FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

Drei Winterzugänge für die U16 des FSV Gütersloh

Lena Catarina Latton, Romy Reger und Lina Sophie Winter verstärken die U16 des FSV. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Die U16-Mannschaft des FSV Gütersloh begrüßt drei neue Spielerinnen, die ab der Rückrunde in der B-Juniorinnen-Regionalliga West auflaufen werden. Lena Catarina Latton wechselt vom TuS Germania Lohauserholz-Dalberg zum Verein, während Romy Reger (C-Jugend des VfL Sassenberg) und Niedersachsen-Auswahlspielerin Lina Sophie Winter mit einem Zweitspielrecht für den FSV Gütersloh spielen dürfen. Der FSV Gütersloh begrüßt die drei Nachwuchstalente recht herzlich und wünscht ihnen viel Erfolg für bevorstehenden Aufgaben.

Geschwächter FSV verabschiedet sich mit Heimniederlage in die Winterpause

FSV-Akeurin Shepresa Aradini im Duell gegen den Hamburger SV. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Gebeutelt von einer Krankheitswelle hat sich der FSV Gütersloh mit einer Ergebniskrise in die Winterpause der 2. Frauen-Bundesliga verabschiedet. Das arg dezimierte und gesundheitlich angeschlagene Team von Cheftrainerin Britta Hainke und Trainer Sammy Messalkhi verlor das letzte Hinrundenspiel gegen den Hamburger SV mit 0:3. Es war nach dem 0:4 gegen den SC Sand und dem 1:4 beim FC Bayern München II die dritte klare Niederlage in Folge. In der Tabelle fiel der wegen des prächtigem Saisonstarts als Aufstiegskandidat gehandelte FSV auf Rang acht zurück. „Wir müssen zusehen dass wir stabil werden und überhaupt wieder punkten“, sagte Hainke angesichts des Abwärtstrend in der Tabelle. Bei den Aufsteigerinnen aus Hamburg herrschte dagegen eitel Freude. Sie feierten vor ihrem lautstarken Anhang in der Tönnies-Arena den Herbstmeistertitel. Einer, der auf dem Platz in seiner typischen Unaufgeregtheit mitfeierte, war Horst Hrubesch. Der Bundestrainer, seit 2020 als Nachwuchsdirektor eine Triebfeder für das Comeback des HSV auf der Frauenfußball-Bühne, hatte sich an der Stadionkasse nicht als Funktionär ausgewiesen, sondern eine normale Tageskarte gekauft. Natürlich blieb er nicht unerkannt. Nachdem der 72-Jährige vor dem Anpfiff zahlreiche Autogramm- und Selfie-Wünsche vor allem von jugendlichen Fans erfüllt hatte („Horst, können wir ein Foto machen?“), verfolgte er die Partie auf der Tribüne neben Lena Goeßling sitzend. Die Ex-Gütersloherin und 106-fache Nationalspielerin hatte vergangene Woche mit Merle Hokamp das 16-jährige Toptalent des FSV unter die Fittiche der Agentur genommen, für die sie inzwischen als Spielerberaterin tätig ist. „Das Spiel war nach sieben Minuten entschieden, und dann haben sie es nicht mehr losgelassen.“ Der Kommentar von Horst Hrubesch nach dem Schlusspfiff war im Prinzip richtig, wobei die zeitliche Bemessung sogar nach großzügig war. Seine Hamburgerinnen führten nämlich schon nach vier Minuten mit 2:0. Beim ersten Tor in der 2. Minute hatte Nele Schmidt den Ball in einer brenzligen Situation an der linken Außenseite erst stark erobert, dann aber einen Blackout-Pass in den Strafraum genau vor die Füße von Larissa Mühlhaus gespielt. Beim zweiten Tor war Lisa Baum bei einer vom FSV nicht verhinderten Hereingabe von der rechten Abwehrseite am kurzen Pfosten mit der Fußspitze zur Stelle. Beide Male holte Leah Blome den Ball aus dem Netz. Die 17-Jährige, bisher lediglich einmal in der Schlussphase eingewechselt, feierte ihr Startelfdebüt im FSV-Tor. Nötig war das, weil Stammkeeperin Sarah Rolle wegen Corona ausgefallen war und damit das „Lazarett“ auf sieben Spielerinnen angewachsen war. Eigentlich hätte mit Ronja Leubner eine achte Spielerin pausieren müssen, doch die von einem Infekt geschwächte 19-Jährige probierte es zunächst, um dann einzusehen, dass die Kraft nicht reicht. Zu kompensieren versuchte das Trainerteam die Personalprobleme durch die erstmalige Nominierung von Leandra Kammermann und Janne Krumme für das Zweitliga-Aufgebot. Auf der Bank saßen mit Johanna Burholz, Olivia Zitzer und Janne Krumme zudem drei Spielerinnen, die noch keinen Zweitligaeinsatz hatten. Vor allem aber feierte mit Paula Reimann eine Spielerin ihr sofortiges Comeback in der Anfangself, die monatelang wegen gesundheitlicher Probleme pausiert hatte. „Es kam etwas überraschend, ich habe nicht eine einzige Woche durchtrainiert“, staunte die 21-jährige selbst ein wenig, dass sie erst im Mittelfeld und dann in der Innenverteidigung 90 Minuten durchhielt und dabei eine der besten Gütersloherinnen war. Den Spielverlauf und die Niederlage fasste Paula Reimann wie folgt treffend zusammen: „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und hatten zu viele Ballverluste. Es hat vorne und hinten nicht gepasst.“ Angesichts der personellen Ausgangslage und der beiden frühen Nackenschläge fand es Britta Hainke „beeindruckend, dass wir nicht eingebrochen sind und nicht deutlich höher verloren haben.“ Tatsächlich hatte der FSV durch Marie Schröder (16.), die aus spitzem Winkel an HSV-Torfrau Jolina Zamorano scheiterte, sowie Jacqueline Baumgärtel (21.), die eine Schröder-Hereingabe nur knapp verpasste, sogar zwei Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Und auch nach dem 0:3, einer im langen Eck landendenden 40-Meter-Freistoßhereingabe, von der sich Leah Blome überraschen ließ, ließ sich das Team nicht hängen. Blome bewies mit zwei ganz glänzenden Aktionen gegen die herausragend starke HSV-Mittelstürmerin Melina Krüger (35., 85.) ihr Potenzial. Zu einem Ehrentreffer für unser bemühtes, aber nur selten bis in den Strafraum vordringendes Team reichte es nicht. Einen satten 18-Meter-Schuss von Lea Bultmann wehrte Jolina Zamorano mit einer Parade ab (80.), und ein Kopfball von Lilly Stojan nach dem ersten Gütersloher Eckstoß in der 87. Minute wurde kurz vor der Torlinie geklärt. Nach einer Weihnachtspause bitten Britta Hainke und Sammy Mesalkhi die Spielerinnen am 5. Januar 2024 wieder zum Training. Die Rückrunde der 2. Frauen-Bundesliga startet für den FSV am 18. Februar bei der im Hinspiel mit 2:0 besiegten U20 von Eintracht Frankfurt. FSV Gütersloh: Blome – Baum, Schmidt (89. Zitzer), Hokamp (56. Bultmann), Deppe – Tellenbröker – Leubner (46. Wahle), Reimann, Aradini – Schröder (79. Stojan) , Baumgärtel. Im Aufgebot: Kammermann, Burholz, Kappmeier, Krumme (Tw). Hamburger SV: Zamorano – Braun, Hirche, Dönges – Sierra (46. Profé), Stoldt (90.+1. Schittek), Stöckmann, Schulz (58. Marquardt), Baum (71. Woelki) – Mühlhaus (90.+1 Fischer), Krüger. Im Aufgebot: Böhler, Günther, Raab, Thomas (Tw). Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Bochum). Gelbe Karte: Baum (FSV). Zuschauer: 374. Tore: 0:1 (2.) Mühlhaus, 0:2 (4.) Baum, 0:3 (31.) Mühlhaus.

