#MitEuchFürEuch

Offizielle Internetseite des FSV Gütersloh 2009 | Spitzenfußball aus Ostwestfalen

#NichtOhneMeineMädels

FSV Gütersloh 2009

Vierfach-Torschützin Schindler spendiert Eis für die U17 des FSV Gütersloh

So schmeckt der Sommer: Anna-Sophie Schindler, Mirja Kropp, Yumnah Lohnherr und Johanna Braune genießen ihr Eis. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Diese Wettschulden schmeckten besonders gut: Weil Anna-Sophie Schindler eine Wette verloren hatte, musste sie dem gesamten U17-Team des FSV Gütersloh ein Eis am Stil spendieren. Sie tat dies direkt im Anschluss an das Regionalliga-Heimspiel gegen den SV Fortuna Freudenberg, und da traf es sich gut, dass die Gütersloherinnen zuvor bei sommerlichen Temperaturen mit 10:0 triumphiert hatten. Schindler selbst glänzte dabei als vierfache Torschützin. Eine ernsthafte Herausforderung stellte der als Drittletzter zum Abstieg verurteilte Gegner für den FSV nicht dar. Begünstigend kam hinzu, dass unser Team die komplette zweite Halbzeit in Überzahl spielte. Die Freudenberger Keeperin Yael Carlotta Lautsch sah in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs die rote Karte, nachdem sie die frei auf sie zustürmende Pauline Pfeiffer außerhalb des Strafraums ziemlich rüde über die Klinge springen ließ. Anders als Pfeiffer kam Janna Koerdt leider nicht unverletzt vom Feld. Die „Sechserin“ des FSV war bereits in der 13. Minute ohne Gegnereinwirkung umgeknickt und humpelte mit geschwollenem Knöchel aus der Tönnies-Arena. Zur Pause führte unsere Talentschmiede nach Treffern von Greta Hohensee (6.) und Anna-Sophie Schindler (33.) sowie einem von Anna Stockmann mit einer scharfen Hereingabe erzwungenen Eigentor der Gäste (31.) mit 3:0. Den Freistoß nach dem Rot-Foul der Keeperin zirkelte Schindler übrigens an die Latte. Im zweiten Durchgang schraubten Schindler (42., 48.), Luljeta Dragaj (59.), Johanna Braune (61.), Schindler (63.) und Hannah Leßner (73.) das Ergebnis auf 9:0, ehe Johanna Braune in der 80. Minute den sehenswerten Schlusspunkt setzte: Nachdem von der Trainerbank das ermutigende Kommando gekommen war („Johanna, mach‘ ruhig mal“) jagte sie einen Freistoß aus 28 Metern über die kleine Ersatztorhüterin hinweg hoch zum 10:0 in die Maschen. In der Tabelle kletterte der FSV Gütersloh auf Rang fünf und verkürzte den Abstand zu den anderen Top-Teams der höchsten deutschen Spielklasse. Vierter ist der DSC Arminia Bielefeld, auf den unsere B-Juniorinnen im Finale um den Westfalenpokal treffen. Die Partie, für die der FSV Gütersloh eigentlich Heimrecht hatte, wurde auf Wunsch des Verbandes und mit Zustimmung unseres Teams übrigens ins Dortmunder Stadion Rote Erde verlegt. Anstoß ist am Sonntag, 1. Juni um 11.45 Uhr; anschließend bestreiten Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 an gleicher Stelle das Endspiel um den Frauen-Westfalenpokal. FSV Gütersloh U17: Kropp – Mehn (41. Wesseler), Roden, Leßner – Peters, Stockmann, Koerdt (13. Haag), Schindler, Pollmeier (60. Lohnherr) – Hohensee (52. Braune), Pfeiffer (52. Dragaj).

