaiste Position des Jugendleiters übernahm und zusammen mit dem ebenfalls von BW Gütersloh stammenden Andreas Dobrzanski großes Engagement beim Aufbau eines Förderzentrums im Mädchenfußball zeigt. Einstimmig votierte die Versammlung für die Entlastung des Vorstandes und genehmigte den von Sebastian Kmoch vorgetragenen Finanzbericht. Der 1. Vorsitzende erinnerte dankbar an die große Resonanz auf das im Frühjahr durchgeführte Crowdfunding, bei dem über 80.000 Euro gespendet wurden. Das Überleben des Vereins sei neben der Unterstützung aus dem Hause Tönnies zudem durch die großzügige Förderung seitens der Klaus-Peter Reinert Stiftung gesichert worden, die insgesamt 100.000 Euro zusagte. All das zusammen habe es ermöglicht, das zum Jahresende 2024 mit 60.000 Euro bezifferte Minus trotz gestiegener Ausgaben in das eingangs erwähnte Plus von 20.000 Euro zum 31. Dezember 2025 umzuwandeln. Voraussichtlich werde man, so Kmoch, die Saison 2025/2026 mit einer schwarzen Null abschließen. Gleichwohl mahnte Michael Horstkötter an, dass die Aktivitäten im Sponsoring deutlich verstärkt werden müssten. Ob man denn angesichts der zahlreichen Abgänge von Spielerinnen sowie der hervorragenden Nachwuchsarbeit nicht zumindest wirtschaftlich von Ablösesummen profitieren könne, wollte ein Mitglied wissen. Mit einem bedauernden Lächeln musste Sebastian Kmoch das verneinen und verriet ein vielsagendes Detail: „Für den Wechsel unserer ehemaligen Jugend- und Zweitligaspielerin Lina Magull von Bayern München zu Inter Mailand haben wir unter erheblichem bürokratischen Aufwand eine anteilige Ausbildungsentschädigung von 67,92 Euro erhalten.“ Nachdem die beiderseitigen Bestrebungen, schon für 2025 mit dem FC Gütersloh zu verschmelzen, aufgrund der vor einem Jahr defizitären Situation des FSV einvernehmlich auf Eis gelegt worden waren, werde der Prozess nun für 2026 angestrebt, erklärte der 1. Vorsitzende: „Die Gespräche laufen.“  Formelle Voraussetzung sei es, dass die Mitglieder beider Vereine bei noch anzuberaumenden Abstimmungen mit einer mindestens Zweitdrittelmehrheit für ein Zusammengehen votieren. Auf Nachfrage aus der Versammlung teilte Sebastian Kmoch mit, dass man in der Vergangenheit auch mit drei weiteren Vereinen über das Thema gesprochen habe: „Es gab dort allerdings kein Interesse.“ Die ebenfalls von einem Mitglied gestellte Frage, ob der Verein einen Plan B habe, falls die Verschmelzung erneut nicht klappt, beantwortete Kmoch wie folgt: „Dann sind wir allein, aber die Arbeit und die Anforderungen werden immer mehr – wir in der Vereinsführung aber werden immer weniger.“ Das änderte sich anschließend mit der Wahl von Patryk Pylinski. Der ebenfalls seit längerem vakante Posten des/der 2. Vorsitzenden konnte hingegen erneut nicht besetzt werden. Immerhin entstand in Gesprächen, die nach der mehr als 90-minütigen Versammlung stattfanden, die Hoffnung auf zusätzliches Engagement. Was Michael Horstkötter, der sich seit mehr als 40 Jahren mit riesigem persönlichen Aufwand engagiert, zukünftig anstrebt, machte er unmissverständlich klar: „Dass die Entwicklung im Frauenfußball immer professioneller wird, begrüße ich, auch wenn wir hier und da nicht mehr mithalten können. Wir sollten nicht darüber jammern, sondern nach vorne blicken. Unser Ziel bleibt es, weiter guten Frauen- und Mädchenfußball in Gütersloh und im Kreis Gütersloh anzubieten.“