Comeback des Jahres: Aufsteiger Hamburger SV überrascht die 2. Frauen-Bundesliga

Zweitrundenduell im DFB-Pokal der 2021/22 zwischen dem Hamburger SV und dem FSV Gütersloh. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Vielleicht ist es das Comeback des Jahres im deutschen Frauenfußball. Elf Jahre nach dem wirtschaftlich begründeten freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga (2012) schickt sich der Hamburger SV an, ins Oberhaus zurückzukehren. Und das im direkten Durchmarsch, denn erst im Juni gelang in der Relegation der Regionalligameister gegen Viktoria Berlin der Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga. Es war der vorläufige Höhepunkt im Prozess des Umdenkens, der beim Traditionsklub eingesetzt hatte, als die Frauen von 2016 bis 2019 in der Versenkung der viertklassigen Verbandsliga verschwunden waren. Maßgeblich beteiligt an dieser Entwicklung ist im übrigen niemand anderes als der aktuelle Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch, der seit 2020 als Nachwuchsdirektor beim HSV fungiert. Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt gewannen die U17-Juniorinnen den deutschen Meistertitel. „Das war ein erstes Ausrufezeichen, dass sich die strukturelle Arbeit der zurückliegenden Jahre auszahlt“, sagte Marwin Bolz kürzlich in einem auf dfb.de veröffentlichten Interview. Der 25-Jährige, zuvor Co-Trainer und U17-Coach, war nach dem Aufstieg und der überraschenden Trennung von Lewe Timm zum neuen Cheftrainer befördert worden. Von der herausragenden Nachwuchsarbeit profitiert jetzt auch das Frauenteam. Nicht weniger als 18 Spielerinnen, die schon als Juniorinnen für den Hamburger SV aktiv waren, gehören jetzt zum Zweitligakader. Trugen zur Blütezeit Spielerinnen wie Almuth Schult, Kim Kulig, Carolin Simon und Lena Petermann das Trikot mit der Raute, ist nun Sarah-Vanessa Stöckmann als Kapitänin die erfahrenste Akteurin. Die 30-Jährige Verteidigerin ist hierzulande keine Unbekannte, denn von 2015 bis 2017 spielte sie mit dem SV Henstedt-Ulzburg bereits vier Mal in der 2. Frauen-Bundesliga gegen den FSV Gütersloh. Nicht das erste Mal beim FSV zu Gast ist auch Lotte Raab. Die 17-Jährige nahm im Januar mit dem Eimsbütteler TV am Gütersloher Hallenmasters für B-Juniorinnen teil und sicherte sich die Torjägerkanone, bevor sie im Sommer vom HSV verpflichtet wurde. Obwohl Carla Morich, die Top-Torjägerin des Aufstiegsteams, seit August wegen einer schweren Knöchelverletzung ausfällt, bildet die Offensive das Prunkstück in der laufenden Saison. 17 Gegentore sind nur der achtbeste Ligawert, doch 29 geschossene Tore stellen die Höchstmarke dar. Mit Larissa Michelle Mühlhaus (8) und Dana Celine Marquardt (7) führen zwei Hamburgerinnen die Torjägerliste an. Vom 7. bis zum 10. Spieltag führte der Aufsteiger die Tabelle an, bis ihn zwei Niederlagen in Potsdam (0:2) und gegen Bayern München II (1:4) die Spitzenposition kostete. Zuletzt wendete das Team mit einem 1:1 im Heimspiel gegen die SG 99 Andernach den Verlust der Aufstiegsposition ab. Weil Melina Müller in der 80. Minute den 0:1-Rückstand noch egalisierte, blieb der HSV mit 23 Punkten Tabellenzweiter. Auch im laufenden DFB-Pokal untermauerte der Hamburger SV seine Ambitionen auf die Rückkehr zur Erstklassigkeit. Durch Siege beim ATS Buntentor (4:1) und vor 19.710 Zuschauern am Millerntor gegen den Regionalligisten FC St. Pauli (7:1) qualifizierte sich der Finalist von 2002 (0:5 gegen den 1. FFC Frankfurt) für das Achtelfinale. Hier erwies sich vor drei Wochen der Bundesligist Bayer Leverkusen mit 0:4 jedoch als zu stark. Apropos Pokal: In diesem Wettbewerb fanden die beiden letzten Begegnungen zwischen HSV und FSV statt. 2019 gewann Gütersloh das Zweitrundenspiel nach Elfmeterschießen mit 7:6, im September 2021 schied Gütersloh mit einer 3:4-Niederlage nach Elfmeterschießen aus.