FSV Gütersloh verabschiedet sich vom Heimpublikum aus der 2. Frauen-Bundesliga

Abschlusstraining des FSV Gütersloh. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Vor zwei Jahren lieferten sich beide Klubs einen engen Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga, den der 1. FC Nürnberg mit einem Punkt Vorsprung gewann. Diesmal sind die Vorzeichen für das Duell in der 2. Frauen-Bundesliga mit dem FSV Gütersloh ganz andere. Wenn am Sonntag um 14 Uhr in der Tönnies-Arena der Anpfiff zum vorletzten Saisonspiel ertönt, empfängt der als Absteiger feststehende FSV den als Aufsteiger feststehenden „Club“. Ganz bedeutungslos ist die Partie allerdings nicht. Während es für die nach zwei überraschenden Niederlagen nur noch als Tabellenzweiter anreisenden Gäste aus Franken darum geht, dem punktgleichen Spitzenreiter Union Berlin noch den Meistertitel wegzuschnappen, möchte unser Team verhindern, sich als Tabellenletzter aus dem Unterhaus zu verabschieden. Weil die Volksbank in Ostwestfalen als Partner des FSV Gütersloh das letzte Heimspiel der Saison präsentiert, ist mit einer stattlichen Zuschauerkulisse zu rechnen. Das Heimpublikum wird das Trainerteam sowie zahlreiche Spielerinnen zum letzten Mal in dieser Funktion für den FSV Gütersloh erleben. Cheftrainer Markus Graskamp beendet am Saisonende seinen Einsatz als „Feuerwehrmann“; der ebenfalls interimsmäßig eingesprungene Co-Trainer Christopher Hankemeier wird Coach des Männer-Westfalenligisten FSC Rheda; und Torwarttrainer Melvin Wulff wechselt zum Bundesligisten FC Carl Zeiss Jena. Die Vielzahl der Spielerinnen, die den FSV Gütersloh verlassen oder ihre Karriere beenden, haben den Wunsch geäußert, anschließend im internen Kreis verabschiedet zu werden. Nicht nehmen lassen wird sich der Verein allerdings, Shpresa Aradini stellvertretend kurz vor Spielbeginn öffentlich zu verabschieden. Die 30-Jährige, die sieben Monate nach ihrem zweiten Kreuzbandriss vor zwei Wochen ihr Comeback feierte, beendet nach 15 Jahren und mehr als 260 Pflichtspielen für die „Erste“ ihre Karriere. In Anerkennung ihrer Verdienste hatte ihr Markus Graskamp selbst die Entscheidung überlassen, inwieweit sie in den beiden letzten Spielen eingesetzt werden möchte. Er bot ihr zudem an, das Team im letzten Heimspiel als Kapitänin aufs Feld zu führen – eine Offerte, die „Shpre“ am Sonntag voller Dankbarkeit anzunehmen gedenkt: „Das ist eine unheimlich schöne Geste, ich freue mich über die Wertschätzung.“ Gut möglich, dass auch Torhüterin Sarah Rolle zum Abschluss ihrer FSV-Zeit noch einmal von Beginn an spielt. Kampflos herschenken wird der FSV die Punkte nicht. Auch bei der 1:2-Hinspielniederlage im Dezember hielt der Außenseiter gut mit. „Wir dürfen Nürnberg nicht ins Tempo kommen lassen“, lautet die Herausforderung. Markus Graskamp rechnet fest damit, dass eine besonders schnelle Stürmerin des FCN dabei ist: Jacqueline Baumgärtel, die in der Hinrunde neun Treffer für den FSV Gütersloh erzielte und dann einen Profivertrag in Nürnberg unterschrieb, kam in neun Einsätzen (davon fünf in der Startelf) bislang auf drei Tore für ihren neuen Verein.

Ligen und Wettbewerbe der Frauen: Erhöhte Schiri-Honorare ab Saison 2025/2026

Deutscher Fußball-Bund (DFB)