U17 des FSV Gütersloh spielt ab sofort in Reinert-Trikots

Die B-Juniorinnen des FSV Gütersloh laufen in der Regionalliga West ab sofort in neuen Trikots auf. Passend zum Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf trafen die roten Jerseys ein, die auf der Vorderseite ein stilisiertes Herz und den Schriftzug der Klaus-Peter Reinert Stiftung tragen. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Klaus-Peter Reinert, hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Einweihung der Trikots höchstpersönlich in die Tönnies-Arena zu kommen. Als Dankeschön für die bereits im April getätigte Zuwendung von 50.000 Euro aus den Erlösen der Stiftung überreichte ihm FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter in der Halbzeitpause der Partie ein Exemplar mit der Rückennummer 2025. Es bezeichnet das Jahr, in dem die Klaus-Peter Reinert Stiftung ganz wesentlich zum wirtschaftlichen Überleben des FSV Gütersloh beigetragen hat. Im Beisein der Spielerinnen Mara Nölle, Leandra Stienhans und Betty Meier bekräftigte Reinert seine Zusage, dem Verein im Februar 2026 weitere 50.000 Euro zukommen zu lassen. Diese großartige Unterstützung konnten die Top-Talente des FSV leider nicht direkt in den Gewinn von drei Punkten ummünzen. Sie mussten sich als weiterhin ungeschlagener Tabellendritter mit einem 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf zufrieden geben.

U16 des FSV Gütersloh triumphiert im Derby gegen Arminia Bielefeld

Antonia Hölter (rechts) und Dijana Micic im Einsatz für die U16 des FSV. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Mit drei Siegen und einem Remis verzeichneten die fünf Teams des FSV Gütersloh das erfolgreichste Wochenende dieser Saison. Beteiligt an der Erfolgsbilanz waren auch die U16-Mädels in der U17-Westfalenliga. Das Team von Steffen Willmann, Andreas Weckheuer und Celina Seggelmann gewann am Sonntag in der Tönnies-Arena das Derby gegen den Tabellenvierten Arminia Bielefeld mit 2:0 und hievte sich damit zum zweiten Mal in dieser Spielzeit auf den 6. Tabellenplatz. „Wir sind nur zwei Punkte von Rang drei entfernt“, stellte Cheftrainer Willmann beim Blick auf die Tabelle nach dem zehnten Spieltag fest. Passend dazu beendet der FSV die Hinrunde am 7. Dezember mit der Partie beim VfL Bochum, der aktuell diese Position belegt. Gegen Arminia Bielefeld überzeugte der FSV zum einen mit einer stabilen Defensive; sie gestattete den Gästen in der Schlussphase lediglich einen Treffer aus einer vom Schiedsrichter korrekt erkannten Abseitsposition heraus. Vorne funktionierte bei den Gütersloherinnen das Pressing sehr gut, so dass die Arminia nur schwer zu einem kontrollierten Spielaufbau fand. Schon in der 6. Minute wurden die Bemühungen des FSV mit der 1:0-Führung belohnt. Nach einem langen Einwurf von Nele Burstein legte Dijana Micic den Ball quer und Samar Mathpout verwandelte die Vorlage am langen Pfosten. Das 2:0 fiel unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Ronja Pieke erwischte den zweiten Ball nach einer Freistoß-Hereingabe mit ihrem eigentlich schwächeren linken Fuß und schoss ihn oben links in den Torwinkel. Im zweiten Durchgang hatte  das Willmann-Team sogar noch Möglichkeiten, die Führung zu erhöhen, doch bei der besten Chance fand eine Hereingabe von Nele Burstein keine Abnehmerin. FSV Gütersloh U16: Rowny – Cilgin, Stienhans, Li. Krahner – Wilmes (68. Reger), Mathpout (68. Schielke), Pieke, Hölter (50. Nölle), Burstein – Micic (62. Burshille), Ismail (68. Kriener).

