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FSV Gütersloh 2009

Hohensee und Kropp mit U16-Nationalteam erfolgreich

FSV-Talente Greta Hohensee und Mirja Kropp bei der U16-Nationalmannschaft. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Zwei Talente des FSV Gütersloh sind aktuell mit dem deutschen U16-Nationalteam beim UEFA Development Tournament in Portugal aktiv. Dabei feierten Mirja Kropp und Greta Hohensee am Freitag den ersten Sieg. Beim 2:0-Erfolg über das Gastgeberteam in Luso stand Torhüterin Mirja Kropp in ihrem siebten U16-Länderspiel erneut in der Anfangself. Greta Hohensee wurde zum zweiten Mal eingewechselt und trug dazu bei, die 1:0-Pausenführung zum Endstand zu erhöhen. Zwei Tage zuvor war das Team von Bundestrainerin Sabine Loderer in Mealhada mit einer 2:3-Niederlage gegen Spanien in das Turnier gestartet. Dabei hatte die nach dem 1:2-Pausenrückstand eingewechselte Greta Hohensee ihr Debüt im U16-Nationaltrikot gefeiert und in der 56. Minute mit dem Ausgleich zum 2:2 gleich ihre Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt. Nachdem die Partie „Spitz auf Knopf“ (Loderer) stand, musste Deutschland, für das Mirja Kropp zwischen den Pfosten stand, in der 83. Minute den dritten spanischen Treffer hinnehmen. Das Turnier endet für die beiden Spielerinnen des FSV Gütersloh mit dem Spiel am Montag gegen Frankreich.

Highlight versüßt dem FSV Gütersloh den bitteren Abschied

Die FSV-Spielerinnen beim Warm-up. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Mit einem Spiel gegen Union Berlin begann die Saison für den FSV Gütersloh – und mit einem Spiel gegen Union Berlin endet sie auch. Doch nichts ist am Sonntag, wenn die Partie um 14 Uhr im Stadion An der Alten Försterei angepfiffen wird, noch genauso wie am Dienstag, 20. August 2024, als die Partie im Gütersloher Heidewaldstadion ausgetragen wurde. Seinerzeit trat der 1. FC Union als Aufsteiger zum Erstrundenspiel im DFB-Pokalwettbewerb beim etablierten Zweitligisten FSV an – und hatte Mühe und Glück, das packende Duell nach 120 Minuten und einem 2:2-Spielstand mit 6:4 im Elfmeterschießen zu gewinnen. In den Monaten danach aber entwickelte sich die Leistungskurve beider Teams diametral entgegengesetzt. Und so kommt es nun zu einem „Finale“, in das die Eisernen als Tabellenführer und feststehender Bundesliga-Aufsteiger und die Gütersloherinnen als Tabellenletzter und feststehender Absteiger gehen. Viel mehr als eine Statistenrolle trauen viele dem FSV nicht zu, zumal es für die Profitruppe aus Köpenick darum geht, den Gewinn des Meistertitels perfekt zu machen. Mit 59 Punkten liegt Union gleichauf mit dem 1. FC Nürnberg, hat aber das um zwölf Treffer klar bessere Torverhältnis. Apropos Tore: In ihren letzten drei Heimspielen (6:1, 4:0, 6:0) stillten die Berlinerinnen ihren Hunger mit hohen Siegen über Mönchengladbach, Ingolstadt und Sand. „Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht unter die Räder kommen“, weiß Markus Graskamp. Der FSV-Trainer kennt auch die individuelle Qualität im Team seiner Kollegin Ailien Poese: Kapitänin Lisa Heiseler führt die Torschützenliste der 2. Liga mit 19 Treffern an, Dina Orschmann hat schon zwölf Mal getroffen. „Unser Ziel ist es, ein ordentliches Spiel abzuliefern.“ Markus Graskamp wird seine Elf mit dem Auftrag aufs Feld schicken, „tief zu stehen und erstmal die eigene Hälfte zu verteidigen.“ Schon bei der jüngsten 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg hat der FSV seine Außenseiterrolle sehr achtbar interpretiert. Etwas anders als vor einer Woche in der Tönnies-Arena werden allerdings die Rahmenbedingungen sein. Die Partie findet im traditionsreichen, 22.012 Zuschauer fassenden Stadion An der Alten Försterei statt – und das womöglich vor ausverkauften Rängen. Im Vorfeld wurden mehr als 17.000 Karten verkauft, im Anschluss ist eine gemeinsame Saisonabschlussfeier mit dem Männerteam von Union organisiert. „Wenn sie aus dem Spielertunnel kommen und das Eisern Union-Lied ertönt, werden der einen oder anderen von uns schon etwas die Knie schlottern“, glaubt Markus Graskamp. Er hofft aber, dass die Kulisse letztlich auch die Gütersloherinnen eher motivieren und beflügeln wird, als dass es sie hemmt. Für Wehmut ist bei allen Beteiligten nach der Partie noch genug Zeit: Um zirka 15.45 Uhr endet am Sonntag nach 21 Jahren, 16 davon als eigenständiger FSV, die Ära von Zweitliga-Frauenfußball in Gütersloh. Ein Highlight versüßt den bitteren Abschied.