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auf seiner Sitzung am heutigen Freitag eine Anpassung der Schiedsrichter*innen-Honorare zur Saison 2025/2026 verabschiedet. Demnach werden die Honorare der Schiedsrichterinnen sowie der Schiedsrichter-Assistent*innen ab der kommenden Saison in den Ligen und Wettbewerben der Frauen angehoben. Damit folgt das DFB-Präsidium der Empfehlung des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses. Die Honorare der Schiedsrichterinnen der Google Pixel Frauen-Bundesliga werden künftig von 700 auf 1000 Euro, die der Schiedsrichter-Assistent*innen von 350 auf 500 Euro angehoben. Diese Anpassungen gelten auch für den Google Pixel Supercup der Frauen, den DFB-Pokal der Frauen bei Paarungen zwischen zwei Mannschaften aus der Google Pixel-Frauen-Bundesliga und für alle Spiele ab dem Pokalviertelfinale. Ebenfalls werden die Honorare der Schiedsrichterinnen der 2. Frauen-Bundesliga von 250 auf 350 Euro und die der Schiedsrichter-Assistent*innen von 125 auf 175 Euro angehoben. Auch diese Anpassungen gelten für Einsätze im DFB-Pokal der Frauen bis einschließlich dem Achtelfinale und bei Paarungen mit mindestens einer Mannschaft unterhalb der Frauen-Bundesliga. In diesem Fall wird auch das Honorar der Vierten Offiziellen von 125 auf 175 Euro erhöht. (Quelle: DFB.de)

DFB-Pokal: Medienrechte für Spielzeiten 2026/2027 bis 2029/2030 vergeben

DFB-Pokal-Krimi im Heidewald: Celina Baum im Duell mit Union Berlins Fatma Sakar. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Die ARD und Sky bleiben übertragende Livesender des DFB-Pokals der Männer und Frauen. Das ist das Ergebnis des durch den DFB durchgeführten offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibungsverfahrens für die nationalen audiovisuellen Medienrechte am DFB-Pokal, in dem die audiovisuellen Medienrechte am DFB-Pokal der Frauen erstmals in einem eigenen Bieterverfahren vergeben wurden. Der Erwerb der Rechte gilt ab der Spielzeit 2026/2027 bis einschließlich der Saison 2029/2030. Die Pay-TV-Rechte sowie Clip-Rechte an allen Spielen des DFB-Pokals der Männer erwirbt Sky und bildet damit exklusiv den Wettbewerb in seiner Gesamtheit ab. Unverändert werden auch im neuen Rechtezeitraum 15 Partien pro Saison frei empfangbar zu sehen sein. Sieben beziehungsweise acht Spiele überträgt die ARD im Ersten. Für das weitere Free-TV-Rechtepaket mit sieben beziehungsweise acht Spielen pro Saison hat der DFB in Absprache mit seinen Gremien kein eingegangenes Angebot angenommen. Der DFB wird nunmehr im Nachgang der Ausschreibung mit allen interessierten Marktteilnehmern Gespräche hinsichtlich einer Vergabe führen. Darüber hinaus haben ARD und ZDF die TV-Highlightrechte an allen Partien erworben. Weitere Highlightrechte erhielten der neue Partner RTL sowie DAZN und Sport1. Der kicker konnte sich erstmalig ein Clip-Rechtepaket sichern. „Feste des Fußballs mit riesiger Strahlkraft“ Die audiovisuellen Medienrechte zur Free-TV-Übertragung des DFB-Pokals der Frauen hat die SportA im Auftrag von ARD und ZDF erworben. Pro Saison wird dort in jeder der fünf Wettbewerbsrunden jeweils ein Spiel übertragen. Die Anzahl der im Free-TV übertragenen Begegnungen wird hierdurch mehr als verdoppelt. Pay-TV-Partner des DFB-Pokals der Frauen bleibt Sky, wo künftig elf Partien pro Saison live übertragen werden. Darüber hinaus wurden Clip-Highlightrechte an SportA, Sport1 und den kicker vergeben. DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Der DFB-Pokal bildet den Fußball in Deutschland in seiner ganzen Breite ab, er vereint die Amateure mit den Profis, nicht nur die Endspiele in Berlin und Köln sind Feste des Fußballs mit riesiger Strahlkraft. Für die Fußballfans in Deutschland freue ich mich, dass weiterhin eine Vielzahl von Spielen frei empfangbar sein wird und der DFB-Pokal der Frauen eine in dieser Form noch nie dagewesene mediale Präsenz erfahren wird.“ Dr. Holger Blask, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG, sagt: „Mein Dank geht an alle Teilnehmer der Ausschreibung. Das große Interesse von etablierten und in den Sportrechtemarkt einsteigenden Medienunternehmen belegt die Attraktivität der Wettbewerbe. Mit ARD, ZDF, Sky, Sport1 und DAZN setzen wir eine bewährte Zusammenarbeit fort. Darüber freue ich mich sehr, genauso wie über RTL und den kicker, die wir als neue Partner des DFB-Pokals begrüßen. Wir sind uns sicher, auch für das noch nicht vergebene Liverechtepaket eine attraktive Heimat zu finden.“ (Quelle: DFB.de)

