FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

FSV Gütersloh beendet Negativserie mit 1:1 gegen Meppen

Demi Pagel im Zweikampf gegen Ayleen Seyen vom SV Meppen. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Allen widrigen Umständen zum Trotz hat sich der FSV Gütersloh im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Frauen-Bundesliga längst noch nicht aufgegeben. Nach einer beispiellosen Serie von zehn Niederlagen in Folge sendete der personell heftig gebeutelte Tabellenvorletzte am Sonntag mit einem 1:1-Unentschieden gegen den Aufstiegskandidaten SV Meppen ein starkes Lebenszeichen. Das reichte zwar nicht, um den Fünf-Punkte-Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz zu verkürzen, weil der SV Weinberg ebenso überraschend ein 0:0 beim FC Bayern München II holte. Aber für Markus Graskamp („Kompliment für eine tadellose Leistung, wir haben alles auf dem Platz gelassen“) und die Spielerinnen war der Auftritt gegen die favorisierten Emsländerinnen ein Beleg dafür, dass in den letzten fünf Saisonspielen noch etwas geht. „So wie heute müssen wir auch gegen die anderen Gegner Gas geben und bis zum Ende alles reinhauen“, sagte der Trainer. Vor 250 lautstark anfeuernden Zuschauern erwies sich Klaus-Peter Reinert als Glücksbringer für die Gütersloherinnen. Der neue Förderer, der über seine Klaus-Peter Reinert Stiftung mit einer Gesamtzusage von 100.000 Euro wesentlich zur finanziellen Rettung des Vereins beiträgt, war gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Marie Hilpert erstmals bei einem FSV-Spiel in der Tönnies-Arena dabei. Vor dem Anpfiff entrollten Spielerinnen unter dem Applaus des Publikums ein großes Dankeschön-Banner. Großen Dank sprach auch Markus Graskamp aus. Er würdigte die Bereitschaft von vier Spielerinnen des Regionalligateams, die auf ihr Highlight-Derby gegen Arminia Bielefeld verzichteten, um sich für die von zahlreichen Ausfällen geschwächte „Erste“ zur Verfügung zu stellen. Während Leandra Kammermann und Olivia Zitzer auf der Bank blieben, feierten Julia Gärtner und Anna-Lena Meier in der Schlussphase ihr gelungenes Zweitligadebüt. Die im 4-2-3-1 formierten Gastgeberinnen überraschten den Tabellenvierten möglicherweise mit ihrer Strategie, phasenweise hoch zu pressen. Jedenfalls kam das auf schnelle Außenstürmerinnen basierende Meppener Spiel in der ersten Halbzeit nicht wirklich zur Entfaltung, auch weil der FSV im zentralen Mittelfeld zweikampfstarke Präsenz zeigte. Melanie Schuster stach hier an ihrem 28. Geburtstag mit einem enormen Laufradius und sicherem Ballbesitz aus einem insgesamt überzeugenden Kollektiv noch etwas heraus. Zwar kam der SV Meppen zu zwei Möglichkeiten: Laura Bröring, final attackiert von der grandios verteidigenden Chiara Tappe, traf in der 10. Minute die Latte. Und die US-Amerikanerin Genesis Castrellon zwang FSV-Keeperin Janne Krumme in der 22. Minute zu einer starken Fußabwehr. Doch auch unser Team hatte Abschlüsse: Ronja Leubner, erstmals nach langer Verletzungsunterbrechung wieder in der Startelf,  zirkelte den Ball in der 5. Minute aus 22 Metern über das Tor. Und Gizem Kilic, Torschützin bei der 1:5-Hinspielniederlage, setzte den von „Melli“ Schuster eroberten Ball in der 17. Minute aus 28 Metern recht knapp neben den Pfosten. Über ein 0:0 zur Pause hätte sich niemand beschwert, aber der FSV ging in der 