FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009

Lena Strothmann im Porträt: Wilder Lebenslauf und neue Lust auf Fußball

FSV-Angreiferin Lena Strothmann (Foto: Dennis Seelige / FSV Gütersloh 2009)

Wäre Lena Strothmann ihrem Plan treu geblieben, gäbe es diese Geschichte gar nicht mehr zu lesen. Im Februar, gerade mal 19 Jahre alt, hatte die Stürmerin nämlich beschlossen, ihre Karriere beim FSV Gütersloh zu beenden und mit dem leistungsorientierten Fußball aufzuhören. „Es hat mir keinen Spaß mehr bereitet und war keine Ablenkung vom Alltag mehr. Ich war unzufrieden mit mir und habe die Freizeit vermisst“, erinnert sie sich. Gut, dass die seinerzeit nur intern bekannte Sache einen anderen Verlauf nahm. Längst aber sprüht Lena Strothmann wieder nur so vor Lust auf Fußball, und die fröhliche Begeisterung schlägt sich auch in der persönlichen Leistung nieder. Zu allen fünf Pflichtspielen dieser Saison lief sie mit der Startelf auf den Platz. Mit zwei Treffern stellte sie in der Partie gegen Hoffenheim II auch ihre Torgefährlichkeit unter Beweis. Für Kenner der inzwischen 20-Jährigen kam die Entwicklung vielleicht gar nicht so überraschend, denn es war nicht die erste Wende im sportlichen und beruflichen Werdegang. „Mein Lebenslauf ist schon etwas wild“, lacht sie. Der Wechsel von der Realschule Jöllenbeck nach dem 9. Schuljahr an die Gesamtschule nach Kamen, verbunden mit dem Einzug ins Mädcheninternat des westfälischen Verbandes, war für die gebürtige Bielefelderin der erste große Schritt. „Kaiserau war für mich eine gute Zeit, sie hat mir fußballerisch weitergeholfen“, urteilt sie. Die Zelte dort im Jahr 2021 schon nach der 12. Klasse abzubrechen, entsprach aber nicht dem Standard. „Das Fachabitur reichte mir“, sagt Lena Strothmann, die damals Polizistin werden wollte. Das notwendige einjährige FOS-Praktikum absolvierte sie an einer Kindertagesstätte in Bielefeld. 2022 begann dann die Ausbildung bei der Polizei, doch nach zwei Monaten weitgehend theoretischen Unterrichts wurde Lena Strothmann klar: „Das ist nichts für mich. Für diesen Job bin ich ein zu emotionsgeladener Mensch.“ Und sie spürte: „Ich habe die Zeit im Kindergarten vermisst.“ Also sattelte sie um und freut sich nun auf den für August 2024 geplanten Beginn der dreijährigen Ausbildung zur Erzieherin: „Die Tätigkeit ist anstrengend, hat mir im Praktikum aber sehr gefallen. Und die Kinder geben einem unheimlich viel zurück.“ Konstante im Leben von Lena Strothmann, die sich als Kind im Kunstturnen beim TuS Jöllenbeck als recht talentiert erwies, war der Fußball. Sie bestritt acht Länderspiele mit dem U16-Nationalteam und war für den FSV Gütersloh in 29 Spielen der U17-Bundesliga 30 Mal als Torschützin erfolgreich. „Da hatte ich einen Lauf“, erinnert sie sich besonders gern an die zweite Saison, in der sie bis zum Corona bedingten Abbruch in zwölf Spielen 18 Mal traf. Am 4. Oktober 2020 feierte sie ab der 