Nach 13 Jahren und über 200 Spielen: Melanie Schuster verlässt den FSV Gütersloh

Bereits 13 Jahre im Verein: Melanie Schuster (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh verabschiedet sich zum Ende der laufenden Saison 2024/2025 von einer absoluten Leistungsträgerin und Identifikationsfigur: Melanie Schuster wird den Verein nach 13 Jahren verlassen. Die 28-jährige Defensivspezialistin hat den FSV über ein Jahrzehnt hinweg entscheidend mitgeprägt – sportlich wie menschlich. Schuster kam 2012 in die U17 des FSV Gütersloh und debütierte zwei Jahre später in der 2. Frauen-Bundesliga für die erste Mannschaft. Seitdem absolvierte die ehemalige deutsche Juniorinnen-Nationalspielerin wettbewerbsübergreifend 202 Pflichtspiele im Trikot des FSV. Vor rund drei Wochen zog sich „Melli“ Schuster im Training einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie des Innenmeniskus zu. Damit ist klar: Sie wird kein weiteres Spiel mehr für den FSV bestreiten. Mit ihrem Entschluss, den Verein zum Saisonende zu verlassen, endet eine Ära. Nach Shpresa Aradini verlässt damit nun eine zweite Vereinsikone den FSV. „Melli war über Jahre hinweg eine wichtige Säule unserer Zweitligamannschaft und unseres Vereins. Ihre Konstanz, Führungsqualität und Loyalität waren stets herausragend und wir werden sie vermissen“, sagt FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter. „Sie hat diesen Verein geprägt wie nur wenige andere. Danke, Melli!“ Der FSV Gütersloh bedankt sich bei Melanie Schuster für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Vereinstreue und ihre Vorbildfunktion auf und neben dem Platz. Für ihren weiteren Weg – sowohl sportlich als auch persönlich – wünscht ihr der gesamte Verein alles erdenklich Gute.

U16 des FSV Gütersloh kann den Spitzenreiter nicht gefährden

Die U16-Mannschaft des FSV Gütersloh. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Auch die U16-Mädchen des FSV Gütersloh haben es nicht geschafft, dem SC Westfalia Kinderhaus als unangefochtener Spitzenreiter der B-Juniorinnen-Westfalenliga die erste Saisonniederlage beizufügen. Das Team von Trainer Steffen Willmann und Co Andreas Weckheuer gelang es am 17. Spieltag auch nicht, dem designierten Meister das zweite Unentschieden abzuringen. Immerhin fiel die Niederlage mit 0:3 anders als im Hinspiel (0:13) diesmal moderat aus. Steffen Willmann war dennoch mit der Art und Weise des Auftritts in der Tönnies-Arena nicht wirklich zufrieden: „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Lediglich in der Anfangsphase der ersten Halbzeit, als Jolie Trömpert einmal aussichtsreich aber erfolglos zum Abschluss kam, ging vom FSV so etwas wie Torgefährlichkeit aus. Weitere potenzielle Umschaltmomente blieben ungenutzt. Die Gäste aus dem Münsteraner Norden dagegen machten aus ihren Chancen drei Tore in der 13., 18. Und 33. Minute. Im zweiten Durchgang gestaltete der FSV die Partie ausgeglichener und kassierte keinen weiteren Gegentreffer mehr, blieb aber selbst ohne nennenswerte Torchance. Größer sind die Chancen auf den siebten Saisonsieg für die auf Platz acht zurückgefallenen Gütersloherinnen in den nächsten vier Partien gegen Teams, die nicht zum Vorderfeld der Tabelle gehören. Den Auftakt bildet das Heimspiel am Sonntag, 11. Mai um 11 Uhr gegen den Tabellensiebten Herforder SV. FSV Gütersloh U16: Fahrmeyer – Reger (66. Öcal), Rehpöhler, Stienhans, Rödel – Micic (56. Bremke), Latton, Bayhan (41. Schwarz), Hölter, Combrink (66. Schoop) – Trömpert.

