FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

FSV-Spielerinnen gehen mit großer Vorfreude in den DFB-Länderpokal der U16-Juniorinnen

FSV-Talente in der U16-Juniorinnen-Westfalenauswahl: Mirja Kropp, Hannah Leßner, Janna Koerdt, Linna Hermsmeier, Pauline Pfeiffer und Johanna Braune. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Der DFB-Länderpokal der U16-Juniorinnen ist ein Highlight für alle teilnehmenden Spielerinnen der jeweiligen Landesverbände. Mit Johanna Braune, Linna Hermsmeier, Janna Koerdt, Mirja Kropp, Hannah Leßner und Pauline Pfeiffer stehen sechs Spielerinnen des FSV Gütersloh im Kader der vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) nominierten U16-Juniorinnen-Westfalenauswahl. Darüber hinaus stehen mit Laura Ludwig, Juliane Mainka, Johanna Rehpöhler und Merle Rohden vier weitere FSV-Talente auf Abruf bereit. Der FSV Gütersloh wünscht seinen nominierten Spielerinnen viel Erfolg beim DFB-Länderpokal der U16-Juniorinnen in der Sportschule Duisburg-Wedau.

Hokamp und Krumme starten im U17-Nationalteam mit 0:0 in die EM-Qualifikation

FSV-Talente Janne Krumme und Merle Hokamp nach dem EM-Qualispiel gegen Tschechien. (Foto: Wolfgang Temme / FSV Gütersloh 2009)

Mit zwei Spielerinnen vom FSV Gütersloh startete das deutsche U17-Nationalteam am Montag in die zweite Runde der EM-Qualifikation: Merle Hokamp bestritt ihr siebtes Länderspiel als Innenverteidigerin, und Janne Krumme hütete zum dritten Mal das Tor. Das DFB-Team von Sabine Loderer musste sich im Hannoveraner Eilenriedestadion mit einem Teilerfolg zufrieden geben, denn die Partie gegen Tschechien endete mit einem 0:0-Unentschieden. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu ängstlich gespielt. In der zweiten Halbzeit waren wir griffiger und haben viel die Box gefüttert, haben aber das Tor leider nicht machen können“, sagte Loderer. Mit Blick auf die weiteren Partien hielt die Bundestrainerin allerdings fest: „Wir haben noch alles selber in der eigenen Hand und darauf können wir aufbauen.“ Am Donnerstag (13 Uhr) trifft Deutschland im Wilhelm-Langrehr-Stadion in Garbsen auf die Slowakei, am Sonntag (13 Uhr) geht es an gleicher Stelle gegen Frankreich. Nur der Sieger dieser Runde qualifiziert sich für die Europameisterschaft, die vom 5. bis 18. Mai in Schweden stattfindet. Vor gut 300 Zuschauern, darunter Ex-Nationalspielerin Lena Goeßling, blieben die beiden FSV-Talente über 90 Minuten als Stabilitätsfaktor im deutschen Spiel auf dem Platz. Janne Krumme aus dem Gütersloher U17-Bundesligateam fing alle hohen Bälle problemlos ab und wurde ansonsten nicht geprüft. Merle Hokamp musste sich einige Male in Zweikämpfen gegen die robusten Tschechinnen behaupten, was ihr überzeugend gelang. Bei einer beherzten Rettungsgrätsche gegen die besonders wuchtige Adela Trachtova zog sich die 17-Jährige in der Schlussphase eine Schienbeinprellung zu, biss aber auf die Zähne und spielte die Partie zu Ende. Neben dem DFB hofft auch das Frauen-Zweitligateam des FSV Gütersloh, bei dem sie seit Saisonbeginn einen Stammplatz hat, dass die Verletzung nicht schwerwiegender Natur ist.