FSV-Torhüterin Sarah Rolle wechselt zum VfL Bochum

FSV-Torhüterin Sarah Rolle im Sky-Interview. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh gibt bekannt, dass Torhüterin Sarah Rolle zum Ende der laufenden Saison 2024/2025 den Verein verlassen und sich dem VfL Bochum anschließen wird. Die 25-jährige Schlussfrau, die seit ihrer Jugend beim FSV ausgebildet wurde, hat über Jahre hinweg eine prägende Rolle im Team gespielt. Sarah Rolle kam im Sommer 2015 in die U17 des FSV Gütersloh und gab bereits ein Jahr später ihr Debüt für die erste Mannschaft in der 2. Frauen-Bundesliga. Insgesamt absolvierte sie wettbewerbsübergreifend 194 Pflichtspiele für den FSV Gütersloh. Am Sonntag, den 11. Mai, verabschiedete sich Sarah Rolle im letzten Heimspiel der Saison gegen den 1. FC Nürnberg von den Fans und dem heimischen Publikum. Nach dem besiegelten Abstieg des FSV Gütersloh aus der 2. Frauen-Bundesliga hat sie sich entschieden, eine neue Herausforderung beim Zweitligisten VfL Bochum anzunehmen. Der FSV Gütersloh bedankt sich bei Sarah Rolle für ihre langjährige Treue und ihr Engagement und wünscht ihr alles Gute beim VfL Bochum sowie für ihre weitere Karriere.

Linna Hermsmeier für Lehrgang der U17-Nationalmannschaft nominiert

FSV-Nachwuchstorhüterin Linna Hermsmeier (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

FSV-Torhüterin Linna Hermsmeier wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für den kommenden Lehrgang der U17-Nationalmannschaft nominiert. Die Maßnahme findet vom 26. bis 29. Mai 2025 in Bremen statt. Hermsmeier gehört zum 25-köpfigen Kader, den U17-Nationaltrainerin Melanie Behringer für den viertägigen Lehrgang berufen hat. Im Rahmen der Maßnahme ist unter anderem ein Testspiel gegen die U15-Jungenmannschaft des SC Borgfeld geplant. Der FSV Gütersloh wünscht Linna Hermsmeier eine erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang.