43. Minute erstmals seit neun Spielen mal wieder mit 1:0 in Führung. Schuster brachte den Ball von der rechten Grundlinie aus mit Behauptungswillen in den Torraum, wo Ronja Leubner mit einem Flachschuss erfolgreich war. Im zweiten Durchgang konnte der FSV das hohe Niveau der Arbeit gegen den Ball nicht mehr ganz halten, aber es blieb ein Duell auf Augenhöhe. Die fleißige Lea Bultmann nahm sich zwei Abschlüsse, ohne zu treffen (49., 58.), während Ronja Leubner (57.) nur minimal zu spät kam, um den abprallenden Ball nach einer Flanke von Kilometerfresserin Paula Weber im Torraum vor Meppens U19-Nationalkeeperin Thea Farwick zu erwischen. Das 1:1 für die Gäste in der 61. Minute war nur schwer zu verhindern. Chiara Tappe versuchte zwar noch, einen Meppener Konter im Mittelfeld durch eine Grätsche gegen Selma Licina zu stören, doch die montenegrinische Nationalspielerin konnte den Ball zur halbrechts vorpreschenden Virag Nagy zu passen. Die ungarische Nationalspielerin ließ Janne Krumme mit einem starken 15-Meter-Schuss in den langen Winkel keine Abwehrchance. Wer nun befürchtet hatte, der FSV würde wie so oft nach einem Gegentor in sich zusammenfallen, sah sich getäuscht. Das auf dem Platz immer wieder von Rechtsverteidigerin Nele Schmidt gecoachte und nach vorne gepeitschte Team kombinierte sich mutig und mehrfach gekonnt ins letzte Angriffsdrittel und in die torgefährliche Zone. Die unermüdliche Linksverteidigerin Finja Kappmeier mit einem 18-Meter-Schuss (65.), Melanie Schuster mit einem leider zu hoch angesetzten 16-Meter-Freistoß (76.), Ronja Leubner, die eine starke Flanke von Demi Pagel mit dem Kopf nur um Haaresbreite verpasste (85.), und Anna-Lena Meier mit einem am Winkel vorbei zischenden Versuch aus 12 Metern (90.+1) hatten Möglichkeiten zum zweiten Treffer. Noch einen höheren Wert in der Kategorie „Expected Goals“ hatten indes die beiden Meppener Chancen: Lilly Stojan musste in der 84. Minute unmittelbar vor der Torlinie gegen einen Schuss von Marleen Kropp retten, die zuvor die von Melanie Schuster zu kurz angespielte Janne Krumme umlaufen hatte. Und in der zweiten Minute der Nachspielzeit war es Finja Kappmeier, die gegen die frei aufs Tor zulaufende Ayleen Seyen zur Ecke klärte. „Das wäre die Oberkeule gewesen“, fuhr Markus Graskamp in dieser Szene der Schreck in die Glieder. So aber konnte der Cheftrainer des FSV Gütersloh seine Mädels („Heute seid ihr belohnt worden“) endlich mal wieder mit einem positiven Ergebnis in die nächste Trainingswoche schicken. Und die auf ihr Comeback wartende Shpresa Aradini stimmte im Kreis auf dem Platz mit relativ guter Laune ein Happy-Birthday-Ständchen für Melanie Schuster an. Weiter geht es für die Gütersloherinnen am Sonntag, 20. April, bei Borussia Mönchengladbach. Nächster Heimgegner ist am Sonntag, 27. April, um 11 Uhr der SC Freiburg II. FSV Gütersloh: Krumme – Schmidt, Tappe, Stojan, Kappmeier – Schuster, Bultmann (71. Tellenbröker) – Pagel, Leubner (87. Meier), Weber – Kilic (71. Gärtner). Im Aufgebot: Kammermann, Zitzer, Rolle (Tw). SV Meppen: Farwick – Bleil, Göppel, Rolfes, Seyen – Licina, Lux (61. Hohm), Kossen – Nagy, Bröring (83. Kropp), Castrellon (77. Miyoshi). Im Aufgebot: Steenken (Tw). Schiedsrichterin: Christina Junkers (Kaarst). Gelbe Karte: Schmidt. Ecken: 1:7 (0:2); Chancen: 7:6 (3:3). Tore: 1:0 (43.) Leubner, 1:1 (61.) Nagy.