FSV Gütersloh feiert 22:0-Kantersieg im B-Juniorinnen-Westfalenpokal

FSV U17-Nachwuchstalent Madleen Franz (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Da musste sich so manch einer mehrfach die Augen reiben und kam nicht mehr aus dem Staunen heraus: Die U17-Mannschaft des FSV Gütersloh hat am gestrigen Sonntag, den 17. März ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Unserem Nachwuchsteam gelang in der dritten Runde des B-Juniorinnen-Westfalenpokals ein deutlicher 22:0-Kantersieg beim SC Drolshagen. Im ungleichen Duell zwischen dem gastgebenden B-Juniorinnen-Kreisligisten und unserem B-Juniorinnen-Bundesligateam stand es bereits zur Halbzeit 12:0 für den FSV Gütersloh. Emma Bendix (14.), Johanna Herkenhoff (15., 29., 35.), Janna Koerdt (17., 19.), Vada Webbeler (18.), Sophie Walters (22.), Madleen Franz (31.) und Merle Theis (31., 32., 38.) sorgten bereits in der ersten Hälfte für eine deutliche Führung. Im zweiten Durchgang ging es dann munter weiter mit dem Torreigen: Johanna Herkenhoff (42.), Vada Webbeler (44.), Hannah Wehmeyer (61., 74.), Joyce Schüttelhöfer (66., 68., 78.), Laura Naccarato (69.), Lucy Wisniewski (73.) und Jana Koerdt (76.) schraubten den Spielstand auf 22:0 hoch und sorgten somit für einen rekordverdächtigen Endstand. Der FSV Gütersloh steht nach dem Erfolg im Viertelfinale des B-Juniorinnen-Westfalenpokals, wo unsere Mannschaft erneut auswärts antreten wird. Der FSV wird am Mittwoch, den 10. April beim B-Juniorinnen-Bezirksligisten SpVgg Langenhorst-Welbergen zu Gast sein.