Lea Bultmann im Porträt: Verwaltungsexpertin besteht Herausforderung

FSV-Defensivallrounderin Lea Bultmann (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Sich mit den Spielerinnen des FSV Gütersloh zu beschäftigen, bedeutet auch einen Zugewinn an geographischem Wissen. Oder sagen Ihnen die Ortsnamen Haßbergen und Büppel etwas? Lea Bultmann könnte viel darüber erzählen, denn es waren Stationen ihrer Karriere als Fußballerin, bevor sie im Sommer in den Zweitligakader des FSV wechselte. Begonnen hat die Geschichte der heute 22-Jährigen in Nienburg an der Weser, wo sie am 2. Juli 2001 geboren wurde. Als Tochter einer Schwimmerin und eines Fußballers war ihr der Sport in die Wiege gelegt. Zwischenzeitlich probierte sie es mal mit Tischtennis, doch dann setzte sich der Fußball durch. Über Freunde war sie schon in ganz jungen Jahren zum Sportclub in Haßbergen gekommen, einer 1.800-Einwohner-Gemeinde gut 10 Kilometer nördlich von Nienburg. Hier spielte sie durchweg bei den Jungen („Das war für meine Entwicklung positiv“), fiel den Talentspähern aber auch in der niedersächsischen U14-Mädchenauswahl auf. Mit 15 wagte sie den Wechsel zu Werder Bremen, wo sie zwei Jahre lang eine der Leistungsträgerinnen im U17-Bundesligateam war. Die knapp 70 Kilometer legte sie bevorzugt mit dem Zug zurück. Der Traum von der Frauen-Bundesliga flackerte auf, als sie in der Saison 2018/2019 mit Werder II eine starke Regionalligasaison spielte, die Meisterschaft gewann (ohne aufsteigen zu dürfen) und einmal pro Woche im Bundesligakader mittrainieren durfte. Letztlich blieb es beim Schnuppern an der „Ersten“, und nach insgesamt 37 Regionalligaspielen (mit neun Toren) endete im Sommer 2020 ihre fußballerische Zeit in der Hansestadt. Es folgte der Wechsel zum benachbarten Regionalligisten TV Jahn Delmenhorst. Auf die nach vier Spielen abgebrochene Corona-Saison folgte eine weitere Spielzeit mit 22 Einsätzen, bis sich Auflösungserscheinungen ergaben. Und jetzt kam der TuS Büppel ins Spiel. Weil sie nach dem Abitur in Nienburg nach Bremen gezogen war und eine Ausbildung bei der Stadt zur Verwaltungsfachangestellten begonnen hatte, gab es nicht viele Möglichkeiten, auf gehobenem Niveau weiter Fußball zu spielen. „Büppel war im Prinzip meine letzte Option“, lacht Lea Bultmann und schildert, welcher Ruf dem Regionalligaklub aus dem 2.373 Einwohner kleinen Stadtteil von Varel (Landkreis Friesland, direkt am Jadebusen gelegen) vorauseilte: „Die galten als Holzfußtruppe, die nur lange Bälle spielt und wo jeder aus dem Dorf kommt.“ Mit Bultmann strafte das Team dem Image Lügen und beendete die Saison 2022/2023 auf dem starken 5. Tabellenplatz. „Ich bin froh, dass ich den Schritt gemacht habe“, sagt die Defensiv-Allrounderin rückblickend. Erfolgreich war sie auch in beruflicher Hinsicht. Sie beendete die Ausbildung und entschloss sich, in einem anderen Bundesland als Bremen zu studieren. Letztlich wählte sie die Stadt Bielefeld, ihr neuer Wohnort, wo sie im September ein duales Studium „Allgemeine Verwaltung“ begann. „Mein Ziel ist es nicht, Bürgermeisterin zu werden“, sagt Lea Bultmann und nennt Finanzen und Ordnung als denkbare Bereiche, in denen sie sich nach dem dreijährigen Bachelor-Studium als Beamtin sieht. Ein trockener Job? „Denkt man immer, ist es aber nicht“, kontert sie. „Man ist nah dran an den Menschen, kriegt Einzelschicksale mit und hat Verantwortung für Bürgerinnen und Bürger“, beschreibt sie den Reiz dieses Berufes. Die Vereinbarkeit mit dem Leistungssport in Gütersloh war bisher kein Problem, denn es läuft eine reine Studienphase an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung am Stadtholz. Ändern wird sich das im neuen Jahr, wenn ihr die erste Praxisphase eine wöchentliche Arbeitszeit von 41 Stunden abverlangt. „Ich bin mal gespannt, wie das wird“, sagt Lea Bultmann, die sich für die Fahrten zum Training nach Rheda mit weiteren Bielefelderinnen (Lena Strothmann, Emilia Deppe, Maren Tellenbröker) zusammentut. Dass sie ihre Laufbahn nicht etwa beim örtlichen Regionalligisten DSC Arminia fortsetzte, sondern beim Zweitligisten FSV Gütersloh, wo sie im Winter ein dreitägiges Probetraining absolvierte, hat mit ihrem grundsätzlichen sportlichen Ehrgeiz zu tun: „Ich musste an das kleine Mädchen in mir denken, das immer das Ziel hatte, höher zu spielen.“ Sie nahm die Herausforderung an und zog durch: „Ich stoße Tag für Tag an meine Grenzen, aber das weckt den inneren Schweinehund in mir.“ Trotz allem Ehrgeiz steckte sie die persönlichen Erwartungen nicht allzu hoch: „Ich hatte mich darauf eingestellt, eine halbe Saison nur auf der Bank zu sitzen und meine Entwicklung im Training zu machen.“ Tatsächlich kam Lea Bultmann bisher in allen zwölf Meisterschaftsspielen zum Einsatz, zweimal sogar von Anfang an. Neben dem Regionalliga-Titelgewinn in Bremen zählt sie deswegen ihre erste Einwechslung beim Auftaktsieg über Frankfurt und das Startelf-Debüt gegen Potsdam zu den Highlights ihrer Karriere. Und letzten Sonntag kam in München auch noch ihr erstes Pflichtspieltor für den FSV hinzu, das sie wegen der 1:4-Niederlage allerdings kaum bejubeln mochte. Mit dem HSV trifft Lea Bultmann am Sonntag auf einen alten Bekannten. In der vergangenen Saison zog sie mit dem TuS Büppel zweimal klar den Kürzeren (0:5, 0:6) gegen den überlegenen Regionalligameister. Mit ihrer körperlichen Spielweise im Mittelfeld verfügt sie vielleicht genau über die Qualitäten, die der FSV braucht, um die offensivstarken Hamburgerinnen zu stoppen.