U17 des FSV Gütersloh triumphiert mit 4:0 beim Tabellenzweiten SGS Essen

FSV-Nachwuchsspielerin Johanna Braune (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Die B-Juniorinnen des FSV Gütersloh haben erneut bewiesen, dass sie zur Crème de la Crème in der Regionalliga gehören. Eine Woche nach dem 3:1-Heimsieg über den Tabellendritten Bayer Leverkusen feierte das Team von Cheftrainer Lukas Jäschke einen 4:0-Triumph beim Tabellenzweiten SGS Essen. Kurioserweise fiel der FSV im dichtgedrängten Führungssextett dennoch um einen Rang auf Platz sechs zurück, weil Borussia Mönchengladbach mit einem Kantersieg im Torverhältnis an den punktgleichen Gütersloherinnen vorbeizog. Lukas Jäschke war im Prinzip schon in der ersten Halbzeit mit der Leistung zufrieden: „Wir hatten ein deutliches Plus in puncto Ballbesitz und waren deutlich präsenter in den Zweikämpfen.“ Zu bemängeln hatte der FSV-Coach indes, dass Anna-Sophie Schindler, Greta Hohensee und Pauline Pfeiffer drei hundertprozentige Torchancen nicht verwerteten. So ging es nur mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause. Greta Hohensee hatte eine schöne Kombination in der 7. Minute erfolgreich abgeschlossen. „Sie hat in den letzten Wochen einen extremen Sprung gemacht“, lobte Jäschke die Entwicklung des Talents, das aktuell für das U16-Nationalteam nominiert ist. Nach der Pause drängte Essen auf den Ausgleich und bot dem FSV Gütersloh damit mehr Räume für ein forsches Offensivspiel. Greta Hohensee (44.) und Anna Stockmann (50.) erhöhten auf 3:0, bevor Hannah Leßner in der 63. Minute nach einem Foul an Hohensee per Elfmeter zum verdienten 4:0-Endstand traf. Für Gänsehaut sorgten zwei Einwechslungen von U16-Spielerinnen: Ab der 58. Minute debütierte Ina Kirjanow, und in der 66. Minute feierte Yumnah Lohnherr nach ganz langer Verletzungspause ihr Comeback. Weiter geht es für unseren Talentschuppen am Samstag, 10. Mai, um 14 Uhr mit einem Heimspiel in der Tönnies-Arena gegen den abstiegsbedrohten SV Fortuna Freudenberg. FSV Gütersloh U17: Wisznewski – Wesseler (58. Kirjanow), Rohden, Leßner – Braune, Schindler, Koerdt, Stockmann, Pollmeier (66. Lohnherr) – Hohensee, Pfeiffer.