U19 des FSV Gütersloh macht es dem 1. FC Köln schwer

FSV-Nachwuchsspielerin Helena Babić im U19-Duell gegen den 1. FC Köln. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersoh 2009)

Auch wenn das Ergebnis am Ende mit 0:5 eindeutig ausfiel, durfte die U19 des FSV Gütersloh den Kunstrasenplatz in der Tönnies-Arena nach der Niederlage gegen den 1. FC Köln erhobenen Hauptes verlassen. „Es war ein wirklich guter Auftritt“, urteilte Steffen Willmann, der das Team am frühen Samstagabend zusammen mit Daniel Schiewe coachte. Beiden hatte sehr gefallen, dass die Gütersloherinnen über weite Strecken mit großem läuferischen Einsatz kompakt standen und die Zweikämpfe entschlossen führten. Die von Ex-Nationalspielerin Verena Hagedorn (43) gecoachten Kölnerinnen wurden ihrer Favoritenrolle als Tabellenzweiter der WDFV U19-Juniorinnen-Liga gerecht, mussten sich in der 1. Halbzeit aber mit nur einem Treffer durch Charlize Carstensen (12.) zufrieden geben. „Wir haben es Köln schwer gemacht“, beobachtete Willmann stolz. Kate Ogwago hatte in der 31. Minute sogar die große Chance zum Ausgleich, als sie alleine auf FC-Keeperin Emily Lazaridis zulief, den Ball aber nicht an ihr vorbeibrachte. In der zweiten Halbzeit nutzten die Gäste aus, dass der FSV die Ecken zweimal nicht gut verteidigte. Außerdem fehlten unseren Spielerinnen hinten heraus zunehmend die Körner, denn auf der Bank saß mit Defne Gök nur eine einzige Ersatzspielerin. So konnten Maya Erdenberger (47., 86.) und Elisabeth Achsnick (76., 80.) das Ergebnis in die Höhe schrauben. Das nächste Spiel bestreiten die noch sieglosen Gütersloherinnen am Samstag, 6. Dezember, beim Tabellensiebten 1. FC Saarbrücken. FSV Gütersloh U19: Otto – Babic, Rödel, Kirjanow, Le. Krahner – Bremke, Ogwago – Topla, Dragaj, Meier (62. D. Gök) – A. Gök.