Shpresa Aradini feiert außergewöhnliches 250-Spiele-Jubiläum beim FSV Gütersloh

FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter und Jubilarin Shpresa Aradini. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Diese Überraschung war gelungen. Als sie unmittelbar vor dem Anpfiff zum Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg II nach vorne gebeten wurde, wusste Shpresa Aradini überhaupt nicht, was passieren würde. „Zuerst dachte ich, die wollen mich verabschieden“, sagte die 29-Jährige. Dann aber schossen ihr Tränen in die Augen, als sie den tatsächlichen Grund realisierte. Geschäftsführer Michael Horstkötter überreichte ihr neben Blumen auch eine große Fotocollage mit der eingerahmten Zahl 250. So viele Pflichtspiele für die erste Mannschaft des FSV Gütersloh hatte Shpresa Aradini mit dem Einsatz am 3. März im Heimspiel gegen den SV Weinberg bestritten, und der Verein nutzte die nächstbeste Gelegenheit, sie dafür vor eigenem Publikum zu ehren. „Immer war sie ein Vorbild, was Leistung, Ehrgeiz und Charakter angeht“, huldigte ihr Stadionsprecherin Theresa Supe. Unter dem Applaus von Zuschauern und Mitspielerinnen war die Geehrte sichtlich gerührt: „Das ist eine Wertschätzung, die mir sehr viel bedeutet.“ Nicht vergönnt war ihr, sich mit einem Tor gegen den VfL Wolfsburg II zu bedanken. Das hätte gepasst wie die Kirsche auf dem Keks oder wie Schnürsenkel auf den Fußballschuhen. So oder ähnlich hätte es die für ihr fröhlich-originelles Geradeaus-Mundwerk und für gute Laune und Positiv-Denke bekannte Spielerin vielleicht ausgedrückt. Die Karriere von Shpresa Aradini beim FSV Gütersloh startete 2011. Fünf Jahre zuvor hatte sie heimlich beim TuS Wadersloh mit dem Fußballspielen begonnen. Entdeckerinnen und Förderinnen des Talents waren damals Alexandra Spiekermann und Rossi Kammermann, Mutter ihrer heutigen Mitspielerin Leandra Kammermann. Zwar drängten die sie, die Unterschrift für den Vereinsbeitritt einzuholen, doch die damals Elfjährige traute sich nicht. „Ich wusste nicht, wie meine Eltern reagieren würden.“ Zum vermeintlichen Verhängnis wurde ihr der Einsatz in einem Testspiel. Ein Arbeitskollege des Vaters schaute zufällig zu und schwärmte tags drauf vom Fußballtalent seiner Tochter. Die Reaktion des Vaters fiel ganz anders aus als befürchtet: Xhaver Aradini entwickelte sich zum größten Fan. Voller Stolz schmückte lange Zeit ein großdimensionales Bild von Shpresa als FSV-Fußballerin die Heckscheibe seines Autos. Auch der Rest der Familie unterstützte sie in allen Belangen. Mit Blick auf Kindheit, Jugend und Fußball sagt Shpresa Aradini: „Ich bin stolz auf meine Eltern, dass sie den ganzen Weg mit mir gegangen sind.“ Ihre sportliche Karriere verlief beeindruckend. Als 16-Jährige in die „Zweite“ des FSV Gütersloh gewechselt, holte sie Trainer Markus Graskamp schon ein halbes Jahr später in den Kader der „Ersten“. Hier kam sie zu den ersten drei Zweitligaeinsätzen und stieg mit dem Team am Saisonende in die Bundesliga auf. Auf 12 Partien im Oberhaus folgten nach dem Abstieg auf dem Weg zum Jubiläum 211 weitere Spiele in der 2. Liga sowie 24 Einsätze im DFB-Pokal. Sie selbst führt nicht Buch über ihre Statistik, aber der DFB tut das und listet folgende Bilanz auf: Aus 250 Spielen resultierten 118 Siege, 42 Unentschieden und 90 Niederlagen. Und 72 Tore weisen Shpresa Aradini eindeutig als angriffslustig und abschlussstark aus. Es wären noch mehr Spiele und Tore gewesen, wenn nicht ein Kreuzbandriss im Oktober 2015 ihren Erfolgsweg unterbrochen hätte. Mit dem ihr eigenen Willen kämpfte sich „Shpre“, wie sie auf dem Platz von allen gerufen wird, damals wieder zurück in die Spur. Klar, dass ihre Qualitäten auch anderen auffielen. 2014 wollte sie der Herforder SV für sein Bundesligateam verpflichten, doch Aradini lehnte ab, weil sie sich beim FSV Gütersloh so wohl fühlte. Stärker ins Nachdenken geriet sie, als Albanien sie wegen der familiären Abstammung für das Frauen-Nationalteam gewinnen wollte. Zusammen mit ihrem Vater reiste sie zu Gesprächen nach Albanien, spürte aber schon bei der Rückkehr ein unwohles Bauchgefühl und sagte ab. Als sich vor drei Jahren auch der kosovarische Fußballverband meldete („Die haben einfach in der Firma angerufen“), wiegelte Shpresa Aradini sofort ab. Sie konnte das in der Landessprache tun, denn sie spricht fließend albanisch. Als junger Mann hatte ihr Vater seine kosovarische Heimatstadt Peja wegen wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit verlassen und war nach Wadersloh gegangen, wo bereits Opa und Oma lebten. Shpresa wurde 1994 als zweites von vier Kindern in Lippstadt geboren. Die vier Jahre ältere Schwester Liridona lebt inzwischen in der Schweiz, die fünf Jahre jüngere Schwester Kosovare sowie der 21-jährige Bruder Rilind wohnen in Wadersloh. Albanisch beherrschen die Kinder perfekt, weil Mama Ganimet daheim mit ihnen in ihrer Muttersprache redete. Xhafer Aradini, der unermüdlich arbeitete, um die Existenz der Familie aufzubauen, war und ist stolz und dankbar, in Deutschland zu leben. Shpresa erinnert sich an ein prägendes Erlebnis: „Als Kind stand ich mit Papa im Supermarkt in einer Schlange vor der Kasse und ich fragte ihn mehrfach etwas auf albanisch. Er antwortete nicht. Als ich ihn später im Auto fragte, ob er mich nicht gehört habe, sagte er: Wir leben in Deutschland, und ich möchte, dass ihr hier deutsch redet.“ Anders ist das natürlich bei den jährlichen, mehrwöchigen Urlaubsaufenthalten im Kosovo, wo bis auf zwei Tanten immer noch ein großer Teil der Familie lebt. Wadersloh, wo sie inzwischen nicht mehr bei den Eltern, sondern zusammen mit ihrem Freund wohnt, blieb in all den Jahren Lebensmittelpunkt von Shpresa Aradini. Hier verbrachte das junge Mädchen („Ich war keine gute Schülerin, ich hatte nur Fußball im Kopf“) ihre Schulzeit, die nach der zehnten Klasse mit dem Realschulabschluss endete. Hier arbeitet sie seit 13 Jahren im Autohaus Bockey, das ihr nach einem Praktikum eine Lehrstelle zur Bürokauffrau anbot. Die Vielfalt gefällt ihr dort: „Ich bin quasi Mädchen für alles, mache Verkauf, Büro und und Kundenbetreuung – nur in der Werkstatt bin ich nicht.“ Dass Vollzeit-Beruf und Zweitligafußball eine hohe Doppelbelastung bedeuten, streitet die 29-Jährige nicht ab. „Es ist stressig, aber es macht mir unheimlich Spaß und mein Arbeitgeber unterstützt mich.“ Eigentlich hatte sie eine andere Lebensplanung, doch die war auch mit der Fußballkarriere nicht kompatibel. „Mit 25 wollte ich verheiratet sein und zwei Kinder haben“, sagt sie und lacht: „Das hat ja gut gekappt.“ Wie lange will sie noch am Ball bleiben? Shpresa Aradini („Die biologische Uhr tickt“) will sich nicht festlegen, gesteht aber, schon zweimal überlegt zu haben. Erstmals kamen Gedanken ans Aufhören auf, als vor vier Jahren am Kreuzband-Knie ein Meniskusschaden entdeckt wurde. Vereinsarzt Dr. Andreas Elsner verschrieb ihr statt… Shpresa Aradini feiert außergewöhnliches 250-Spiele-Jubiläum beim FSV Gütersloh weiterlesen