FSV-Trio erhält Nominierung für DFB-Wintertrainingslager im spanischen Sotogrande

FSV Gütersloh 2009 x Deutsche Fußball-Bund (DFB)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird vom 4 bis 14. Januar 2024 im spanischen Sotogrande ein Wintertrainingslager für seine Juniorinnen-Nationalmannschaften abhalten. Zu den nominierten Spielerinnen gehören auch drei Spielerinnen des FSV Gütersloh. Janne Krumme, Torhüterin des FSV U17-Teams, und Merle Hokamp aus dem FSV-Zweitligateam gehören zum 26-köpfigen Aufgebot der deutschen U17-Nationalmannschaft. Nationaltrainerin Sabine Loderer setzt somit erneut auf die beiden FSV-Spielerinnen, die im September 2023 gegen England ihr U17-Länderspieldebüt feiern durften. Die U17-Nationalmannschaft wird im Rahmen des Wintertrainingslagers ein Länderspiel gegen die U17 Spaniens bestreiten. Die Partie wird am 11. Januar 2024 um 11:30 Uhr im Marbella Football Center stattfinden. Neben der U17-Nationalmannschaft wird auch die U16 des DFB im gleichen Zeitraum das Wintertrainingslager in Sotogrande beziehen. Zum Aufgebot von U16-Nationaltrainerin Melanie Behringer gehört auch FSV-Nachwuchstorhüterin Linna Hermsmeier, die auf Abruf bereitsteht. Beide DFB-Teams werden ihr Quartier im gleichen Hotel beziehen und auf dem Gelände des Santa Maria Polo Club trainieren. Der FSV Gütersloh gratuliert den nominierten Spielerinnen und wünscht ihnen viel Erfolg beim DFB-Wintertrainingslager in Spanien.