FSV setzt auf Kontinuität: Vertragsverlängerung mit Juniorinnentrainer Lukas Jäschke

FSV-Juniorinnentrainer Lukas Jäschke (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh baut auch künftig auf bewährte Stärke im Nachwuchsbereich: Juniorinnentrainer Lukas Jäschke hat seinen Vertrag verlängert und bleibt dem Verein weiterhin erhalten. In der laufenden Saison hat Jäschke gemeinsam mit seinen Trainerkolleg*innen hervorragende Arbeit im Juniorinnenbereich geleistet. Mit der Vertragsverlängerung bekräftigen sowohl der Verein als auch Jäschke ihr gemeinsames Ziel, die nachhaltige Förderung junger Talente konsequent weiterzuverfolgen.

FSV Gütersloh für das Heimspiel gegen SV Meppen personell arg gebeutelt

FSV-Mittelfeldspielerin Ronja Leubner im Hinspiel gegen den SV Meppen. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Fieber, Seuche, Verletzungen – das FSV im Vereinsnamen steht aktuell nicht für Frauen-Sport-Verein, sondern für eine seltene Häufung von Ausfällen. Für das Heimspiel des Fußball-Zweitligisten gegen den SV Meppen am Sonntag, 13. April (14 Uhr) muss Trainer Markus Graskamp auf sage und schreibe neun Spielerinnen verzichten. Zu den bereits bekannten Namen von Shpresa Aradini, Marie Schröder, Merle Hokamp, Linda Preuß und Kati Rädeker gesellten sich in den letzten Tagen auch noch Pauline Berning (Mittelfußbruch), Celina Baum (Knieprobleme), Hanna Krohne (Rückfall nach Grippe) und Lucy  Wisniewski (Pfeiffersches Drüsenfieber). „Wir nehmen am Sonntag Olivia Zitzer, Leandra Kammermann, Julia Gärtner und Anna-Lena Meier mit in den Kader“, kündigte Graskamp an. Das Problem: Die „Zweite“ bestreitet um 11 Uhr, ebenfalls in der Tönnies-Arena, ihr Regionalligaspiel gegen Arminia Bielefeld, was die Personalplanung schwierig macht. Allen ist bewusst, dass die Außenseiterrolle damit klar auf Seiten des FSV Gütersloh liegt. Der SV Meppen (37 Punkte) darf sich als punktgleicher Tabellenvierter hinter dem Hamburger SV noch realistische Hoffnungen auf den Aufstieg in die Bundesliga machen. Die seit zehn Spielen punktlosen Gütersloherinnen (13) liegen als Vorletzter fünf Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz. „Wir müssen in den letzten sechs Spielen wahrscheinlich ein kleines Fußballwunder schaffen“, weiß der FSV-Coach. Aber er appelliert an seine Spielerinnen, an die Chance zu glauben und alles dafür zu tun: „Ein Wunder fällt uns nicht in den Schoß, sondern wir müssen es uns erarbeiten.“ Mithin verlangt er, gegen Meppen ungeachtet der Personalprobleme die Basics vehement zu beherzigen: „Falls Meppen einen schlechten Tag hat oder uns unterschätzt, müssen wir da sein und das ausnutzen.“

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U17 des FSV Gütersloh schießt sich mit 5:0 ins Westfalenpokal-Halbfinale

Jubel bei der U17 des FSV Gütersloh nach dem Sieg in Bochum. (Foto: Elina Büttner / FSV Gütersloh 2009)