75. Minute beim Gastspiel in Berghofen ihr Debüt im Frauen-Zweitligateam. Eine Woche später stand sie im Derby gegen Arminia Bielefeld sogar schon in der Startelf – doch nach einer Viertelstunde der Schock: Die gerade 17 Jahre alt gewordene Angreiferin zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Kniegelenk zu. Acht Monate schuftete sie am Comeback und schaffte es tatsächlich, im letzten Saisonspiel am 5. Juni 2021 in Bocholt für die letzten sieben Minuten wieder auf dem Platz zu stehen. Ganz die Alte zu werden, gelang ihr aber lange Zeit nicht. „Ich bin viel langsamer geworden“, beschreibt sie eine Folge der langen Zwangspause. Die Saison 21/22 brachten ihr zwar 17 Einsätze, doch fast immer wurde sie erst spät eingewechselt. Und als sie sich in der Serie 22/23 zwar mehr Spielanteile erkämpfte, aber dennoch häufig „Teilzeitarbeiterin“ blieb, reifte im Novemberblues der Gedanke ans Aufhören. Ende Februar teilte sie Britta Hainke ihren Entschluss mit, entsprach aber der Bitte der Trainerin, noch bis zum Saisonende dabeizubleiben. „Ich bin die Letzte, die eine Mannschaft im Stich lässt“, musste Lena Strothmann nicht lange überlegen. Sie zog durch, stand fast immer in der ersten Elf und gehörte bei den Siegen in Hoffenheim und Leipzig sogar zu den Torschützinnen. Und zum Start der aktuellen Saison gehörte eine bestens gelaunte Lena Strothmann plötzlich doch weiter zum Kader des FSV Gütersloh. Was war passiert? „Eigentlich gar nichts“, kann die Fußballerin kein Schlüsselerlebnis benennen. Als „ausschlaggebend“ bezeichnet sie immerhin die Gespräche mit ihrer befreundeten Mitspielerin Maren Tellenbröker. „Ich habe wieder echt Lust“, sagt sie, was sich auch in der Trainingseinstellung niederschlägt: „Ich hatte mir vorgenommen, mit 120 Prozent in die Saison zu gehen, nachdem es davor eher 80 Prozent waren.“ Mit Rücksicht auf das vorgeschädigte Knie verzichtet sie nicht nur auf weitere Skiurlaube (nachdem das Knie auf den letzten Wintertrip mit Maren Tellenbröker nach Flachau reagiert hatte), sondern bereitet sich noch gewissenhafter durch Dehnen und Ausrollen auf die Spiele vor. Dass die Saison für ihr Team mit zehn Punkten aus vier Partien prächtig begonnen hat, findet Lena Strothmann „mega“ und gesteht: „Damit hätte ich nicht gerechnet.“ Es sei aber das Ziel, die letzte Saison zu toppen, als der FSV mit einer Rekordpunktzahl Dritter wurde. „Und ich will auch wieder mehr Tore schießen“, lautet ihre Ansage vor dem aktuellen Heimspiel gegen Turbine Potsdam. Hat die 20-jährige Ex-Nationalspielerin („Auf dem Platz zu stehen und die deutsche Hymne zu hören, war schon ein tolles Erlebnis“) weitere Pläne für ihre Karriere? „Eigentlich reicht mir 2. Liga, aber natürlich wäre Bundesliga auch schön.“ Lena Strothmann hat jedoch im Leben gelernt, dass Pläne nicht immer funktionieren. Deswegen sagt sie ohne jede Verbissenheit: „Wenn es nicht klappt, dann eben nicht. Ich sehe es ganz locker.“