FSV Gütersloh startet Weihnachtsspendenaktion für Mütter in Not

Starker Zusammenhalt auf und abseits des Fußballplatzes. (Foto: Marina Brüning / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh verkündet mit Freude eine besondere Weihnachtsspendenaktion, die dazu dient, Frauen und Müttern in Not während der festlichen Jahreszeit beizustehen. Spielerinnen, Trainer*innen, Funktionäre und der Vorstand des Vereins werden sich gemeinsam engagieren, um bedürftigen Müttern ein wenig Licht und Unterstützung zu schenken. Die gesammelten Spenden werden dem „WDR 2 Weihnachtswunder“ zugeführt, welches Teil der großen Charityaktion „Der Westen hilft“ ist. Das diesjährige Ziel des WDR 2 Weihnachtswunders lautet „Gemeinsam für Mütter in Not“. Die Spenden fließen durch die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ in fast 40 Projekte weltweit. Neben dem Engagement des Vereins ruft der FSV Gütersloh auch Fußballfans dazu auf, sich an dieser Spendenaktion zu beteiligen. Das Heimspiel in der 2. Frauen-Bundesliga zwischen dem FSV Gütersloh und dem Hamburger SV am kommenden Sonntag, den 17. Dezember (14:00 Uhr), wird ganz im Zeichen der Weihnachtsspendenaktion stehen. Für jedes verkaufte Tagesticket dieses Spiels wird ein Euro in den Spendentopf fließen. Der FSV Gütersloh möchte alle Menschen herzlich dazu ermutigen, am kommenden Sonntag in die Tönnies Arena zu kommen und durch ihren Besuch einen Beitrag zu dieser Weihnachtsspendenaktion zu leisten. Gemeinsam können wir in der festlichen Zeit Gutes tun und Mütter in Not unterstützen. Der Verein dankt bereits im Voraus allen, die sich an dieser Aktion beteiligen und somit einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft leisten.

FSV Gütersloh leistet sich 1:4-Ausrutscher auf dem FC Bayern Campus

FSV-Mittelfeldspielerin Ronja Leubner im Spiel gegen den FC Bayern München II. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Der Kunstrasenplatz auf dem FC Bayern Campus, wohin das Spiel wegen der winterlichen Verhältnisse in München verlegt worden war, war vom Schnee geräumt. Und doch leistete sich der FSV Gütersloh am Sonntag einen Ausrutscher. Das als Tabellenvierter angereiste Team kassierte bei der auf einem Abstiegsplatz liegenden U20 des FC Bayern eine 1:4-Niederlage und fiel am 12. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga auf Rang sieben zurück. Das einzig Positive: Weil auch andere Favoriten patzten, gehen die Gütersloherinnen mit nur einem Rückstand von vier Punkten auf einen Aufstiegsplatz in das Hinrundenfinale am kommenden Sonntag gegen den zweitplatzierten Hamburger SV. Zu konstatieren ist allerdings, dass es für unser Team nach dem guten Saisonstart (neun Punkte aus drei Spielen) nicht mehr optimal läuft: In den letzten neun Partien gab es nur noch zwei Siege und zehn Punkte. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, und München war gnadenlos effektiv“, fasste Cheftrainerin Britta Hainke die enttäuschend verlaufene Partie zusammen. Schon die personellen Voraussetzungen für die Reise nach München, die am Samstag von einer Trainingseinheit in der Kunstrasenhalle der SpVgg Greuther Fürth unterbrochen wurde, waren nicht gut. Mit Lena Strothmann und Jacqueline Baumgärtel fehlten zwei erkrankte Stürmerinnen. Andere Spielerinnen mussten auflaufen, obwohl sie noch angeschlagen (Nele Schmidt, Maren Tellenbröker, Celina Baum) oder kräftemäßig noch nicht wieder bei hundert Prozent waren wie Ronja Leubner oder Lilly Stojan. So feierte die Tunesierin Hanna Hamdi direkt im Anschluss an ihre strapaziöse Länderspielreise in den Kongo ihr Startelf-Debüt als Angreiferin. Umso erstaunlicher war, dass der FSV mit voller Power in die mit 17-minütiger Verspätung angepfiffene Partie – Bayern München musste auf Geheiß der Schiedsrichterin die Trikots wechseln – startete. Das hohe Pressing führte sofort zur ersten Top-Chance: Hanna Hamdi eroberte an der Strafraumgrenze den Ball gegen Bayern-Kapitänin Jana Kappes und hatte freie Bahn auf das Tor. Leider rutschte die 28-Jährige bei ihrem Linksschuss weg, so dass der Ball zur Ecke abgelenkt wurde. Drei weitere Ecken folgten in den ersten fünf Minuten. „Wir haben genauso gespielt, wie wir wollten“, sah Britta Hainke den Plan gut umgesetzt. Die Münchenerinnen meldeten sich erstmals in der 13. Minute zu Wort, als mit Ex-Nationalspielerin Maxi Rall (30) ihre Leitfigur unsere Hüterin Sarah Rolle mit einem 16-Meter-Schuss prüfte. Die 1:0-Führung für die Gastgeberinnen in der 21. Minute fiel überraschend: Sophia Weixler hatte sich im linken Strafraum durchgesetzt und in die Mitte gepasst, wo Sarah Ernst (19), die auch schon im Champions-League-Kader des FC Bayern stand, eiskalt einnetzte. Besonders schmerzhaft war der Gegentreffer zum 2:0 in der 31. Minute. Gerade erst hatte Marie Schröder nach einem herrlichen Zuspiel von Shpresa Aradini die Riesenchance zum Ausgleich gehabt, war aber an der Münchner Keeperin Juliana Schmid gescheitert, die den Ball am Pfosten vorbei lenkte. Aus dem Gütersloher Eckstoß entwickelte sich dann ein Konter über drei Stationen, den Lisa Karl auf Zuspiel von Sarah Ernst vollendete. Unser Team steckte jedoch nicht auf und schnupperte bei einem Freistoß von Hedda Wahle (40.) und einem Kopfball von Hanna Hamdi (44.) am Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war es wieder Marie Schröder, die im Abschluss erfolglos blieb: Diesmal hatte sie die auf Position zehn eingesetzte Celina Baum prächtig in Szene gesetzt, doch erneut war Bayern-Keeperin Schmid unüberwindbar. Mit Beginn der zweiten Halbzeit stockte der FSV seine vorderste Reihe mit Lilly Stojan für Hanna Hamdi auf; Celina Baum griff nun über den linken Flügel an. Tatsächlich bot sich Shpresa Aradini in der 53. Minute nach einem langen Diagonalzuspiel von Nele Schmidt aus zehn Metern die nächste Top-Möglichkeit – doch Juliane Schmid parierte auch diesen Schuss. Abermals folgte unmittelbar im Anschluss die kalte Dusche: Nach einer Hereingabe von Sophia Weixler vom linken Flügel war die frei stehende Sarah Ernst an der Torraumgrenze vor Sarah Rolle am Ball und es stand 3:0. In der Folge konnte der FSV angesichts weiterer Chancen von Ernst (59.), Reischmann (66.), Sehitler (70.) und Ernst (72.) von Glück sagen, dass die Münchnerinnen das Ergebnis nicht in die Höhe schraubten. Das gelang erst in der 87. Minute durch einen von Jana Kappes verwandelten Handelfmeter; Merle Hokamp war der Ball im Gewusel nach einer Ecke an den Arm gesprungen. „Wir haben nie aufgegeben“, lobte Britta Hainke ihr Team für die Einstellung. Nachdem Ronja Leubner in der 64. Minute auch den fünften Hochkaräter ausgelassen hatte, gab es in der Nachspielzeit immerhin den Ehrentreffer für den FSV. Die eingewechselte Lea Bultmann bugsierte den Ball nach dem zwölften Eckstoß über die Linie, mochte ihr erstes Pflichtspieltor im Gütersloher Trikot wegen des Spielstands aber nicht bejubeln. Dass ihr Bayern-Kollegin Clara Schöne hinterher bescheinigte, die Partie hätte auch 4:4 ausgehen können, konnte Britta Hainke nicht wirklich trösten. Unsere Cheftrainerin sprach nach der zweiten deutlichen Niederlage in Folge aber nicht von einem Negativtrend: „Die heutige Leistung war nicht vergleichbar mit dem 0:4 gegen den SC Sand.“ FC Bayern München II: Schmid – Rall (68. Rintzner), Kappes, Rezler, Karl (82. Schwarz) – Gloning (88. Senftl) – Reischmann, Sehitler, Hünten, Weixler (68. Schwoerer) – Ernst (82. Keitel). Im Aufgebot: Engelberg, Dehm, Litzlfelder (Tw). FSV Gütersloh: Rolle – Schmidt, Hokamp, Wahle (63. Kappmeier), Deppe – Tellenbröker – Leubner (80. Bultmann), Baum (80. Akgül), Aradini – Schröder, Hamdi (46. Stojan). Im Aufgebot: Pagel, Nünning, Blome (Tw). Schiedsrichterin: Daniela Kottmann (Ulm); Gelbe Karten: Sehitler, Reischmann – Baum, Tellenbröker. Chancen: 9:7 (3:3); Ecken: 5:12 (3:8). Tore: 1:0 (21.) Ernst, 2:0 (31.) Karl, 3:0 (55.) Ernst, 4:0 (88.) Kappes (HE), 4:1 (90.+1) Bultmann.