In überzeugender Manier hat die U17 des FSV Gütersloh den nächsten Schritt auf dem Weg zur Titelverteidigung im Wettbewerb um den B-Juniorinnen-Westfalenpokal absolviert. Das Team von Lukas Jäschke, Daniel Schiewe und Elina Büttner besiegte im Viertelfinale den Regionalligakonkurrenten VfL Bochum am Mittwochabend mit 5:0. Im Halbfinale, das am 30. April ausgespielt wird, genießt der FSV Heimrecht gegen den FC Iserlohn 46/49. Der aktuelle Tabellenachte der Regionalliga West setzte sich im Viertelfinale mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen den Westfalenligisten Westfalia Kinderhaus durch. Das zweite Halbfinale bestreiten die Regionalligisten Arminia Bielefeld und Fortuna Freudenberg. Der Gewinner des Westfalenpokals ist direkt qualifiziert für den DFB-Pokalwettbewerb 2025/2026. Auf dem Kunstrasenplatz am Vonovia-Ruhrstadion in Bochum präsentierte sich der FSV Gütersloh spielerisch deutlich verbessert gegenüber den beiden letzten Regionalligaspielen gegen Köln (1:2) und Bielefeld (3:3). „Die Mädels haben auch mal die einfachen Bälle gespielt und hatten eine gute Absicherung bei langen Schlägen des Gegners“, nannte Lukas Jäschke zwei Details. Damit wurde der VfL Bochum im ersten Durchgang zur Chancenlosigkeit verurteilt. Auf der anderen Seite kombinierte sich der FSV zahlreiche gute Möglichkeiten heraus, von denen vier zu Toren genutzt wurden. Das 1:0 (14.) erzielte Luljeta Dragaj nach einem präzisen Querpass der über links vorgestoßenen Lucy Wisniewski. Vor dem 2:0 (30.) kündigte Jäschke seiner Co-Trainerin schon vor der von Anna-Sophie Schindler getretenen Ecke einen Treffer an. Tatsächlich sprang Sophie Haag am kurzen Pfosten perfekt in den Ball und köpfte ihn ins Tor. Das 3:0 in der 36. Minute erzielte Hannah Leßner mit einem herrlichen Distanzschuss in Richtung Winkel. Vor dem 4:0 (38.) setzte sich erneut die starke Lucy Wisniewski über links durch. Diesmal verwerte Anna Stockmann das Zuspiel mit einem Linksschuss unter die Latte. In der zweiten Halbzeit ließ es der FSV Gütersloh etwas ruhiger angehen, kam aber dennoch zu weiteren Chancen. Eine davon nutzte Lina Winter in der 58. Minute zum 5:0. Abermals hatte Lucy Wisniewski die Vorarbeit geleistet. Dass hinten weiter die Null stand, war auch Torhüterin Linna Hermsmeier zu verdanken, die im zweiten Durchgang zweimal bei Bochumer Abschlüssen zur Stelle war. FSV Gütersloh U17: Hermsmeier – Haag (55. Ludwig), Rohden, Leßner – Koerdt – Ladage (48. Starke), Schindler, Stockmann, Mainka (48. Winter) – Dragaj (55. Latton), Wisniewski.

Google Pixel Frauen-Bundesliga: Saisoneröffnung 2025/2026 in der Allianz Arena

Google Pixel Frauen-Bundesliga (© Deutscher Fußball-Bund)

Auftakt auf großer Bühne: Die Google Pixel Frauen-Bundesliga eröffnet die kommende Saison 2025/2026 in der Münchner Allianz Arena – und sorgt damit für ein ganz besonderes Highlight direkt zum Start in die neue Spielzeit. Anpfiff der Partie ist am Samstag, 6. September (ab 17.45 Uhr). Die ARD, MagentaSport und DAZN übertragen live. Der offizielle Vorverkauf startet mit der Festlegung des Gegners zu einem späteren Zeitpunkt. Fans können aber schon jetzt Tickets für alle Kategorien über den Anfrageshop des FC Bayern München reservieren. Sobald der offizielle Ticketverkauf startet, werden die Eintrittskarten mit konkreter Platzwahl versendet.

FSV-Torhüterin Linna Hermsmeier erneut für die deutsche U17-Nationalmannschaft nominiert

FSV-Nachwuchstorhüterin Linna Hermsmeier (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh gibt bekannt, dass Torhüterin Linna Hermsmeier erneut für die deutsche U17-Nationalmannschaft nominiert wurde. Hermsmeier ist eine von drei Torhüterinnen, die von U17-Nationaltrainerin Melanie Behringer für einen Lehrgang der Juniorinnen vom 14. bis 17. April 2025 auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main eingeladen wurden. Der FSV freut sich sehr über die Nominierung von Linna Hermsmeier, die für ihre kontinuierlich gute sportliche Entwicklung im Verein belohnt wird. Wir gratulieren Linna zu ihrer erneuten DFB-Nominierung und wünschen ihr einen erfolgreichen Lehrgang.