Vereinsikone Shpresa Aradini beendet zum Saisonende ihre Karriere

Shpresa Aradini steht wie keine andere für den FSV Gütersloh. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Eine Ära geht zu Ende: Shpresa Aradini, eine der prägenden Figuren in der Vereinsgeschichte des FSV Gütersloh, wird nach dem Ende der laufenden Saison ihre Karriere als Fußballerin beenden. Die 30-jährige Offensivspielerin hatte sich zu Beginn der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen und feierte am 27. April in einem Zweitligaspiel gegen den SC Freiburg II ihr Comeback. Doch nach 15 Jahren intensiver, erfolgreicher und unvergesslicher Zeit im FSV-Trikot hat „Shpre“ nun beschlossen, ihre Fußballschuhe endgültig an den Nagel zu hängen. Aradini wechselte 2011 im Alter von 16 Jahren als Nachwuchsspielerin in die zweite Mannschaft des FSV, nachdem sie zuvor ein Jahr lang erfolgreich in der U17-Mannschaft des FSV gespielt hatte. Nur ein halbes Jahr später rückte sie in den Kader der ersten Mannschaft auf. Ihre beeindruckende Entwicklung gipfelte in drei Einsätzen in der 2. Frauen-Bundesliga und dem Aufstieg in die 1. Bundesliga zum Ende der Saison 2011/2012. Seitdem hat Aradini in wettbewerbsübergreifend 261 Spielen für den FSV Gütersloh auf dem Platz gestanden und sich zu einer absoluten Vereinsikone entwickelt. Über die Jahre war sie stets eine unverzichtbare Leistungsträgerin, eine Führungspersönlichkeit und eine Spielerin, die sowohl auf dem Feld als auch abseits davon durch ihre Loyalität und Hingabe herausstach. Ihre Rolle als Identifikationsfigur und Integrationshilfe für die jüngeren Spielerinnen ist nicht hoch genug zu würdigen. Aradini hat nicht nur sportlich, sondern auch menschlich Maßstäbe gesetzt und dem FSV Gütersloh über Jahre hinweg ein unverwechselbares Gesicht verliehen. „Es fällt uns schwer, eine so herausragende Spielerin und Persönlichkeit verabschieden zu müssen“, erklärt FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter. „Shpresa hat in ihrer Zeit beim FSV Gütersloh nicht nur unzählige Erfolge auf dem Platz erzielt, sondern den Verein auch in den Herzen der Fans und in der Region verankert. Wir danken ihr von ganzem Herzen für ihre unglaubliche Hingabe und ihren unermüdlichen Einsatz. Sie wird immer ein Teil unserer Geschichte und unserer FSV-Familie bleiben.“ Der FSV Gütersloh bedankt sich bei Shpresa Aradini für ihre Loyalität, ihre Aufopferung und ihren unermüdlichen Einsatz im Laufe der Jahre. Sie hat den Verein nicht nur sportlich, sondern auch menschlich bereichert und wird immer ein untrennbarer Teil des FSV Gütersloh bleiben. Wir wünschen ihr für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.

Abstieg des FSV Gütersloh nach 1:3-Niederlage in Ingolstadt besiegelt

FSV-Angreiferin Lucy Wisniewski im Zweitligaduell beim FC Ingolstadt. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Das Wunder bleibt aus, die „Mission Klassenerhalt“ ist gescheitert: 21 Jahre nach dem Aufstieg des FCG und 16 Jahre nach der Verselbständigung des FSV endet in zwei Wochen die Ära des Gütersloher Frauenfußballs in der 2. Frauen-Bundesliga. Durch die 1:3-Niederlage am Sonntag beim FC Ingolstadt und die gleichzeitigen Siege von Andernach und Bayern München II beträgt der Rückstand des Schlusslichts auf den rettenden 11. Tabellenplatz vor den beiden letzten Spielen gegen Nürnberg und Berlin unaufholbare sieben Punkte. „Am Ende stehen wir da, wo wir hingehören.“ Markus Graskamp, der das Himmelfahrtskommando im März für den entlassenen Cheftrainer Daniel Fröhlich übernommen hatte, blieb nur das bittere Eingeständnis, dass es für den FSV Gütersloh rein sportlich vorne und hinten nicht gereicht hat. Notwendig ist nun ein mit einem großen personellen Umbruch verbundener Neuanfang in der Regionalliga. Besonders bitter: Durch den Abstieg der „Ersten“ ist auch die „Zweite“, die sich bravourös den Klassenerhalt in der dritthöchsten Spielklasse gesichert hat, zum Zwangsabstieg verurteilt. Beim Tabellenachten FC Ingolstadt, der dem FSV schon im Hinspiel als damaliges Schlusslicht mit einem 6:0-Triumph in der Tönnies-Arena einen Wirkungstreffer versetzt hatte, konnten die Gütersloherinnen trotz eines guten Starts und einer frühen 1:0-Führung nichts gewinnen. FCI-Keeperin Anna-Lena Daum hatte sich den nassen Ball in der 4. Minute nach einem von Lea Bultmann getretenen Eckstoß ins eigene Tor gefaustet. Zunehmend übernahm Ingolstadt jedoch das Kommando und glich durch Emma Kusch in der 23. Minute zum 1:1 aus. Dass es bei Dauerregen mit diesem Resultat in die Pause ging, lag zum einen daran, dass FSV-Torhüterin Janne Krumme bei einem Distanzschuss von Kerstin Bogenschütz eine Glanzparade zeigte (35.) und dass Schiedsrichterin Marie-Theres Mühlbauer ein Strafraumfoul von Krumme an Pija Reininger (41.) nicht mit einem Elfmeter ahndete. Auf der anderen Seite vergab unser Team zwei Hochkaräter: Gizem Kilic köpfte den Ball in der 34. Minute nach einer Flanke von Lucy Wisniewski freistehend und unbedrängt aus fünf Metern über das Ingolstädter Tor.  Und in der 39. Minute scheiterte Paula Weber mit einem Strafstoß (nach Foul von Lisa Ebert an Ronja Leubner) an Torhüterin Daum. Markus Graskamp, der von vorneherein wegen ihrer Vorbereitung auf Abiturklausuren auf U19-Nationalspielerin Merle Hokamp verzichten musste, versuchte zur Pause die Defensive durch die Einwechslung von Chiara Tappe für Lea Bultmann zu verstärken. Doch das verhinderte den Doppelschlag durch Nina Penzkofer (51.) zum 2:1 und durch Pija Reiniger (58.) zum 3:1 nicht. Realistische Chancen, die Niederlage abzuwenden, hatte der FSV Gütersloh in der Folge trotz aller Bemühungen nicht mehr. FSV Gütersloh: Krumme – Schmidt, Tellenbröker, Stojan, Kappmeier (78. Zitzer) – Pagel (63. Preuß), Bultmann (46. Tappe), Weber, Wisniewski – Leubner (78. Krohne), Kilic (63. Gärtner). Im Aufgebot: Aradini, Rolle (Tw).