DFB nominiert Hokamp und Krumme für Länderspiele gegen England und Frankreich

FSV-Talente Merle Hokamp und Janne Krumme. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Merle Hokamp und Janne Krumme vom FSV Gütersloh für den anstehenden Lehrgang der U19-Nationalmannschaft nominiert. Die beiden Spielerinnen gehören zum 24-köpfigen Aufgebot von U19-Nationaltrainer Michael Urbansky, das sich vom 25. Mai bis 4. Juni auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main versammeln wird. Im Rahmen des elftägigen Lehrgangs sind zwei Länderspiele vorgesehen. Die DFB-Juniorinnen treffen zunächst am Donnerstag, 30. Mai, um 12:00 Uhr auf die Auswahl Englands. Am Montag, 3. Juni, ebenfalls um 12:00 Uhr, folgt das Spiel gegen Frankreich. Beide Begegnungen finden auf dem DFB-Campus statt und sind öffentlich zugänglich. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Lehrgang dient der weiteren Entwicklung des Kaders nach der verpassten Qualifikation für die U19-Europameisterschaft. Merle Hokamp und Janne Krumme zählen seit längerem zum festen Kreis der U19-Nationalmannschaft und haben sich in den vergangenen Monaten im Team etabliert. Der FSV Gütersloh gratuliert beiden Spielerinnen zur Nominierung und wünscht ihnen einen erfolgreichen Verlauf des Lehrgangs.

Finale auf großer Bühne: FSV B-Juniorinnen kämpfen um den Westfalenpokal

Westfalenpokalsieger der B-Juniorinnen 2024: Die U17-Mannschaft des FSV Gütersloh. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Am Sonntag, den 1. Juni, erwartet die B-Juniorinnen des FSV Gütersloh ein echtes Highlight: Im traditionsreichen Dortmunder Stadion Rote Erde trifft der FSV-Nachwuchs im Finale des B-Juniorinnen-Westfalenpokals auf den DSC Arminia Bielefeld. Der Anstoß erfolgt um 11:45 Uhr – und das vor großer Kulisse, denn der Pokal-Showdown der Juniorinnen bildet den Auftakt zu einem historischen Doppelspieltag, der mit dem Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 im Frauen-Wettbewerb seinen Höhepunkt findet. Der FSV Gütersloh geht dabei als Titelverteidiger in das Endspiel. Im Vorjahresfinale konnte sich die Gütersloherinnen mit 8:1 gegen den Nachwuchs der Arminia durchsetzen. Für die U17-Talente des FSV Gütersloh ist der Auftritt im altehrwürdigen Stadion eine besondere Ehre – und eine großartige Gelegenheit, sich im Rahmen eines hochkarätigen Fußball-Events zu präsentieren. Zum ersten Mal in der Geschichte des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) finden die Pokal-Endspiele der Frauen und B-Juniorinnen am selben Tag und in derselben Spielstätte statt. Der Finaltag in Dortmund steht somit ganz im Zeichen des Frauen- und Mädchenfußballs und verspricht spannende Spiele und emotionale Momente. Das Endspiel gegen Arminia Bielefeld ist dabei nicht nur sportlich reizvoll, sondern auch ein echtes traditionsreiches Derby – genau wie das anschließende Duell der Erstvertretungen von Borussia Dortmund und Schalke 04 (Anstoß: 15:00 Uhr). Die Verantwortlichen des FLVW sowie die Finalvereine hoffen auf eine stimmungsvolle Kulisse und viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die beide Spiele begleiten. Informationen zum Ticketverkauf und zur möglichen Liveübertragung werden in Kürze über die offiziellen Kanäle veröffentlicht. Der FSV Gütersloh blickt mit Vorfreude auf den Finaltag – und setzt auf die Unterstützung seiner Fans beim großen Westfalenpokalfinale!