FSV Gütersloh schafft mit 2:1-Heimsieg den Anschluss an die Nichtabstiegszone

Strahlende Gesichter nach dem Regionalliga-Heimsieg gegen die DJK Wacker Mecklenbeck. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West haben die Fußballerinnen des FSV Gütersloh am Sonntag einen wichtigen Erfolg erzielt. Sie gewannen das Heimspiel gegen den Tabellensechsten DJK Wacker Mecklenbeck mit 2:1 und stellten als Drittletzter damit den direkten Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen her. Mit 12 Punkten liegt das Team von Mark Oliver Stricker nur noch einen Zähler hinter der auf gesicherten Plätzen liegenden Konkurrenz von Borussia Mönchengladbach II, Deutz 05 und Vorwärts Spoho Köln. „Ein perfekter Rückrundenauftakt“, gratulierte der Cheftrainer seinen Spielerinnen nach dem zweiten Saisonsieg – dem ersten in der Tönnies-Arena, wo sich der FSV in den sieben Hinrundenversuchen mit drei Unentschieden hatte zufrieden geben müssen. Dementsprechend ausgelassen feierte das Team den „Dreier“ nach dem Schlusspfiff mit La Ola vor der Tribüne. Nach dem 1:1 vom August in Münster hatte sich der FSV für das Rückspiel etwas ausgerechnet, obwohl neben den schon länger verletzten Pauline Berning, Anna-Sophie Schindler und Hannah Leßner auch noch Rechtsverteidigerin Clara Koepke sowie Offensiv-Alternative Pauline Pfeiffer ausfiel. „M.O.“ Stricker löste das Personalpuzzle aber perfekt. Er beorderte Tina Rother und Antonia Schön erstmals in dieser Saison in die Anfangself und gab Katharina Rädecker zum zweiten Mal die Chance von Anfang an. Und die Gütersloherinnen agierten sofort griffig gegen die körperlich robusten Gäste, deren Trainerin Anna Steckel auf einen besonderen Effekt gesetzt hatte: Mit Olivia Zitzer, Paula Weber, Charlotte Weinhold und Sophie Walters liefen vier Spielerinnen für Mecklenbeck auf, die in der letzten Saison noch für den Zweitligisten FSV in der Tönnies-Arena gespielt hatten. Wohl auch deswegen kam es zu einem kleinen Ehemaligen-Treffen, denn mit Sarah Rolle, Marie Schröder, Merle Hokamp und Shpresa Aradini schauten vier weitere Ex-Gütersloherinnen zu. Sie sahen eine erste Halbzeit, die zurecht mit 0:0 endete. Die Gastgeberinnen stießen mehrfach über den linken Flügel mit Kathi Rädeker aussichtsreich vor, aber ihre Hereingaben fanden in der Mitte keine Abnehmerinnen. Häufig wurde Rädeker aber auch gefoult, was von Schiedsrichterin Pauline Luigs nicht mit entsprechenden Karten bestraft wurde. Zu den drei besten Torchancen kam der FSV gegen Ende des ersten Durchgangs. Erst wurde ein Strafraum-Schuss von Birgitta Schmücker im letzten Moment abgeblockt (35.). Dann zirkelte Greta Hohensee einen Freistoß aus 20 Metern ein paar Meter am Torwinkel vorbei (38.). Und schließlich verfehlte ein 18-Meter-Schuss von Janna Koerdt in der 43. Minute sein Ziel. Aber auch Mecklenbeck hatte in einer kurzen Phase der Überlegenheit drei Chancen: Den ersten Schuss von Paula Weber (30.) lenkte FSV-Keeperin Leah Blome zur Ecke, zwei Minuten später touchierte der Ball bei Webers zweitem Versuch die Latte. Zwischendrin (31.) hatte ihn Charlotte Weinhold freistehend aus 16 Metern weit über das Gehäuse gejagt. Mit Beginn der zweiten Halbzeit startete der FSV Gütersloh eine entschlossene Offensive. Anna Stockmann hätte schon in der 51. Minute die Führung erzielen können, denn sie lief nach einem Zuspiel von Greta Hohensee frei auf den Mecklenbecker Strafraum zu; leider verzog sie den Abschluss aus 18 Metern, so dass der Ball am Tor vorbeirollte. Doch drei Minuten später fiel das überfällige 1:0, und mit Katharina Rädeker schoss es die beste Angreiferin auf dem Platz. Sie stürmte über den linken Flügel uneinholbar davon und versenkte den Ball flach via Innenpfosten. „Endlich wieder“, freute sich die 20-Jährige nach langer Verletzungspause und schwierigem Comeback über ihre herausragende Vorstellung. Ihr nicht viel nach stand mit Anna Stockmann die rechte Flügelstürmerin. Die 17-jährige krönte ihre starke Leistung in der 64. Minute mit einem Dribbling auf engem Raum gegen mehrere Verteidigerinnen, an dessen Ende sie im Strafraum zu Boden gerissen wurde. Den Elfmeter verwandelte Greta Hohensee zum 2:0; auch die U17-Nationalspielerin rechtfertigte mit einem guten Spiel ihre Nominierung für den in acht Tagen anstehenden DFB-Lehrgang in Barsinghausen. Die Gütersloher Hoffnung, endlich mal eine Führung einigermaßen souverän ins Ziel zu bringen, währte nur kurz. Schon zwei Minuten später verkürzte die eingewechselte Finja Sasse auf 2:1, nachdem die ansonsten tadellos agierende Antonia Schön unweit der rechten Eckfahne einen Zweikampf verloren hatte. Mecklenbeck drängte nun auf den Ausgleich, und der zunehmend entkräftete FSV verschaffte sich nur noch selten Entlastung. Bei dem Konter in der 85. Minute hätte Anna Stockmann indes die Entscheidung herbeiführen können, doch sie musste mit ihrem schwächeren linken Fuß abschließen und Wacker-Keeperin Henriette Haverkamp konnte den Schuss parieren. Somit war Zittern angesagt. Weil Leah Blome in der 89. Minute aber einen Schuss von Carla Mentrup zur Ecke lenkte und weil Olivia Zitzer den finalen Mecklenbecker Freistoß in der Nachspielzeit über das Tor schlenzte, blieb es bei dem Ergebnis. „Es war ein toller Einsatz von jeder einzelnen Spielerin. Ihr habt euch endlich belohnt für das, was ihr auf dem Platz abreißt“, lautete das Kompliment von Mark Oliver Stricker für sein Team. Das fährt nun mit Rückenwind zum letzten diesjährigen Spiel: Am Sonntag, 7. Dezember, besteht gegen den SSV Rhade die Chance, den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Auch dabei kommt es zu einem Wiedersehen, denn der Tabellenvorletzte aus Dorsten wird seit ein paar Tagen vom früheren FSV-Zweitligacoach Sammy Messalkhi (44) trainiert. FSV Gütersloh: Blome – Rother, Bendix, Schmücker, Büttner – Koerdt, Kammermann – Stockmann (90.+2 Haag), Schön, Rädeker (86. Meier) – Hohensee (79. Dahlkemper). Aufgebot: Otto (Tw). DJK Wacker Mecklenbeck: Haverkamp – Fullenkamp, Markfort (90. Düking), Zitzer – Walters (54. Stein), Weinhold (54. Sasse), Holtmeyer (90. Faber), Weber, Funck – Feld (65. Mentrup), Kesse. Schiedsrichterin: Pauline Luigs (Paderborn); Gelbe Karten: Weinhold, Markfort, Zitzer. Tore: 1:0 (54.) Rädeker, 2:0 (64.) Hohensee (FE), 2:1 (66.) Sasse.