Leandra Kammermann sorgt für Last-Minute-Jubel beim Perspektivteam

Strahlende Gesichter beim FSV-Perspektivteam. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Wenn sich unser Perspektivteam am Freitag zur internen Weihnachtsfeier trifft, hat die Bescherung schon stattgefunden: Mit einem 1:0-Erfolg im Nachholspiel über Vorwärts Spoho Köln sprang der FSV Gütersloh II am Sonntag in der Tabelle der Regionalliga West nämlich auf Rang zehn und überwintert damit auf einem Nichtabstiegsplatz. „Das fühlt sich doch viel besser an, so kann man gut aus dem Jahr 2023 gehen“, gratulierte Trainer Noah Henneböhle seinen Spielerinnen, bevor die sich in der Tönnies-Arena zum obligatorischen Siegerfoto aufbauten. Als die Gütersloherinnen die Fäuste jubelnd in die Luft reckten, entlud sich die Anspannung einer dramatischen Schlussphase. Den Siegtreffer erzielte Kapitänin Leandra Kammermann erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch einen fast schon verzweifelten 22-Meter-Schuss ins lange Eck. Unmittelbar zuvor schien Elina Büttner die letzte Chance auf einen „Dreier“ vertan zu haben, als ihr nach einem Zuspiel von Julia Gärtner der Ball beim ersten Kontakt im Strafraum zu weit vom Fuß sprang, so dass ihn die Kölner Torhüterin klären konnte. Und als gehörte das zur Dramaturgie dazu, verpasste eine Spoho-Stürmerin beim finalen Gegenangriff den Ball im FSV-Torraum nur um wenige Zentimeter. Die auf Abstiegsplatz zwölf hängen gebliebenen Gäste fielen beim Schlusspfiff von Schiedsrichter Patrick Wibbeke (Paderborn) auch deswegen erschöpft und enttäuscht auf den Rasen, weil sie in der 84. Minute eine Dreifachchance nicht zum Lucky Punch genutzt hatten. „Irgendwer hat sich jedes Mal dazwischen geworfen“, atmete Torhüterin Janina Sauer auch hinterher bei der Schilderung dieser Szene noch erleichtert auf. Janina Sauer? Richtig. Die 24-Jährige feierte nach rund einjähriger Pause wegen einer Kreuzbandverletzung und Knochenmarksödemen überraschend ihre Comeback – und das obwohl sie erst seit sechs Wochen wieder im Spieltraining ist und zuletzt sogar („Ich hatte Wade“) wieder pausieren musste. Das Wagnis machte sich bezahlt. Die frühere U17-Bundesliga-Keeperin und langjährige Stammtorhüterin der „Zweiten“ bot eine gute Leistung und war immer zur Stelle, wenn sie gefordert wurde. Unter Beschuss stand sie allerdings nicht, denn in einem Spiel, das der FSV klar dominierte, kamen die robusten Gäste nicht zu vielen Chancen. Auf der Gegenseite spielten die Gütersloherinnen ihre fußballerische Dominanz nur bis zum Kölner Strafraum aus. „Was uns gefehlt hat, um das Ding früher zu entscheiden, war vorne der Punch“, bedauerte Noah Henneböhle. Ausgerechnet in diesem Kellerduell hatte er mit Biggi Schmücker (Urlaub), Leni Welpott (Beruf) und Carolin Rother (Erkältung) auf drei Box-Spielerinnen verzichten müssen. Außenspielerin Laura Nünning fehlte zudem, weil sie mit dem Zweitligakader nach München gereist war und Abwehrchefin Lena Lückel war wegen eines abgelösten Zehennagels zum Zuschauen verdammt. „Es sind drei verdiente und ganz wichtige Punkte“, kommentierte Henneböhle den vierten Saisonsieg, mit dem der FSV nach 13 Saisonspielen bei einem ausbaufähigen Torverhältnis von 14:27 auf 14 Punkte kommt. Weiter geht es für das Team am 3. März 2024 mit einer besonders reizvollen Aufgabe, denn dann gastiert Spitzenreiter VfL Bochum in der Tönnies-Arena. FSV Gütersloh II: Sauer – T. Rother, Tappe, Zitzer, Büttner – Löffler – Burholz, Kammermann – Schmidt (70. Ludwigt), Rädeker (90.+3 Mahne), Gärtner. Im Aufgebot: Jedral, Lintel (Tw). Tor: 1:0 (90.+2) Kammermann.

U17 verliert mit der ersten Saisonniederlage die Tabellenführung in der Bundesliga