Burholz trifft spät zum wichtigen 1:0-Auswärtssieg des FSV Gütersloh II

Strahlende Gesichter beim FSV Gütersloh II nach dem Sieg beim SV 1913 Walbeck. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga ist dem FSV Gütersloh II am Sonntag in Geldern ein wertvoller Auswärtssieg gelungen. Beim Schlusslicht SV Walbeck gewann unser Perspektivteam durch einen Treffer von Johanna Burholz in der 82. Minute mit 1:0. Damit verbesserte sich der FSV um einen Rang auf den 9. Tabellenplatz. Trainer Noah Henneböhle richtete den Blick sofort nach vorne. „Wichtig wäre jetzt, auch nächste Woche gegen Alemannia Aachen einen Dreier zu landen. Dann hätten wir ordentlich Abstand zum gefährlichen 11. Tabellenplatz.“ Die Partie gegen den (mit einem Spiel weniger) vier Punkte zurück liegenden Konkurrenten wird am Sonntag, 24. März, um 13 Uhr in der Tönnies-Arena angepfiffen. Nachdem schon das vom FSV mit 5:4 gewonnene Hinspiel gegen Walbeck zu einem kleinen Krimi geworden war, entwickelte sich auch das Rückspiel zu einer Zitterpartie. „Unnötig“, urteilte Noah Henneböhle: „Wir hatten vorher genug Möglichkeiten, in denen wir Tore machen konnten oder mussten.“ In der ersten Halbzeit notierte unser Coach einen Lattenschuss von Marlene Menzel, einen auf der Linie abgewehrten Freistoß von Julia Gärtner sowie einen von Johanna Burholz neben das Tor gesetzten Kopfball aus fünf Metern. Nach der Pause hatte Tina Rother die größte Chance, als sie alleine in den Strafraum eindrang, jedoch die Walbecker Torhüterin anschoss. Auf der Gegenseite waren die Chancen in Quantität und Qualität geringer. Den Sieg perfekt machte Johanna Burholz in der Schlussphase mit ihrem ersten Saisontreffer. Die 17-jährige Clarholzerin lauerte bei einer vom linken Flügel hereingeschlagenen Flanke von Olivia Zitzer am langen Pfosten und bugsierte den Ball über die Linie. Für das Spiel gegen Aachen hofft Noah Henneböhle auf zusätzliche personelle Alternativen. Laura Nünning fehlte wegen einer Fußverletzung, Birgitta Schmücker aus privaten Gründen und Chiara Löffler wegen Urlaubs. Kurzfristig fiel mit einer Erkältung auch noch die aus dem Zweitligakader eingeplante Cisel Akgül aus. FSV Gütersloh II: Sauer – T. Rother, Tappe, Lückel, Zitzer – Ludwigt – Büttner, Burholz (89. Jedral) – Gärtner (87. Nitsch), Menzel (62. Schmidt), Reinkensmeier (62. Schäfermeier). Im Aufgebot: Seggelmann (Tw).