1. FFC Turbine Potsdam: Ein wankender Riese des deutschen Frauenfußballs zu Gast in der Tönnies Arena

FSV-Spieltag in der Tönnies Arena (Foto: Marina Brüning / FSV Gütersloh 2009)

Früher war es für den FSV Gütersloh ein Highlight, gegen den großen 1. FFC Turbine Potsdam zu spielen. In der Saison 2012/2013 gab es zwei Duelle in der Bundesliga, die mit 0:5 und 0:2 endeten. Und im Oktober 2017 kassierte der FSV eine 0:6-Heimniederlage in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Ansonsten hatten es die Gütersloherinnen als Zweitligist stets mit der Potsdamer „Zweiten“ zu tun. Doch die Zeiten für den Frauenfußball in der brandenburgischen Hauptstadt haben sich dramatisch geändert. 2022 stand der zweimalige Gewinner der Champions League (2005, 2010) und sechsmalige Deutsche Meister noch im DFB-Pokalfinale, doch im Mai 2023 stieg Turbine nach 29-jähriger Zugehörigkeit als Tabellenletzter aus der Bundesliga ab. Der erhoffte Neuaufbau in der 2. Frauen-Bundesliga wurde nicht nur von einem weiteren personellen Aderlass erschwert, sondern auch von einer Fortsetzung der finanziellen Probleme. Als überraschend der langjährige Hauptsponsor AOK sein Engagement beendete, sah sich der Klub sogar mit einer drohenden Insolvenz konfrontiert. Nur bis zum Frühjahr könne man durchhalten, erklärte im Sommer Präsident Karsten Ritter-Lang. Vereinsfreunde starteten eine Crowdfunding-Aktion zur Rettung, die auch von Außenministerin Annalena Baerbock unterstützt wurde, und vor zwei Wochen fand sich mit dem Sportwetten-Anbieter Crazy Buzzer ein neuer Trikotsponsor. Entwarnung bedeutet das aber nicht: „Unsere Partnersuche ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Ritter-Lang. Sportlich starteten die Potsdamerinnen mit Rückschlägen in die Saison, denn es setzte drei Niederlagen in Folge in Meppen (0:1), gegen Jena (0:1) und in Sand (0:2). Nach dem achtbaren 0:2-Ausscheiden aus dem DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg gelang im vierten Ligaspiel endlich der erste Sieg. Viktoria Schwalm erzielte in der 78. Minute das entscheidende 1:0 gegen den FC Bayern München II, mit dem Turbine in der Tabelle auf Rang elf sprang. Die Ambitionen des Teams von Trainer Marco Gebhardt (50), als Spieler auch mal beim SC Verl aktiv, sind jedoch ganz andere. „Wir wollen oben mitspielen“, verkündete Bianca Schmidt. Die 33-jährige Ex-Nationalspielerin ist der prominenteste Name im Aufgebot. Nach zwei Jahren beim schwedischen Top-Klub FC Rosengard kehrte Schmidt vom schwedischen FC Rosengård zu dem Verein zurück, für den sie 2006 das erste ihrer 247 Bundesligaspiele bestritt. „Ich werde alles dafür geben, damit Turbine in die Bundesliga zurückkehrt“, erklärte die Verteidigerin, die in den ersten vier Partien allerdings nur für Kurzeinsätze eingewechselt wurde.

Ab sofort als 3D-Flipbook abrufbar: Unser FSV-Kabinengeflüster Ausgabe 4

Kabinengeflüster - Saison 2023/24 - Ausgabe 4

Unser Stadionmagazin „Kabinengeflüster“ ist ein MUSS für jeden Besucher unserer Heimspiele. Spannende Hintergrundstorys und Interviews, wichtige Infos zu den Gastmannschaften, Berichte über das Abschneiden unserer diversen Mannschaften und vieles mehr gehören zum Lesestoff des „Kabinengeflüsters“. Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchstöbern des neusten „Kabinengeflüsters“. Die gedruckte Ausgabe erhaltet ihr selbstverständlich weiterhin bei unserem Heimspiel am kommenden Sonntag. „Kabinengeflüster“ | Ausgabe 4 – Saison 2023/24

FLVW nominiert acht FSV-Talente zum Trainingstag der U16-Westfalenauswahl

Spieltag beim FSV Gütersloh (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat acht Spielerinnen für den bevorstehenden Trainingstag der U16-Juniorinnen-Westfalenauswahl eingeladen. Der Trainingstag wird am 18. Oktober im SportCentrum Kaiserau stattfinden. Johanna Braune, Linna Hermsmeier, Janna Koerdt, Hannah Leßner, Pauline Pfeiffer und Johanna Rehpöhler gehören zu den nominierten Spielerinnen für die Maßnahme. Darüber hinaus wurden nun auch noch mit Laura Ludwig und Juliane Mainka zwei Spielerinnen aufgrund ihrer guten Leistungen zur Nachsichtung nominiert, so dass insgesamt acht Nachwuchstalente des FSV Gütersloh an dem Trainingstag teilnehmen werden. Der FSV Gütersloh gratuliert den nominierten Spielerinnen und wünscht ihnen einen erfolgreichen FLVW-Lehrgang.