„Zweite“ stockt Punktekonto mit 2:2 in Essen weiter auf

Sophie Nitsch im Einsatz für die "Zweite". (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Angesichts einer 0:4-Hinspielniederlage reisten die Regionalliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh II nicht unbedingt mit Favoritenstatus zur Bundesligareserve der SGS Essen. Umso größer war die Freude, dass das Punktekonto am Sonntag um einen Zähler aufgewertet wurde. Die Partie auf dem harten Kunstrasenplatz der Helmut-Rahn-Sportanlage in Essen endete nämlich mit einem 2:2-Unentschieden. In der Tabelle belegt die Equipe von Trainer Mark Oliver Stricker und Teammanager Matthias Kaiser zwei Punkte hinter Essen weiterhin Rang sieben. Die Gütersloherinnen durften auch deswegen stolz auf das Remis sein, weil sie es nach einem 0:2-Rückstand erreichten. „Die ersten zwanzig Minuten gingen klar an Essen“, gestand Stricker. Sein Team war gegen die mit leichter Verstärkung aus dem Kader der „Ersten“ aufgelaufenen Gastgeberinnen nicht wirklich in die Zweikämpfe gekommen. „Das 1:0 war außerdem ein schönes Geschenk von uns“, so der Trainer. Olivia Zitzer hatte sich zuvor in sicherem Ballbesitz die Kugel an der Torauslinie abluchsen lassen, was Jule Schnieder in der 9. Minute dankbar ausnutzte. Beim 2:0 in der 19. Minute war es Pech für den FSV, dass Biggi Schmücker den 20-Meter-Schuss von Ella Wilke noch abfälschte, so dass der Ball über Torhüterin Leah Blome hinweg ins lange Eck flog. Mark Oliver Stricker wechselte danach vom 3-4-3 auf ein 4-4-2 und stellte auch um: Biggi Schmücker etwa wanderte aus der Innenverteidigung in den Sturm. „Danach haben wir es viel besser geschafft, vorne anzulaufen“, sah sich Stricker in seiner taktischen Anpassung bestätigt. Der frühe 2:1-Anschluss in der 25. Minute gab zusätzlichen Auftrieb. Offiziell wurde der Treffer Alena Schmidt zugeschrieben, weil sie den Ball final ins Netz bugsiert hatte. Offenbar war der von Julia Gärtner aus ganz spitzem Winkel geschossene Ball aber schon hinter der Linie gewesen, bevor Essens Keeperin Emilia Gonzales ihn wieder ins Spiel brachte. Bis zur Pause hatte der FSV seine beste Phase. Die Ballzirkulation lief, und Lena Meynert, Julia Gärtner und Alena Schmidt kamen zu weiteren gefährlichen Abschlüssen. Insgesamt wurden drei Gütersloher Tore nicht anerkannt. Einmal soll eine Abseitsposition vorgelegen haben, einmal wurde der vorausgegangene Ballklau als Foul gewertet, und einmal wurde in der Entstehung ein strittiges Handspiel reklamiert. Am 2:2 von Lena Meynert in der 55. Minute aber gab es nichts auszusetzen. Diesmal profitierte unsere Mittelfeldspielerin davon, dass ihr Schuss in den Winkel abgefälscht wurde. Beide Teams wollten nun erkennbar den Sieg. Die beste Chance der vom Ex-Gütersloher Fabian Franz gecoachten Essenerinnen vereitelte FSV-Keeperin Leah Blome in der 75. Minute mit einer reaktionsstarken Fußabwehr. In der Schlussphase häuften sich die Konterchancen für unser Team. Die größte ergab sich in der 89. Minute. Nach Zusammenspiel mit Lena Meynert spielte Antonia Schön einen herrlichen Steilpass auf die perfekt gestartete Julia Gärtner, doch deren Schuss ging knapp am Pfosten vorbei. Zu den positiven Erkenntnissen dieser Partie zählte Mark Oliver Stricker neben dem Punktgewinn auch, dass die ansonsten stets als Angreiferin eingesetzte Anna-Lena Meier in der zweiten Halbzeit eine richtig gute Leistung als Partnerin von Lena Meynert auf der Position sechs ablieferte. FSV Gütersloh II: Blome – Rother, Schmücker (64. Schön), Zitzer (64. Bendix) – Kammermann (77. Koepke), Meynert, Bartling (77. Schobel), Büttner – Meier, Schmidt (77. Babic), Gärtner.