U17 des FSV Gütersloh leistet sich 0:0-Patzer gegen Düsseldorf

Friederike Ladage im B-Juniorinnen-Regionalliga-Duell gegen Fortuna Düsseldorf. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Im Titelkampf der B-Juniorinnen-Regionalliga hat sich der FSV Gütersloh am 9. Spieltag den ersten Patzer erlaubt. Gegen den Tabellenvorletzten Fortuna Düsseldorf kam unsere noch ungeschlagenen U17-Mädels am Samstag in der Tönnies-Arena nicht über ein 0:0 hinaus. „Zwei Punkte verschenkt“, brachte Cheftrainer Lukas Jäschke die Enttäuschung auf den Punkt. Damit bleibt der FSV zwar Tabellendritter, doch der Rückstand auf Spitzenreiter SGS Essen wuchs auf fünf Zähler und der auf den Tabellenzweiten Arminia Bielefeld auf zwei Punkte an. Erstmals liefen die Gütersloherinnen in neuen Trikots auf, die ein stilisiertes Herz und den Schriftzug der Klaus-Peter Reinert Stiftung auf der Vordersite tragen. FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter überreichte dem Gründer der Stiftung, Klaus-Peter Reinert, der dem Verein aus den Erlösen bereits eine erste Zuwendung von 50.000 Euro getätigt hat und für Februar 2026 eine weitere Zuwendung in gleicher Höhe zugesagt hat, in der Halbzeitpause des Spiels unter dem Applaus der Zuschauer ein Dankeschön-Trikot. Auch sein Sohn Thorsten Reinert, ebenfalls Mitglied im Stiftungsvorstand, wohnte der Partie bei. Leider beflügelte der äußere Rahmen die Gütersloherinnen nicht dazu, an die Leistung aus dem DFB-Pokalspiel im September anzuknüpfen, als sie die Düsseldorferinnen klar mit 4:0 dominierten. Mehr als zwei Halbchancen und eine gute, aber erfolglos abgeschlossene Möglichkeit für Merle Rohden (31.) entsprang dem fahrig wirkenden Offensivspiel in der ersten Halbzeit nicht. Auf der Gegenseite hatte der zunehmend strukturloser agierende FSV sogar Glück, dass Fortuna-Stürmerin Mia Bardohl in der 25. Minute eine Top-Chance knapp neben das Tor setzte. In die zweite Halbzeit starteten die Gütersloherin vielversprechend mit einem Lattenschuss von Mette Pollmeier (43.). Doch der FSV blieb nicht am Drücker, obwohl mit Merle Rohden eine der besten Spielerinnen aus der Abwehrdreierkette ins Mittelfeld vorgezogen wurde. Und als die erkennbare fußballerische Überlegenheit endlich in eine Art Powerplay mündete, fehlten trotz einiger starken Ecken von Johanna Braune und guten Hereingaben von Mette Pollmeier (55.) und Emma Schulte (57.) die Abnehmer. Braune fand zudem mit zwei direkten Freistößen in der 66. und 72. Minuten ihre Meisterin in Leonie Steinhorn. Die Fortuna-Keeperin lenkte in der 70. Minute auch einen 15-Meter-Schuss von Friederike Ladage zur Ecke. Und als doch mal ein Ball im Düsseldorfer Tor landete wie in der 64. Minute durch Lea Stahlschmidt, sah Schiedsrichter Thomas Ganzer eine Abseitsposition. Nach den Gesetzen des Fußballs hätte es nicht groß verwundert, wenn die leidenschaftliche Abwehrschlacht des Kellerkindes in der 75. Minute sogar von einem Lucky Punch gekrönt worden wäre: FSV-Keeperin Kim Fahrmeyer konnte den Kopfball nach einer Düsseldorfer Ecke zum Glück aber an die Latte lenken. Das Bild nach dem Schlusspfiff sprach Bände: Während die Gäste das Unentschieden wie einen Sieg feierten, gingen die Gütersloherinnen enttäuscht zu Boden. „Es war die schlechteste Saisonleistung“, urteilte Lukas Jäschke und fand in dem Auftritt wiedergespiegelt, dass die Beteiligung beim Abschlusstraining am Freitag aus verschiedenen Gründen einstellig geblieben war. In den Titelkampf eingreifen kann der FSV jetzt wohl nur, wenn auch die Konkurrenz mal patzt und er selbst makellos bleibt. Zwei Spiele stehen noch in diesem Jahr an, am 6. Dezember beim Tabellenfünften Bayer Leverkusen und am 13. Dezember gegen den Tabellenvierten FC Iserlohn. FSV Gütersloh U17: Fahrmeyer – Rehpöhler (48. Stienhans), Rohden, Horstmann – Braune – Lohnherr, Bretthauer, Schulte, Pollmeier – Stahlschmidt (58. Nölle), Ladage.