Aktion „Girls can KiK“ beim FSV Gütersloh wird zum großen Erfolg

Zum zweiten Mal beim FSV Gütersloh: Das „Girls can KiK“ Camp von Sporttotal und der Fussballschule Grenzland. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh war am Sonntag Gastgeber für das Trainingscamp „Girls can KiK“. Das Camp wird von Sporttotal gemeinsam mit KiK, Deutschlands größtem Textildiscounter und offiziellem „Presenting Partner“ der 2. Frauen-Bundesliga, sowie der Fußballschule Grenzland organisiert. Die „Girls can KiK“ Trainingscamps für Mädchen finden bei den Klubs der 2. Frauen-Bundesliga statt und sind an ein Heimspiel des jeweiligen Gastgebers gekoppelt ist. Nun fand es vor der Partie gegen den 1. FC Nürnberg zum zweiten Mal beim FSV Gütersloh statt. Bei herrlichem Sonnenschein fanden alle Beteiligten im Sportzentrum Süd beste Voraussetzungen für eine gelungene Aktion vor. Unter der professionellen Regie der Trainer Dirk van Koelen und Marc Holzinger von der Fußballschule Grenzland kamen 25 Mädchen zwischen 9 und 15 Jahren in den Genuss eines abwechslungsreichen Programms. Absolviert wurden kindgerechte, aber durchaus schon anspruchsvolle balltechnische Übungs- und Spielformen – wobei der Spaß klar im Vordergrund stand. Ein Highlight war die Speedmessanlage zur Ermittlung der Schussgeschwindigkeit. Natürlich waren die Kids von KiK kostenlos mit einem einheitlichen Fußball-Outfit und einer Trinkflasche ausgestattet worden. Auch für kostenfreie Verpflegung war gesorgt worden, und die Kinder und ihre Eltern erhielten kostenlosen Eintritt zum Zweitligaspiel in der Tönnies-Arena. Auf großen Anklang stieß bei den Mädchen der Besuch von zwei Spielerinnen des U17-Teams des FSV Gütersloh. Einen Tag nach ihrem 10:0-Sieg in der Regionalliga, der höchsten deutschen Spielklasse für B-Juniorinnen, standen Yumnah Lohnherr und Mette-Mia Pollmeier Rede und Antwort und gaben den Kindern einen Einblick in ihren persönlichen Werdegang sowie ihre Vorlieben und ihren Alltag als Fußballerinnen. Ganz besonders leuchteten die Augen der Camp-Teilnehmerinnen, als sie nach dem Zweitligaspiel auf den Platz durften und sich Autogramme holen und Fotos mit den FSV-Spielerinnen machen konnten. Dass die Partie gegen den Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg trotz der lautstarken Anfeuerung der Camp-Teilnehmerinnen mit 1:3 verloren gegangen war, änderte nichts am rundum positiven Fazit der Kinder und ihrer Eltern: „Eine tolle Aktion.“

U16 des FSV Gütersloh beim 1:1 gegen Herford nur eine Halbzeit stark

Antonia Hölter (rechts) und Dijana Micic im Einsatz für die U16 des FSV. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Im Kampf um den 6. Tabellenplatz in der B-Juniorinnen-Westfalenliga hat die U16 des FSV Gütersloh den ersten von fünf Chancen nicht vollständig genutzt. Gegen den Herforder SV, der die Wunschposition aktuell mit einem Punkt Vorsprung einnimmt, musste sich der Tabellenachte am Sonntag mit einem 1:1 zufrieden geben. Zur Pause führte der FSV durch ein Kopfballtor von Jolie Trömpert aus der 16. Minute verdientermaßen mit 1:0. Trainer Steffen Willmann sah eine gute Leistung seines Teams, das allerdings weitere Top-Möglichkeiten ungenutzt ließ. Im zweiten Durchgang ließen die Mädels aber viel von dem vermissen, was sie zuvor stark gemacht hatte. „Wir waren zu weit vom Gegner weg und haben die Konter schlecht ausgespielt“, bemängelte Willmann. Es kam, wie es kommen musste: Herford, bis dahin ohne große Torchance, glich in der 79. Minute zum 1:1 aus. „Nicht einmal unverdient“, wie Steffen Willmann konstatierte. Weiter geht die Punktejagd am Sonntag, 18. Mai, beim Tabellenvorletzten SuS Scheidingen. FSV Gütersloh U16: Wiszneweski – Krahner (41. Reger), Rehpöhler (69. Meier), Trömpert, Burstein (41. Rödel) – Hölter, Stienhans – Micic (51. Bremke), Schwarz, Combrink (67. Bayhan) – Latton.