FSV U16 holt 0:2-Rückstand auf und punktet gegen Münster

FSV-Nachwuchsspielerin Merve Öcal (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Einen Punkt erobert oder zwei Punkte verschenkt? Diese Frage stellte sich die U16 des FSV Gütersloh nach dem Heimspiel am Sonntag gegen den TuS Saxonia Münster. Völlig überflüssigerweise lag das Team der Trainer Steffen Willmann und Andreas Weckheuer zur Pause mit 0:2 zurück. Die Partie endete immerhin mit einem 2:2-Unentschieden, aber im zweiten Durchgang bestand durchaus die Möglichkeit, auch noch einen dritten Treffer zu erzielen. In der Tabelle der B-Juniorinnen-Westfalenliga reichte das Remis, um auf den 7. Tabellenplatz vorzurücken und den Tabellenneunten Münster für die weitere Absicherung des Klassenerhalts auf Distanz zu halten. Der Gegentreffer zum 0:1 in der 33. Minute ärgerte Willmann besonders: „Wir hatten es in der Kabine extra angesprochen, dass wir bei Standards nah dran sein müssen.“ Stattdessen ließ die Abwehr bei der ersten gegnerischen Ecke eine der groß gewachsenen Münsteranerinnen ganz frei stehen und ohne Störmanöver köpfen. Dass Torhüterin Kim Fahrmeyer der Ball durchflutschte und im Netz landete, kam noch obendrauf. Ein noch größeres Geschenk an die ansonsten kaum torgefährlichen Gäste war das 0:2 in der 37. Minute: Johanna Herkenhoff war ein Rückpass auf Fahrmeyer missraten und Saxonia-Stürmerin Laura Krömer bedankte sich. „Uns hat im Angriff die Präsenz und insgesamt die Griffigkeit in den Zweikämpfen gefehlt“, bemängelte der Coach. Mit der Hereinnahme von Jolie Trömpert änderte Steffen Willmann zur zweiten Halbzeit die Aufstellung, und die Spielerinnen gingen nun mit einer besseren Einstellung zur Sache. Auch das verletzungsbedingte Ausscheiden der dynamischen Clea Fleiter (48.) änderte nichts daran, dass der FSV nun deutlich energischer den Münsteraner Strafraum attackierte. Belohnt wurde das zum ersten Mal in der 57. Minute nach einem Trömpert-Schuss, als Ella Combrink den Abpraller zum 1:2 verwandelte. In der 65. Minute war es Jolie Trömpert selbst, die den Ball nach einer Freistoß-Hereingabe am langen Pfosten über die Linie stubbste. Schon kurz zuvor war die FSV-Stürmerin frei auf die Münsteraner Torhüterin zugelaufen, hatte sie aber angeschossen, statt ein freies Eck zu wählen. Die letzte Chance auf den Siegtreffer besaß die mit Gewinn in die Offensive eingewechselte Lia Schoop in der 75. Minute. Sie kam am Strafraumrand mit ihrem starken linken Fuß frei zum Schuss, traf den Ball aber nicht gut. Steffen Willmann lobte seine Spielerinnen für die deutliche Steigerung in der zweiten Halbzeit. Ausdrücklich gratulierte er auch der eingewechselten Lilly Kramer, die ihr erstes Westfalenligaspiel mit Bravour absolvierte. FSV Gütersloh U16: Fahrmeyer – Rödel, Rehpöhler, Stienhans, Fleiter (48. Kramer) – Hölter, Bayhan – Latton – Bremke (72. Schoop), Schwarz (41. Trömpert), Combrink.