FSV U17 zieht mit 4:0-Sieg souverän ins Westfalenpokal-Finale ein

FSV-Nachwuchsspielerin Hannah Leßner (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Die U17-Talente des FSV Gütersloh sind nur noch einen Schritt von der Titelverteidigung im B-Juniorinnen-Westfalenpokal entfernt. Das Team von Lukas Jäschke, Daniel Schiewe und Elina Büttner qualifizierte sich mit einem ungefährdeten 4:0-Erfolg über den Regionalligakonkurrenten FC Iserlohn für das Finale des Wettbewerbs, das am 29. Mai stattfindet. Gegner in der Partie, die um 11 Uhr in der heimischen Tönnies-Arena ausgetragen wird, ist der DSC Arminia Bielefeld, der sich im anderen Halbfinale mit 7:0 gegen Fortuna Freudenberg durchsetzte. Im Vorjahr hatte der FSV den Pokal durch einen 8:1-Endspielsieg in Bielefeld gewonnen. In der aktuellen Regionalligatabelle belegen die beiden Finalisten die Plätze fünf (FSV) und vier (DSC). Der Tabellenachte aus Iserlohn war im Halbfinalspiel chancenlos. Immerhin ging das Defensivkonzept bis zur 36. Minute auf, denn so lange stand es 0:0. „Wir mussten Geduld aufbringen“, beschrieb Lukas Jäschke die Strategie, durch Verlagerungen Räume für Pässe in die Spitze zu schaffen. Das gelang einige Male, doch zunächst fehlte im letzten Drittel das Durchsetzungsvermögen. In der 36. Minute aber funktionierte es, als Greta Hohensee von der rechten Grundlinie aus nach innen passte und Mette-Mia Pollmeier zum 1:0 einschob. Spätestens mit dem 2:0 in der 61. Minute war die letzte Iserlohner Hoffnung auf eine Überraschung verflogen. Nach einer Pollmeier-Ecke war der Kopfball von Luljeta Dragaj gehalten worden, doch im Gewusel spitzelte Merle Rohden den Ball über die Torlinie. Bei konsequenter Chancenverwertung wäre ein noch höherer Sieg möglich gewesen. So aber beließ es der FSV bei zwei weiteren Treffern: Nach Vorarbeit von Friederike Ladage und Luljeta Dragaj erzielte Greta Hohensee in der 71. Minute das 3:0, und Lara Mehn stocherte den Ball in der 75. Minute nach einer Hohensee-Ecke via Pfosten und FCI-Keeperin zum 4:0 ins Tor. FSV Gütersloh U17: Kropp – Haag, Rohden, Leßner – Koerdt (68. Wesseler) – Braune (50. Ladage), Stockmann, Schindler, Pollmeier (63. Mehn) – Hohensee, Pfeiffer (50. Dragaj).

Zum Inhalt springen