FSV U17-Spielerin Nova Wicke (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Nach zehn Spielen ohne Niederlage hat es den FSV Gütersloh in der B-Juniorinnen-Bundesliga erstmals in dieser Saison erwischt. Das Team von Christian Franz-Pohlmann kassierte gegen Borussia Mönchengladbach eine 0:2-Heimniederlage und verlor damit die vor einer Woche eroberte Tabellenführung an die SGS Essen (24 Punkte). Hinter dem FSV (22) folgen nun die Gladbacherinnen (21), während Bayer Leverkusen (20) als Vierter noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand hat. Der Gütersloher Trainer sah sich im letzten Spiel des Jahres in seiner schon vorab geäußerten Einschätzung bestätigt: „Gladbach ist das spielerisch stärkste Team der Liga.“ Mit forschem Pressing setzten die schnellen „Fohlen“ den FSV in der Tönnies-Arena von Anfang an stark unter Druck, so dass der in der ersten halben Stunde nur selten längere Ballbesitzphasen verbuchen konnte. Dabei profitierten die mit U17-Nationalspielerin Maresa Arici aufgelaufenen Gäste auch davon, dass beim Spitzenreiter mit Charlotte Weinhold (Syndesmosebandriss), Lucy Wisniewski (Schlüsselbeinbruch), Pauline Pfeiffer (Zehenbruch) und Larissa Henkel (Schulterverletzung) gleich vier potenzielle Stammspielerinnen fehlten. „Wir konnten die Ausfälle qualitativ heute nicht kompensieren“, sagte Franz-Pohlmann. Der Gütersloher Coach musste in der ersten Halbzeit mehrfach stark durchatmen, als die Gladbacher Führung in der Luft lag. Am nächsten dran war das Team des Kollegen Daniel Giebel bei einem Pfosten-Freistoß von Alina Abdii (2.) und bei einer Top-Chance von Greta Oerding in der 19. Minute, die U17-Nationalkeeperin Janne Krumme im FSV-Tor stark vereitelte. Auf der anderen Seite hätten aber auch die zunehmend gleichwertig werdenden Gastgeberinnen in Front gehen können. Erst schoss jedoch die quirlige Madleen Franz aus zehn Metern vorbei (17.). Dann entschied sich Johanna Herkenhoff in der 28. Minute trotz einer Top-Position nicht zum Schuss, sondern zu einem letztlich unergiebigem Abspiel. Mit der Einwechslung von Emma Bittner zur zweiten Halbzeit gewann das Gütersloher Spiel im rechten Mittelfeld spürbar an Qualität. Über einen Vorstoß von Hannah Wehmeyer entstand hier in der 43. Minute auch die nächste FSV-Chance, doch leider kam Antonia Schön nach der Hereingabe im Torraum nicht mit ausreichender Wucht an den Ball. Ein Ballverlust im linken Mittelfeld leitete vier Minuten später dann einen starken Gladbacher Konter ein, den Abdii mit ihrem neunten Saisontreffer zum 0:1 verwertete. Glück für den FSV: Beim nächsten Angriff traf die flotte Angreiferin nur den Pfosten. Trotz großem kämpferischen Bemühen und einigen entschlossenen Antritten (etwa von Hannah Leßner und Hannah Wehmeyer) konnten die Gütersloherinnen die stabile Gladbacher Abwehr, wo die großgewachsene Sina Potjans wie ein Turm regierte, nicht mehr in echte Verlegenheit stürzen. „Weil wir nicht eng genug nachgerückt sind, haben wir keine zweiten Bälle gewonnen“, nannte Christian Franz-Pohlmann ein Manko des eigenen Offensivspiels. Als in der 59. Minute auf unglückliche Weise auch noch das 0:2 fiel, schwand die Aussicht auf eine Wende. Beim Versuch, den Ball aus dem linken Strafraum zu schlagen, traf Janne Krumme die nachsetzende Emma Dahmen. Der Abpraller nahm mit Effet eine so kuriose Flugkurve, dass er nach dem Auftippen ins Gütersloher Tor sprang. Was den aktuellen Gästen im Hinspiel im September gelungen war, den Ausgleich eines Zwei-Tore-Rückstands zum 2:2-Endstand, gelang den Gütersloherinnen nicht mehr. „Gladbach hat verdient gewonnen“, fasste der FSV-Trainer die gutklassige Partie zusammen. In der Bundesliga West/Südwest geht es für unsere U17 erst am 2. März 2024 mit dem Derby bei Arminia Bielefeld weiter. In der Winterpause steht mit dem Gütersloher Hallenmasters vom 12. bis 14. Januar aber ein echtes Highlight an. Dann gibt es auch ein Wiedersehen mit Borussia Mönchengladbach. FSV Gütersloh: Krumme – Koerdt, Wicke, Bendix – Naccarato (41. Bittner), Wehmeyer, Franz, Leßner – Schön – Schüttelhofer, Herkenhoff (49. Theis). Im Aufgebot: Wesseler, Schnoor, Walters, Kropp (Tw). Tore: 0:1 (47.) Abdii, 0:2 (59.) Dahmen.