Regionalliga-Topspiel am Sportzentrum Ost: FSV II trifft auf Warbeyen

Noah Henneböhle und das Perspektivteam des FSV Gütersloh sind gut in die Saison gestartet. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Am 6. Spieltag der Regionalliga West treffen der FSV Gütersloh II und der VfR SW Warbeyen am kommenden Sonntag, den 1. Oktober 2023, um 13:00 Uhr aufeinander. Austragungsort dieses vielversprechenden Duells ist das Sportzentrum Ost (Am Anger), wo Fußballfans auf ein spannendes Spiel gespannt sein dürfen. Aktuell rangiert unser Perspektivteam mit zehn Punkten aus fünf Spielen auf dem beeindruckenden dritten Tabellenplatz. Diese solide Platzierung spiegelt die gute Form und den positiven Saisonstart des Teams von Cheftrainer Noah Henneböhle wider. Besonders bemerkenswert war der überzeugende 3:0-Sieg im berühmten Aachener Tivoli gegen den TSV Alemannia am vergangenen Spieltag, der dem FSV zusätzlichen Rückenwind verlieh. Trotz des gelungenen Saisonstarts bleibt das Trainerteam und die Mannschaft bodenständig und kann die eigenen Leistungen selbst gut einschätzen. Unsere „Zweite“ bleibt fokussiert und ist bereit, in jedem Spiel Topleistungen abzurufen, um die gesteckten Saisonziele zu erreichen. Mit dem VfR SW Warbeyen steht dem Perspektivteam des FSV Gütersloh ein ambitionierter Konkurrent gegenüber. Der VfR belegt derzeit den vierten Platz in der Tabelle, nur einen Platz hinter dem FSV, mit neun Punkten aus fünf Spielen. Obwohl oder gerade, weil sie ihre letzte Partie mit 1:2 gegen den VfL Bochum verloren haben, wird Warbeyen hochmotiviert in dieses Aufeinandertreffen gehen und alles daransetzen, Punkte mit nach Hause zu nehmen. Die Fans können sich somit auf ein hochklassiges Duell freuen. Die Partie verspricht Spannung, Leidenschaft und packenden Fußball.

Ostwestfalen-Derby in der B-Juniorinnen-Bundesliga: FSV empfängt Arminia Bielefeld

FSV-Nachwuchsspielerin Antonia Schön (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Am morgigen Samstag, den 30. Oktober 2023 (14:00 Uhr), steht in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest ein spannendes Ostwestfalen-Derby auf dem Programm. Die U17-Mannschaft des FSV Gütersloh wird in der heimischen Tönnies Arena auf den DSC Arminia Bielefeld treffen. Dieses Aufeinandertreffen verspricht nicht nur regionale Rivalität, sondern auch hochklassigen Mädchenfußball. Der FSV Gütersloh geht mit viel Selbstvertrauen in diese Partie, da unser U17-Team aktuell mit vier Punkten aus zwei Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Am vergangenen Spieltag erzielte die Mannschaft auswärts bei Borussia Mönchengladbach ein 2:2-Unentschieden und zeigte damit, dass sie gegen die starke Konkurrenz mithalten können. Die Gäste aus Bielefeld, der DSC Arminia, sind derzeit mit drei Punkten aus zwei Spielen auf dem siebten Platz platziert. In ihrem letzten Heimspiel überzeugten sie mit einem klaren 5:0-Sieg gegen den TuS Issel und werden sicherlich mit viel Schwung in das Derby gehen. Fußballfans erwartet somit ein sportlich interessantes und spannendes Duell zwischen diesen beiden Teams. Der FSV Gütersloh wird alles daran setzen, vor heimischem Publikum zu überzeugen und weitere Punkte auf ihrem Konto zu sammeln. Wichtiger Hinweis für alle Zuschauer*innen: Bitte beachten Sie, dass auf dem Außenparkplatz der Tönnies Arena ein Parkverbot gilt. Widerrechtlich parkende PKWs werden vom Stadionbetreiber kostenpflichtig mit einer Radkralle versehen. Wir bitten alle Zuschauer*innen, das anliegende Parkhaus zu nutzen, das kostenlos zur Verfügung steht.

DFB nominiert FSV-Talent Mirja Kropp für Torwart-Camp der U15-Nationalmannschaft

FSV-Torhüterin Mirja Kropp (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Mirja Kropp darf sich über eine Nominierung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) freuen. Die Nachwuchsspielerin des FSV Gütersloh gehört zu insgesamt zwölf talentierten Torhüterinnen, die für ein Torwart-Camp der U15-Nationalmannschaft berufen wurden. Das DFB-Torwart-Camp an der Sportschule Bitburg wird vom 15. bis 18. Oktober unter der Leitung von Silke Rottenberg stattfinden. Die ehemalige A-Nationaltorhüterin bekleidet die Position der TW-Koordinatorin für die weiblichen U15 – U20 Nationalmannschaften des DFB. Der FSV Gütersloh gratuliert Mirja Kropp zur Nominierung und wünscht ihr viel Erfolg bei der Maßnahme des Deutschen Fußball-Bundes.