Gütersloher Hallenmasters 2026: Gruppenauslosung sorgt für packende Duelle

Losfeen Friederike Ladage (2.v.l) und Merle Rohden (2.v.r.) mit den Turnierleitern Michael Horstkötter (1.v.r.) und Chris Punnakkattu Daniel (1.v.l.) sowie Moderator Wolfgang Temme. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Die Gruppen für das Gütersloher Hallenmasters 2026 um den Keystone Sports Cup sind gezogen! Im Rahmen einer Auslosung, die am Samstag, den 28. November 2025, live auf der offiziellen Facebook-Seite des Turniers übertragen wurde, zogen die U17-Spielerinnen des FSV Gütersloh, Merle Rohden und Friederike Ladage, als Losfeen die 20 teilnehmenden Mannschaften in fünf Gruppen. Das Gütersloher Hallenmasters gehört zu den größten Hallenturnieren für B-Juniorinnen in Deutschland und wird vom 9. bis 11. Januar 2026 in der Innenstadtsporthalle des Städtischen Gymnasiums Gütersloh ausgetragen. 20 Spitzenteams aus dem gesamten Bundesgebiet kämpfen um den begehrten Keystone Sports Cup. Titelverteidiger ist der 1. FFC Turbine Potsdam, der im vergangenen Jahr den Pokal nach Brandenburg holte. Der FSV Gütersloh geht als Gastgeber und Veranstalter wie gewohnt mit zwei Teams an den Start. Die besten Teams aus der Vorrunde qualifizieren sich für das A-Turnier, die restlichen Mannschaften spielen im B-Turnier um den Pokal. Die Gruppen für das Gütersloher Hallenmasters 2026: Gruppe A: 1. FFC Turbine Potsdam, SGS Essen, FC Carl Zeiss Jena, VfB Stuttgart Gruppe B: FSV Gütersloh weiß, DSC Arminia Bielefeld, SpVgg Greuther Fürth, Hertha BSC Gruppe C: FSV Gütersloh rot, Bayer 04 Leverkusen, SSV Rhade, 1. FC Saarbrücken Gruppe D: VfL Wolfsburg, SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, FFC Wacker München Gruppe E: TSG 1899 Hoffenheim, Hamburger SV, SG 99 Andernach, FC Esslingen Das Eröffnungsspiel des Turniers findet am 9. Januar 2026 um 19:00 Uhr zwischen 1. FFC Turbine Potsdam und VfB Stuttgart statt. Alle weiteren Informationen zu den Gruppen sowie die vollständigen Spielpläne des Gütersloher Hallenmasters 2026 um den Keystone Sports Cup sind ab sofort auf www.tournify.de/live/gthm26 einsehbar.