FSV U17 verliert nach Führung beim Tabellenführer 1. FC Köln mit 1:2

FSV-Nachwuchsspielerin Sophie Haag (Foto: Tina Haag / FSV Gütersloh 2009)

Die U17 des FSV Gütersloh kann sich im Endspurt der Saison ganz auf den Pokal konzentrieren. In der B-Juniorinnen-Regionalliga West hatte sich der FSV nach schwachem Saisonstart mit einer Serie von neun Siegen zwar wieder an die Tabellenspitze herangeschnuppert. Doch eine Woche nach dem 3:3-Unentschieden gegen Arminia Bielefeld verlor das Team von Lukas Jäschke, Daniel Schiewe und Elina Büttner beim Spitzenreiter 1. FC Köln mit 1:2. Der FSV bleibt zwar mit 34 Punkten auf Platz fünf, hat acht Spiele vor Saisonende aber die Tuchfühlung zu den Top-4 eingebüßt. Den Titelkampf machen wohl Köln (44), Essen (43), Leverkusen (42) und Bielefeld (41) unter sich aus. Natürlich kämpfen unsere Mädels weiter um jeden Punkt, aber nun steht noch mehr als ohnehin die Titelverteidigung im Westfalenpokal im Fokus – zumal damit die Qualifikation für den DFB-Pokal gesichert wäre. Am Mittwoch, 9. April, geht es im Viertelfinale gegen den Regionalligakonkurrenten VfL Bochum. Auf dem westlich von Köln in Bergheim gelegenen Waldstadion Glessen waren die Gütersloherinnen am Samstag keinesfalls chancenlos. Anders als bei der 0:3-Niederlage im Hinspiel spielten sie nämlich eine wirklich starke erste halbe Stunde. Und sie gingen schon nach sechs Minuten in Führung: Nach einer feinen Kombination durchs Zentrum lief Greta Hohensee alleine auf die Kölner Torhüterin Selina Großer zu und schob den Ball zum 1:0 an ihr vorbei. Knapp 20 Minuten später wiederholte sich die Szene, nur dass diesmal Mette-Mia Pollmeier frei durch war und sie den Ball nicht im Tor unterbrachte, sondern unerreichbar querlegte. „Machen wir das Ding, läuft die Partie vielleicht in eine andere Richtung“, bedauerte Lukas Jäschke. So aber versetzte der 1. FC Köln unserem Team noch kurz vor der Halbzeitpause einen doppelten Wirkungstreffer. Erst erlief die Kölnerin Smilla Bienert einen zu kurzen Rückpass auf FSV-Keeperin Mirja Kropp und gleich zum 1:1 aus (4.). In der dritten Minute der Nachspielzeit passte bei einem langen Ball die Absicherung in der Gütersloher Innenverteidigung nicht, so dass Bienert in Schussposition kam und mit einem Traumtor in den langen Winkel ihren 26. Saisontreffer und damit das 2:1 für Köln erzielte.“ Da herrschte bei uns Schockstarre“, beobachtete der Coach. Im zweiten Durchgang konnte der FSV seine Leistung nicht stabilisieren. Die Abspielfehler häuften sich, und es gab nur zwei echte Tormöglichkeiten. Bei der ersten setzte Greta Hohensee den Ball aus 20 Metern knapp neben den Pfosten (61.). Bei der zweiten in der Schlussminute bot sich die Chance zum „Lucky Punch“: Wiederum nach einer Ecke fiel der Ball im Gewusel Janna Koerdt vor die Füße, doch statt über die Linie drückte sie ihn am Tor vorbei. Pech hatte die in der 55. Minute die eingewechselte Mia Wesseler, die in der 79. Minute nach einem Zusammenprall mit der Kölner Keeperin benommen ausgewechselt werden musste. FSV Gütersloh U17: Kropp – Haag (79. Mainka), Roden, Leßner – Koerdt – Stockmann, Daake (55. Winter), Schindler, Pollmeier (41. Ladage) – Hohensee, Dragaj (55. Wesseler, 79. Mehn).

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