FSV-Talente erleben einen unvergesslichen Tag beim DFB-Länderspiel

FSV-Talente beim DFB-Länderspiel: Hannah Leßner, Janna Koerdt, Mirja Kropp, Merle Rohden (hintere Reihe von links nach rechts), Johanna Braune, Yumnah Lohnherr und Samira Hadzaj (vordere Reihe von links nach rechts). (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat am gestrigen Dienstag, 26. September 2023 mit einem souveränen 4:0-Sieg gegen Island einen wichtigen Erfolg in der UEFA Women’s Nations League gefeiert. Sieben Nachwuchstalente des FSV Gütersloh waren im Bochumer Vonovia Ruhrstadion live vor Ort dabei und haben den DFB-Frauen nicht nur Glück gebracht, sondern hatten die Ehre, als Flaggenkids zu fungieren. Johanna Braune, Samira Hadzaj, Janna Koerdt, Mirja Kropp, Hannah Leßner, Yumnah Lohnherr und Merle Rohden gehörten dabei zu den vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) auserwählten Nachwuchsspielerinnen. Mit Linna Hermsmeier und Pauline Pfeifer mussten zwei weitere Spielerinnen des FSV Gütersloh kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Die sieben Spielerinnen des FSV Gütersloh erlebten einen schönen und doch anstrengenden Tag in Bochum. Vor dem Spiel trafen sich alle nominierten Spielerinnen bereits um 12:00 Uhr in Bochum. Die Spielerinnen wurden alle passend eingekleidet und erhielten eine Einweisung zu den bevorstehenden Abläufen sowie den Aufgaben im Rahmen des Länderspiels am Abend. Nach den Proben auf dem Rasen des Vonovia Ruhrstadions war es dann kurz nach 18:00 Uhr endlich so weit. Die Spielerinnen versammelten sich mit den beiden Länderflaggen und dem für den Mittelkreis vorgesehenen großen DFB-Banner auf dem Rasenplatz. Wenige Momente später liefen die von Kapitänin Alexandra Popp angeführte DFB-Elf und die Gäste aus Island ein, bevor die Nationalhymnen gespielt wurden. Anschließend verließen die Flaggenkids das Spielfeld und durften die Partie von der Tribüne aus verfolgen. Die deutsche Mannschaft gewann die Partie vor 14.998 Zuschauer*innen dank der Tore von Doppeltorschützin Klara Bühl, Giulia Gwinn und Lea Schüller mit 4:0. Für die jungen FSV-Spielerinnen war das Länderspiel ein unvergessliches Highlight und zugleich eine erneute Motivation ihre sportlichen Ziele mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Wille zu verfolgen. Und wer weiß: Vielleicht haben irgendwann in der Zukunft eine oder mehrere unserer sieben Flaggenkids selbst die Ehre, im DFB-Dress auflaufen zu dürfen.

Merle Hokamp und Janne Krumme feiern ihr Länderspieldebüt für die U17-Nationalmannschaft

DFB-U17-Nationalspielerinnen: das FSV-Duo Merle Hokamp und Janne Krumme. (Foto: Boris Kessler / FSV Gütersloh 2009)

Der FSV Gütersloh kann stolz auf seine Nachwuchstalente blicken, denn Merle Hokamp und Janne Krumme haben ihr Länderspieldebüt für die deutsche U17-Nationalmannschaft gegeben. Die beiden vielversprechenden Spielerinnen waren Teil der U17 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die sich in England zu zwei spannenden Begegnungen mit der U17 der Lionesses im St. George’s Park traf. Merle Hokamp, Spielerin der Zweitligamannschaft des FSV Gütersloh, gehörte in den beiden Partien nicht nur zur Startelf von Nationaltrainerin Sabine Loderer, sondern führte als Debütantin das DFB-Team direkt als Kapitänin auf das Feld. In beiden Länderspielen gegen England zeigte sie ihr Können und bewies, dass sie nicht nur auf Vereinsebene, sondern auch auf internationaler Bühne eine wichtige Rolle spielen kann. Und auch Janne Krumme aus der U17-Mannschaft des FSV Gütersloh hatte allen Grund zur Freude. Im zweiten Vergleich mit den U17-Lionesses wurde sie in der 62. Spielminute eingewechselt und durfte somit ebenfalls ihr DFB-Debüt feiern. Für die talentierte FSV-Torhüterin war dieser Moment ebenfalls eine Belohnung für ihre harte Arbeit und zeigt ihr Talent zwischen den Pfosten. Der FSV Gütersloh ist stolz darauf, solche herausragenden Talente in seinen Reihen zu haben und gratuliert Merle Hokamp und Janne Krumme zu ihrem erfolgreichen Länderspieldebüt.