FSV Gütersloh II verabschiedet sich im letzten Heimspiel mit 0:0 aus der Regionalliga

Birgitta "Biggi" Schmücker im Regionalliga-Duell gegen Vorwärts Spoho Köln. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Nach sieben Spielen ohne Sieg hatte sich das Regionalligateam des FSV Gütersloh II im Heimspiel gegen das abstiegsbedrohte Kellerkind Spoho Köln berechtigte Hoffnungen auf einen „Dreier“ gemacht. Am Ende blieb es indes bei einem torlosen 0:0. „Ein gerechtes Unentschieden“, befand Trainer Mark Oliver Stricker. Wie sich später herausstellte, reichte den zunächst leicht enttäuschten Kölnerinnen auch der eine Punkt zum Klassenerhalt. Unsere „Zweite“ rutschte auf Rang neun zurück, muss die Liga aber nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag beim 1. FC Köln U20 zwangsweise verlassen, weil die „Erste“ des FSV aus der 2. Bundesliga absteigt. Mark Oliver Stricker fand den Auftritt seines Teams in der ersten Halbzeit „in Ordnung“, was soviel heißt, dass es eine gute Leistung war. Im Verlauf des zweiten Durchgangs ließen bei seinen Spielerinnen aber die Kräfte nach, so dass sie das offensive Niveau nicht mehr ganz halten konnten. Ein leider erfolgloser Kopfball von Biggi Schmücker nach einer Ecke in der Schlussminute war die größte Chance zum Sieg. FSV Gütersloh II: Blome – T. Rother, Schmücker, Büttner – Koepke, Meynert (74. Marczak), Kammermann, Schön – Meier, Schmidt (45. Babic), Bartling (83. Walters).