Jetzt online: Kabinengeflüster 2025/26 – Die Ausgabe 2

Kabinengeflüster - Saison 2025/26 - Ausgabe 2

FSV Gütersloh II belohnt sich mit dem zweiten Saisonsieg

Großer Jubel in der Tönnies-Arena: FSV Gütersloh II feiert den Heimsieg. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Der Bann ist gebrochen und die rote Laterne ist weg: Nach zehn Niederlagen in Folge landete der FSV Gütersloh II am Freitagabend mit dem 3:2 über den SV Germania Hauenhorst einen erlösenden Sieg. „Wir haben so lange gelitten, jetzt haben wir uns endlich belohnt“, jubelte Marwin Hoyer nach dem verdienten Triumph in der Tönnies-Arena. Und zur Feier des Tages stimmte der Cheftrainer sogar ein „Humba Täterä“ an, bevor sich das Team zum äußerst seltenen Siegerfoto aufstellte. Durch den lang ersehnten zweiten Dreier – den ersten gab es am 7. September mit einem 1:0 in Billerbeck – gab unsere Zweite die Rote Laterne in der Westfalenliga ab und kletterte auf den drittletzten Platz. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang beträgt zwar noch acht Punkte, aber Aufgeben ist für Hoyer und seine Spielerinnen keine Option. Gegen den Tabellenneunten aus Rheine, der das Hinspiel mit 3:1 gewonnen hatte, lief der FSV II mit vierfacher Verstärkung aus dem Regionalligakader auf. Zwei Tage vor dem Heimspiel der „Ersten“ gegen Mecklenbeck (So., 14 Uhr) halfen Elina Büttner, Anna-Lena Meier, Pauline Pfeiffer und Antonia Schön eine Liga tiefer aus. Und mit Robert Helmschrott saß ein neuer Co-Trainer auf der Bank. Tatsächlich starteten die Gütersloherinnen wie beflügelt in die Partie. Gleich in der 2. Minute zwang Luljeta Dragaj die Hauenhorster Torhüterin zu einer Glanzreaktion. Und schon nach sieben Minuten ging der FSV in Führung: Lara Mehn verwandelte einen Elfmeter sicher, nachdem Anna-Lena Meier im Strafraum klar gefoult worden war. Bitter war, dass unser Team nur eine Minute später den 1:1-Ausgleich durch ein unglückliches Eigentor kassierte. Mia Wesseler hatte den Ball nach einer gegnerischen Freistoßhereingabe aus dem Halbfeld unbedrängt mit dem Kopf an Keeperin Emily Wittkowsky vorbei ins kurze Eck verlängert. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause, obwohl Gütersloh auf den Flügeln durch die starke Romejsa Murati und Pauline Pfeiffer sowie durch Rechtsverteidigerin Helena Babic und im Mittelfeld durch Anna-Lana Meier deutliche Tempovorteile besaß. Murati (23.) und Babic (44.) konnte aussichtsreiche Situationen aber nicht zum Torerfolg verwerten. Nach Wiederbeginn hatte das defensiv durchweg stabile Hoyer-Team seine stärkste Offensivphase. Erst verzückte Romejsa Murati ihre Mitspielerinnen und die Zuschauer in der 52. Minute mit ihrem Treffer zum 2:1. Die quirlig-bissige Stürmerin erpresste den Ball auf dem rechten Flügel selbst, drang in den Strafraum ein und löffelte den Ball in Klassemanier über die entgegenkommende Germania-Torhüterin Sarah Hauling ins Netz. Dann verzog Luljeta Dragaj den Ball aus zwölf Metern freistehend mit links, nachdem „Pirlo“ Pfeiffer ihn an die Latte bugsiert hatte (65.). Drei Minuten später brachte Gabriella Soundé den Ball nach einer wunderschönen Kombination nicht an Keeperin Hauling vorbei. Und in der 71. Minute schob Romejsa Murati eine „Hundertprozentige“ am langen Pfosten vorbei. Der Chancenwucher rächte sich, als die Gäste in der 75. Minute einen Freistoß erhielten und die beste Hauenhorsterin, Lina Jäger, den Ball aus 18 Metern über die Mauer hinweg zum 2:2 ins Netz zirkelte. Nun wurden Befürchtungen wach, der FSV könne wie schon zwei Wochen zuvor, als er nach 2:0-Führung gegen Arminia Bielefeld II entkräftet mit 2:3 verlor, erneut komplett leer ausgehen. Marwin Hoyer setzte aber nicht auf die Verteidigung des einen Punktes, sondern trieb sein Team nach vorne. „Wir wollen das Ding gewinnen“, schrie der Coach über den Platz. Bezahlt machte sich neben diesem Mut auch eine Umstellung ab der 81. Minute: Anstelle von Luljeta Dragaj beorderte er Anna-Lena Meier in die Sturmspitze. Und die 29-Jährige blieb tatsächlich eiskalt, als sie in der ersten Minute der Nachspielzeit von Antonia Schön mit einem Zuckerpass bedient wurde. Meier lief frei auf die Hauenhorster Torhüterin zu und schob den Ball zum umjubelten Siegtreffer ein. „Wir haben uns jede Woche weiterentwickelt.“ Cheftrainer Hoyer hat es trotz der vielen Nackenschläge geschafft, lähmenden Frust zu verhindern. Entsprechend optimistisch fährt das Team am Sonntag, 7. Dezember,  zum Tabellensechsten SV Kutenhausen-Todtenhausen nach Minden, wo er vor seinem Engagement in Gütersloh als Trainer der 2. Mannschaft tätig war. FSV Gütersloh II: Wittkowsky – Babic (86. Topal), Mehn, Wesseler, Büttner – Soundé, Schön, Meier – Murati, Dragaj (81. Bremke), Pfeiffer.