Perspektivteam holt „Big Points“ im Aachener Tivoli

Jubel im Tivoli: Das FSV Gütersloh Perspektivteam feiert den Auswärtssieg bei Alemannia Aachen. (Foto: FSV Gütersloh 2009)

Viel größer hätten die Dimensionen für drei „Big Points“ unseres Perspektivteams kaum sein können. Im Aachener Tivoli, dem Kultstadion im Sportpark Soers, gewann der FSV Gütersloh II am Sonntag das Duell mit dem TSV Alemannia. Zwar blieben einige Plätze in der 32.960 Menschen fassenden Arena leer – offiziell verfolgten 86 Zuschauer die Partie – doch das Erlebnis für unser Team war genauso groß wie die Freude über den Triumph. Und beim Blick auf die Tabelle der Regionalliga West ging die Stimmung noch einmal in die Höhe: Nach dem dritten Sieg im fünften Spiel belegt unsere „Zweite“ mit stolzen zehn Punkten hinter den Top-Favoriten VfL Bochum und Fortuna Köln (je zwölf) den 3. Platz. „Der Druck auf die Erste wächst“, scherzte Stürmerin Biggi Schmücker angesichts des Höhenflugs. Die 36-Jährige kann die Momentaufnahme realistisch einschätzen, weiß aber auch: „Weil es für Aachen als Aufsteiger auch um den Klassenerhalt geht, sind die Punkte für uns besonders wertvoll.“ Sportlich bezahlt machte sich für das Team von Noah Henneböhle, dass man schon tags zuvor angereist und eine Übernachtung im Hotel gewählt hatte. „Wir haben gut ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt“, beschrieb der Trainer die Vorteile der kurzen Anreise zur Spielstätte. Natürlich nutzten die Spielerinnen zahlreich die Gelegenheit, ihren ersten Auftritt im Tivoli fotografisch zu dokumentieren. „Das war schon ein Hammer, in so einem Ding zu spielen“, war auch Henneböhle beeindruckt. Spätestens mit dem Anpfiff fokussierte sich der FSV, bei denen neben der privat verhinderten Lena Lückel auch noch Johanna Burholz und Laura Nünning kurzfristig wegen Krankheit ausgefallen waren, aber nur noch auf das Geschehen auf dem Rasen. Und schon nach drei Minuten brachte die aufgerückte Innenverteidigerin Chiara Tappe die Gütersloherinnen unter Mithilfe der Aachener Torhüterin mit einem Schuss von der linken Strafraumgrenze aus mit 1:0 in Führung. Das 0:2 in der 18. Minute erzielte Katharina Rädecker, indem sie den Ball nach einem auf den ersten Pfosten gezirkelten Eckstoß von Julia Gärtner mit dem Kopf ins kurze Eck beförderte. Und auch der dritte Treffer in der 65. Minute entsprang einer Ecke. Diesmal holte sich Kapitänin Laura Ostenfelder den „Assist“, und Chiara Tappe war am zweiten Pfosten als Torschützin zur Stelle. „Der Sieg war verdient, aber es war nicht so entspannt, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, schilderte Biggi Schmücker die Innensicht. Weil der FSV etwas den Zugriff verlor und der Schiedsrichter die körperliche Spielweise der Gastgeberinnen durchgehen ließ, gab es in der Schlussphase auch hektische Momente. Spätestens als der Unparteiische abpfiff und unser Spielerinnen den Sieg feierten, waren auch die Trommeln verstummt, mit der die Aachener Fans in den „Echo-Wänden“ des Tivoli für Lärm gesorgt hatten. Weiter geht es für unser Perspektivteam mit einem Kontrastprogramm, was das „Stadion“ angeht: Das nächste Spiel findet am Sonntag, 1. Oktober, um 13 Uhr auf dem Rasenplatz im Sportzentrum Ost statt. Zu Gast ist der Tabellenvierte VfR SW Warbeyen. FSV Gütersloh II: Seggelmann – T. Rother (81. Ludwigt), Tappe, Zitzer, Büttner (46. Welpott) – Rädeker (78. Nitsch), Ostenfelder, Kammermann, Gärtner (71. Schmidt) – C. Rother, Schmücker. Im Aufgebot: Lintel (Tw).

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