Beim Heim-Abschied des FSV Gütersloh aus der 2. Frauen-Bundesliga fließen Tränen

Julia Gärtner in der Zweitligapartie gegen den 1. FC Nürnberg. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Dass im letzten Heimspiel des FSV Gütersloh in dieser Saison viele Tränen flossen, lag nicht an der 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg. Viel mehr endete für das gut 500 Zuschauer große Publikum in der Tönnies-Arena eine Ära von 21 Jahren, in denen Gütersloher Fußballerinnen zum Inventar der 2. Bundesliga gehörten. Kein anderer deutscher Verein hat mehr Spiele im Unterhaus bestritten als der 2009 selbständig gewordene Frauensportverein. Die meisten Spielerinnen werden den Verein nach dem bereits seit einer Woche feststehenden Abstieg in die Regionalliga verlassen. Transparente in der Arena huldigten etwa der „Legende“ Melanie Schuster, die seit 2012 ununterbrochen für den FSV aktiv war, oder der 2016 nach Gütersloh gekommenen Torhüterin Sarah Rolle. Auf Wunsch der Spielerinnen, die um eine Verabschiedung in einem internen Rahmen gebeten hatten, verzichtete der Verein auf die übliche öffentliche „Zeremonie“. Nicht nehmen ließen sich die Verantwortlichen indes, Shpresa Aradini auf großer Bühne zu würdigen. Die 30-Jährige trug die Hälfte ihres Lebens und in über 260 Pflichtspielen das FSV-Trikot. Gerade wieder genesen von ihrem zweiten Kreuzbandriss durfte die Stürmerin das Team am Sonntag gegen Nürnberg als Kapitänin aufs Feld führen. Nachdem sich das gesamte Team bereits in roten Shirts mit ihrer Rückennummer 17 aufgewärmt hatte, würdigten Sprecher Wolfgang Temme und Geschäftsführer Michael Horstkötter die Verdienste von „Shpre“ und überreichten ihr unter Tränen ein weißes FSV-Trikot mit Namenszug. Und als Aradini in der 56. Minute ausgewechselt wurde, bildete das gesamte Team unter dem Applaus der Zuschauer ein Spalier. „Danke für eine supergeile Zeit“, sagte die Angreiferin, die wegen ihrer erstklassigen Leistung, aber über all die Jahre auch als Kämpferherz und Stimmungskanone eine Führungsfigur und ein Vorbild war. „Die Leidenschaft, die ich mit reingebracht habe, habe ich auch euch zu verdanken“, sagte sie nach dem Schlusspfiff im Mannschaftskreis. Zum Abschied besonders herzlich umarmt wurde die mit albanischen Wurzeln in Wadersloh aufgewachsene Shpresa Aradini schon auf dem Platz von der Nürnbergerin Medina Desic. Die montenegrinische Nationalspielerin hatte den „Club“ unmittelbar vor Aradinis Auswechslung mit 2:1 wieder in Führung geschossen, nachdem sie bereits in der 15. Minute das 0:1 erzielt hatte. Der Bundesliga-Aufsteiger, angefeuert vom trommelnden und Fahnen schwenkenden Fanclub auf der Tribüne, sah sich in der ersten Halbzeit einem Tabellenletzten gegenüber, der sich durchaus als wehrhaft erwies. Die Taktik von Markus Graskamp und Christopher Hankemeier, die hinteren Räume mit einer 5-4-1-Formation zu verdichten, die Nürnbergerinnen erst jenseits der Mittellinie zu bekämpfen und dann offensive Nadelstiche zu setzen, ging recht gut auf. Die erstmals von Beginn an spielenden Hanna Krohne und Julia Gärtner kamen mehrfach aussichtsreich in den FCN-Strafraum. Den 1:1-Ausgleich in der 26. Minute erzielte allerdings Defensivakteurin Lea Bultmann. Sie war passend in einen Diagonalball von Rechtsverteidigerin Nele Schmidt gestartet, dann aber im Eins-gegen-Eins an Torhüterin Hannah Etzold gescheitert. Der hoch abprallende Ball landete jedoch wieder bei Bultmann, die ihn aus zehn Metern im Nürnberger Tor versenkte. Die Partie ging mit unentschiedenem Zwischenstand in die Halbzeitpause, weil Sarah Rolle, die zum Abschied noch einen Einsatz erhielt, in der 36. Minute ganz stark gegen Julia Pollak rettete. „Rollo“ war auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zweimal auf dem Posten, doch das 1:2 durch die erneut schön freigepasste Medina Desic in der 55. Minute konnte die 25-Jährige nicht verhindern. „Schade, der zweiten Gegentreffer kam zu früh“, bedauerte Markus Graskamp. Der Cheftrainer musste dann erleben, dass sein Team, in das nun U19-Nationalspielerin Merle Hokamp und Lucy Wisniewski eingewechselt wurden, keine wirkliche Chance mehr auf den erneuten Ausgleich bekam. Auf der anderen Seite traf Meret Günster noch zum 1:3 (68.), aber mehr ließ der FSV nicht zu. Auch die in der 80. Minute für den 1. FC Nürnberg ins Spiel gebrachte Ex-Gütersloherin Jacqueline Baumgärtel kam zu keinem Abschluss. „Wir haben es Nürnberg so schwer wie möglich gemacht – das war unser Ziel“, sagte Markus Graskamp und rief seinen Spielerinnen zu: „Obwohl wir verloren haben, brauchen wir heute nicht enttäuscht zu sein.“ Die letzte Chance, die rote Laterne noch abzugeben und gleichzeitig in das Titelrennen einzugreifen, hat der FSV Gütersloh am kommenden Sonntag in Berlin. Die Partie beim Spitzenreiter 1. FC Union findet im Stadion an der Alten Försterei vor einer Kulisse von wahrscheinlich über 20.000 Zuschauern statt. FSV Gütersloh: Rolle – Schmidt (75. Pagel), Tappe, Tellenbröker, Stojan, Kappmeier – Krohne (56. Hokamp), Leubner (78. Weber), Bultmann (74. Bultmann), Gärtner – Aradini (56. Wisniewski). Im Aufgebot: Kilic, Zitzer, Krumme (Tw). 1. FC Nürnberg: Etzold – Senelius (80. Baumgärtel), Mailbeck (39. Günster), Fröhlich – Salfelder (40. Meroni), Guttenberger, Brengel, Pollak (60. Brunmair) – Scholz, Desic (79. Felix), Lein. Im Aufgebot: Kerim-Lindland, Icier (Tw). Schiedsrichterin: Antonia Tucholski (Bremen); Gelbe Karten: Wisniewski – Senelius. Zuschauer: 530. Ecken: 1:6 (1:2); Chancen: 2:5 (2:2). Tore: 0:1 (15.) Desic, 1:1 (26.) Bultmann, 1:2 (55.) Desic, 1:3 (68.) Günster.

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