Vorschau auf das FSV-Wochenende: Zwei Heimspiele und ein Auswärtsspiel

FSV-Defensivallrounderin Hedda Wahle in der Zweitligapartie gegen den SC Sand. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Das kommende Wochenende hält für die Teams des FSV Gütersloh spannende Duelle bereit. In der 2. Frauen-Bundesliga trifft die erste Mannschaft auf den FC Bayern München II, während die zweite Mannschaft in der Regionalliga West das Team von Vorwärts Spoho Köln empfängt. Zudem geht die U17-Mannschaft als Tabellenführer gegen Borussia Mönchengladbach in den elften Spieltag der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest. 2. Frauen-Bundesliga: FC Bayern München II – FSV Gütersloh Am Sonntag, den 10. Dezember, um 11:00 Uhr, wird der FSV Gütersloh in einem schwierigen Auswärtsspiel gegen den FC Bayern München II antreten. Der FSV befindet sich aktuell auf dem vierten Tabellenplatz mit 19 Punkten und strebt eine positive Bilanz gegen das Nachwuchsteam des FC Bayern an, das auf dem zwölften Platz steht. Der FC Bayern II geht mit Selbstvertrauen in die Partie, nachdem sie am letzten Spieltag den damaligen Tabellenführer Hamburger SV überraschend mit 4:1 besiegen konnten. Im Gegensatz dazu möchte der stark ersatzgeschwächte FSV nach einer 0:4-Heimniederlage gegen den SC Sand weiter Anschluss an die oberen Plätze halten. Die Partie wird auf dem FC Bayern Campus stattfinden. Regionalliga West: FSV Gütersloh II – Vorwärts Spoho Köln Ebenfalls am 10. Dezember, jedoch um 13:00 Uhr, steht das Duell zwischen der zweiten Mannschaft des FSV Gütersloh und Vorwärts Spoho Köln in der Tönnies Arena an. Die Teams belegen derzeit die Plätze 11 und 12 und trennen fünf Punkte. Ein Sieg ist daher für unser Perspektivteam von großer Bedeutung, um sich in der Tabelle zu verbessern und den Abstand zum direkten Konkurrenten zu vergrößern. B-Juniorinnen-Bundesliga: FSV Gütersloh U17 – Borussia Mönchengladbach U17 Bereits am morgigen Samstag, den 9. Dezember, geht die U17-Mannschaft des FSV Gütersloh als Tabellenführer gegen Borussia Mönchengladbach in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest auf Punktejagd. Die Partie wird um 14:00 Uhr in der Tönnies Arena ausgetragen. Mit dem Ziel, die Tabellenführung zu verteidigen, wird das Team alles daransetzen, gegen den fünftplatzierten Gegner erfolgreich zu sein. Die Fans können sich somit auf ein packendes Wochenende mit spannenden Spielen und sportlichen Herausforderungen freuen. Wir laden alle herzlich ein, die Teams des FSV Gütersloh zu unterstützen und die Mannschaften live vor Ort zu unterstützen.

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