FSV Gütersloh feiert mit 5:1 gegen VfL Wolfsburg II den dritten Sieg in Folge

Finja Kappmeier im Zweitligaduell gegen den VfL Wolfsburg II. (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Mit dem zweithöchsten Saisonerfolg hat der FSV Gütersloh seine Siegesserie in der 2. Frauen-Bundesliga fortgesetzt. Das Team von Britta Hainke und Sammy Messalkhi schoss den Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg II, gegen den es im Hinspiel nur 1:1 geheißen hatte, mit 5:1 aus der Tönnies-Arena. Nach dem 2:1 über den SV Weinberg und dem 2:0 beim Schlusslicht TSG Hoffenheim II war dies im dritten Spiel hintereinander gegen einen Abstiegskandidaten der dritte „Dreier“ in Folge. Mit nun 29 Zählern kletterte der FSV um einen Platz auf Rang sechs. Der Rückstand auf die vom Hamburger SV (34) und vom SV Meppen (33) belegten Aufstiegsplätze blieb konstant. „Auf dieser Leistung können wir aufbauen“, sagten die Coaches und blicken nun gespannt auf die beiden nächsten Spiele gegen die mit 32 Punkten auf den Plätzen vier und drei lauernden Konkurrenten Turbine Potsdam und SG Andernach. Gegen die kaum noch zu rettenden Wölfinnen musste Cheftrainerin Hainke auf die gelbgesperrte Nele Schmidt sowie die zum U17-Nationalteam abgestellte Merle Hokamp verzichten. Die Innenverteidigung bildeten deswegen Melanie Schuster und Ronja Leubner. Neu in die Anfangself kam auch Lea Bultmann – aber nicht wie üblich in einer defensiven Rolle, sondern auf der Position zehn mit der Lizenz zur Offensive. Linda Preuß und Hedda Wahle rotierten dafür zunächst auf die Bank. Dort stellte Shpresa Aradini auch die gerahmte Fotokollage ab, mit der ihr Geschäftsführer Michael Horstkötter unter dem Applaus der knapp zweihundert Zuschauer vor dem Anpfiff zum 250. Pflichtspiel gratulierte, das die 29-Jährige zwei Wochen zuvor gegen Weinberg bestritten hatte. „Ich war total überrascht, als ich aufgerufen wurde und dachte: Wollen die mich jetzt verabschieden?“, sagte Aradini, nachdem sie mit Tränen in den Augen den tatsächlichen Grund realisiert hatte. Seit 2011 spielt die Angreiferin aus Wadersloh ununterbrochen für den FSV Gütersloh. Neben 12 Bundesliga- und 24 DFB-Pokalspielen stehen für sie inzwischen 216 Einsätze in der 2. Liga zu Buche, in denen sie 73 Tore erzielte. „Und immer war sie ein Vorbild, was Leistung, Ehrgeiz und Charakter angeht“, huldigte ihr Stadionsprecherin Theresa Supe. Die Spielerin bedankte sich: „Das ist eine Wertschätzung, die mir sehr viel bedeutet.“ Zwar hatte Shpresa Aradini in den 90 Minuten gegen Wolfsburg zwei Chancen, aber sie konnte das Toreschießen diesmal getrost den Mitspielerinnen überlassen. Marie Schröder eröffnete den Reigen bereits in der 7. Minute mit dem 1:0. Bei ihrem aus 20 Metern erzielten vierten Saisontreffer profitierte sie davon, dass Lea Bultmann nach einem Rückpass so energisch nachsetzte, dass VfL-Torhüterin Kiara Beck den Ball nicht sauber klären konnte. In einem anfangs etwas zerfahrenen Spiel setzte der FSV immer wieder mit beherzten Balleroberungen und guten Bällen hinter die Kette die Akzente. „Ihr habt denen sofort den Stecker gezogen“, lobte Trainer Sammy Messalkhi den Auftritt seiner Mädels. Die mussten zwar einen Latten-Freistoß von Anastasia Harting überstehen (12.), wurden für ihr temporeiches Offensivspiel aber mit einem Doppelschlag in der 28. und 29. Minute belohnt. Erst war Maren Telllenbröker (5. Saisontreffer) in Abstaubermanier zur Stelle, als Kiara Beck einen Schuss der starken Finja Kappmeier nicht festhalten konnte. Dann bejubelte Lea Bultmann nach einem Zuspiel von Linksverteidigerin Emilia Deppe ihr zweites Zweitligator. Weil bei den „Wölfinnen“ die schnelle Sury Lamontana Charon nicht die gleiche Effektivität an den Tag legte, sondern knapp am Winkel vorbei schoss (36.), gingen die Gütersloherinnen mit einem beruhigenden 3:0-Vorsprung in die Pause. Rasch nach Wiederanpfiff machte sich die Entscheidung der Trainer bezahlt, die als Außenverteidigerin in die Saison gestartete Celina Baum wie schon in Hoffenheim als Sturmspitze aufzustellen. Die 22-Jährige, deren letztes Tor vom 18. September 2022 datierte, erhöhte in der 48. Minute nach einer Ecke auf 4:0. Einen Schreckmoment musste der FSV-Anhang in der 57. Minute verkraften, als Paula Reimann den Ball nach einer Flanke aufs Tor köpfte, dabei aber von der daneben greifenden Wolfsburger Keeperin mit den Händen wuchtig an der Stirn getroffen wurde. Reimann musste lange behandelt und dann ausgewechselt werden. Warum es keinen Elfmeter gab, bleibt das Geheimnis von Schiedsrichterin Nora Dieckmann. In der 70. Minute konnte die Unparteiische aber gar nicht anders, als auf den Punkt zu zeigen. Rechtsverteidigerin Finja Kappmeier war im Strafraum bis zur Grundlinie vorgedrungen, setzte sich hier gegen Lisa Beyer durch und wurde von der VfL-Spielerin zu Boden gerissen. Die eingewechselte Hedda Wahle verwandelte den Strafstoß nervenstark nach unten rechts zum 5:0 und erhöhte ihr saisonales Torkonto damit auf die Zahl fünf. „Wir hätten sogar noch das sechste oder siebte machen können“, sagte Britta Hainke angesichts der vielen weiteren Torchancen. Es blieb aber dabei, dass das Hinspiel-6:0 gegen Hoffenheim der höchste Saisonsieg ist. Stattdessen musste FSV-Torhüterin Sarah Rolle, die zuvor zweimal Wolfsburger Top-Chancen glänzend vereitelt hatte (74., 82.) in der Nachspielzeit noch den Gegentreffer zum 5:1 hinnehmen. Kleiner Fun Fact am Rande: Britta Hainke ersparte das eine kleine Einzahlung in die Mannschaftskasse, die – wie sie verriet – nur bei Siegen ab fünf Toren Unterschied fällig ist. FSV Gütersloh: Rolle – Kappmeier, Leubner (75. Preuß), Schuster, Deppe (65. Wahle) – Reimann (61. Stojan) – Tellenbröker, Bultmann, Aradini – Schröder (75. Rädeker), Baum (75. Baumgärtel). Im Aufgebot: Strothmann, Kammermann, Blome (Tw). VfL Wolfsburg II: Beck – Libske, Wöhrn, Beyer, Brinkmann (46. Haase) – Harting (78. Arouna) – Eder, Jonietz, Schaller, Lamontana (90. Müller) – Sergeeva (85. Drews). Im Aufgebot: Reimann (Tw). Schiedsrichterin: Nora Dieckmann (Jena); Gelbe Karten: Lamontana Charon, Beyer. Zuschauer: 200. Ecken: 5:4 (2:2); Chancen: 10:6 (4:3). Tore: 1:0 (7.) Schröder, 2:0 (28.) Tellenbröker, 3:0 (29.) Bultmann, 4:0 (48.) Baum, 5:0 (70.) Wahle (FE), 5:1 (90.+1) Arouna.