Regionalliga-Rückrundenauftak: DJK Wacker Mecklenbeck im Porträt

Fußball in der Tönnies-Arena. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

In gewisser Weise ist Münster ein weißer Fleck auf der Landkarte des höherklassigen deutschen Frauenfußballs. Noch nie spielte ein Team aus der 300.000-Einwohner-Stadt, die mit dem SC Preußen einen Traditionsverein im Profifußball der Männer beheimatet, in der ersten oder zweiten Liga der Frauen. Ranghöchster Münsteraner Vertreter ist die 1956 gegründete DJK Wacker Mecklenbeck, einem Klub aus dem südwestlichen Stadtteil Münsters, in dem rund 10.000 Menschen leben. Nach sechs Jahren in der Westfalenliga stiegen die Frauen im Sommer 2024 als Meister der Westfalenliga in die Regionalliga auf. Hier spielte das Team eine ausgezeichnete Premierensaison, die mit Rang fünf endete und höhere Ambitionen weckte. Anna Steckel (37), eine frühere Bundesligaspielerin, wurde als neue Trainerin verpflichtet, die sich kräftig beim FSV Gütersloh bediente. Mit Paula Weber, Olivia Zitze, Charlotte Weinhold und Sophie Walters wechselten im Sommer gleich vier Spielerinnen nach Mecklenbeck. Zum Selbstläufer wurde die Saison aber nicht. Schon am 21. August beim 1:1 im offiziellen Auftaktspiel gegen den FSV Gütersloh wurden die Münsteranerinnen ihrer Favoritenrolle nicht gerecht. Im Gegenteil: Anna Stockmann brachte den FSV in der 55. Minute mit 1:0 in Führung, und erst in der 90. Minute gelang Birte Feld der Ausgleich zum 1:1-Endstand. Erst langsam stabilisierte sich das Team und beendete die Hinrunde mit 21 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz. Das negative Torverhältnis von 19:21 resultiert aus den klaren Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Dortmund (0:5) und Bielefeld (0:4). Allerdings landete die DJK mit dem 6:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach II auch einen Husarenstreich. Größter Paukenschlag war jedoch ein 2:1-Sieg über den 1. FC Köln U21 – es war die bislang einzige Niederlage für den Tabellenführer. In die Tönnies-Arena kommt Mecklenbeck, für das Kristin Dircks und Birte Feld mit jeweils vier Treffern die besten Torjägerinnen sind, mit Rückenwind aus dem Westfalenpokal. Am vergangenen Wochenende gelang im Münsteraner Derby gegen den Westfalenligisten GW Amelsbüren ein 2:0-Erfolg, zu dem Paula Weber und Charlotte Weinhold die Treffer beisteuerten.

Zum Inhalt springen