U17 des FSV Gütersloh kassiert Last-Minute-Ausgleich im Spitzenspiel

FSV-Nachwuchstalent Hannah Wehmeyer. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Bis zum Ablauf der regulären Schlussminute hielt die U17 des FSV Gütersloh drei Big Points im Titelkampf der Bundesliga West/Südwest in der Hand. Dann schaffte der vermeintlich schon bezwungene Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen am Samstag doch noch den Ausgleich zum 1:1-Endstand. „Wir haben zwei Punkte verloren“, ärgerte sich FSV-Trainer Christian Franz Pohlmann, der sein Team wie schon beim torlosen Hinspiel in der Tönnies-Arena klar besser gesehen hatte. In der engen Konstellation der Spitzengruppe, wo noch fünf nur durch drei Punkte getrennte Teams die Chance auf die Meisterschaft haben, verpassten die Gütersloherinnen damit eine hervorragende Ausgangsposition. Vier Spiele vor Saisonende rangiert der FSV mit 27 Punkten auf Rang fünf. Er hat zwar das auf dem Papier leichteste Restprogramm, weil er nur noch gegen die viertplatzierte SGS Essen (28) antreten muss. Der 1. FC Köln (29), der entthronte Tabellenführer Leverkusen (30) und der neue Primus Borussia Mönchengladbach (30) müssen jeweils noch gegen zwei der Top-5-Konkurrenten ran, haben aber den großen Vorteil ihres besseren Punktekontos. Christian Franz Pohlmann bedauerte insbesondere die Entstehung des Leverkusener Ausgleichtreffers. Erst eine unglückliche Abwehraktion von Sophie Walters brachte die Gastgeber in eine Abschlussposition. Ida Katharina Daedelow netzte in der Nachspielzeit mit einem strammen Schuss zum 1:1 ein. Sie egalisierte damit die von Antonia Schön in der 61. Minute erzielte Gütersloher 1:0-Führung. Im Leverkusener Leistungszentrum Kurtekotten tat sich das von Aleksandar Vukicevic trainierte Bayer-Team schwer mit der im 5-3-2 agierenden FSV-Elf. „Wir hatten durch unser starkes Pressing viele hohe Balleroberungen, haben die Situationen aber leider nicht gut genug zu Ende gespielt“, analysierte Franz-Pohlmann. Nachdem Joyce Schüttelhöfer in der 5. Minute mit einer Riesenchance an Leverkusens Keeperin Elin Lisa Weyand gescheitert war, musste auf der Gegenseite FSV-Torhüterin Linna Hermsmeier zweimal in Klasse-Manier einen Gegentreffer vermeiden (16., 43.). Nach der Pause war der FSV tonangebend. Madleen Franz traf in der 55. Minute aus der Distanz die Latte, wobei Taara Golparvari auf die Chance zum Nachsetzen verzichtete. Beim nächsten Franz-Fernschuss sechs Minuten später war Antonia Schön jedoch zur Stelle, um den von Weyand im Zurückfallen gerade noch abgeklatschten Ball zum 0:1 über die Linie zu drücken. Dem FSV Gütersloh wäre die zittrige Schlussszene wohl erspart geblieben, wenn Lucy Wisniewski in der 71. Minute die nächste Top-Chance genutzt hätte. Doch mit einer „überragenden Parade“ (Franz-Pohlmann) verhinderte Bayer-Torhüterin Weyand das 0:2 und ermöglichte ihrem Team damit den Lucky Punch in der Nachspielzeit. Ein Sonderlob des Trainers erhielt Laura Naccarato, die trotz eines gebrochenen Zehs auf die Zähne biss und eine Stunde lang durchhielt, bis Johanna Herkenhoff sie ersetzte. Ein wenig Pech hatte der FSV mit einem anderen Wechsel. Die in der 52. Minute für die entkräftete Joyce Schüttelhöfer gekommene Taara Golparvari litt nach einem Schlag auf die Rippen unter Atembeschwerden und musste nach 78 Minuten wieder vom Platz. Für sie kam Sophie Walters, der dann das Missgeschick vor dem 1:1 unterlief. FSV Gütersloh: Hermsmeier – Naccarato (60. Herkenhoff), Koerdt, Wicke, Bendix, Leßner – Wehmeyer – Schön, Franz – Wisniewski, Schüttelhöfer (52. Golparvari, 78. Walters). Im Aufgebot: Schnoor, Pfeiffer, Webbeler, Mentrup (Tw). Tore: 0:1 (61.) Schön, 1:1 (80.+1) Daedelow.

FSV U16 feiert einen 3:0-Auswärtssieg beim Delbrücker SC

Jubel bei der U16 des FSV nach dem Auswärtssieg in Delbrück. (Foto: Hofmann / FSV Gütersloh 2009)

Die U16-Mannschaft des FSV Gütersloh hat sich am heutigen Samstag, den 16. März einen wichtigen Sieg in der B-Juniorinnen-Regionalliga West gesichert. Das Team von Fabian Franz konnte auswärts beim Delbrücker SC einen souveränen 3:0-Sieg feiern. Natalia Marczak erzielte in der 20. Spielminute den Führungstreffer für den FSV Gütersloh. Nach dem Seitenwechsel konnten Jolie Trömpert (49.) und Johanna Braune (54.) die Führung weiter ausbauen und somit einen ungefährdeten Auswärtserfolg für das FSV-Nachwuchsteam sichern. Der FSV Gütersloh belegt weiterhin den siebten Tabellenplatz. Mit dem heutigen Sieg konnte das Punktekonto auf 20 Punkte erhöht werden und der Rückstand and den sechstplatzierten FC Iserlohn 46/49 auf fünf Punkte reduziert werden. Für den FSV Gütersloh steht bereits am kommenden Donnerstag, den 21. März die nächste Begegnung in der B-Juniorinnen-Regionalliga West auf dem Programm. Der FSV-Nachwuchs wird um 18:30 Uhr die DJK Arminia Ibbenbüren in der Tönnies Arena empfangen.

FSV-Spielerinnen begeistern als Gasttrainerinnen bei Blau-Weiß Gütersloh

Gruppenbild nach dem Training: Lena Strothmann und Maren Tellebröker mit den Kids des Blau-Weiß Gütersloh. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Für die D-Juniorinnen von Blau-Weiß Gütersloh wurde ihr Freitagstraining in dieser Woche zu einem echten Highlight. Mit Maren Tellenbröker und Lena Strothmann übernahmen nämlich zwei Spielerinnen des Frauenfußball-Zweitligisten FSV Gütersloh die Leitung der gut einstündigen Einheit im LAZ Nord. Mit dieser Maßnahme drückte sich auch die Partnerschaft zwischen den beiden Vereinen aus. Seitens des BW-Vorstands ist dafür Jugendleiter Ralf Philipper als Koordinator für Frauen- und Mädchenfußball verantwortlich – und das mit riesigem Engagement. „Insgesamt sind bei uns 183 Frauen und Mädchen aktiv“, unterstreicht Philipper die beträchtliche Dimension des Angebots. Bei den Blau-Weißen wird in einem Frauen- und einem Ü30-Team sowie in sieben Juniorinnenteams Fußball gespielt. Die D-Juniorinnen jagen dem Ball in der Kreisliga A nach. Timur Ismail ist der Coach des aktuellen Tabellenzweiten, und auch er schaute der Einheit mit den prominenten FSV-Fußballerinnen interessiert zu. Die 23-jährige Maren Tellenbröker (32 Bundesligaspiele, 108 Zweitligaspiele) und die 20-jährige Lena Strothmann (29 Spiele U17-Bundesliga, 53 Frauen-Zweitligaspiele) verfügen als frühere U-Nationalspielerinnen nicht nur über die Erfahrung aus jahrelangem Leistungsfußball. Tellenbröker hat bereits ein Bachelorstudium als Grundschullehrerin beendet und befindet sich jetzt im Masterstudium. Strothmann ist bei ihrem Heimatverein TuS Jöllenbeck selbst als Trainerin eines D-Juniorinnenteams aktiv. Im Nieselregen begrüßten die beiden Trainerinnen 20 aufgeregte Mädchen auf dem LAZ-Rasen und brachten sie mit Zehnerball als Aufwärmspiel gut auf Temperatur. Passend zum Techniktraining, das aus diversen Übungen zum Passspiel bestand, hörte der Regen auf. Beim anschließenden Torschusstraining gaben die Zweitligaspielerinnen gute Tipps. Und natürlich durfte auch ein richtiges Spiel auf Tore nicht fehlen, zu dem die Trainerinnen die Teams nach der Höhe der Hausnummer einteilten. „Das haben wir gut hingekriegt“, schmunzelte Strohmann, nachdem die Partie mit 2:2 endete. Dabei war ihnen auch nicht entgangen, dass mit Nisa Ismail ein echtes Talent zu den Torschützinnen gehörte. Die Tochter des Trainers war im vergangenen Sommer sogar schon einmal zur Westfalenauswahl-Sichtung eingeladen. Weil mit dem Schlusssignal ein Schauer niederging, versammelten sich die Mädchen zusammen mit Ralf Philipper und Chris Punnakkattu Daniel auf der überdachten Tribüne zum Gruppenbild. „Es hat Spaß gemacht“ und „Die sind richtig nett“, bekamen die Gasttrainerinnen des FSV ein einhelliges Lob von den Blau-Weiß-Mädchen. „Die Mädels waren sehr engagiert“, gab Lena Strothmann das Kompliment zurück und Maren Tellenbröker staunte anerkennend: „Sie hatten auch was drauf.“ Was drauf haben auch die beiden FSV-Fußballerinnen. „Ich habe sie schon mal spielen sehen“, berichtete Nora Ahiri von ihrem Besuch in der Tönnies-Arena, wo sie als Einlaufkind zu einem Zweitligaspiel mit auf den Rasen durfte. Die nächste Gelegenheit, Maren Tellenbröker und Lena Strothmann sowie das gesamte Team des FSV Gütersloh in Aktion zu sehen, besteht am Sonntag. Dann wird um 14 Uhr in der Tönnies-Arena das Meisterschaftsspiel gegen den VfL Wolfsburg II angepfiffen. FSV TV: Lena Strothmann und Maren Tellenbröker zu Gast bei Blau-Weiß Gütersloh Bitte akzeptiere YouTube Cookies um dieses Video abzuspielen. Mit deiner Zustimmung erhältst du Contentzugriff auf YouTube, einem externen Dienstleister. YouTube Datenschutzerklärung Wenn du diesem Hinweis zustimmst, wird deine Auswahl gespeichert und die Seite neu geladen. YouTube-Content ansehen

Vorverkauf für U20-Länderspiele gegen USA und Kanada in Verl

Deutscher Fußball-Bund (DFB)

Anfang April wartet auf die U 20-Frauennationalmannschaft eine doppelte Herausforderung: Jeweils in der Sportclub Arena in Verl trifft das Team von DFB-Trainerin Kathrin Peter am Freitag, 5. April (ab 18 Uhr), auf die USA , ehe am Dienstag, 9. April (ab 14 Uhr), Kanada wartet. Eintrittskarten für die Testspiele sind nun im DFB-Ticketshop erhältlich. Karten kosten sieben Euro für einen Sitzplatz (ermäßigt fünf Euro) und fünf Euro für einen Stehplatz (ermäßigt drei Euro). Darüber hinaus gibt es Gruppentickets ab zehn Personen, die zwei Euro pro Person kosten. Rollstuhlfahrer inklusive Begleitung zahlen drei Euro. Das Stadion öffnet an beiden Spieltagen 60 Minuten vor dem Anpfiff.

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